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Matcha, aber herzhaft: Bier, Wurst und Popcorn aus Asien
Neben Lattes, Kuchen und Süßigkeiten gibt es in Japan und darüber hinaus auch deutlich ungewöhnlichere Matcha-Erzeugnisse: ein unsüßes Matcha-Bier, eine Tee-Wurst-Variante und herzhaftes Matcha-Popcorn aus Taiwan-Tee-Blättern. Dieser Überblick zeigt, wie breit das Spektrum reicht, wenn Matcha nicht mehr nur als Getränkezutat, sondern als eigenständiges Lebensmittelkonzept gedacht wird.
1899 OCHANOMIZU: ein Restaurant rund ums Tee-Erlebnis
Im Tokioter Stadtteil Ochanomizu betreibt das Restaurant 1899 OCHANOMIZU ein Konzept, das Tee nicht nur als Getränk, sondern als durchgängiges Thema der Speisekarte versteht. Zwei Produkte stechen dabei besonders hervor: ein Matcha-Bier ohne Kohlensäure und ohne zusätzliche Süße sowie ein Set aus drei Sorten Tee-Wurst. Beide Produkte sind nach eigener Beschreibung des Hauses als sommerliche Erfrischung gedacht, die den Grundton von Tee auch außerhalb der klassischen Tasse erlebbar machen soll. Konzepte wie dieses sind in Tokio kein Einzelfall: Mehrere Restaurants in der Stadt experimentieren mittlerweile mit Tee als durchgängigem Küchenthema statt als reinem Getränk am Rand der Karte.
Wie ein Matcha-Bier überhaupt schmeckt
Anders als ein aromatisiertes Radler wird das hier beschriebene Matcha-Bier ohne Zucker und ohne Kohlensäure gebraut, wodurch der herbe, leicht grasige Grundton des Tees stärker hervortritt als bei süßeren Mischgetränken. Beschrieben wird es vom Restaurant selbst als optisch auffällig durch seine kräftig grüne Farbe – ein Detail, das bei einem Bier deutlich ungewöhnlicher wirkt als bei einem Kuchen oder Latte. Wer selbst experimentieren möchte, kann ein helles, mildes Bier mit einem separat aufgeschlagenen Matcha-Shot mischen, auch wenn das Ergebnis dem Original nicht exakt entspricht. Wichtig ist dabei, ein möglichst neutrales, wenig hopfenbetontes Bier als Basis zu wählen, damit der Matcha-Ton nicht von einer kräftigen Bitternote des Hopfens überdeckt wird.
Tee-Wurst: herzhaft statt süß
Das zweite Signature-Produkt des Hauses ist ein Set aus drei Sorten Wurst, die jeweils mit Tee aromatisiert sind. Genaue Rezepturen veröffentlicht das Restaurant nicht, beschrieben wird das Set aber als Ergänzung zum Matcha-Bier, gedacht für denselben sommerlichen Anlass. Die Grundidee – Tee als Würzmittel statt als reines Getränk – lässt sich auch zuhause in kleinem Maßstab nachvollziehen, etwa indem etwas Matcha in eine selbstgemachte Gewürzmischung für Bratwurst oder Grillfleisch eingearbeitet wird. Ein bis zwei Teelöffel Matcha auf ein Kilogramm Bratwurstmasse gelten dabei als vorsichtiger Ausgangspunkt, der sich je nach gewünschter Intensität steigern lässt.
FamilyMart: Matcha-Schokolade als Souvenir
Abseits der Restaurantwelt zeigt sich die Bandbreite auch im japanischen Supermarktregal: Die Kette FamilyMart verkauft eine Matcha-Erdbeer-Schokolade für 280 Yen, die nach eigener Beschreibung die herbe Bitterkeit der Teeblätter mit der Süße der Schokolade und der Säure getrockneter Erdbeeren verbindet. Wie „Matcha im japanischen Supermarkt: was es dort wirklich gibt“ zeigt, ist FamilyMart dabei nur eine von vielen Ketten, die Matcha-Produkte ins reguläre Sortiment aufnehmen. Verwendet wird nach Angabe des Herstellers von einem Teemeister ausgewählter Uji-Matcha, vermarktet als Mitbringsel für Reisende – eine Herkunftsangabe, die nur beschreibt, woher das Pulver stammt, nicht, dass Pulver aus anderen Regionen grundsätzlich weniger geeignet wäre. Ähnliche Kombinationen aus Matcha und Trockenfrüchten finden sich inzwischen auch bei anderen japanischen Convenience-Ketten, meist als saisonale Sonderedition statt als dauerhaftes Sortiment.
