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MAJICHA – die Matcha-Linie von David Myers und Yasuyuki Suda im Porträt
Unter dem Namen MAJICHA vertreibt eine kleine Marke eine Matcha-Linie, die nach eigenen Angaben von einem mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Koch und einem japanischen Teemeister gemeinsam kuratiert wird. Was das Unternehmen auf seiner eigenen Seite über Herkunft, Personen und Produkte mitteilt, steht hier zusammengefasst und durchgehend als Selbstauskunft der Marke gekennzeichnet, weil sich dazu keine zweite, unabhängige Quelle finden ließ.
Was ist MAJICHA?
MAJICHA ist nach eigenen Angaben eine kleine, spezialisierte Matcha-Marke aus dem US-Markt, die sich weniger über eine breite Ladenpräsenz als über die beiden Namen David Myers und Yasuyuki Suda positioniert. Sie wird nach diesen Angaben von David Myers kuratiert, einem mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Koch, der nach eigener Aussage in Küchen auf der ganzen Welt gearbeitet hat, bevor er sich mit seinem Namen einer Matcha-Linie zuwandte, die außerhalb der eigenen Restaurantküche verkauft wird. Auf der Markenseite wird er mit dem Satz zitiert: „I've cooked in kitchens across the world. This is the only matcha I drink every morning“ – zu Deutsch sinngemäß: Er habe in Küchen rund um die Welt gekocht, und dies sei der einzige Matcha, den er jeden Morgen trinke. Laut Unternehmensangaben hat Myers jede einzelne Dose der Produktlinie persönlich ausgewählt. Dass ein Koch mit einem eigenen Michelin-Stern seinen Namen mit einer Matcha-Marke verbindet, ist Teil eines größeren Musters, bei dem bekannte Namen aus der Gastronomie zunehmend eigene Produktlinien im Lebensmittelbereich starten, statt nur in der eigenen Küche zu arbeiten.
Wer ist Yasuyuki Suda?
An seiner Seite steht laut Markenseite Yasuyuki Suda, der als Träger des zehnten Dan im japanischen Tee-Bewertungssystem und als einer der führenden Teemeister Japans beschrieben wird. Er soll direkt mit Myers an der Auswahl und Zusammenstellung der Produktlinie zusammenarbeiten. Beide Angaben – Titel und Funktion – stammen ausschließlich von der Marke selbst und ließen sich nicht durch eine zweite, unabhängige Quelle bestätigen, was hier ausdrücklich offengelegt wird. Das japanische Bewertungssystem für Teemeisterinnen und Teemeister, auf das sich die Marke mit der Dan-Angabe bezieht, ist im Grundsatz mit anderen bekannten Graduierungssystemen etwa aus asiatischen Kampfsportarten vergleichbar, bei denen ein höherer Grad eine längere Prüfungslaufbahn anzeigt: Es beschreibt eine Rangstufe innerhalb eines anerkannten Prüfungswegs, ohne dass daraus automatisch folgt, in welchem konkreten Umfang diese Person an der hier beschriebenen Produktlinie mitgewirkt hat. Für Leserinnen und Leser außerhalb Japans ist eine solche Rangangabe zudem schwer selbst zu überprüfen, weil die zugrundeliegenden Prüfungswege in westlichen Ländern kaum bekannt sind und keine direkte Entsprechung in einem hierzulande vertrauten System haben.
Herkunft und Verarbeitung laut Markenangaben
MAJICHA bezieht sein Matcha nach eigenen Angaben von einem 500 Jahre alten Teehaus in Uji, das im Ort Wazuka in der Präfektur Kyoto liegt, verbunden mit einem 200 Jahre alten Teegarten. Die Marke beschreibt ihre Tees als traditionell steingemahlen und frisch aus Japan verschickt, ohne zwischenzeitliche Lagerung in einem Zwischenlager. Auch diese Angaben sind eine Selbstauskunft des Unternehmens und keine unabhängig geprüfte Tatsache, werden hier aber als das wiedergegeben, was die Marke über ihre eigene Herkunftskette mitteilt. Ein Teehaus mit einer solchen Alterszahl zu benennen, verweist auf eine lange Familientradition am Anbauort – eine Praxis, die im japanischen Teehandel verbreitet ist und die Herkunftsgeschichte eines Betriebs zusätzlich zur reinen Regionsangabe erzählbar macht.
