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Unity Coffee: der neue Automaten-Test des Costa-Express-Gründers
Scott Martin, der die Automatenkette Costa Express aufgebaut und 2018 für 3,9 Milliarden Britische Pfund an Coca-Cola verkauft hat, testet mit seiner neuen, davon unabhängigen Marke Unity Coffee an Automaten in London, wie viele Kunden zu Matcha statt zu Kaffee greifen. Laut dem britischen Handelsmagazin Better Retailing wählte bei einer Verkostung "nahezu die Hälfte" der Kunden ein Matcha-Getränk, eine genaue Stichprobengröße nennt die Quelle nicht.
Wer Scott Martin ist
Scott Martin hat Costa Express aufgebaut, ein Netzwerk aus Kaffeeautomaten in Tankstellen, Supermärkten und anderen Einzelhandelsflächen in Großbritannien. Laut Berichten von BusinessCloud und Comunicaffe wuchs das Netzwerk unter seiner Führung auf rund 14.000 Automaten, bevor es 2018 für 3,9 Milliarden Britische Pfund an Coca-Cola verkauft wurde.
Was Unity Coffee ist
Unity Coffee ist Scott Martins neues, eigenständiges Unternehmen und hat mit Costa Express keine gesellschaftsrechtliche Verbindung mehr. Nach Berichten von Refreshment Mag und Retail Technology Innovation Hub handelt es sich um ein automatisiertes Selbstbedienungs-Angebot mit App-Bestellung, das Kaffee, Matcha und heiße Schokolade anbietet, zu Preisen, die nach Angaben des Unternehmens rund 20 Prozent unter denen der Wettbewerber liegen sollen. Der weiche Marktstart fand im September 2025 im Londoner Stadtteil Soho statt.
Wie der Marktstart von Unity Coffee ablief
Nach Berichten von Retail Technology Innovation Hub startete Scott Martin seine neue Automatenmarke im September 2025 zunächst als sogenannten Soft-Launch im Londoner Stadtteil Soho. Bei diesem dreitägigen Testlauf sollen nach dieser Quelle rund 10.000 App-Installationen und mehrere hundert bediente Kunden zusammengekommen sein. Ob dieser Testlauf identisch mit der von Better Retailing beschriebenen Matcha-Verkostung ist oder ein separates Ereignis war, geht aus den verfügbaren Quellen nicht eindeutig hervor.
Was ein Soft-Launch in der Getränkebranche bedeutet
Ein Soft-Launch, wie ihn Unity Coffee im September 2025 in Soho durchgeführt hat, bezeichnet einen begrenzten Testlauf an einem oder wenigen Standorten, bevor ein Angebot flächendeckend ausgerollt wird. Unternehmen sammeln dabei erste Daten zu Kundennachfrage und Beliebtheit einzelner Produkte, bevor sie in Technik, Personal und Standorte für einen größeren Rollout investieren. Bei einem automatisierten Angebot wie Unity Coffee lässt sich über die App zusätzlich genau nachvollziehen, wie viele Nutzer welches Getränk bestellt haben, was solche frühen Zahlen wie die von Better Retailing berichtete Matcha-Quote überhaupt erst ermöglicht.
Wachstum und Finanzierung von Unity Coffee
Nach Berichten von Forecourt Trader und Comunicaffe hat Unity Coffee im weiteren Verlauf 2 Millionen Britische Pfund an Finanzierung eingesammelt, um das Automatennetz auf rund 500 Standorte auszubauen. Das zeigt, dass es sich nicht um einen einmaligen Testlauf handelt, sondern um ein Unternehmen mit konkreten Expansionsplänen für das automatisierte Getränkegeschäft in Großbritannien.
Der Matcha-Test
Better Retailing berichtet, Scott Martin habe bei Verkostungsaktionen in London für Unity Coffee beobachtet, dass "nahezu die Hälfte" aller Kunden sich für ein Matcha-Getränk statt für Kaffee entschieden habe. Eine genaue Zahl an befragten oder bedienten Kunden nennt der Artikel nicht. Es handelt sich also um eine einzelne, nicht mit Stichprobengröße belegte Aussage aus einem Fachmedien-Interview, nicht um eine veröffentlichte, geprüfte Studie. Wir weisen an dieser Stelle bewusst darauf hin, damit die Zahl nicht für genauer gehalten wird, als sie belegt ist.
Costa Express selbst ist an dem Test nicht beteiligt
Wichtig zur Einordnung: Costa Express gehört seit 2018 zu Coca-Cola und ist ein eigenständiges Unternehmen, unabhängig von Scott Martin. Der beschriebene Matcha-Test läuft ausschließlich über Unity Coffee, Martins neue Marke, und nicht über das bestehende Costa-Express-Automatennetz. Wer den Namen Costa Express mit diesem Test verbindet, verwechselt zwei unterschiedliche Unternehmen, auch wenn beide von derselben Person mitgegründet wurden.
