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Trends

Wie Alfred mit Café Matcha ein espressofreies Konzept in Los Angeles aufbaut

Die Kaffeekette Alfred aus Los Angeles hat mit Café Matcha ein eigenständiges, espressofreies Konzept gestartet, das sich vollständig um Matcha dreht. Die erste Filiale eröffnete im späten Herbst 2025 in Studio City, inzwischen ist ein zweiter Standort an der Melrose Place hinzugekommen. Dieser Artikel beschreibt Konzept, Menü und Hintergrund.

Alfred als Ausgangsmarke

Alfred wurde 2013 an der Melrose Place in Los Angeles als klassischer Nachbarschafts-Coffeeshop gegründet. Nach Angaben von Gründer und CEO Josh Zad gehörte Alfred zu den ersten Cafés in Los Angeles, die vor über zehn Jahren Matcha ins Sortiment aufnahmen. Seitdem sei die Nachfrage nach Matcha bei Alfred kontinuierlich gestiegen, bis Matcha nach Angaben des Unternehmens zu einem der meistbestellten Getränke im gesamten Filialnetz wurde. Alfred betreibt neben den klassischen Coffeeshop-Filialen inzwischen mehrere Standorte in und um Los Angeles und hat sich in den vergangenen Jahren als eine der bekannteren unabhängigen Ketten der Stadt etabliert, mit einem Angebot, das von klassischem Kaffee bis zu saisonalen Spezialitäten reicht. Diese lange Vorlaufzeit im Matcha-Bereich unterscheidet Alfred von neueren Ketten, die erst in den vergangenen Jahren in den Matcha-Trend eingestiegen sind, und wird vom Unternehmen selbst als Beleg für eine authentische, nicht nur trendgetriebene Beziehung zu Matcha angeführt.

Café Matcha: das neue Konzept

Aus dieser Nachfrage heraus entstand Café Matcha, ein eigenständiges Konzept ohne Espresso im Angebot. Die erste Filiale eröffnete im späten Herbst 2025 in Studio City, an der Adresse 12070 Ventura Boulevard. Das Konzept ist bewusst als Diner angelegt und unterscheidet sich damit optisch deutlich von den bestehenden Alfred-Filialen, die eher auf ein reduziertes, helles Design setzen.

Gestaltung im Diner-Stil

Die Innengestaltung orientiert sich an klassischen amerikanischen Diners: helle Formica-Tischplatten, farbige Akzente und einzelne nostalgische Designelemente prägen den Raum. Zad beschreibt den Look als beiläufig, nicht überinszeniert, und betont, dass Café Matcha bewusst mit den Erwartungen bricht, die Gäste sonst mit der Marke Alfred verbinden. Mit dieser bewussten Abgrenzung signalisiert die Marke, dass Café Matcha ein eigenständiges Erlebnis bieten soll und nicht lediglich eine weitere Alfred-Filiale mit erweiterter Matcha-Karte ist.

Das Menü

Das Getränkemenü reicht von einfachen Matcha Lattes und Cortados bis zu aufwendigeren Signature-Getränken mit aromatisierten Matcha-Cream-Tops. Dazu kommt ein Malzshake aus Matcha, hausgemachtem Vanilleeis, Malz und Schlagsahne sowie Matcha-Sodas und Säfte, dazu Affogato-Varianten. Auf der Speisekarte stehen unter anderem Schinken- und japanische Curry-Brötchen, eine Hojicha-Apfel-Galette, Koji-glasierte Miso-Zimtschnecken, Toast mit Marmelade auf Milchbrot sowie Waffeln mit Matcha-Eiscreme. Entwickelt wurde die Speisekarte von Küchenchef Kiyoshi Tsukamoto, der zuvor als Pastry-Chef beim Restaurant Konbi tätig war und dort für seinen Umgang mit japanisch inspirierten Backwaren bekannt wurde. Die Kombination aus Diner-Klassikern und japanisch geprägten Elementen zieht sich durch die gesamte Karte und unterscheidet Café Matcha damit deutlich von klassischen amerikanischen Diners, die in der Regel keine vergleichbaren japanischen Einflüsse aufgreifen. Diese bewusste Vermischung zweier eigentlich getrennter kulinarischer Traditionen, amerikanischer Diner-Küche und japanischer Teekultur, wird in der Fachpresse als eines der auffälligsten Merkmale des neuen Konzepts hervorgehoben.