Die Produktlinie im Überblick
Nach Angaben der Markenseite umfasst das Sortiment mehrere Kollektionen: die Sado Ceremonial Collection als höchste Qualitätsstufe, eine Everyday Ritual genannte Linie für den täglichen Gebrauch, eine Culinary & Barista genannte Reihe für die Verarbeitung in Küche und Café, dazu Gyokuro als hochwertigen Blatttee, klassischen Sencha sowie saisonale Sets. Diese Aufteilung in eine zeremonielle Linie für die pure Schale und eine alltagstaugliche Linie für Milchgetränke und Küche ist im Matcha-Handel ein verbreitetes Prinzip und keine Besonderheit dieser einen Marke. Dass eine so kleine Marke gleich sechs unterschiedliche Kollektionen führt, deutet darauf hin, dass sich das Angebot nicht nur an Privatkundschaft richtet, sondern auch an Gastronomiebetriebe und Cafés, die für unterschiedliche Verwendungszwecke – von der reinen Schale bis zum Latte – unterschiedliche Qualitätsstufen einkaufen wollen.
Preise laut Markenseite
Für einzelne Produkte nennt die Markenseite Preise zwischen 37 und 54 US-Dollar, für ein Großgebinde von 3 Kilogramm Gesshou Matcha wird ein Preis von 741 US-Dollar angegeben. Diese Preisspanne liegt damit deutlich über dem, was etwa im vorherigen Artikel zu Sencha Naturals bei Costco beschrieben wurde, und positioniert MAJICHA erkennbar als Premium-Anbieter im oberen Preissegment. Die Marke gibt an, in mehr als 20 Länder zu versenden, mit mehreren Währungsoptionen und regionaler Abwicklung, was für ein kleines Unternehmen dieser Größe einen vergleichsweise internationalen Vertrieb bedeutet und darauf hindeutet, dass die Zielgruppe nicht auf den US-Markt beschränkt gedacht ist. Die genannten Preise beziehen sich ausschließlich auf den direkten Verkauf über die eigene Webseite zum Zeitpunkt der Recherche im September 2026; wie bei jedem Online-Shop können sich Preise, Verfügbarkeit und das genaue Sortiment jederzeit ändern, ohne dass das an dieser Stelle laufend nachverfolgt werden kann. Zum Vergleich: Ein Gramm Gesshou Matcha aus dem 3-Kilogramm-Großgebinde kostet nach diesen Zahlen umgerechnet rund 25 US-Cent, während ein Gramm aus der kleineren Einzeldose je nach gewähltem Produkt spürbar teurer ausfällt – ein in der Lebensmittelbranche übliches Muster, wonach größere Gebinde pro Gramm meist günstiger sind als kleine Einzelpackungen.
Eine Nischenmarke statt eines Massenprodukts
Im Unterschied zu den großen Ketten und Handelsmarken, die in den anderen Artikeln dieser Reihe beschrieben werden, tritt MAJICHA erkennbar als kleine, kuratierte Marke auf, die sich über zwei Namen und eine aufwendig erzählte Herkunftsgeschichte positioniert, statt über eine breite Verfügbarkeit im Supermarktregal. Diese Positionierung richtet sich an eine Zielgruppe, die bereit ist, für eine erzählte Geschichte und eine enge Auswahl einen höheren Preis zu zahlen, ähnlich wie es auch bei kleinen Manufakturen in anderen Lebensmittelbereichen üblich ist – ein legitimes Geschäftsmodell, das weder besser noch schlechter ist als das der großen Handelsketten, sondern eine andere Zielgruppe anspricht. Während etwa Sencha Naturals bei Costco explizit auf Alltagstauglichkeit und einen niedrigen Portionspreis setzt, positioniert sich MAJICHA am entgegengesetzten Ende derselben Kategorie: wenige Kollektionen, hohe Preise pro Gramm und eine ausführlich erzählte Herkunftsgeschichte statt eines großen Absatzvolumens.