Matcha im Wettbewerb um Automaten und Ladenregale
Better Retailing ordnet den Fall in eine breitere Entwicklung ein: Anbieter von Matcha-Getränken zum sofortigen Verzehr konkurrieren demnach zunehmend um Regalplätze in unabhängigen britischen Geschäften. Genannt wird unter anderem die Marke Perfect Ted als eine der am weitesten verbreiteten in diesem Segment, während auch etablierte Ketten wie Starbucks und Krispy Kreme eigene Matcha-Angebote aufgebaut haben. Laut demselben Bericht gehen Branchenvertreter davon aus, dass sich der Trend von London ausgehend auch auf andere Regionen Großbritanniens ausbreiten wird, ähnlich wie es zuvor bei Kaffee zum Sofortverzehr geschehen ist. Better Retailing zitiert dazu die Mitgründer der Marke Noosh, Ismail Rafizade und Fraser Yerro: Rafizade wird mit der Einschätzung wiedergegeben, London sei aktuell das Zentrum des Trends, werde diesem Muster aber vermutlich folgen; Yerro ergänzt laut demselben Bericht, dass Matcha-Angebote in großen Kaffeeketten dabei helfen würden, den Trend auch außerhalb der Großstädte bekannt zu machen.
Was das für den unabhängigen Einzelhandel bedeutet
Für kleinere, unabhängige Geschäfte in Großbritannien bedeutet die wachsende Nachfrage nach Matcha laut Better Retailing vor allem eines: mehr Wettbewerb um begrenzten Regalplatz. Ladenbesitzer müssen entscheiden, welche der zahlreichen neuen Matcha-Marken sie ins Sortiment aufnehmen, während etablierte Kaffeemarken um denselben Platz konkurrieren. Ein automatisiertes Angebot wie Unity Coffee steht dabei nicht in Konkurrenz um Regalfläche, sondern um Standorte für die Automaten selbst, etwa in Bürogebäuden, Bahnhöfen oder Einkaufszentren.
Was RTD-Getränke sind
RTD steht für "ready to drink", zu Deutsch trinkfertig, und bezeichnet Getränke, die bereits fertig gemischt und abgefüllt sind, meist in Dosen oder Flaschen für den sofortigen Verzehr im Kühlregal. Im Gegensatz dazu wird Matcha am Automaten wie bei Unity Coffee erst beim Kauf frisch zubereitet. Beide Vertriebswege konkurrieren laut Better Retailing aktuell um dieselbe wachsende Kundengruppe, die Matcha unterwegs oder auf die Schnelle trinken möchte.
Wie wir mit der Verwechslungsgefahr umgehen
Weil die Suchanfrage, aus der dieses Thema stammt, den Namen Costa Express in den Vordergrund stellt, obwohl die eigentliche Handlung bei Unity Coffee liegt, haben wir den Titel dieses Artikels bewusst so formuliert, dass die richtige Marke sofort erkennbar ist. Das ist uns wichtiger als eine wörtliche Übernahme der ursprünglichen Themenstellung, weil eine falsche Zuordnung zu einem bestehenden, börsennotierten Unternehmen wie Coca-Cola als Mutterkonzern von Costa Express sonst einen falschen Eindruck erwecken würde. Der Slug dieses Artikels nennt deshalb bewusst beide Namen, Costa Express und Unity Coffee, während der Titel selbst die tatsächlich handelnde Marke und Person in den Vordergrund stellt.
Was von der Berichterstattung offen bleibt
Zusammengefasst lässt sich aus den verfügbaren Quellen sicher sagen, dass Scott Martin mit Unity Coffee ein neues Automatengeschäft aufbaut, das auch Matcha anbietet, und dass er in einem Interview mit Better Retailing von einer hohen Matcha-Nachfrage bei eigenen Verkostungen berichtet hat. Nicht öffentlich belegt sind dagegen eine genaue Kundenzahl, ein fester Zeitraum der Erhebung oder eine unabhängige Überprüfung der genannten Quote. Diese Lücke benennen wir hier bewusst, statt eine genauere Zahl zu erfinden. Für unsere eigene Einordnung heißt das: Der Trend hin zu mehr Matcha am Automaten lässt sich aus mehreren unabhängigen Quellen bestätigen, die genaue Größenordnung bei Unity Coffee im Einzelnen dagegen nicht. Sollte Unity Coffee zu einem späteren Zeitpunkt eigene, nachprüfbare Zahlen veröffentlichen, würden diese eine genauere Einordnung erlauben, als es die aktuell verfügbaren Quellen zulassen.
Klarstellung zu diesem Artikel
MATCHASHOCK steht weder mit Costa Express noch mit Unity Coffee oder Scott Martin in einer geschäftlichen Verbindung. Dieser Artikel ordnet lediglich eine öffentlich berichtete Beobachtung aus dem britischen Einzelhandel ein.
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