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Markt

Aus 2,3 Millionen Euro werden 5,1: loser Matcha im deutschen Handel

Der Umsatz mit losem Matcha im deutschen Lebensmittelhandel und in Drogeriemärkten ist binnen zwei Jahren von 2,3 auf 5,1 Millionen Euro gestiegen. Das Pulver verlässt damit die Nische und kommt im Regal an.

Was die Zahlen sagen

Der Marktforscher Circana hat den Umsatz mit losem Matcha im deutschen Lebensmittelhandel und in Drogeriemärkten über zwei Zwölfmonatszeiträume verglichen. Bis Juni 2024 lag er bei 2,3 Millionen Euro, bis Juni 2026 bei 5,1 Millionen Euro. Das ist mehr als eine Verdopplung in zwei Jahren, ein Zuwachs von rund 122 Prozent. Die Zahlen stammen aus einem Bericht des Fachdienstes Lebensmittel Praxis vom 19. August 2026, der sich auf Circana beruft. Sie beschreiben ausdrücklich nur loses Pulver im stationären Handel. Matcha in Getränken, Backwaren oder Süßwaren ist darin nicht enthalten, ebenso wenig der Versandhandel. Der tatsächliche Markt dürfte deshalb deutlich größer sein als die genannte Summe. Aussagekräftig ist vor allem die Richtung: Ein Produkt, das lange vor allem online, in Cafés und in sozialen Netzwerken stattfand, findet inzwischen im normalen Regal statt.

Warum der Handel jetzt einsteigt

Der sichtbarste Beleg dafür ist der Schritt eines Traditionsherstellers: Ab September 2026 bringt TEEKANNE erstmals einen eigenen Bio-Matcha in den Lebensmittelhandel, 30 Gramm zur unverbindlichen Preisempfehlung von 12,99 Euro, umgerechnet 433,00 Euro je Kilogramm. Wenn ein Haus dieser Größe eine eigene Linie auflegt, ist das kein Test mehr, sondern eine Wette auf dauerhafte Nachfrage. Parallel dazu zieht der Weltmarkt an. Japans Grüntee-Ausfuhren stiegen im ersten Halbjahr 2026 nach Angaben des japanischen Landwirtschaftsministeriums vom 4. August um 83,5 Prozent auf 48,2 Milliarden Yen, getragen von der weltweiten Nachfrage nach Matcha. Steigende Nachfrage und ein begrenztes Rohstoffangebot treffen also aufeinander. Für das Regal in Deutschland bedeutet das mehr Auswahl, aber auch größere Unterschiede zwischen den Produkten.

Was Käuferinnen und Käufer davon haben

Mehr Angebot heißt nicht automatisch bessere Ware. Zwischen Pulver für wenige Euro und Ware für zwanzig Euro und mehr liegen Welten in Blattgrad, Vermahlung und Frische, und im Regal sieht man das der Dose nicht an. Wer vergleichen will, achtet auf drei Dinge: den Grundpreis je Kilogramm statt des Dosenpreises, die Zutatenliste, die bei reinem Matcha genau einen Eintrag hat, und die Frage, ob es einen Laborbericht zur Partie gibt. Unsere eigene Dose liegt unverändert bei 25,00 Euro für 30 Gramm, das entspricht 833,33 Euro je Kilogramm, bio, eine Zutat, jede Partie im Labor geprüft und innen zusätzlich versiegelt. Wer die Staffel nutzt, kommt günstiger weg: Im Shop kosten drei Dosen 63,00 Euro. Zum Sortiment geht es unter matchashock.de/shop.

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