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Matcha in der Jugendumfrage: was junge Leser wirklich trinken
Was junge Leute wirklich trinken, lässt sich nicht an einzelnen Café-Warteschlangen ablesen, sondern an Zahlen aus Marktforschung und Handel. Und die zeigen: Matcha ist dort inzwischen fest verankert. Nach Angaben des Getränkeportals Matchoya wurden in Deutschland allein 2024 über 70 Millionen Euro mit Matcha-Produkten umgesetzt, mit steigender Tendenz. Eine Befragung des Marktforschungsinstituts marketagent aus der Schweiz vom August 2025 liefert dazu Zahlen speziell zur jungen Altersgruppe.
Die Zahlen hinter dem Trend
Matchoya beziffert den deutschen Matcha-Umsatz für 2024 auf über 70 Millionen Euro und stuft das Land als einen der wichtigsten europäischen Märkte für das Grünteepulver ein, Stand des Artikels ist der 2. Juni 2026. Damit ist Matcha längst kein Nischenprodukt mehr, sondern ein Getränk mit einer eigenen Absatzgröße. Wichtig für die Einordnung: Diese Zahl bezieht sich auf den gesamten deutschen Markt, nicht allein auf junge Käuferinnen und Käufer – für die genauere Altersaufschlüsselung braucht es eine eigene Befragung.
Was eine Befragung zu jungen Menschen zeigt
Genau eine solche Aufschlüsselung liefert eine Erhebung von marketagent aus der Schweiz von August 2025: Sieben von zehn Befragten (69,7 Prozent) gaben an, heute häufiger Matcha-Getränke zu konsumieren als noch vor fünf Jahren, wobei der Anstieg in der Altersgruppe 14 bis 29 Jahre besonders ausgeprägt ist. Die Befragung stammt aus der Schweiz und lässt sich nicht eins zu eins auf Deutschland übertragen, zeigt aber die Richtung, in die sich der Konsum bei jungen Menschen im deutschsprachigen Raum bewegt.
Welche Matcha-Variante bei jungen Leuten vorn liegt
Dieselbe Befragung fragte auch nach der bevorzugten Form: reiner Matcha-Tee liegt mit 40,2 Prozent vorn, dicht gefolgt vom Matcha Latte mit 37,5 Prozent. Der kalt zubereitete Iced Matcha beziehungsweise Matcha Cold Brew kommt auf 23,6 Prozent und liegt damit auf dem dritten Platz. Die drei Varianten unterscheiden sich vor allem in Aufwand und Ausstattung – während reiner Tee nur eine Schale braucht, kommen beim Latte Milch oder Pflanzendrink hinzu.
Wo junge Leute ihren Matcha trinken
Zur Frage, wo Matcha konsumiert wird, nennt dieselbe Erhebung Coffeeshops mit 30,6 Prozent als häufigsten Ort, gefolgt von Restaurants mit 22,7 Prozent und dem Konsum unterwegs als To-go-Getränk mit 22,5 Prozent. Das legt nahe, dass Matcha nicht nur zuhause zubereitet wird, sondern zunehmend Teil des Alltags außer Haus ist – zwischen Schule, Ausbildung oder erstem Job.
Warum Social Media die Zahlen treibt
Matchoya beschreibt in seinem Beitrag, dass ein zubereiteter Matcha Latte auf Plattformen wie Instagram und TikTok häufig geteilt wird und Zubereitungsvideos dort Millionen von Aufrufen erreichen. Wie stark TikTok den Trend konkret prägt, beschreibt der Artikel „Matcha auf TikTok – warum der Trend nicht abreißt“ ausführlicher. Auch der Beitrag „#MatchaTok: wie ein Hashtag Matcha veränderte“ geht auf diesen Zusammenhang ein.
Wie sich Umfragen zu jungen Menschen grundsätzlich einordnen lassen
Eine einzelne Befragung erfasst immer nur einen Ausschnitt: eine bestimmte Anzahl Teilnehmender, ein bestimmtes Land, einen bestimmten Zeitpunkt. Wer Umfragezahlen zu jungen Menschen liest, sollte deshalb immer mitlesen, wer befragt wurde, wie viele Personen teilgenommen haben und wann die Erhebung stattfand. Bei der marketagent-Befragung ist das August 2025 in der Schweiz, bei den Umsatzzahlen von Matchoya das Jahr 2024 für Deutschland. Beide Zahlen ergänzen sich, ersetzen aber keine offizielle, repräsentative Jugendstudie für Deutschland, wie es sie etwa für andere Themenfelder gibt. Für ein Getränk, das erst seit wenigen Jahren im Massenmarkt angekommen ist, sind belastbare Langzeitreihen ohnehin noch selten – die vorliegenden Zahlen zeigen eher eine Momentaufnahme eines wachsenden Marktes als einen abgeschlossenen Befund.
