Zum Inhalt springen

Keine Werbe- oder Tracking-Cookies. Mehr erfahren

Trends

Matcha-Bier aus Japan: zwei Beispiele im Überblick

Ja, Matcha-Bier gibt es wirklich, allerdings als japanisches Nischenprodukt aus dem Craft-Bier-Bereich, nicht als Massenware. Zwei Brauereien aus Aichi und Kyoto zeigen, wie Matcha in einem Bier tatsächlich verarbeitet wird und welchen Ton das ergibt. Beide Beispiele stehen dabei stellvertretend für einen größeren Trend in der japanischen Craft-Bier-Szene, regionale Zutaten gezielt in ungewöhnliche Rezepturen einzubauen.

Ein Nischenprodukt aus der Craft-Bier-Szene

Matcha-Bier ist in Japan bislang kein alltägliches Supermarktprodukt, sondern taucht vor allem bei kleineren, unabhängigen Brauereien auf, die gezielt mit regionalen Zutaten experimentieren, statt sich auf klassische Rezepturen zu beschränken, und die ihre Biere meist nur in begrenzten Chargen anbieten. Für den Craft-Bier-Bereich ist das ein bekanntes Muster: Statt auf traditionelle Rezepturen zu setzen, arbeiten solche Brauereien mit lokalen Früchten, Gewürzen oder eben Tee, um sich von großen, industriell brauenden Marken abzuheben. Matcha eignet sich dafür wegen seiner kräftigen Farbe und seiner leicht bitteren, erdigen Note, die sich mit Hopfenbitterkeit kombinieren lässt und dem Bier gleichzeitig eine ungewöhnliche Optik gibt. In Deutschland ist ein vergleichbares Produkt bislang nicht bekannt, weder als Craft-Bier noch als größere Serie eines etablierten Herstellers.

Morita Kinshachi Brewery: Matcha und Miso aus Aichi

Die Brauerei Morita Kinshachi in der japanischen Präfektur Aichi stellt laut einem ausführlichen Fachbericht ein Bier mit Matcha her, dessen Zutatenliste sich auf Malz, Zucker, Hopfen und Matcha beschränkt, ohne künstliche Zusatzstoffe. Der Alkoholgehalt liegt bei 6 Prozent, geschmacklich wird das Bier als Kombination aus grünem Tee und Hopfenbitterkeit beschrieben, die sich im Antrunk gegenseitig verstärken, statt sich gegenseitig zu überdecken. Bemerkenswert ist dabei weniger der Alkoholgehalt selbst als die bewusst kurze Zutatenliste, die dem Bier erlaubt, den Matcha-Charakter deutlich hervortreten zu lassen, statt ihn hinter Aromen oder Farbstoffen zu verstecken, wie es bei manchen aromatisierten Bieren sonst üblich ist.

Kizakura Kyoto Matcha IPA

Die Brauerei Kizakura aus Kyoto, seit 1995 im Craft-Bier-Geschäft aktiv und damit eine der längerfristig etablierten Adressen der Szene, braut ein Kyoto Matcha IPA mit einem Alkoholgehalt von 8,5 Prozent in der 330-Milliliter-Flasche. Nach Angaben des Anbieters werden dafür Matcha-Blätter aus der Region Kyoto verwendet, die Rezeptur wird als vollständig aus japanischen Zutaten beschrieben, ein Hinweis, den die Brauerei bewusst als Qualitätsmerkmal ihrer Region herausstellt. Geschmacklich wird das Bier als zitrusartig und hopfenbetont charakterisiert, mit einer auffällig dunkelgrünen Farbe, die es klar von einem gewöhnlichen IPA unterscheidet. Als IPA, also India Pale Ale, bringt das Bier ohnehin schon eine kräftige Hopfennote mit, auf die die Matcha-Note trifft, statt sie zu übertönen oder zu verdrängen.

Warum Matcha und Hopfen geschmacklich zusammenpassen

Sowohl Matcha als auch Hopfen bringen von Natur aus bittere, pflanzliche und leicht harzige Aromen mit, wodurch sich beide Zutaten in einem Bier eher ergänzen als gegenseitig überdecken. Die Grasnote von Matcha kann dabei die floralen oder harzigen Töne mancher Hopfensorten unterstreichen, während die Kohlensäure des Biers ähnlich wie bei einem Cold Matcha für einen frischen Antrunk sorgt, der die Bitterkeit im ersten Moment abmildert. Wie Matcha allgemein mit Kohlensäure und Sprudelwasser zusammenwirkt, beschreibt der Wissensartikel „Matcha mit Sprudelwasser: warum Kohlensäure funktioniert“ am Beispiel alkoholfreier Getränke.

Warum ein deutsches Pendant bislang fehlt

Craft-Bier mit ungewöhnlichen Zutaten ist auch in Deutschland längst kein Nischenphänomen mehr, von Bieren mit Früchten bis zu solchen mit Gewürzen. Ein Matcha-Bier eines deutschen Herstellers ist trotzdem bislang nicht bekannt, möglicherweise auch, weil Matcha hierzulande noch stärker mit Tee-Kultur als mit Bierbrauen assoziiert wird. In Japan dagegen gehört das Experimentieren mit regionalen, oft teebasierten Zutaten seit Jahren zum festen Repertoire kleinerer Brauereien, was solche Kombinationen dort naheliegender erscheinen lässt als anderswo. Ob sich das Prinzip auch in Deutschland durchsetzt, hängt vor allem davon ab, ob heimische Craft-Brauereien den Rohstoff für sich entdecken, ähnlich wie es bei anderen ungewöhnlichen Zutaten in den vergangenen Jahren bereits geschehen ist.

