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Matcha statt klassischem Energy-Drink: drei Beispiele im Vergleich
Matcha-Energy-Drinks ersetzen einen Teil des klassischen Koffeins durch Matchapulver, meist kombiniert mit Kohlensäure, Zucker oder Fruchtsäure. Drei deutsche und österreichische Marken zeigen, wie unterschiedlich Rezeptur, Zutatenliste und Koffeingehalt tatsächlich ausfallen können, und was das ganz konkret für die Kaufentscheidung im Alltag bedeutet.
Was einen Matcha-Energy-Drink von klassischen Varianten grundlegend unterscheidet
Klassische, seit Jahrzehnten bekannte Energy-Drinks aus dem Kühlregal setzen ganz überwiegend auf isoliertes, industriell hergestelltes Koffein, oft kombiniert mit Taurin, künstlichen Aromen und zusätzlichen Farbstoffen. Bei Matcha-Energy-Drinks stammt dagegen ein Teil oder sogar das gesamte enthaltene Koffein stattdessen aus Matchapulver, teils ergänzt um Guarana als weitere, natürliche Koffeinquelle. Dadurch verändert sich neben der Zutatenliste auch die Farbe der Getränke, die durch das enthaltene Chlorophyll meist einen grünlichen statt gelblichen Ton bekommen. Alle drei folgenden Beispiele sind zudem ausdrücklich als Bio-Getränke gekennzeichnet, was bei klassischen, industriell gefertigten Energy-Drinks eher die Ausnahme als die Regel ist. Für Kundinnen und Kunden, die bewusst auf zertifizierten Anbau achten, ist das ein zusätzliches Unterscheidungsmerkmal neben der reinen Koffeinquelle.
Aqua Monaco Matcha Matcha aus München im Detail
Der bekannte Münchner Hersteller Aqua Monaco führt unter dem eingängigen Namen Matcha Matcha ein Bio-Getränk in der 330-Milliliter-Flasche für 2,39 Euro, umgerechnet 7,24 Euro je Liter, als Teil eines breiteren Getränkesortiments. Laut Zutatenliste enthält das Getränk natürliches Mineralwasser, Zucker, Zitronensaftkonzentrat, Kohlensäure, Hanfblütenextrakt, Matchapulver, Guaranaextrakt und Koffein, mit einem Koffeingehalt von 32 Milligramm je 100 Milliliter. Das Produkt trägt das EU-Bio-Siegel mit der Kontrollnummer DE-ÖKO-003 und ist nach Herstellerangabe das erste Getränk dieser Art im eigenen Sortiment. Im Handel wird die Flasche laut Anbieter meist nur in einer größeren Mindestabnahme von 12 Stück angeboten, was für kleinere, spezialisierte Getränkehersteller mit begrenzter Vertriebsstruktur durchaus typisch ist und die Logistik für den Hersteller vereinfacht.
Matcha Magic Energy Drink im Überblick
Die kleinere, spezialisierte Marke Matcha Magic bietet einen eigenen Energy-Drink in der handlichen 250-Milliliter-Dose an, regulär für 14,90 Euro, im Angebot für 9,70 Euro. Die Zutatenliste umfasst Wasser, Zucker, Kohlensäure, Bio-Matchapulver mit einem Anteil von 0,1 Prozent, Zitronensäure, natürliches Koffein, Gummi arabicum sowie ein natürliches Citrus-Mango-Aroma. Der Koffeingehalt liegt bei 30 Milligramm je 100 Milliliter. Das Getränk trägt sowohl das EU-Bio-Siegel als auch das japanische JAS-Biosiegel und wirbt nach eigenen Angaben damit, eines der ersten veganen Bio-Matcha-Getränke seiner Art auf dem deutschen Markt zu sein, eine Einordnung, die sich nicht unabhängig überprüfen lässt und deshalb als Werbeaussage des Herstellers zu verstehen ist.
Green Dust Matcha Energy Drink aus Österreich im Detail
Der österreichische, auf funktionale Getränke spezialisierte Hersteller Green Dust führt einen Matcha Energy Drink in der Geschmacksrichtung Citrus-Mango, ebenfalls in der 250-Milliliter-Dose, mit 75 Milligramm Koffein je Dose, umgerechnet 30 Milligramm je 100 Milliliter. Laut Herstellerangabe kommt das Getränk ohne Taurin und ohne künstliche Farbstoffe aus und ist Bio-zertifiziert. Verkauft wird es ausschließlich in größeren Bundles zu 24, 48 oder 72 Dosen für 47,90 Euro, umgerechnet 7,98 Euro je Liter; zum Zeitpunkt der Recherche war das Produkt beim Hersteller direkt ausverkauft, was auf eine überschaubare Produktionsmenge bei diesem kleineren österreichischen Anbieter hindeutet.
