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Trends

Matcha auf TikTok – die viralen Getränke und die Ernte dahinter

Kaum ein Lebensmittel hat sich in so kurzer Zeit so tief in die sozialen Netzwerke gearbeitet wie Matcha. Was als Nischengetränk begann, ist heute ein eigenes Bildformat – und der Hype hat messbare Folgen bis zur Ernte.

Warum ausgerechnet Matcha funktioniert

Matcha bringt mit, was ein kurzes Video braucht – eine Farbe, die auf keinem anderen Getränk vorkommt, und eine Zubereitung, die man sehen kann. Das Sieben, das Aufschlagen mit dem Bambusbesen, der langsame Guss in die Milch, all das dauert rund 90 Sekunden und ergibt eine abgeschlossene kleine Handlung. Kaffee aus dem Vollautomaten hat diesen Ablauf nicht. Dazu kommt der Kontrast – helles Milchweiß, tiefes Grün, gern noch ein rosa Fruchtspiegel darunter. Wer Videos macht, bekommt hier ohne Aufwand ein Bild, das im Vorbeiscrollen hängen bleibt. Welche bekannten Gesichter dabei wirklich selbst zur Schale greifen und welche Namen nur voneinander abgeschrieben werden, sortiert der Wissensartikel „Prominente, die Matcha trinken – die belegten Fälle im Überblick“.

Die vier Getränke, die den Trend tragen

Der Erdbeer-Matcha-Latte ist das meistkopierte Motiv – rosa Erdbeermus unten, Eis in der Mitte, grüner Matcha obenauf. Damit die Schichten stehen bleiben, muss die Milch dichter sein als der Matcha, und der Matcha wird über die Rückseite eines Löffels gegossen. Cloud Matcha oder Dalgona-Matcha kehrt das Prinzip um – Matcha wird mit Sahne und Puderzucker steif geschlagen und als Wolke auf kalte Milch gesetzt. Dirty Matcha kombiniert Matcha mit einem Espresso und ergibt drei Schichten. Und die Fruchtvarianten mit Blaubeere oder Pfirsich sind der Bereich, in dem gerade am meisten Neues entsteht. Alle vier lassen sich mit Mengenangaben in wenigen Minuten nachbauen.

Was die Zahlen sagen

Der Hashtag matcha zählt auf TikTok Milliarden Aufrufe, allein für die Erdbeervariante gibt es einen eigenen Hashtag mit sechsstelliger Beitragszahl. Die Marktbeobachtung von Tastewise zählte im Dezember 2025 ein Wachstum der Matcha-Positionen auf Speisekarten von 30,22 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Erwähnungen in sozialen Netzwerken stiegen im selben Zeitraum um 107,35 Prozent. Das ist kein kurzer Ausschlag mehr, sondern eine Verschiebung, die in der Gastronomie ankommt. Für den Sommer 2026 gilt in der deutschen Gastronomiepresse Matcha-Soda als Trendgetränk – Matcha mit Sprudel und Zitrone statt mit Milch. Welche acht Getränkeformate hinter diesen Zahlen stecken, sortiert der Wissensartikel „Matcha-Getränke 2026: welche Drinks gerade die Karten füllen“.

Der Hype trifft auf eine begrenzte Ernte

Der Trend hat eine Kehrseite, die man beim Einkauf merkt. Japans Grüntee-Ausfuhr stieg im Fiskaljahr 2025 um 42 Prozent auf 13.125 Tonnen, der Ausfuhrwert verdoppelte sich dabei nahezu – ein Zeichen dafür, dass viele Käufer um dieselbe Menge konkurrieren. Bei Tencha, dem beschatteten Blatt, aus dem Matcha gemahlen wird, ist die Lage am engsten. In Uji brach die handgepflückte Menge im Frühjahr 2025 um rund 40 Prozent ein, die Global Japanese Tea Association spricht von der ersten Matcha-Knappheit der Geschichte. Zwischen Ende 2025 und Anfang 2026 zogen die Ladenpreise für Matcha um etwa 15 bis 20 Prozent an. Wer sich fragt, warum guter Matcha kostet, was er kostet, findet hier die Antwort.