Was Craft-Bier-Etiketten über die Zutaten verraten

Bei kleinen, unabhängigen Brauereien wie Morita Kinshachi oder Kizakura lohnt sich, ganz ähnlich wie bei Süßwaren, ein Blick auf die vollständige Zutatenliste, sofern sie auf dem Etikett oder der Produktseite angegeben ist. Eine kurze Liste aus Malz, Hopfen, Wasser und Matcha spricht für eine Rezeptur, die auf zusätzliche Aromastoffe verzichtet, während eine längere Liste mit Extrakten oder Farbstoffen auf einen anderen, industrielleren Herstellungsweg hindeutet. Für Interessierte, die gezielt nach einem Bier mit echtem Matcha statt bloßem Grüntee-Aroma suchen, ist dieser Blick auf die Zutatenliste der zuverlässigste Anhaltspunkt, unabhängig davon, wie das Bier auf der Verpackung beworben wird.

Wie sich Alkoholgehalt und Matcha-Note gegenseitig beeinflussen

Mit 6 beziehungsweise 8,5 Prozent Alkohol liegen beide genannten Biere im Bereich kräftigerer Bierstile, was Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Matcha-Note hat. Ein höherer Alkoholgehalt bringt oft mehr Süße und Körper mit, wodurch die Bitterkeit von Matcha stärker eingebunden wird, statt isoliert im Vordergrund zu stehen. Bei einem leichteren Bierstil mit weniger Alkohol würde derselbe Matcha-Anteil vermutlich deutlich dominanter herausschmecken. Diese Wechselwirkung zwischen Grundrezeptur und Zusatzzutat gilt nicht nur für Bier, sondern lässt sich auch bei anderen alkoholischen Matcha-Getränken wie Matcha-Cocktails beobachten, bei denen die Basis genauso entscheidend ist wie die Menge an zugesetztem Pulver.

Ein Beispiel für die Bandbreite an Matcha-Erzeugnissen

Matcha-Bier zeigt, wie weit sich der Rohstoff inzwischen von der klassischen Teeschale entfernt hat, ohne dabei sein Ursprungsprodukt und seine erkennbare Note vollständig zu verlieren. Eine größere Übersicht solcher ungewöhnlichen Anwendungen weltweit bietet der Wissensartikel „Kuriose Matcha-Produkte weltweit im Überblick“. Dieser Text ist redaktionell. Die genannten Biere stammen von den Brauereien Morita Kinshachi und Kizakura, wir verkaufen sie nicht und stehen mit den Unternehmen in keiner Verbindung.

Wo der Matcha-Geschmack am direktesten ankommt

In einem fertigen Bier ist Matcha nur einer von mehreren gleichberechtigten Aromagebern neben Malz und Hopfen, in einer einfachen Schale mit heißem Wasser steht er dagegen ganz für sich allein, ohne Konkurrenz durch andere Zutaten. Wer die reine Note kennenlernen möchte, bevor er sie in einem Bier wiedererkennt, braucht dafür nur zwei Gramm Pulver und heißes Wasser. Ein mild statt bitter abgestimmter, steingemahlener Matcha aus erster Ernte zeigt genau die Balance aus Süße, Bitterkeit und Umami, die ein Craft-Bier mit Matcha nur andeuten kann, ganz ohne Malz oder Hopfen als Beiwerk. So lässt sich auch am eigenen Gaumen nachvollziehen, welcher Anteil eines Bieres tatsächlich vom Tee stammt und welcher Anteil dem Brauprozess selbst zu verdanken ist.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

Geöffnete MATCHASHOCK Dose mit Deckel
Laborgeprüft · Bio
MATCHASHOCK Matcha-Pulver aus der Nähe
Erste Ernte
Doppelt versiegelte Innenfolie der Dose
Doppelt versiegelt

Genug gelesen? Schmeck den Unterschied selbst.

Bio aus erster Ernte.
Laborgeprüft, doppelt versiegelt.

Fein vermahlen und mild statt bitter — deshalb schmeckt er auch pur.

  • Bio-zertifiziert, DE-ÖKO-006
  • Im Labor geprüft
  • Erste Ernte, feinste Vermahlung
  • Doppelt luftdicht versiegelt
  • Versand kostenlos in Deutschland
  • 30 g, reicht für 10–15 Tassen
5,0 von 5 · 3 Bewertungen
„Das ist der beste Matcha, den ich seit Jahren gekauft habe! Ich trinke schon lange Matcha und nutze ihn auch gerne zum Backen meiner Lieblingscookies. Die Qualität ist top! Intensiver Geschmack, sehr fein gemahlen […]. Den werde ich definitiv wieder bestellen!!“
Sabrina · Amazon, verifizierter Kauf

30 g für 25,00 € (833,33 €/kg, inkl. MwSt.)

Jetzt probieren

MATCHASHOCK Bio-Matcha, 30 g: 25,00 € (833,33 €/kg), inkl. MwSt. Versand innerhalb Deutschlands kostenlos. Bio: Kontrollstelle des Herstellers CN-BIO-141, unsere eigene DE-ÖKO-006 (ABCert) · Nicht-EU-Landwirtschaft. Diese Bewertungen stammen von unserer Amazon-Produktseite und tragen dort alle den Amazon-Vermerk „Verifizierter Kauf“ — Amazon setzt ihn nur, wenn der Artikel über das Konto der Verfasserin oder des Verfassers gekauft wurde. Wir schreiben keine Bewertungen selbst und übernehmen keine aus anderen Quellen. Mit […] gekennzeichnete Stellen haben wir weggelassen, weil sie Aussagen zur Wirkung enthalten, die wir noch nicht mit Unterlagen belegen können; nichts wurde umformuliert. Der vollständige Wortlaut steht auf unserer Amazon-Produktseite.

Weitere Wissensartikel