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Überblick

Grüntee Kosmetik – vom Waschgel bis zur Zahnpasta

Grüner Tee gehört zu den meistverwendeten Pflanzenstoffen der Kosmetikbranche. Dieser Überblick zeigt, in welchen Produktarten Matcha und Grüntee tatsächlich vorkommen und unter welchem Namen du sie auf der Verpackung findest.

Wie der Stoff auf der Verpackung heißt

Auf jeder Kosmetikverpackung in der EU steht eine Zutatenliste nach dem INCI-System. Grüntee taucht dort in drei Formen auf. Camellia Sinensis Leaf Extract ist der flüssige Auszug aus dem Blatt und der mit Abstand häufigste. Camellia Sinensis Leaf Powder ist das gemahlene Blatt, also das, was auch in der Teeschale landet. Camellia Sinensis Leaf steht für das unbehandelte Blatt. Wichtig beim Lesen – die Zutaten stehen nach Menge sortiert. Steht der Grüntee ganz hinten hinter den Duftstoffen, ist er eher Dekoration als Bestandteil.

Gesichtspflege

Der größte Bereich. Reinigungsschäume und Waschgele mit Grünteeauszug, Tonlotionen, Seren, Feuchtigkeitscremes und Tuchmasken. In Korea und Japan ist Grüntee eine der tragenden Produktlinien ganzer Marken, oft mit Anbaugebiet auf der Packung, ähnlich wie beim Wein. In Europa findet man ihn meist als einen Auszug unter vielen in Mischformeln.

Masken und Peelings

Hier wird häufiger das Pulver statt des Auszugs verwendet. Anrührmasken aus Pulver, die man mit Wasser mischt, sind ein eigener Produkttyp – sie kommen ohne Konservierung aus, weil sie erst kurz vor dem Auftragen entstehen. In Peelings dient fein gemahlenes Blattpulver als weiches Schleifkorn. Genau dafür ist Camellia Sinensis Leaf Powder in der EU-Stoffdatenbank CosIng auch mit der Funktion Exfoliating, also abschuppend, eingetragen.

Körper, Haar und Zahnpflege

Badezusätze, Körperpeelings, Duschgele und Handseifen mit Grüntee sind verbreitet. In der Haarpflege findet man ihn in Spülungen und Kopfhauttonics. Und in der Zahnpflege ist er ein alter Bekannter – CosIng führt für den Blattauszug ausdrücklich auch die Funktion Oral care agent, also Mundpflegemittel. Grüner Tee in Zahnpasta ist in Japan seit Jahrzehnten üblich.

Sonnenpflege und Farbe

In Sonnenprodukten wird Grünteeauszug als Zusatzstoff neben den eigentlichen Lichtschutzfiltern eingesetzt. Ersetzen kann er einen Filter nicht – Lichtschutz in der EU darf ausschließlich über zugelassene UV-Filter ausgelobt werden. Und dann gibt es noch die Farbe. Das kräftige Grün des Chlorophylls ist der Grund, warum Matcha in dekorativer Kosmetik und in Badezusätzen auch schlicht als Farbgeber auftaucht.

Unser Matcha ist ein Lebensmittel und wird als Lebensmittel verkauft. Er ist kein kosmetisches Mittel. Die Anleitungen in diesem Bereich richten sich an die private Herstellung für den Eigengebrauch. Sie enthalten keine Wirkversprechen und ersetzen keine ärztliche oder dermatologische Beratung.

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