Kaufberatung
Was hinter Costa Coffees erster Matcha-Latte-Serie steckt
Costa Coffee hat am 8. Januar 2026 seine erste eigene Matcha-Latte-Reihe in allen rund 2.800 Filialen in Großbritannien und Irland eingeführt. Die Serie umfasst einen heißen und einen kalten Matcha Latte sowie eine Variante mit Erdbeere und Kokos. Dieser Artikel beschreibt Produkte, Hintergrund und die spätere Erweiterung der Reihe.
Der Launch am 8. Januar 2026
Costa Coffee brachte am 8. Januar 2026 seine erste eigene Matcha-Latte-Reihe in alle rund 2.800 Filialen in Großbritannien und Irland. Vorausgegangen war ein Test in ausgewählten Filialen im späten Jahr 2025, bevor die Kette die Serie flächendeckend einführte und damit erstmals ein eigenes, durchgängiges Matcha-Angebot außerhalb einzelner saisonaler Aktionen aufbaute. Der Testlauf in ausgewählten Filialen diente nach Unternehmensangaben dazu, Rezeptur und Nachfrage vor dem flächendeckenden Rollout zu prüfen, bevor die Investition in alle Standorte getätigt wurde. Costa Coffee gehört zum Konzern Coca-Cola, der die Kette 2019 übernommen hat, was der Marke bei einer flächendeckenden Einführung wie dieser Zugriff auf ein entsprechend großes Logistik- und Marketingnetzwerk verschafft. Diese Konzernanbindung unterscheidet Costa strukturell von den meisten anderen in diesem Themenfeld behandelten Fällen, die überwiegend von einzelnen Content-Creatorinnen und Creatorn oder von einzelnen, unabhängigen Kaffeeketten stammen, während Costa auf die Ressourcen eines global tätigen Getränkekonzerns zurückgreifen kann.
Die drei Produkte
Die Reihe umfasst einen Hot Matcha Latte und einen Iced Matcha Latte, beide lassen sich mit pflanzlichen Milchalternativen und Sirupen anpassen. Dazu kommt der Strawberry Coconut Iced Matcha Latte, der cremige Kokosnussmilch mit einer süßen Erdbeersauce kombiniert und sich damit optisch und geschmacklich deutlich von den beiden klassischen Varianten abhebt. Alle drei Getränke sind sowohl in den Filialen als auch, wo verfügbar, über den Lieferservice der Kette bestellbar. Mit der Kombination aus einer klassischen, einer kalten und einer aromatisierten Variante deckt Costa von Beginn an ein breiteres Geschmacksspektrum ab, als es viele Wettbewerber bei ihrem jeweils ersten Matcha-Launch getan haben. Diese breitere Ausgangsbasis kann der Kette helfen, unterschiedliche Geschmackspräferenzen innerhalb ihrer großen und altersmäßig gemischten Kundschaft gleichzeitig zu bedienen, statt sich wie kleinere, spezialisierte Anbieter auf ein einzelnes Signature-Getränk zu konzentrieren.
Einordnung ins Winter-Menü
Die Matcha-Reihe war Teil eines größeren Winter-Menü-Updates, zu dem auch neue vegane Optionen gehörten. Costa positionierte den Launch damit bewusst innerhalb eines umfassenderen saisonalen Angebots und nicht als isoliertes Einzelprodukt, um die Aufmerksamkeit für das gesamte Winter-Sortiment zu erhöhen. Ein gebündelter Menü-Launch erlaubt es der Kette zudem, mehrere neue Produkte gleichzeitig zu bewerben, statt für jede einzelne Neuheit eine eigene Marketingkampagne aufzusetzen, was die Marketingkosten je Produkt senkt und die mediale Aufmerksamkeit auf einen einzigen Termin bündelt.
Zitat zur Idee hinter dem Menü
Nishant Bhatia, Global Food and Beverage Innovation Director bei Costa Coffee, beschrieb die Idee hinter dem Menü so: Im Januar gehe es um kleine Momente des Komforts, und das habe die Entwicklung der neuen Matcha-Reihe geprägt. Costas Matcha solle als eine Art wohltuendes Ritual funktionieren, unabhängig davon, ob jemand Matcha zum ersten Mal probiert oder den milden Geschmack bereits kennt.
