Zum Inhalt springen

Keine Werbe- oder Tracking-Cookies. Mehr erfahren

Zubereitung

Matcha Tasting zuhause veranstalten: Aufbau, Ablauf, Bewertungsbogen

Ein Matcha Tasting ist kein Qualitätstest, sondern ein Abend mit Gästen. Drei bis vier Pulver, gleiche Schalen, ein Blatt Papier, und plötzlich schmeckt jeder am Tisch Unterschiede, die er allein nie bemerkt hätte. Ausrüstung über Schale, Besen und heißes Wasser hinaus brauchst du dafür nicht.

Tasting oder Test: zwei verschiedene Dinge

Es gibt zwei Gründe, mehrere Matcha-Pulver nebeneinander zu stellen. Beim Test geht es um eine Ja-Nein-Frage: Taugt dieses eine Pulver etwas? Dafür schaust du dir Farbe, Feinheit, Geruch und Löslichkeit an und vergleichst gegen einen Erwartungswert. Genau das steht Schritt für Schritt im Wissensartikel Matcha-Test zuhause mit seinen fünf Prüfungen. Beim Tasting geht es um etwas anderes: um den direkten Vergleich mehrerer Pulver in einer Runde und um Sprache. Vier Leute schmecken vier Dinge und müssen sie benennen, und genau dabei entsteht der Aha-Effekt. Der Unterschied ist wichtig, weil er den Aufbau bestimmt. Ein Test funktioniert allein und braucht kein Publikum. Ein Tasting braucht identische Bedingungen für alle Proben, eine feste Reihenfolge und Leute, die sich hinterher austauschen. Wer beides mischt, bekommt weder ein sauberes Urteil noch einen schönen Abend.

Wie viele Proben und wie viel Pulver

Drei bis vier Proben sind das Maximum. Danach ermüdet die Zunge, und die fünfte Schale schmeckt nur noch nach der vierten. Rechne mit halben Portionen statt voller Schalen: rund 1 Gramm Pulver auf 50 Milliliter Wasser je Person und Probe, abgeleitet aus der klassischen Usucha-Dosierung von etwa 2 Gramm auf 100 Milliliter. Bei vier Gästen und vier Proben sind das insgesamt 16 Gramm Pulver, also je Dose rund 4 Gramm. Das ist der Grund, warum ein Tasting mit kleinen Gebinden gut funktioniert und niemand große Mengen einkaufen muss. Eine 30-Gramm-Dose deckt einen kompletten Abend und bleibt danach noch für den Alltag übrig. Beim Wasser gilt: 70 bis 80 Grad, für alle Proben identisch und aus derselben Kanne, sonst vergleichst du am Ende Temperaturen statt Pulver.

Aufbau: blind, kodiert, geruchsneutral

Stell die Proben blind. Bei einer Blindverkostung bekommen alle Teilnehmer die Produkte in gleichartigen Gefäßen, damit der Geschmackseindruck nicht schon vorab durch Verpackung, Preis oder Herkunftsangabe geprägt wird. Praktisch heißt das: gleiche Schalen, Zettel mit A, B, C und D darunter, Dosen außer Sichtweite in einem anderen Raum. Eine Person führt Protokoll, welcher Buchstabe zu welcher Dose gehört. Der Raum sollte geruchsneutral sein, also keine Duftkerze, kein Essen auf dem Tisch, kein frisch gebrühter Kaffee daneben. Zwischen den Proben wird mit stillem Mineralwasser neutralisiert, bei Bedarf mit einem Stück ungesalzenem Weißbrot dazu. Die Reihenfolge geht von mild nach kräftig, sonst überdeckt die erste kräftige Probe alles Folgende. Und jeder schlägt seine Schale selbst auf: Das gehört zum Abend dazu und macht sofort sichtbar, welches Pulver leicht schäumt und welches nicht.

