Rezepte
Iced Matcha mit Kirsche: das fruchtige Sommer-Rezept
Iced Matcha mit Kirsche kombiniert Matcha-Konzentrat mit einem Kirsch-Sirup oder pürierten Kirschen, serviert über Eis mit oder ohne Milch. Das Ergebnis ist ein zweifarbiges Getränk mit süßem Fruchtboden und grünem Matcha obenauf. Dieser Artikel zeigt Zutaten, Mengen und die Zubereitung Schritt für Schritt, dazu Hinweise zur Wahl der Kirschen, zur Schichtung im Glas und zu Varianten mit unterschiedlicher Milch.
Warum Kirsche und Matcha zusammenpassen
Matcha bringt einen herben, grasigen Grundton mit, Kirsche dagegen eine süße, leicht säuerliche Fruchtnote. Diese Kombination aus herb und fruchtig funktioniert nach demselben Prinzip wie das bekanntere Strawberry Matcha, nur mit einer dunkleren, intensiveren Frucht. Die beiden Schichten vermischen sich beim Trinken nach und nach, sodass sich der Geschmack von Schluck zu Schluck spürbar und leicht verändert. Optisch ergibt das einen deutlichen Farbkontrast zwischen dem dunkelroten Kirschboden und dem hellgrünen Matcha, was dieses Getränk neben dem Geschmack auch für eine Fotografie im Glas interessant macht, ohne dass dafür etwas Zusätzliches getan werden muss außer der sorgfältigen Schichtung selbst.
Zutaten für ein Glas (etwa 350 ml)
3 bis 4 Esslöffel Kirsch-Sirup oder 100 g entsteinte Kirschen, püriert und durch ein Sieb gestrichen, 2 Gramm Matcha-Pulver, 40 ml Wasser mit etwa 75 Grad für das Konzentrat, 150 ml kalte Milch oder Pflanzendrink nach Wahl, 5 bis 6 Eiswürfel. An Ausstattung reichen ein Mixer oder ein feines Sieb für den Kirschboden, eine kleine Schale mit Bambusbesen oder Schneebesen für das Matcha-Konzentrat und ein hohes Glas zum Anrichten und Servieren.
Schritt 1: Den Kirschboden vorbereiten
Wer frische oder tiefgekühlte Kirschen verwendet, entsteint sie, püriert sie im Mixer und streicht das Püree durch ein feines Sieb, damit keine Fruchtstücke zurückbleiben. Wer es einfacher mag, verwendet fertigen Kirsch-Sirup. Den Sirup oder das Püree in ein hohes Glas geben und leicht schwenken, sodass er sich an der Glaswand verteilt. Frische Kirschen liefern in der Saison den intensivsten Geschmack, sind aber nur wenige Monate im Jahr verfügbar. Tiefgekühlte Kirschen lassen sich ganzjährig verwenden und ergeben nach dem Auftauen ein ähnlich farbintensives Püree, brauchen dafür aber etwas mehr Zeit zum vollständigen Auftauen vor dem Pürieren. Eingelegte Kirschen aus dem Glas eignen sich weniger gut, da der enthaltene Sirup meist bereits stark gesüßt ist und sich schwerer dosieren lässt, wer sie trotzdem verwendet, sollte auf den zusätzlichen Kirsch-Sirup im Rezept verzichten.
Sauerkirsche oder Süßkirsche: der Unterschied im Glas
Süßkirschen wie Regina oder Kordia bringen von Natur aus mehr eigene Süße mit und dafür weniger Säure. Wer sie verwendet, kommt oft mit der Hälfte des angegebenen Kirsch-Sirups aus, ohne dass das Getränk fade schmeckt. Sauerkirschen wie die Schattenmorelle liefern dagegen einen kräftigeren, herberen Fruchtton, der sich gut mit dem bitteren Matcha-Ton verträgt, dafür braucht es meist die volle Menge Sirup aus dem Grundrezept, damit das Getränk nicht zu sauer gerät. Wer beide Sorten zur Hand hat, kann sie auch mischen, das ergibt einen ausgewogenen Zwischenton zwischen Süße und Säure. Tiefkühlware ist bei beiden Sorten häufig bereits entsteint erhältlich, was die Vorbereitung des Kirschbodens deutlich beschleunigt und sich gerade außerhalb der kurzen Kirschsaison zwischen Juni und August anbietet.
Schritt 2: Das Matcha-Konzentrat anrühren
Das Matcha-Pulver in eine kleine Schale sieben, das 75 Grad heiße Wasser dazugießen und mit einem Bambusbesen oder Schneebesen in schnellen, geraden Bewegungen aufschlagen, bis keine Klümpchen mehr sichtbar sind und eine leicht schaumige Konsistenz entsteht. Wer mag, rührt das Konzentrat bereits jetzt fertig an und stellt es kurz beiseite, während der Kirschboden im Glas vorbereitet wird, so müssen später beide Schritte nicht mehr gleichzeitig erledigt werden.
Schritt 3: Eis und Milch dazugeben
Das Glas mit dem Kirschboden bis oben mit Eiswürfeln füllen. Danach die kalte Milch oder den Pflanzendrink langsam darübergießen, am besten am Glasrand entlang, damit sich Kirschboden und Milch möglichst wenig vermischen und die Schichtung sichtbar bleibt. Je voller das Glas mit Eis gefüllt ist, desto weniger Platz bleibt für Milch und Konzentrat, was das Getränk konzentrierter im Geschmack hält und gleichzeitig verhindert, dass zu viel Eis schnell schmilzt und das Getränk binnen Minuten verwässert.