Herzhaftes Matcha-Popcorn als weiteres Beispiel
Ein weiteres kurioses Beispiel liefert der Snack-Hersteller Tochi, der neben süßem auch klar herzhaft positioniertes Matcha-Popcorn anbietet, hergestellt mit reinem Matcha-Pulver und Kokosöl statt klassischer Butter. Im selben Sortiment finden sich weitere asiatisch inspirierte Sorten wie ein Milchtee-Popcorn aus taiwanesischen Teeblättern oder eine Salted-Egg-Variante. Wer selbst herzhaftes Matcha-Popcorn machen möchte, röstet dafür am besten neutrales Öl statt Butter, damit der Teegeschmack nicht von einer starken Butternote überlagert wird. Ähnlich wie „Matcha-KitKat: die japanischen Sorten im Überblick“ zeigt, gehören auch bei Popcorn limitierte, ungewöhnliche Sorten längst zum festen Repertoire japanisch und asiatisch geprägter Snackmarken.
Warum Japan besonders viele Tee-Kuriositäten hervorbringt
Japan hat eine lange Tradition darin, saisonale und limitierte Sonderprodukte aufzulegen, von Fast-Food-Ketten bis zu traditionellen Teehäusern. Diese Kultur der kurzlebigen, oft nur wenige Wochen erhältlichen Editionen sorgt dafür, dass ungewöhnliche Kombinationen wie ein Matcha-Bier deutlich häufiger auf den Markt kommen, als es in Ländern mit stabileren, langfristig angelegten Sortimenten der Fall wäre. Hersteller nutzen limitierte Produkte gezielt, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und Kundschaft zum wiederholten Ausprobieren zu bewegen, ohne das Risiko einzugehen, ein dauerhaftes Sortiment umzustellen. Für Konsumierende bedeutet das einerseits eine große Vielfalt an kuriosen Produkten, andererseits aber auch, dass viele dieser Produkte nach wenigen Wochen wieder verschwinden und selten ein zweites Mal aufgelegt werden.
Was sich davon nach Deutschland übertragen lässt
Die meisten hier beschriebenen Produkte – Matcha-Bier, Tee-Wurst, herzhaftes Popcorn – lassen sich mangels Import kaum eins zu eins nachkaufen, wohl aber im Prinzip nachbauen. Für ein einfaches Matcha-Bier zu Hause reicht ein helles, mildes Bier, in das kurz vor dem Servieren ein separat aufgeschlagener Matcha-Shot eingerührt wird, auch wenn das Ergebnis geschmacklich nicht exakt dem japanischen Original entspricht. Für eine herzhafte Popcorn-Variante genügt in Kokosöl geröstetes Popcorn, das nach dem Rösten mit etwas Matcha-Salz bestäubt wird. Wer stattdessen lieber bei der klassischen Anwendung bleibt, findet im Pulver selbst genug Abwechslung, ohne auf Bier, Wurst oder Popcorn als Umweg angewiesen zu sein.
Warum diese Produkte selten die pure Pulverqualität zeigen
In Bier, Wurst oder Schokolade ist Matcha immer nur eine von mehreren Zutaten, oft in kleiner Menge und stark von anderen Aromen überlagert – Zucker, Fett, Gewürze oder Kohlensäure bestimmen einen großen Teil des Geschmackserlebnisses mit. Wer stattdessen wissen will, wie das Pulver für sich allein schmeckt, kommt an der einfachsten Zubereitung nicht vorbei: zwei Gramm Pulver mit 70 bis 80 Grad heißem Wasser aufgeschlagen. Der MATCHASHOCK Bio-Matcha ist aus erster Ernte, beschattet, von Hand gepflückt und fein steingemahlen, laborgeprüft auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide und dadurch mild statt bitter im Abgang – gerade in einer so schlichten Zubereitung macht sich das deutlich bemerkbar.
Kuriosität als Einstieg, nicht als Maßstab
Bier, Wurst, Schokolade und Popcorn zeigen vor allem eines: wie flexibel sich Matcha in völlig unterschiedliche Produktwelten einbauen lässt. Wie „Matcha-Bier: gibt es das wirklich?“ für einen weiteren, eigenständig eingeordneten Fall aus Japan zeigt, bleibt bei all diesen Kuriositäten die einfache Tasse der direkteste Weg, das Pulver selbst kennenzulernen, unabhängig von Bier, Wurst oder Schokolade drumherum. Wer diese Produkte einmal probiert hat, versteht schnell, warum die einfache Tasse für viele trotzdem der Ausgangspunkt bleibt: Sie zeigt das Pulver ohne Umwege. Stand der Angaben: August 2026. Angebote, Zeiten und Karten ändern sich – prüfe vor dem Besuch die Seite des Hauses.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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