Wie Umfragen zu Getränketrends überhaupt entstehen
Marktforschungsinstitute wie marketagent befragen für solche Erhebungen üblicherweise eine repräsentative Stichprobe der Bevölkerung online oder telefonisch, gewichtet nach Alter, Geschlecht und Region, damit sich die Ergebnisse auf die Gesamtbevölkerung hochrechnen lassen. Für eine Alterskategorie wie „14 bis 29 Jahre“ bedeutet das: Innerhalb dieser Gruppe stecken sowohl Schülerinnen und Schüler als auch bereits berufstätige junge Erwachsene, die sich in ihrem Konsumverhalten stark unterscheiden können. Wenn eine solche Gruppe insgesamt einen Anstieg beim Matcha-Konsum zeigt, sagt das noch nichts darüber, ob der Anstieg eher bei den jüngeren oder bei den älteren innerhalb dieser Spanne stattfindet. Für eine genauere Antwort bräuchte es feinere Altersstufen, als sie in den öffentlich zugänglichen Zusammenfassungen solcher Studien meist ausgewiesen werden.
Was das für die eigene Kaufentscheidung bedeutet
Für die eigene Entscheidung sind einzelne Prozentzahlen aus einer Umfrage ohnehin zweitrangig gegenüber der Frage, was tatsächlich in der Dose steckt. Eine Umfrage kann zeigen, dass ein Getränk gerade gefragt ist, sagt aber nichts über die Qualität einer einzelnen Charge aus. Wer sich für Matcha interessiert, weil die Zahlen einen Trend belegen, sollte deshalb trotzdem auf Herkunft, Kontrollstelle und Laborprüfung achten, bevor eine Dose gekauft wird – unabhängig davon, ob eine Umfrage aus der Schweiz oder eine Umsatzzahl aus Deutschland den Ausschlag für das erste Interesse gegeben hat.
Was die Umfragen nicht zeigen
Beide Quellen liefern Momentaufnahmen, keine dauerhaften Gesetzmäßigkeiten. Die Schweizer Befragung stammt von August 2025 und bezieht sich auf die Schweiz, der deutsche Umsatzwert von Matchoya bildet das Jahr 2024 ab. Wie sich der Konsum bei jungen Menschen in Deutschland konkret in Zahlen darstellt, müsste eine eigene, aktuelle Befragung für Deutschland zeigen. Für eine erste Einordnung, wohin die Reise geht, reichen die vorliegenden Zahlen trotzdem aus.
Wie sich der Konsumort im Alltag junger Leute widerspiegelt
Dass Coffeeshops laut der Schweizer Erhebung mit 30,6 Prozent der häufigste Konsumort sind, passt zu einem Alltag, der stark von unterwegs geprägt ist: zwischen Schule und Freizeit, auf dem Weg zu Freunden, in der Mittagspause. Für zuhause zubereiteten Matcha gilt das nicht in gleichem Maß, weil dort weder Warteschlange noch Preis pro Becher eine Rolle spielen – dafür aber die Frage, ob überhaupt das passende Zubehör vorhanden ist. Wer regelmäßig unterwegs zu einem Coffeeshop greift, zahlt über die Zeit gerechnet deutlich mehr als beim eigenen Anrühren zuhause, wo sich die Kosten allein am Grundpreis der Dose bemessen. Über ein Jahr gerechnet macht das einen deutlichen Unterschied, selbst wenn der einzelne Becher unterwegs kaum ins Gewicht zu fallen scheint.
Was eine solche Umfrage für den eigenen Alltag bedeutet
Ob jemand seinen Matcha lieber im Coffeeshop, im Restaurant oder unterwegs trinkt, ist am Ende eine persönliche Entscheidung, die sich an Zeit, Budget und Gelegenheit orientiert. Die vorgestellten Zahlen liefern dafür keine Vorgabe, sondern nur eine Beschreibung dessen, was andere in einer Befragung angegeben haben. Wer die eigene Zubereitung zuhause ausprobiert, kann die genannten Varianten – reiner Tee, Latte oder Iced Matcha – der Reihe nach testen und so selbst herausfinden, welche am besten zum eigenen Tagesablauf passt, unabhängig davon, was in einer Umfrage insgesamt am beliebtesten war. Die Zahlen liefern damit vor allem eine Orientierung, keine Vorschrift, welche Variante die richtige ist.
Was sich seit den ersten Marktzahlen bereits verändert hat
Vergleicht man die Umsatzzahlen von 2024 mit der Befragung von August 2025, zeigt sich bereits innerhalb eines Jahres Bewegung: Ein Markt, der laut Matchoya 2024 schon über 70 Millionen Euro Umsatz in Deutschland erreichte, wuchs nach Einschätzung mehrerer Quellen seither weiter. Für junge Konsumentinnen und Konsumenten bedeutet das ein wachsendes Angebot: mehr Marken, mehr Varianten, mehr Vergleichsmöglichkeiten als noch vor wenigen Jahren. Wer sich heute zum ersten Mal für Matcha interessiert, trifft entsprechend auf einen deutlich unübersichtlicheren Markt als jemand, der schon vor 2024 eingestiegen ist – ein Grund mehr, bei der Auswahl auf klare Herkunfts- und Preisangaben zu achten.
Der Übergang zur eigenen Dose
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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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