Woran du guten Matcha für diese Rezepte erkennst

Für geschichtete Getränke braucht es feines Pulver, das sich klumpenfrei aufschlagen lässt, und eine kräftige Farbe, die auch unter Milch noch grün bleibt. Ein stumpfes Gelbgrün sieht im Glas grau aus. Sieben ist Pflicht, sonst bleiben dunkle Punkte in der Sahne stehen. Das Wasser sollte bei rund 80 Grad liegen, kochendes Wasser macht den Geschmack hart. Unser Matcha ist erste Ernte, von Hand gepflückt und doppelt luftdicht versiegelt, laborgeprüft auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide, Bio nach EU-Öko-Verordnung, DE-ÖKO-006.

Wie aus Videos ein Regalthema wird

Der Weg vom Video ins Regal ist kürzer, als es aussieht. Wenn ein Getränk millionenfach gezeigt wird, steigt die Nachfrage zuerst in Cafés, danach im Handel und zuletzt beim Rohstoff. Die Zahlen bilden das ab: Nach Angaben der Fachpresse stieg Japans Grünteeausfuhr im Geschäftsjahr 2025 auf 13.125 Tonnen und damit um 42 Prozent, rund 70 Prozent davon entfielen auf Pulvertee einschließlich Matcha. Weil die Anbaufläche nicht im selben Tempo wächst, treffen viele Bestellungen auf eine begrenzte Menge. Für den Einkauf heißt das vor allem eines: früher kaufen als nötig und nicht auf die letzte Dose warten. Die vollständige Rechnung dahinter steht im Wissensartikel „Matcha-Knappheit 2026: Die Zahlen hinter den leeren Regalen“.

Was für die eigene Küche daraus folgt

Videos zeigen das Ergebnis, selten den Weg dorthin. Drei Dinge machen den Unterschied zwischen dem Bild und der eigenen Tasse. Erstens die Reihenfolge: erst Pulver mit wenig Flüssigkeit glatt rühren, dann auffüllen – sonst klumpt es. Zweitens die Temperatur: rund 80 Grad statt kochend, sonst wird die Schale scharf. Drittens die Menge: 2 Gramm auf 60 bis 80 Milliliter für die pure Schale, mehr Flüssigkeit für den Latte. Wer diese drei Punkte beachtet, kommt ohne Spezialgerät zum gleichen Ergebnis wie im Video. Die häufigsten Stolpersteine und ihre Lösungen sammelt der Wissensartikel „Acht Matcha-Fehler – und wie du jeden einzelnen behebst“.

Welche Rolle die Farbe im Bild spielt

Das Grün ist der eigentliche Grund, warum Matcha in sozialen Netzwerken so gut funktioniert: Es hebt sich von beige-braunen Kaffeegetränken sofort ab und bleibt auch in schlechtem Licht erkennbar. Diese Farbe stammt aus der Beschattung vor der Ernte und aus dem Chlorophyll im Blatt, nicht aus Zusätzen. Sie ist damit zugleich ein Frischezeichen: Verblasst das Grün ins Gelbliche, hat das Pulver Luft, Licht oder Wärme abbekommen. Wer für Bilder arbeitet, hat also ein zusätzliches Argument für gute Lagerung. Wie die Bildsprache rund um das Grün entstanden ist, beschreibt der Wissensartikel „Matcha Aesthetic: das Grün im Bild kommt aus der Dose“.

Was von den Rezepten aus dem Netz übrig bleibt

Nicht jedes Video-Rezept hält der Küche stand. Was zuverlässig funktioniert, sind die einfachen Aufbauten: Matcha mit Wasser angeschlagen und mit kalter Milch aufgefüllt, Matcha mit Sprudel und einem Spritzer Zitrus, Matcha über Eis mit einem Löffel Sirup. Aufwendige Schichtgetränke mit drei Sirupsorten sehen im Bild besser aus, als sie schmecken, und kosten mehr Zucker als nötig. Ein guter Prüfstein ist die Zutatenzahl: Alles über vier Bestandteile ist meist für die Kamera gebaut. Wer die Klassiker sucht, die auch nach dem dritten Mal noch überzeugen, findet sie im Wissensartikel „Matcha ohne Milch: die besten Drinks auf Wasserbasis“.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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