Eine Referenzprobe gehört dazu

Der häufigste Fehler bei Tastings unter Freunden ist, dass ausschließlich Unbekanntes gegen Unbekanntes antritt. Am Ende weiß die Runde, dass B herber war als C, aber niemand weiß, wo oben ist. Deshalb gehört eine Referenz auf den Tisch: ein Pulver, von dem du weißt, wie es gemacht ist. Erste Ernte, beschattet, von Hand gepflückt, steingemahlen und laborgeprüft auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide, so wie der MATCHASHOCK Bio-Matcha, der genau deshalb mild statt bitter ausfällt. Diese Probe läuft als eine der kodierten Schalen ganz normal mit, wird also nicht bevorzugt behandelt. Erst bei der Auflösung zeigst du, welcher Buchstabe die Referenz war. Ab diesem Moment hat die Runde einen Maßstab und kann Begriffe wie grasig, kratzig, umami oder stumpf an einem konkreten Geschmack festmachen, statt im Ungefähren zu bleiben. Wie groß der Abstand zwischen einem einfachen und einem sorgfältig gemachten Pulver in der Schale wirklich ausfällt, zeigt der Wissensartikel Matcha-Qualitätsstufen in der Praxis.

Der Ablauf in vier Schritten

Erster Schritt Farbe: etwas trockenes Pulver auf ein weißes Blatt Papier streichen, möglichst bei Tageslicht. Sattes Grün gegen stumpfes Gelbgrün ist der erste sichtbare Unterschied. Zweiter Schritt Geruch: am trockenen Pulver riechen, bevor Wasser dazukommt, frisch und grün gegen muffig oder heuartig. Dritter Schritt Schaum und erster Schluck: aufschlagen, die Schaumdecke ansehen, dann in kleinen Schlucken trinken und im Mund verteilen. Vierter Schritt Nachklang: rund 30 Sekunden warten und beschreiben, was bleibt, also Süße, Umami, Bitterkeit oder ein kratziges Gefühl im Hals. Dazu ein einfacher Bewertungsbogen mit fünf Zeilen je Probe: Farbe, Duft, Süße und Umami, Bitterkeit, Nachklang, jeweils mit einer Skala von eins bis fünf. Erst am Ende, wenn alle Bögen ausgefüllt sind, wird verglichen und diskutiert, nicht schon während der zweiten Probe.

Die fünf häufigsten Fehler

Erstens kochendes Wasser. Es löst die Bitterstoffe schneller aus jedem Pulver und macht damit gerade die feinen Unterschiede platt. Zweitens zu viele Proben, siehe oben. Drittens Süßigkeiten zwischendurch, denn nach einem Keks schmeckt jeder Matcha herb. Viertens Milch von Anfang an: Milch legt sich um die herben Noten und gleicht die Proben an, dann vergleichst du praktisch nichts mehr. Wenn eine Latte-Runde gewünscht ist, kommt sie nach dem puren Durchgang, mit derselben Milch für alle Proben. Fünftens sichtbare Etiketten. Sobald jemand die Dose sieht, wandert das Urteil in Richtung Preis und Aufmachung. Ein sechster Punkt kommt in der Praxis oft dazu: unterschiedlich alte Pulver. Eine seit einem halben Jahr offene Dose gegen frisch geöffnete Ware ist kein Sortenvergleich, sondern ein Frischevergleich.

Nach der Auflösung

Wenn die Bögen ausgewertet sind, kommen die Dosen auf den Tisch und jeder sieht, was er da eigentlich getrunken hat. Erfahrungsgemäß kippt genau hier die Stimmung: Die günstigste Probe ist selten die beliebteste, und mehrere Gäste erkennen, dass sie ihren eigenen Alltagsmatcha bisher zu heiß und zu hoch dosiert zubereitet haben. Halte die Ergebnisse kurz fest, ein Foto vom Bogen reicht, dann hast du beim nächsten Einkauf eine echte Grundlage. Wer beim Beschreiben nicht weiterkommt, findet die passenden Begriffe von umami bis grasig im Wissensartikel zum Matcha-Geschmack. Und wenn danach Lust auf Milchvarianten besteht, laufen alle Proben noch einmal als kleine Latte durch. Dann zeigt sich, welches Pulver sich gegen Milch durchsetzt und welches darin einfach verschwindet. Plane für den ganzen Abend rund zwei Stunden ein, mehr braucht es nicht, und stell genug stilles Wasser auf den Tisch.

