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Kaufberatung

Matcha zum Valentinstag: das Geschenk, das ihr gemeinsam trinkt

Der 14. Februar kommt jedes Jahr überraschend, und am Abend vorher stehen alle in derselben Schlange vor demselben Blumenstand. Matcha ist die Alternative für Leute, die nichts verschenken wollen, das nach einer Woche im Müll landet: eine Dose, zwei Schalen, drei Minuten am Tisch. Hier steht, was du brauchst, wie viel Pulver zwei Personen verbrauchen und welche Drinks an diesem Abend funktionieren.

Warum passt Matcha zum Valentinstag?

Der Valentinstag wird am 14. Februar gefeiert und geht auf den Gedenktag des heiligen Valentinus zurück, den Papst Gelasius im Jahr 496 für die gesamte Kirche einführte. In Deutschland ist der Tag jung: Bekannt wurde er erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch die hier stationierten amerikanischen Soldaten, 1950 fand in Nürnberg der erste Valentinsball statt. Groß gemacht haben ihn danach vor allem die Blumen- und Süßwarenbranche, und genau darin liegt bis heute das Problem des Tages: Fast alle schenken dasselbe. Schnittblumen sind das häufigste Geschenk, allein zum Valentinstag 2018 wurden rund 800 Tonnen davon per Luftfracht nach Deutschland gebracht. Matcha ist aus einem einfachen Grund die interessantere Wahl: Er ist kein Gegenstand, der herumsteht, sondern ein Ablauf, den ihr zusammen macht. Wasser auf 70 bis 80 Grad, 2 Gramm Pulver durch ein feines Sieb, zwanzig Sekunden schlagen, zwei Schalen auf den Tisch. Das dauert drei Minuten, und diese drei Minuten sind der eigentliche Inhalt des Geschenks. Der Rest der Dose bleibt danach im Schrank und erinnert wochenlang an den Abend, während der Strauß längst entsorgt ist.

Was verschenkst du: nur die Dose oder das ganze Set?

Die ehrliche Reihenfolge lautet: erst das Pulver, dann das Zubehör. Eine 30-Gramm-Dose reicht für rund 15 Schalen, und sie entscheidet allein darüber, ob der Abend schmeckt. Ein Bambusbesen kostet zusätzlich, eine Schale und ein Bambuslöffel noch einmal, und keines der drei Teile rettet ein herbes Pulver. Wenn du trotzdem etwas zum Auspacken willst, kombiniere Dose, Sieb und Besen – das sind die Teile, die man wirklich in die Hand nimmt. Alles darüber hinaus, Untersetzer, Löffelhalter, zweite Schale in anderer Glasur, ist Deko und kann später kommen. Zwei Schalen sind allerdings die eine Ergänzung, die an diesem Tag Sinn ergibt: Wer zu zweit trinkt, will nicht abwechselnd aus einem Gefäß nippen, auch wenn genau das in der japanischen Teezeremonie beim dicken Koicha üblich ist. Welche Varianten es sonst gibt, vom kleinen Mitbringsel bis zum kompletten Set, steht im Wissensartikel „Matcha verschenken“. Und wenn du unsicher bist, ob die beschenkte Person Matcha überhaupt mag: Die Dose allein ist das risikoärmere Geschenk, weil sich daraus auch Milchgetränke, Gebäck und Eis machen lassen.

Wie bereitest du Matcha für zwei Personen zu?

Rechne pro Person mit 2 Gramm Pulver auf 100 Milliliter Wasser, also 4 Gramm und 200 Milliliter für euch beide. Sieb das Pulver vorher in beide Schalen – das ist der Schritt, der Klümpchen verhindert, und du erledigst ihn in Ruhe, bevor der Abend anfängt. Wasser aufkochen, zwei bis drei Minuten offen stehen lassen oder mit einem Schuss kaltem Wasser mischen: Du willst 70 bis 80 Grad, nicht kochend, sonst löst sich zu viel Bitteres aus dem Blatt. Dann gießt du Schale für Schale auf und schlägst jeweils 15 bis 20 Sekunden in schnellen W-Bewegungen, bis eine feine Schaumschicht steht. Beide Schalen sind so in unter zwei Minuten fertig, und die erste hat noch Schaum, wenn die zweite kommt. Wenn ihr zu mehreren seid, ändert sich nur die Reihenfolge, nicht die Technik – wie das für vier bis acht Leute abläuft, steht im Wissensartikel „Matcha für Gäste“. Ein Küchentuch vorher bereitlegen: Beim Schlagen für zwei geht erfahrungsgemäß etwas daneben, und das grüne Pulver findet zuverlässig die helle Tischdecke.

Welcher Matcha schmeckt auch beim ersten Mal?