Der Koffeingehalt aller drei Getränke im direkten Vergleich
Alle drei hier genannten Getränke liegen mit 30 bis 32 Milligramm Koffein je 100 Milliliter recht nah beieinander und damit spürbar unterhalb vieler klassischer, seit Jahren im Handel etablierter Energy-Drinks, die teils deutlich höhere Werte je 100 Milliliter erreichen können. Einen Überblick, wie sich diese Werte im Vergleich zu Kaffee, Espresso oder reinem Matcha einordnen lassen, bietet der Wissensartikel „Koffein-Tabelle: Kaffee, Espresso, Matcha, Cola und Mate im mg-Vergleich“. Wie sich Matcha grundsätzlich als Koffeinquelle im Vergleich zu Guarana schlägt, beschreibt außerdem der Wissensartikel „Matcha oder Guarana? Koffein-Zahlen und Geschmack“, unabhängig von einer bestimmten Getränkemarke.
Was das Bio-Siegel bei diesen drei Getränken wirklich bedeutet
Alle drei hier vorgestellten Marken werben ausdrücklich mit einer Bio-Zertifizierung, die sich auf die verwendeten landwirtschaftlichen Zutaten bezieht, also unter anderem auf Matcha, Zucker und Fruchtsäure. Ein EU-Bio-Siegel garantiert dabei einen kontrollierten ökologischen Anbau nach EU-Öko-Verordnung, sagt aber nichts über den tatsächlichen Matcha-Anteil oder die Feinheit der Vermahlung aus. Wer gezielt nach einem hohen Matcha-Anteil sucht, findet diese Information eher in der Zutatenliste als im Siegel selbst, wie das Beispiel Matcha Magic mit seinen ausgewiesenen 0,1 Prozent Matchapulver anschaulich zeigt. Dieser Text ist redaktionell. Die genannten Getränke stammen von Aqua Monaco, Matcha Magic und Green Dust, wir verkaufen sie nicht und stehen mit diesen Unternehmen in keiner Verbindung.
Warum die Dose meist kleiner ausfällt als bei klassischen Softdrinks üblich
Auffällig ist außerdem, dass gleich zwei der drei genannten Getränke in der eher kleinen 250-Milliliter-Dose verkauft werden, statt in einem größeren Standardgebinde, während klassische Limonaden häufig in 330- oder 500-Milliliter-Gebinden im Handel stehen. Kleinere Dosen sind bei konzentrierteren, teureren Rezepturen üblich, weil Zutaten wie Matchapulver, Guaranaextrakt oder Hanfblütenextrakt den Herstellungspreis gegenüber einer einfachen Zucker-Wasser-Limonade deutlich erhöhen. Für Kundinnen und Kunden bedeutet das: Ein Preisvergleich lohnt sich eher pro Liter als pro Dose, weil sich die Gebindegrößen zwischen den Anbietern spürbar unterscheiden.
Kohlensäure und Matcha: eine Kombination mit ganz eigener Chemie
Alle drei genannten Getränke setzen bewusst auf Kohlensäure, die dem Matcha-Ton eine spürbar andere Wirkung gibt als in einer klassisch aufgeschlagenen, stillen Schale ohne jede Kohlensäure. Die Bläschen sorgen für einen frischeren, spritzigeren Antrunk und können die für Matcha typische Bitterkeit im ersten Moment etwas abmildern. Wie genau Kohlensäure mit Matcha zusammenwirkt und warum das Prinzip auch bei selbst gemachten Getränken funktioniert, erklärt der Wissensartikel „Matcha mit Sprudelwasser: warum Kohlensäure funktioniert“ ausführlicher, unabhängig von einer bestimmten Marke.
Wenn der Matcha-Anteil deutlich größer sein soll als nur 0,1 Prozent
In allen drei hier vorgestellten Getränken bleibt Matcha am Ende nur ein vergleichsweise kleiner Teil einer deutlich größeren Rezeptur aus Wasser, Zucker und Kohlensäure. Wer den Ton des Tees ganz bewusst und gezielt selbst bestimmen will, statt sich auf einen winzigen Bruchteil eines Prozents zu verlassen, braucht dafür nur zwei Gramm feines Pulver und heißes oder kaltes Wasser mit einem kleinen Spritzer frischer Zitrone. Ein mild statt bitter abgestimmter, steingemahlener Matcha aus erster Ernte lässt sich mit gutem Sprudelwasser genauso gut zu einem eigenen, kohlensäurehaltigen Getränk verarbeiten, nur eben mit exakt dem Matcha-Anteil, den du am Ende selbst festlegst und verantwortest.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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