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Rezepte

Iced Matcha Bubble Tea: das Rezept mit Tapiokaperlen

Iced Matcha Bubble Tea besteht aus drei Grundzutaten, die getrennt vorbereitet werden: gekochte Tapiokaperlen, angerührtes Matcha und Milch oder Pflanzendrink, die am Ende über Eis geschichtet werden. Das Grundprinzip stammt aus Taiwan, wo die Kombination aus Tee und Tapiokaperlen in den Achtzigerjahren entstand, wird hier aber mit Matcha statt der klassischen Schwarztee-Basis zubereitet. Dieses Rezept zeigt Zutaten mit Mengenangaben, die Zubereitung Schritt für Schritt und Hinweise zu Werkzeug und Aufbewahrung.

Woher Tapiokaperlen kommen

Bubble Tea mit Tapiokaperlen entstand in Taiwan in den Achtzigerjahren. Zwei Teehäuser, Chun Shui Tang in Taichung und Hanlin Tea Room in Tainan, beanspruchen bis heute die Erfindung für sich, ein jahrzehntelanger Rechtsstreit zwischen beiden Häusern endete 2019 vor einem taiwanesischen Gericht mit der Entscheidung, dass Bubble Tea als allgemeines Lebensmittel nicht patentierbar sei und die Erfindung damit keiner der beiden Seiten allein zugesprochen wurde. Die Tapiokaperlen selbst gehen auf ein traditionelles taiwanesisches Dessert namens Fen Yuan zurück, kleine, in Zuckerwasser gegarte Tapiokakugeln, die zunächst als eigenständige Süßspeise serviert und später mit kaltem Tee kombiniert wurden. Tapioka selbst stammt ursprünglich aus der Maniokwurzel, einer Pflanze aus Südamerika, die über den Welthandel nach Taiwan gelangte und dort seit Langem kulinarisch verarbeitet wird, etwa in herzhaften Eintöpfen ebenso wie in süßen Nachspeisen.

Zutaten für zwei Gläser

Für die Tapiokaperlen: 60 Gramm getrocknete schwarze Tapiokaperlen, 600 Milliliter Wasser zum Kochen, 3 Esslöffel brauner Zucker für den Sirup. Für den Matcha: 4 Gramm Matcha-Pulver, das entspricht etwa 2 gehäuften Teelöffeln, sowie 60 Milliliter warmes Wasser mit einer Temperatur von rund 75 Grad zum Anrühren. Für das Getränk: 300 Milliliter Milch oder wahlweise Hafer-, Mandel- oder Sojadrink, reichlich Eiswürfel und nach Geschmack 1 bis 2 Esslöffel brauner Zuckersirup zum Süßen. Die Mengenangaben reichen für zwei hohe Gläser und lassen sich bei Bedarf proportional verdoppeln.

Tapiokaperlen kochen

Das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, die Tapiokaperlen einrühren und laut Herstellerangabe auf der Verpackung köcheln lassen, meist zwischen 20 und 30 Minuten, bis die Perlen von außen nach innen komplett durchscheinend und weich sind, ohne einen harten weißen Kern in der Mitte zu behalten. Danach den Topf vom Herd nehmen, zugedeckt weitere 10 bis 15 Minuten ziehen lassen, anschließend durch ein Sieb abgießen und kurz mit kaltem Wasser abspülen, damit die Perlen nicht weiter zusammenkleben. Die warmen, abgetropften Perlen mit dem braunen Zucker vermischen, bis sich ein klebriger Sirup bildet, der gleichzeitig als Süßungsmittel für das gesamte Getränk dient und verhindert, dass die Perlen beim Abkühlen austrocknen.

Matcha anrühren

Das Matcha-Pulver durch ein feines Sieb in eine Schale sieben, um Klümpchen zu vermeiden, die sich später nur schwer auflösen lassen. Das warme Wasser hinzugeben und mit einem Matcha-Besen oder einem kleinen Milchaufschäumer zügig in Zickzack-Bewegungen aufschlagen, bis eine gleichmäßige, leicht schaumige Flüssigkeit ohne Klümpchen entsteht. Kurz beiseitestellen und leicht abkühlen lassen, damit die Wärme beim Zusammenbau des Getränks nicht auf das Eis übergeht und dieses vorzeitig schmilzt, was das fertige Getränk unnötig verwässern würde.

