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Wissen

Alles über Matcha – 1550 Artikel im Überblick

Zubereitung, Herkunft, Inhaltsstoffe, Kaufberatung. Sachlich erklärt, mit Quellenangaben. Such nach einem Stichwort oder wähl eine Rubrik.

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Grundlagen

Bitterkeit und Adstringenz beim Matcha unterscheiden lernen

Bitterkeit ist ein Geschmack, den die Zunge über Rezeptoren wahrnimmt. Adstringenz ist kein Geschmack, sondern ein Tastreiz im Mund: ein trockenes, leicht raues Gefühl, als würde sich die Mundschleimhaut zusammenziehen. Wer schon einmal in eine unreife Banane gebissen hat, kennt Adstringenz gut, obwohl die Banane kaum bitter schmeckt. Bei Matcha treten beide Eindrücke oft gemeinsam auf, weil Wassertemperatur und Pulvermenge gleichzeitig auf Bitterstoffe und auf die Stoffe wirken, die das trockene Mundgefühl auslösen. Wer beide Eindrücke bewusst trennt, kann viel gezielter beurteilen, woran eine Tasse liegt: an der Temperatur, an der Menge oder am Pulver selbst. Eine einfache Übung mit zwei Tassen macht den Unterschied in wenigen Minuten spürbar.

Grundlagen

Gifu-Cha: die kleine Teeregion an der alten Nakasendo-Route

Gifu-Cha ist der Sammelbegriff für Tee aus der japanischen Präfektur Gifu, die auf der Insel Honshu zwischen den Alpen im Norden und der fruchtbaren Nobi-Ebene im Süden liegt. Anbaugebiet ist vor allem die historische Provinz Mino im Süden der Präfektur, wo Tee seit 2004 unter dem Markennamen Mino-Cha vermarktet wird. Zwei der Anbaugemeinden, Ibigawa und Tarui, liegen in einer Gegend, die im 19. Jahrhundert von der alten Nakasendo-Handelsstraße zwischen Kyoto und Edo durchquert wurde. Gifu zählt damit nicht zu den international bekanntesten japanischen Teeregionen wie Uji oder Shizuoka, sondern zu den kleineren, historisch gewachsenen Anbaugebieten des Landes. Wie das mit der alten Handelsstraße zusammenhängt und was den Tee aus Gifu ausmacht, zeigt dieser Artikel.

Geschichte

Glossar: Chaire, die kleine Dose für den dicken Tee Koicha

Ein Chaire (茶入) ist ein kleiner, meist keramischer Behälter mit Deckel, in dem bei der japanischen Teezeremonie das Pulver für den dicken Tee Koicha aufbewahrt wird. Für den alltäglichen dünnen Tee Usucha wird stattdessen die größere Holzdose Natsume verwendet. Der Chaire gehört zu den am höchsten geschätzten Gegenständen der Teezeremonie und wird oft über Generationen weitergegeben, mitsamt eigenem Namen und eigener Herkunftsgeschichte. Wer sich mit der Teezeremonie beschäftigt, stößt auf den Chaire fast zwangsläufig als eines der ersten Sammlerobjekte, über die eigene Bücher und Kataloge geführt werden. Kein anderer Gegenstand der Zeremonie zeigt so deutlich, wie aus einem einfachen Aufbewahrungsgefäß über Jahrhunderte ein eigenständiges Kunstwerk mit dokumentierter Geschichte werden konnte.

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