Wasser, Temperatur und Reihenfolge: die drei Stolpersteine am Abend

Ein Tasting scheitert selten am Pulver und häufig an der Organisation. Drei Punkte entscheiden. Erstens das Wasser: Für alle Proben dieselbe Quelle und dieselbe Temperatur, also 70 bis 80 Grad. Wer zwischendurch neu aufkocht und nicht wieder abkühlen lässt, bewertet mit der dritten Probe die Temperatur statt das Pulver. Praktisch löst man das mit einer Kanne, die vorher gefüllt und einmal auf Temperatur gebracht wird. Zweitens die Reihenfolge: Von mild nach kräftig verkosten, sonst überlagert eine intensive Probe alles Folgende. Wer die Reihenfolge nicht kennt, verkostet einfach in aufsteigendem Preis und korrigiert nach dem ersten Durchgang. Drittens die Pause dazwischen: ein Schluck lauwarmes Wasser und dreißig Sekunden reichen, damit der Gaumen zurücksetzt. Wer ohne Pause durchgeht, findet nach der zweiten Probe keine Unterschiede mehr. Zwei kleine Ergänzungen machen den Abend rund: identische, helle Schalen, damit die Farbe vergleichbar bleibt, und keine parfümierten Kerzen oder Duftlampen im Raum. Beides klingt nebensächlich und verändert die Wahrnehmung deutlich. Wie sich ein einzelnes Pulver ohne Runde prüfen lässt, zeigt der Wissensartikel „Matcha im Test zuhause – 5 einfache Prüfungen mit Papier, Wasser und Nase“.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

Geöffnete MATCHASHOCK Dose mit Deckel
Laborgeprüft · Bio
MATCHASHOCK Matcha-Pulver aus der Nähe
Erste Ernte
Doppelt versiegelte Innenfolie der Dose
Doppelt versiegelt

Genug gelesen? Schmeck den Unterschied selbst.

Bio aus erster Ernte.
Laborgeprüft, doppelt versiegelt.

Fein vermahlen und mild statt bitter — deshalb schmeckt er auch pur.

  • Bio-zertifiziert, DE-ÖKO-006
  • Im Labor geprüft
  • Erste Ernte, feinste Vermahlung
  • Doppelt luftdicht versiegelt
  • Versand kostenlos in Deutschland
  • 30 g, reicht für 10–15 Tassen
5,0 von 5 · 3 Bewertungen
„Das ist der beste Matcha, den ich seit Jahren gekauft habe! Ich trinke schon lange Matcha und nutze ihn auch gerne zum Backen meiner Lieblingscookies. Die Qualität ist top! Intensiver Geschmack, sehr fein gemahlen […]. Den werde ich definitiv wieder bestellen!!“
Sabrina · Amazon, verifizierter Kauf

30 g für 25,00 € (833,33 €/kg, inkl. MwSt.)

Jetzt probieren

MATCHASHOCK Bio-Matcha, 30 g: 25,00 € (833,33 €/kg), inkl. MwSt. Versand innerhalb Deutschlands kostenlos. Bio: Kontrollstelle des Herstellers CN-BIO-141, unsere eigene DE-ÖKO-006 (ABCert) · Nicht-EU-Landwirtschaft. Diese Bewertungen stammen von unserer Amazon-Produktseite und tragen dort alle den Amazon-Vermerk „Verifizierter Kauf“ — Amazon setzt ihn nur, wenn der Artikel über das Konto der Verfasserin oder des Verfassers gekauft wurde. Wir schreiben keine Bewertungen selbst und übernehmen keine aus anderen Quellen. Mit […] gekennzeichnete Stellen haben wir weggelassen, weil sie Aussagen zur Wirkung enthalten, die wir noch nicht mit Unterlagen belegen können; nichts wurde umformuliert. Der vollständige Wortlaut steht auf unserer Amazon-Produktseite.

Weitere Wissensartikel