Das Getränk schichten

Auf den Boden von zwei hohen Gläsern jeweils zwei bis drei Esslöffel der gesüßten Tapiokaperlen geben. Die Gläser bis knapp unter den Rand mit Eiswürfeln füllen. Die Milch oder den Pflanzendrink über das Eis gießen, dabei etwa zwei Drittel des Glases füllen. Zum Schluss den angerührten Matcha langsam über einen Löffel oder entlang der Glaswand einlaufen lassen, damit er sich als eigene Schicht über der Milch absetzt, statt sich sofort zu vermischen. Wer die Schichten lieber vermischt trinkt, rührt kurz vor dem ersten Schluck mit einem langen Löffel oder dem breiten Trinkhalm um.

Trinkhalme und Werkzeug

Für Bubble Tea werden breite Trinkhalme benötigt, durch die die Tapiokaperlen passen, üblicherweise mit einem Durchmesser von etwa 12 Millimetern, deutlich breiter als ein gewöhnlicher Trinkhalm. Ohne breiten Trinkhalm bleiben die Perlen am Glasboden liegen und lassen sich nur mit einem Löffel erreichen, was die Konsistenz des Getränks verändert, aber keine falsche Zubereitung darstellt, sondern lediglich eine andere Art, es zu trinken.

Aufbewahrung und Vorbereitung

Gekochte Tapiokaperlen verlieren nach einigen Stunden an Textur und werden zäh, weshalb sie idealerweise am selben Tag verwendet werden, an dem sie gekocht wurden. Der Matcha kann kurz im Voraus angerührt und kalt gestellt werden, verliert aber mit der Zeit an Farbe und Aroma, weshalb eine frische Zubereitung kurz vor dem Trinken die beste Konsistenz und die intensivste Farbe ergibt. Wer größere Mengen Tapiokaperlen auf Vorrat kochen möchte, sollte sie in einem gut verschlossenen Gefäß bei Raumtemperatur aufbewahren und spätestens nach vier Stunden verbrauchen.

Tapiokaperlen im Voraus einkaufen

Getrocknete Tapiokaperlen sind in ungeöffneter Verpackung bei Zimmertemperatur mehrere Monate haltbar, weshalb sich ein größerer Vorrat problemlos einkaufen lässt, ohne dass er vor dem nächsten Gebrauch verdirbt. Nach dem Öffnen der Packung sollten die restlichen, noch ungekochten Perlen möglichst luftdicht verschlossen und trocken gelagert werden, weil sie sonst Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und beim späteren Kochen eine andere Konsistenz annehmen können als beim ersten Gebrauch. Schwarze Tapiokaperlen sind in den meisten Asia-Supermärkten sowie in gut sortierten Online-Shops erhältlich, oft in Packungen zwischen 250 Gramm und einem Kilogramm, was für mehrere Zubereitungen dieses Rezepts ausreicht.

Varianten und Anpassungen

Wer es weniger süß mag, reduziert den braunen Zucker beim Kochen der Tapiokaperlen und verzichtet auf den zusätzlichen Sirup im Glas, denn die Perlen selbst bringen durch den Karamellisierungsprozess bereits eine leichte Süße mit. Für eine fruchtige Variante lässt sich die Milch teilweise durch ungesüßten Fruchtsaft ersetzen, etwa Ananas- oder Pfirsichsaft, wobei die Milch dann in kleineren Mengen dazugegossen wird, damit die Konsistenz nicht zu dünn wird. Statt schwarzer Tapiokaperlen lassen sich auch durchsichtige, ungefärbte Tapiokaperlen verwenden, die einen milderen Eigengeschmack haben und die grüne Farbe des Matcha im Glas stärker zur Geltung kommen lassen. Für eine vegane Version genügt der Umstieg auf einen Pflanzendrink, wobei sich Hafer- und Sojadrink wegen ihrer cremigeren Konsistenz meist besser eignen als Mandeldrink, der schneller wässrig erscheint.

Häufige Fehler bei der Zubereitung

Der häufigste Fehler ist zu heißes Wasser beim Anrühren des Matcha, weil dadurch Bitterstoffe stärker gelöst werden und der Geschmack schärfer wird als beabsichtigt. Ein zweiter häufiger Fehler ist zu langes Kochen der Tapiokaperlen über die Herstellerangabe hinaus, wodurch sie außen weich, aber matschig statt bissfest werden. Wird der Matcha zu früh über das Eis gegossen, statt ihn erst kurz abkühlen zu lassen, schmilzt außerdem ein Teil des Eises vorzeitig und das fertige Getränk bleibt am Ende dünner und weniger cremig als beabsichtigt.

Matcha für dieses Rezept

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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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