Warum hier bewusst nur eine Quelle steht
Für diesen Artikel wurde ausschließlich die eigene Webseite von MAJICHA ausgewertet, eine unabhängige Presseberichterstattung über die Marke, die Personen oder die Produktlinie wurde trotz mehrerer Suchversuche nicht gefunden. Alle Aussagen zu Titeln, Auszeichnungen, Herkunft und Zusammenarbeit sind deshalb ausdrücklich als Selbstdarstellung der Marke gekennzeichnet und nicht als unabhängig geprüfte Tatsache zu lesen. Das betrifft insbesondere die Beschreibung der beiden Personen und ihrer jeweiligen Rolle. Diese Zurückhaltung ist kein Zufall, sondern folgt derselben Regel, die für jeden Artikel in dieser Reihe gilt: Wo nur eine Quelle vorliegt, wird sie klar als solche benannt, statt den Eindruck einer breiter abgesicherten Tatsache zu erwecken.
Was sich aus diesem Fall lernen lässt
Der Fall MAJICHA zeigt ein Muster, das bei kleinen, personengeführten Lebensmittelmarken häufig auftritt: Die Marke selbst ist oft die einzige verfügbare Informationsquelle, weil unabhängige Fachpresse kleine Anbieter seltener aufgreift als große Handelsketten. Für Leserinnen und Leser bedeutet das, dass Herkunfts- und Qualitätsangaben solcher Marken grundsätzlich kritischer gelesen werden sollten als vergleichbare Angaben, die zusätzlich durch einen unabhängigen Test oder eine Presseberichterstattung bestätigt wurden – nicht, weil sie automatisch falsch wären, sondern weil eine zweite Prüfung schlicht fehlt. Das gilt hier ausdrücklich auch für die genannten Preise und die Beschreibung der Herkunft, die beide direkt von der Marke stammen und nicht durch einen unabhängigen Test wie in den vorherigen Artikeln dieser Reihe bestätigt werden konnten. Wer eine Kaufentscheidung auf Basis dieser Angaben treffen möchte, sollte das entsprechend berücksichtigen und im Zweifel direkt bei der Marke nachfragen, statt sich allein auf die eigene Werbedarstellung zu verlassen. Das gilt grundsätzlich für jede kleine Marke ohne breite Presseberichterstattung, nicht nur für den hier beschriebenen Fall, und unterscheidet eine solche Marke von großen, häufig getesteten Handelsmarken, bei denen mehrere unabhängige Quellen dieselbe Angabe bestätigen können, wie es in den vorherigen Artikeln dieser Reihe zu Starbucks, Trader Joe's und Costco der Fall war.
Klarstellung und der Weg zum eigenen Matcha
MATCHASHOCK steht in keiner geschäftlichen Verbindung zu MAJICHA, zu David Myers oder zu Yasuyuki Suda und verkauft keines der hier beschriebenen Produkte – dieser Artikel beschreibt ausschließlich, was eine fremde Marke selbst über sich mitteilt. Wer Matcha aus einer vergleichbaren Ernte- und Vermahlungsqualität sucht, findet bei uns eine 30-Gramm-Dose erster Ernte für 25,00 Euro, das entspricht 833,33 Euro je Kilogramm, von Hand gepflückt, steingemahlen und laborgeprüft auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide, bio nach EU-Öko-Verordnung, DE-ÖKO-006. Der Grundpreis je Kilogramm ist dabei der einfachste Weg, unser Angebot mit jedem anderen Angebot zu vergleichen, egal ob es sich um eine große Handelsmarke oder eine kleine, kuratierte Marke wie die hier beschriebene handelt – einfach Füllmenge und Gesamtpreis nebeneinanderlegen und auf dieselbe Einheit umrechnen.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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