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Markt

International Matcha Congress 2026: Wer im November in Tokio spricht

Am 25. und 28. August 2026 hat die International Matcha Association in Tokio Details zur ersten Weltkonferenz für Matcha bekanntgegeben: Ticketverkauf gestartet, erste Rednerinnen und Redner aus Japan, den USA, Großbritannien und Südkorea stehen fest.

Was die International Matcha Association plant

Die im April 2026 gegründete International Matcha Association (IMA) mit Sitz in Tokio veranstaltet am 12. November 2026 im TOFROM-Yaesu-Tower im Zentrum Tokios den International Matcha Congress 2026 (IMC 2026), nach eigenen Angaben die erste und zugleich größte internationale Fachkonferenz für Matcha. Erwartet werden mehr als 800 Teilnehmende aus über zehn Ländern, mehr als 30 Rednerinnen und Redner sowie mehr als zehn ausstellende Marken. Die IMA hatte bereits am 5. Mai 2026 gemeinsam mit 38 großen japanischen Teehandelshäusern eine gemeinsame Erklärung zur Stabilisierung des Marktes veröffentlicht. Ziel des Kongresses ist nach Angaben des Veranstalters, gemeinsame Standards für eine Branche zu erarbeiten, die bislang weder eine einheitliche Definition von Matcha noch eine anerkannte Qualitätsabstufung kennt. Japans Grüntee-Exporte, zu denen Matcha den größten Anteil beiträgt, stiegen von 20,4 Milliarden Yen im Jahr 2021 auf rund 72 Milliarden Yen im Jahr 2025; das Ziel der japanischen Regierung für 2030 liegt bei 81 Milliarden Yen.

Erste Rednerinnen und Redner: Erzeuger, Hersteller, Handel

Am 25. August 2026 öffnete die IMA den Ticketverkauf für den Kongress und bestätigte zugleich die ersten vier Rednerinnen und Redner für die Auftaktsitzung „Aktuelle Lage und Strukturprobleme des Matcha-Marktes" am 12. November von 10:55 bis 11:40 Uhr Ortszeit. Angekündigt sind Toshimi Nishi von der Teefabrik Nishi Seichakoujou als Vertreter der Erzeugerseite, Takeo Sugita von der Aiya Co., einem der größten japanischen Matcha-Hersteller, Kazuhiko Nakajima, Leiter der internationalen Sparte bei Ito En, sowie Daisuke Morishita von der Teehandelsfirma Kyoei Seicha. Drei Tage später, am 28. August 2026, folgte die Ankündigung einer zweiten Sitzung mit dem Titel „Die Zukunft von Matcha aus Sicht der Café-Branche". Für den 12. November von 13:00 bis 13:45 Uhr sind dort Issam Freiha, Mitgründer und Chef der US-Kaffeekette Blank Street, Sungho „Hayden" Hwang von der südkoreanischen Kette Super Matcha/Hit The Tea, Jon Allen von Onyx Coffee Lab aus den USA und der japanische Barista-Weltmeister von 2014, Hidanori Izaki, angekündigt. Moderiert wird die Runde von Jessica Worden, Kaffeeverantwortliche der britischen Bäckereikette Gail's Bakery.

Was das für den deutschen Markt bedeutet

Für Kundinnen und Kunden in Deutschland ändert eine Fachkonferenz in Tokio zunächst nichts im Regal. Interessant ist sie trotzdem, weil sie ein Problem sichtbar macht, das auch hierzulande beim Einkauf auffällt: Für die Bezeichnung Matcha gibt es bislang keine verbindliche internationale Definition und keine anerkannte Qualitätsabstufung. Wer „Ceremonial Grade" auf eine Dose druckt, unterliegt damit keiner Kontrolle, das darf grundsätzlich jeder Anbieter behaupten. Genau das will die IMA mit dem Kongress angehen. Bis daraus verbindliche Regeln werden, bleibt Käuferinnen und Käufern nur der Blick auf das Einzelne: Erntegang, Beschattungsdauer, Vermahlung und ein Laborbericht zur konkreten Charge sagen mehr als jede Grade-Bezeichnung. Wie sich ein solches Analysezertifikat lesen lässt, erklärt der Wissensartikel „Analysezertifikat für Matcha lesen: Zeile für Zeile erklärt". Unsere eigene Dose kostet unverändert 25,00 Euro für 30 Gramm, also 833,33 Euro je Kilogramm, mit Laborprüfung zu jeder Charge.

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