Schritt 4: Das Matcha-Konzentrat obenauf gießen, und Varianten
Das fertige Matcha-Konzentrat zum Schluss vorsichtig und in dünnem Strahl über die Eiswürfel gießen, sodass es oben auf der Milch schwimmt. Erst kurz vor dem Trinken einmal von unten nach oben umrühren, so entsteht beim ersten Schluck noch die reine Matcha-Note, danach mischt sich die Kirsche zunehmend dazu, bis am Ende beide Schichten vollständig zu einem gleichmäßig rosa-grünen Getränk verschmolzen sind. Wer es weniger süß mag, reduziert den Kirsch-Sirup auf 2 Esslöffel und gleicht mit etwas mehr Wasser im Matcha-Konzentrat aus. Statt Kirsche lässt sich das Prinzip auch mit anderen Früchten umsetzen, etwa mit Zitrone, siehe „Matcha mit Zitrone: was die Säure mit Farbe und Geschmack macht„, oder mit der japanischen Zitrusfrucht aus „Yuzu Matcha: die japanische Zitrusfrucht im Grüntee“. Wer den Fruchtsirup selbst ansetzen möchte, findet die Grundlagen dazu in „Matcha-Sirup ansetzen: Zuckeranteil, Haltbarkeit, Einsatz“, auch wenn dort ein anderer Sirup im Mittelpunkt steht, lässt sich das Prinzip auf Kirsche übertragen.
Die Schichtung länger halten
Damit die zweifarbige Schichtung nicht zu schnell ineinanderläuft, ist es hilfreich, das Glas vor dem Befüllen gut zu kühlen und die einzelnen Zutaten wirklich langsam und am Glasrand entlang einzugießen, statt sie in die Mitte zu schütten. Ein langer Barlöffel mit gedrehtem Stiel erleichtert das vorsichtige Eingießen zusätzlich, da sich die Flüssigkeit am Löffelrücken entlang verteilt, statt direkt ins Glas zu fallen. Je kälter alle Zutaten sind, desto länger bleibt die Schichtung sichtbar, bevor sie sich beim Trinken vermischt. Wer das Getränk fotografieren möchte, hat unmittelbar nach dem Eingießen des Matcha-Konzentrats das beste Zeitfenster dafür, danach beginnt die Schichtung bereits langsam zu verlaufen.
Für eine größere Runde
Wer das Rezept für mehrere Gläser gleichzeitig zubereitet, bereitet Kirschboden und Matcha-Konzentrat jeweils getrennt in größerer Menge vor und füllt beides erst unmittelbar vor dem Servieren in die einzelnen Gläser, damit Eis und Milch für jede Portion frisch dazukommen. Weitere Hinweise zu Mengen für mehrere Personen liefert „Matcha für Gäste: Mengen, Reihenfolge und Timing für die Runde“. Beide Grundkomponenten, Kirschboden wie Matcha-Konzentrat, lassen sich mehrere Stunden im Voraus zubereiten und gekühlt aufbewahren, sodass am Tag selbst nur noch das Zusammenstellen der einzelnen Gläser übrig bleibt, was sich bei größeren Runden deutlich schneller umsetzen lässt als eine komplette Neuzubereitung pro Glas.
Milch, Pflanzendrink oder ganz ohne, und die passende Garnitur
Kuhmilch sorgt für die cremigste Textur und einen ausgeglichenen Kontrast zur Säure der Kirsche, Hafer- oder Mandeldrink funktionieren ähnlich gut, bringen aber jeweils eine eigene, leicht nussige Note mit. Wer das Getränk lieber ohne Milch mag, ersetzt sie durch Wasser oder ein mildes Sprudelwasser, dann tritt die Kirsche stärker in den Vordergrund und das Getränk erscheint insgesamt leichter und weniger sämig. Alle drei Varianten funktionieren mit denselben Mengenangaben aus dem Grundrezept. Eine frische oder tiefgekühlte, aufgetaute Kirsche am Glasrand oder auf einem Cocktailspieß über dem Glas rundet die Optik zusätzlich ab, ohne zusätzlichen Geschmack ins Getränk zu bringen. Wer möchte, reibt außerdem etwas Zitronen- oder Limettenschale über das fertige Getränk, das bringt einen frischen Duft beim ersten Schluck, ohne die Süße-Säure-Balance zu verändern. Wichtig ist, die Garnitur erst unmittelbar vor dem Servieren aufzulegen, damit sie nicht bereits im Eis versinkt und ihre Rolle als letzter, sichtbarer Akzent auf dem Getränk verliert.
Das richtige Pulver für die grüne Schicht
Damit sich die grüne Matcha-Schicht farblich deutlich von der Kirsche abhebt, kommt es auf ein Pulver an, das sich klar und ohne Klümpchen auflöst, dazu mehr in „Matcha kaufen: worauf achten? Die Checkliste mit 7 Prüfpunkten“. Ein Pulver mit hellerer, matterer Farbe verliert im Kontrast zur kräftig roten Kirsche schnell an Wirkung, während ein sattes, klares Grün die Zweifarbigkeit des Getränks erst richtig zur Geltung bringt, ein Aspekt, der bei diesem Rezept genauso zählt wie der reine Geschmack. Unsere Bio-Matcha-Dose mit 30 Gramm kostet 25,00 Euro, das entspricht einem Grundpreis von 833,33 Euro je Kilogramm, reicht für rund 10 bis 15 Schalen bei 2 Gramm je Portion und wird kostenlos innerhalb von 1 bis 2 Werktagen nach Deutschland versendet. Kontrollstelle DE-ÖKO-006, Kennzeichnung CN-BIO-141, im Labor auf Rückstände geprüft.
Quellen
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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