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Markt

Matcha-Boom in den USA setzt Japans Teebauern unter Druck

In Japan sind die Tencha-Preise 2025 nach mehreren Berichten deutlich gestiegen, weil die USA und andere Länder immer mehr Matcha kaufen. Die Regierung fördert jetzt den Anbau, um die Exporte bis 2030 zu verdreifachen.

Der Weltmarkt wächst schneller als die Ernte

Der Matcha-Markt hat nach einem Bericht des Wirtschaftsportals Tridge vom 28. August 2026 inzwischen ein Volumen von 4,2 Milliarden US-Dollar erreicht. Die weltweiten Ausfuhren stiegen 2025 auf ein Rekordniveau von 10.000 Tonnen, ein Plus von 250 Prozent seit 2014. Die Vereinigten Staaten kaufen laut Tridge über 30 Prozent dieser Menge und bleiben damit der größte Einzelmarkt, während auch Italien eine wachsende Präsenz von Matcha-Produkten bei großen Marken verzeichnet. Die südkoreanische Zeitung The Korea Herald bezifferte den japanischen Grüntee-Export für 2025 in einem Bericht vom 5. Juni 2026 auf 497 Millionen US-Dollar und mehr als 10.000 Tonnen, den höchsten Stand seit rund 70 Jahren. Auch dort lag der US-Anteil bei über 30 Prozent, mit spürbarem Wachstum zusätzlich in Taiwan, weiteren Teilen Asiens und in Europa, namentlich in Deutschland.

Warum der Rohstoff knapp wird

Der Grund für die Preissprünge liegt bei Tencha, den beschatteten Blättern, aus denen Matcha gemahlen wird. The Korea Herald berichtete, der Tencha-Preis habe 2025 rund das Sechsfache des Vorjahres erreicht. Der britische Anbieter Matcha Yu Tea, der aus den japanischen Regionen Yame und Kagoshima bezieht, teilte auf seiner Webseite mit, die eigenen Einkaufspreise für Ersternte-Matcha der Ernte 2025 seien um bis zu 60 Prozent gestiegen. Als Gründe nennt das Unternehmen einen Spätfrost in Yame, der die Saemidori-Sorte im Frühjahr traf, steigende Kosten für Dünger und Arbeitskraft sowie die weltweit wachsende Nachfrage nach hochwertigem Ersternte-Matcha. Zusätzlich verschärft eine demografische Entwicklung die Lage: Laut Matcha Yu Tea liegt das Durchschnittsalter japanischer Teebauern inzwischen bei über 67 Jahren, und viele Betriebe finden keine Nachfolge in der eigenen Familie.

Weniger Sencha, mehr Tencha, und insgesamt weniger Tee

Weil Tencha deutlich höhere Preise erzielt, stellen viele Landwirte ihre Felder von Sencha, dem klassischen japanischen Alltagstee, auf die beschattete Anbauform um. The Korea Herald und Tridge nennen dafür übereinstimmend eine Zahl: Die gesamte japanische Grünteeproduktion ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten um 25 Prozent zurückgegangen, unter anderem wegen des Klimawandels und einer alternden Landbevölkerung. The Korea Herald beziffert die Erntemenge für 2025 auf 75.100 Tonnen. Die Verschiebung lässt sich nicht kurzfristig rückgängig machen, weil neu bepflanzte Flächen mehrere Jahre bis zur ersten Ernte brauchen und die Umstellung auf Tencha eigene Beschattungsanlagen und Trocknungstechnik erfordert, die sich nicht von heute auf morgen aufbauen lassen.

Die japanische Regierung fördert den Umbau

Um die Nachfrage zu bedienen, unterstützt die japanische Regierung den Ausbau der Tencha-Produktion mit Subventionen und peilt laut Tridge eine Verdreifachung der Teeexporte bis 2030 an. Ein konkretes Beispiel nennt The Korea Herald: Die Erzeugergenossenschaft Ashikubo Teaworks im Bezirk Aoi in der Präfektur Shizuoka hat 2025 mithilfe staatlicher Förderung und weiterer Mittel Maschinen und Anlagen im Wert von 1,4 Millionen US-Dollar angeschafft, um mehr Tencha verarbeiten zu können. Solche Investitionen sollen die Verarbeitungsengpässe lindern, die neben der reinen Anbaufläche als zweiter Flaschenhals der Branche gelten: Für die Vermahlung von Tencha zu feinem Pulver braucht es spezialisierte Mühlen, die sich nicht beliebig vermehren lassen.

Was das für den Einkauf in Deutschland bedeutet

Für den deutschsprachigen Markt ist die Entwicklung mehr als eine Randnotiz: The Korea Herald nennt Deutschland ausdrücklich als einen der Märkte, in denen die japanischen Grünteeausfuhren zuletzt spürbar zugelegt haben. Steigt die Nachfrage weltweit schneller als die Erntemenge, wird das zuerst bei den knappsten Qualitäten sichtbar, also bei Ersternte-Matcha aus bekannten Anbaugebieten. Wer regelmäßig Matcha trinkt, sollte deshalb weniger auf einzelne Sonderangebote schauen und mehr darauf, ob eine Bezugsquelle dauerhaft liefern kann. Das Sortiment von MATCHASHOCK steht unter matchashock.de/shop bereit, die Dose kostet unverändert 25,00 Euro für 30 Gramm, also 833,33 Euro je Kilogramm.

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