Ein Valentinsabend ist der schlechteste Moment für einen Fehlkauf, weil die erste Schale pur getrunken wird und sich nicht hinter Milch verstecken kann. Genau da fällt billiges Pulver auf: späte Erntedurchgänge, unbeschattete Blätter, grob vermahlene Ware mit Stielen und Blattadern. Der Unterschied entsteht lange vorher auf dem Feld. Steht die Teepflanze in den letzten vier Wochen vor der Pflückung unter Netzen, fällt ihr Catechin-Gehalt niedriger aus – Catechine sind die Stoffgruppe hinter der herben Note – und der Anteil an L-Theanin bleibt höher, was den runden, umami-artigen Ton ausmacht. Für den Abend lohnt sich deshalb ein Pulver, das vom ersten Erntegang stammt, wochenlang unter Netzen stand, von Hand gepflückt und auf der Steinmühle vermahlen wurde – wie der MATCHASHOCK Bio-Matcha, für den ein Labor Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide prüft und dessen Geschmack bewusst weich und rund gehalten ist. Praktisch bedeutet das: Zehn Grad zu heißes Wasser fallen an diesem Abend nicht weiter auf, wenn ihr euch beim Aufgießen verquatscht habt. Bei einem herben Pulver schmeckst du jeden dieser Fehler sofort, und der Abend beginnt mit einem verzogenen Gesicht.

Welche Drinks passen zu einem Abend zu zweit?

Wenn es rosa sein soll, ohne kitschig zu werden, ist Erdbeer-Matcha der naheliegende Griff: pürierte Erdbeeren unten ins Glas, Milch darüber, geschlagener Matcha obendrauf – die drei Schichten bleiben von selbst getrennt, solange du langsam eingießt. Genaue Mengen dafür stehen in unserer Rezeptsammlung, ebenso für Cloud Matcha mit aufgeschlagener Haube und für Matcha-Trüffel, die du am Nachmittag vorher rollen kannst. Warm funktioniert weiße Matcha-Trinkschokolade als Nachtisch, kalt ein Matcha Tonic mit einem Streifen Zitronenschale. Beim Süßen gilt: wenig und spät. Ein Teelöffel Honig, Dattel- oder Vanillesirup reicht für ein ganzes Glas, und du gibst ihn erst dazu, wenn ihr beide einmal probiert habt – welche Süße zu welchem Getränk passt, steht im Wissensartikel „Matcha süßen: was zu welchem Getränk passt“. Halte die Begleitung klein: ein Stück dunkle Schokolade oder ein Mandelgebäck pro Person nimmt die grasigen Noten auf, statt sie zu überdecken. Kräftige Zitrusnoten und Salziges beißen sich dagegen mit dem Tee und ruinieren die zweite Schale.

Was tun, wenn nur einer von euch Matcha mag?

Das ist der häufigste Fall, und er ist kein Grund, das Geschenk zu ändern. Serviere nicht als Erstes eine pure Schale, sondern gib die Wahl: eine kleine Menge pur zum Probieren und daneben dieselbe Pulvermenge mit 30 bis 50 Millilitern Anschlagwasser, aufgefüllt mit Milch oder Hafermilch. Fast alle probieren dann beides, und der Vergleich ist der interessantere Teil des Abends. Nenn dabei die Zahlen offen: 2 Gramm, 100 Milliliter, 70 bis 80 Grad, zwanzig Sekunden schlagen. Das nimmt dem Ganzen die Aura des Komplizierten, und wer es nachmachen will, hat die Anleitung schon im Kopf. Stehen mehrere Dosen im Schrank, wird aus dem Abend ohne Zusatzaufwand ein Vergleich – wie du so etwas aufziehst, mit welcher Reihenfolge und wie viel Wasser dazwischen, steht im Wissensartikel „Matcha Tasting zuhause“. Und falls die erste Schale trotzdem zu herb ankommt: Das liegt fast nie am Geschmack der Person, sondern an Pulver, Wassertemperatur oder Menge, nachzulesen im Wissensartikel „Matcha zu bitter“.

Was bleibt nach dem 14. Februar?

Der Unterschied zum Blumenstrauß zeigt sich in Woche zwei. Eine 30-Gramm-Dose reicht für rund 15 Schalen, bei zwei Personen also für gut eine Woche täglich oder für jeden zweiten Abend über einen Monat. Nach dem Öffnen bleibt das Pulver rund vier bis sechs Wochen wirklich frisch, danach verliert es Farbe und Aroma, weil es an der Luft oxidiert. Lagere die Dose deshalb luftdicht, dunkel und kühl und lass sie nicht offen neben dem Herd stehen. Wenn ihr merkt, dass daraus eine Gewohnheit wird, kauf lieber häufiger kleine Mengen als einmal ein großes Gebinde – große Dosen werden am Boden stumpf und braun, bevor sie leer sind. Und für den nächsten Anlass gilt dieselbe schlichte Rechnung: 30 Gramm ergeben ungefähr 15 Schalen, und mehr als das braucht ein Abend zu zweit nicht.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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