Herkunft des Matcha

Der für Café Matcha verwendete Matcha ist eine eigene Mischung, die exklusiv für die Marke in Kyotanabe in der japanischen Präfektur Kyoto gemahlen wird. Diese Region liegt in unmittelbarer Nähe zu Uji, einer der bekanntesten Anbauregionen für japanischen Tee. Die Tinnen mit dem Matcha für den Hausgebrauch werden zusätzlich zum Getränkeangebot im Café verkauft, sodass Gäste dieselbe Mischung auch zu Hause zubereiten können. Die Nähe zu Uji spielt in der Vermarktung eine zentrale Rolle, da die Region traditionell mit hochwertigem japanischem Grüntee assoziiert wird und Café Matcha diese regionale Herkunft explizit als Qualitätsmerkmal kommuniziert.

Expansion und Vorgeschichte

Inzwischen ist mit einem zweiten Standort an der Melrose Place ein weiteres Café Matcha hinzugekommen, das täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet hat. Der Neustart des Konzepts fällt gut zwei Jahre nach der Schließung eines früheren, ebenfalls Matcha-fokussierten Teehauses von Alfred. Die aktuelle Version reagiert nach Unternehmensangaben auf die seither weiter gewachsene Nachfrage nach Matcha in Los Angeles und wurde von Beginn an als eigenständige Marke neben Alfred aufgebaut, mit eigenem Namen und eigenem Auftritt. Anders als beim ersten, kleineren Teehaus ist Café Matcha von Anfang an als vollwertiges Café mit eigener Speisekarte konzipiert und nicht nur als Ergänzung zum bestehenden Alfred-Angebot gedacht.

Alfred als Teil der Matcha-Szene in Los Angeles

Alfred zählt neben anderen lokalen Ketten zu den Anbietern, die die Matcha-Kultur in Los Angeles über Jahre mitgeprägt haben. Die Stadt gilt in mehreren Fachmedien als einer der Märkte mit der höchsten Dichte an spezialisierten Matcha-Cafés in den USA, was auch neue Ketten wie Blank Street bei ihrer Expansion an die Westküste berücksichtigen. Für ein etabliertes Unternehmen wie Alfred bedeutet dieses Umfeld, dass ein eigenständiges, klar abgegrenztes Konzept wie Café Matcha nötig ist, um sich von der wachsenden Zahl an Wettbewerbern abzuheben. Zu diesem Umfeld zählt inzwischen auch die New Yorker Kette Blank Street, die 2026 mit einem eigenen Standort in Studio City in denselben Markt eingestiegen ist und dabei ebenfalls stark auf Matcha als Erkennungsmerkmal setzt, was den Wettbewerbsdruck auf etablierte Anbieter wie Alfred zusätzlich erhöht. Für Alfred ist die eigene, seit über zehn Jahren gewachsene Beziehung zu Matcha dabei ein Argument, das neue Ketten ohne vergleichbare Vorgeschichte nicht ohne Weiteres nachbilden können, selbst wenn sie ähnlich gestaltete Getränke anbieten. Für Café Matcha bleibt diese Historie damit ein zentrales Verkaufsargument, das sich nicht kurzfristig kopieren lässt, sondern nur über Jahre aufgebaut werden kann und in der eigenen Kommunikation entsprechend regelmäßig betont wird.

Was das für Reisende und Matcha-Interessierte bedeutet

Für Menschen, die Café Matcha nicht vor Ort besuchen können, bietet die Marke die eigene Matcha-Mischung auch als Dose zum Mitnehmen an, wobei ein internationaler Versand nach Deutschland öffentlich nicht als reguläres Angebot dokumentiert ist. Café Matcha bleibt damit vor allem ein Beispiel für ein spezialisiertes, lokal verankertes Gastronomiekonzept, wie es in Los Angeles inzwischen mehrfach existiert, und weniger ein Produkt, das sich unmittelbar mit in Deutschland erhältlichem Matcha vergleichen lässt. Anders als bei Marken mit internationalem Versand, etwa Chamberlain Coffee, bleibt der direkte Zugang zu Café Matcha für Interessierte außerhalb von Los Angeles derzeit auf den Besuch vor Ort beschränkt. Für Reisende, die Los Angeles besuchen, ist Café Matcha damit eher ein Ausflugsziel innerhalb der lokalen Café-Szene als ein Anbieter, dessen Produkte sich unkompliziert nach Deutschland bestellen lassen.

Einordnung

MATCHASHOCK steht in keiner Verbindung zu Alfred oder Café Matcha. Dieser Artikel beschreibt ein reales Gastronomiekonzept, ohne Aussagen zu Geschmack oder Wirkung zu bewerten.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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