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Markt

Assam bringt die erste indische Matcha-Partie unter den Hammer

Am 3. Juli 2026 wurde in Guwahati die erste kommerziell erzeugte Matcha-Partie Indiens versteigert. Sie stammt aus Assam und wird aus der einheimischen Varietät Camellia assamica gemahlen.

Die erste indische Matcha-Partie

Am 3. Juli 2026 wurde beim Guwahati Tea Auction Centre in Sale 27 die erste kommerziell erzeugte Matcha-Partie Indiens versteigert. Sie stammt vom Chota Tingrai Tea Estate im Distrikt Tinsukia in Assam. Los 7001 ging über die Auktionatoren J Thomas & Co an die Firma Sheosons Chai Co. aus Guwahati. Zum Preis nennen die Quellen abweichende Werte: The News Mill nennt 3.000 Rupien je Kilogramm, The Star eine Spanne von 3.000 bis 3.800 Rupien je Kilogramm. Der Betrieb arbeitete dafür rund zehn Jahre mit japanischen Herstellern und Fachleuten zusammen und baute eine vollautomatische Verarbeitungsanlage auf. The Star nennt eine Investition von über einer Million US-Dollar, eine Tagesleistung von 800 Kilogramm und rund 250 Kilogramm Produktion im ersten Jahr.

Assamica statt Sinensis

Gearbeitet wird mit der einheimischen Varietät Camellia assamica, vermarktet als Matcha assamica. Das ist der eigentlich spannende Teil. Matcha wird sonst fast immer aus Camellia sinensis gemahlen, und die Sorte prägt Farbe, Umami und Bitterkeit stärker als jede Zubereitung. Assamica hat kräftigere, gerbstoffreichere Blätter. Wie ein solches Pulver in der Schale schmeckt, lässt sich aus den vorliegenden Berichten nicht ableiten, dazu fehlen Verkostungen. Was die Sortenwahl grundsätzlich ausmacht, steht in „Matcha-Sorten: welche Cultivare wirklich in der Dose stecken“. Bis solche Ware in Deutschland im Regal steht, dürften Jahre vergehen: 250 Kilogramm im ersten Jahr sind für den Weltmarkt eine sehr kleine Menge.

Warum neue Herkünfte zählen

Der Engpass bei Matcha hat eine einfache Ursache: Beschatteter Tencha lässt sich nicht schnell ausweiten, weil Fläche, Schattennetze und Steinmühlen begrenzt sind. Jedes Land, das eigene Kapazität aufbaut, nimmt langfristig Druck heraus. In China wird Pulvertee seit Jahrhunderten hergestellt, dort liegt der Ursprung dieser Zubereitung, und von dort kommt auch das Pulver von MATCHASHOCK. Indien kommt jetzt dazu, mit eigener Varietät und eigener Anlage. Für Kaufende heißt das mittelfristig mehr Auswahl und größere Preisunterschiede innerhalb derselben Bezeichnung. Kurzfristig ändert eine einzelne Partie nichts am Regalpreis. Wer heute vergleichen will, achtet auf Farbe, Mahlgrad, Erntegang und Laborwerte statt auf das Herkunftsland allein.

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