Wirtschaftlicher Hintergrund
Der Launch fällt in eine Phase wirtschaftlichen Drucks für Costa Coffee. 2024 verzeichnete die Kette einen auf 13,5 Millionen britische Pfund mehr als verdoppelten Verlust, bedingt unter anderem durch geringere Besucherzahlen und günstigere Konkurrenz. Mit der Matcha-Reihe zielt Costa erklärtermaßen auch darauf ab, jüngere Kundschaft anzusprechen, nachdem Wettbewerber bei viralen Getränketrends wie Matcha bereits schneller reagiert hatten und entsprechend früher eigene Matcha-Angebote im Sortiment führten. Für eine Kette mit fast 2.800 Filialen bedeutet ein verspäteter Einstieg in einen bereits laufenden Trend zugleich, dass die Konkurrenz bei einem Teil der jüngeren Kundschaft bereits Gewohnheiten etabliert haben könnte, die Costa mit der neuen Reihe erst noch aufbrechen muss. Der Verlust von 13,5 Millionen Pfund im Jahr 2024 wird in der Wirtschaftsberichterstattung regelmäßig als Beleg dafür angeführt, dass etablierte Ketten wie Costa unter wachsendem Druck stehen, neue, bei jüngeren Zielgruppen beliebte Produktkategorien schneller aufzugreifen, als es in früheren Jahren beim Unternehmen üblich war.
Erweiterung im Herbst 2026
Im Laufe des Jahres 2026 baute Costa das Matcha-Sortiment weiter aus. Ab dem 27. August folgte im Rahmen des Herbst-Menüs der Maple Hazel Iced Matcha Latte, eine Kombination aus Matcha-Grüntee, geröstetem Haselnuss-Sirup, Ahornsauce und gekühlter Milch. Gleichzeitig kehrten weitere saisonale Getränke wie der Maple Hazel Latte, ein Iced Latte, eine heiße Schokolade und ein Frappé ins Sortiment zurück, sodass sich Matcha inzwischen fest in den wiederkehrenden saisonalen Rhythmus der Kette eingliedert. Innerhalb weniger Monate ist Costa damit von einem einmaligen Winter-Launch zu einer Marke übergegangen, die Matcha regelmäßig mit neuen saisonalen Geschmacksrichtungen kombiniert, ähnlich wie es die Kette zuvor bereits bei klassischen Kaffeegetränken und Frappés praktiziert hat.
Wie sich Costa von anderen Ketten unterscheidet
Im Vergleich zu Wettbewerbern wie McDonald's, die Matcha-Getränke meist als zeitlich begrenzte Sommeraktion führen, hat Costa die Matcha-Latte-Reihe von Beginn an als dauerhaften Bestandteil des Kernsortiments angelegt und lediglich um saisonale Varianten wie den Strawberry Coconut oder den Maple Hazel Iced Matcha Latte ergänzt. Dieser Unterschied im Ansatz zeigt, dass einzelne Ketten Matcha unterschiedlich strategisch einordnen, von der kurzfristigen Trendaktion bis zur dauerhaften Sortimentserweiterung. Für Costa als Kette mit einem sehr breiten, alltäglichen Kundenstamm ist eine dauerhafte Verankerung nachvollziehbar, weil ein wiederkehrendes Angebot leichter zu kommunizieren ist als eine jährlich neu beworbene Sonderaktion, und weil sich das Sortiment so über mehrere Saisons hinweg organisch erweitern lässt, ohne jedes Mal ein komplett neues Produkt einführen zu müssen.
Was das für Matcha-Käufer in Deutschland bedeutet
Costa Coffee betreibt in Deutschland deutlich weniger Filialen als in Großbritannien und Irland, wo das Unternehmen mit rund 2.800 Standorten präsent ist. Ob und wann die Matcha-Latte-Reihe auch in den deutschen Filialen der Kette eingeführt wird, ist öffentlich nicht dokumentiert. Für deutsche Leserinnen und Leser ist der Fall deshalb vor allem als Beispiel dafür interessant, wie eine große internationale Kaffeekette auf den Matcha-Trend reagiert, weniger als unmittelbar im deutschen Alltag verfügbares Angebot. Der Vergleich zu anderen in diesem Themenfeld behandelten Fällen wie McDonald's UK zeigt zudem, dass viele der aktuellen großen Matcha-Launches zunächst im britischen Markt stattfinden, bevor, wenn überhaupt, eine Ausweitung auf andere europäische Länder folgt. Für Kundinnen und Kunden von MATCHASHOCK in Deutschland ändert der Costa-Launch damit unmittelbar nichts am eigenen Angebot, er zeigt aber, wie stark Matcha inzwischen auch bei großen, nicht auf Tee spezialisierten Ketten als reguläres Sortimentselement statt als kurzlebiger Trend behandelt wird.
Einordnung
MATCHASHOCK steht in keiner Verbindung zu Costa Coffee. Dieser Artikel ordnet ein reales, öffentlich dokumentiertes Produktlaunch-Ereignis ein, ohne die Marketingaussagen des Unternehmens zu bewerten.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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