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Trends

Matcha-Oreo und Co.: japanische Keks-Sonderausgaben

Matcha-Oreo ist eine japanische Sonderedition des klassischen Sandwichkekses mit grüner Matcha-Füllung statt der üblichen Vanillecreme. Der Keks kam 2016 erstmals unter dem Namen "Uji Matcha Series" auf den Markt und steht damit für einen breiteren Trend: Internationale Süßwarenkonzerne bringen für den japanischen Markt regelmäßig Matcha-Varianten bekannter Marken heraus.

Oreo: eine kurze Einordnung der Marke

Oreo ist eine Keksmarke des US-Unternehmens Nabisco, einer Tochter von Mondelēz International, die 1912 erstmals auf den Markt kam. Der klassische Keks besteht aus zwei Schokoladenkeksen mit einer Vanillecreme-Füllung dazwischen, ein einzelner Keks wiegt rund elf Gramm. In Deutschland ist Oreo seit 2011 im Handel, allerdings mit deutlich weniger Geschmacksrichtungen als in den USA oder in Japan, wo Nabisco und der Lizenzpartner Yamazaki-Nabisco regelmäßig Sondersorten für saisonale Anlässe auflegen.

Die japanische Matcha-Edition von 2016

Im März 2016 brachte Yamazaki-Nabisco erstmals einen vollständigen Oreo-Sandwichkeks mit Matcha-Füllung auf den Markt, verkauft unter dem Namen "Uji Matcha Series" mit Bezug auf die japanische Teeregion Uji. Die Packung enthielt zwei einzeln verpackte Einheiten mit je neun Keksen und kostete umgerechnet rund zwei Euro. Die grüne Füllung wurde als Kombination aus cremiger Buttrigkeit und der milden Bitterkeit von grünem Tee beschrieben; besonders beliebt war die Variante zum Eintunken in Milch, wobei ein Geschmack entsteht, der an einen Matcha-Latte erinnert. Zum Marktstart kam es zu Lieferengpässen, sodass der Keks in regulären Supermärkten teils erst mit einer Woche Verspätung verfügbar war. Für Fans außerhalb Japans blieb die Reihe fast ausschließlich über Import-Onlineshops erreichbar, meist zu einem Vielfachen des ursprünglichen japanischen Ladenpreises.

Weitere Matcha-Keks-Ausgaben japanischer Marken

Oreo steht bei Weitem nicht allein da mit einer Matcha-Sonderedition für den japanischen Markt. Auch Kekse und Waffeln kleinerer japanischer Manufakturen, etwa aus Kyoto, erscheinen regelmäßig mit Matcha-Füllungen oder -Überzügen, oft an Touristenorte oder Fachgeschäfte gebunden. Gemeinsam ist den meisten dieser Produkte, dass sie als limitierte, saisonale Ware auftreten und nach einigen Monaten wieder aus dem Regal verschwinden – ein Muster, das sich auch bei Matcha-Sonderausgaben großer Schokoladenmarken in Deutschland zeigt, etwa bei den 2025 aufgelegten Editionen von Ritter Sport und Lindt. Wie „Kuriose Matcha-Produkte weltweit im Überblick“ zeigt, ist dieses Muster kein japanisches Alleinstellungsmerkmal, sondern ein internationales Prinzip: Ein Trendgeschmack wird kurzfristig auf ein bestehendes Produkt übertragen, statt eine dauerhafte neue Sorte ins Sortiment aufzunehmen.

Warum Matcha-Gebäck auch außerhalb Japans wächst

Neben klassischen Keksen zeigt sich der Matcha-Trend im Gebäckregal auch bei anderen Warengruppen: Croissants, Waffeln und Kuchen greifen dieselbe Kombination aus grüner Farbe und leicht herbem Geschmack auf. Wie „Matcha-Croissant: wie das Grün in die Bäckerei kam“ für Blätterteiggebäck beschreibt, ist dieser Trend längst auch in deutschen Großstadt-Cafés angekommen, weit über japanische Importprodukte hinaus. Für Bäckereien ist Matcha dabei ein vergleichsweise einfacher Weg, ein bestehendes Produkt optisch und geschmacklich aufzufrischen, ohne die Grundrezeptur grundlegend zu verändern – eine Erklärung dafür, warum die Zahl an Matcha-Gebäcksorten in den vergangenen Jahren spürbar gewachsen ist, sowohl in Japan als auch in Europa.

Wie sich Matcha-Kekse zuhause nachbacken lassen

Eine eigene Version braucht keinen japanischen Import: Ein einfacher Mürbeteig aus Butter, Zucker, Mehl und zwei Teelöffeln Matcha auf 200 Gramm Mehl lässt sich zu dünnen Keksen ausstechen und bei 170 Grad rund zehn Minuten backen. Für die Füllung wird Puderzucker mit weicher Butter und einem knappen Teelöffel Matcha cremig gerührt und zwischen zwei Keksen verstrichen. Wichtig ist auch hier, das Pulver vor dem Verarbeiten zu sieben – sowohl im Teig als auch in der Creme sorgt das für eine gleichmäßige Farbe ohne dunkle Punkte. Wer die Kekse etwas knuspriger mag, rollt den Teig dünner aus und verkürzt die Backzeit leicht, wer sie eher weich und mürbe bevorzugt, arbeitet mit einem etwas dickeren Teig und lässt die Kekse nach dem Backen vollständig auf dem Blech auskühlen, bevor sie gefüllt werden – so behalten sie ihre Form und brechen beim Zusammensetzen nicht.

Warum Matcha in Keksen meist zurückhaltend dosiert ist

Bei den meisten industriellen Matcha-Keksen bleibt der Pulveranteil klein, weil Matcha im Verhältnis zu Kakao oder Vanille teuer ist und schon in geringer Menge Farbe sowie Geschmack setzt. Das Zutatenverzeichnis verrät das: Steht Matcha oder Grüntee-Pulver weit hinten in der Liste, ist der Anteil gering. Wer selbst backt, hat hier den Vorteil, die Menge frei zu wählen und mehr Pulver einzusetzen, als es sich für ein Massenprodukt wirtschaftlich lohnen würde – solange man bedenkt, dass zu viel Matcha im Teig schnell bitter wird.

Welches Pulver sich für Teig und Füllung eignet

Für einen ausgewogenen Keks ohne bittere Überraschung zählt vor allem die Qualität des Grundpulvers. Wer selbst backt, achtet auf dieselben Merkmale wie beim Kauf einer Trinkdose: erste Ernte, beschattet, fein steingemahlen. Genau so ist der MATCHASHOCK Bio-Matcha gemacht – bio nach EU-Öko-Verordnung, laborgeprüft auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide, doppelt luftdicht versiegelt und dadurch mild statt bitter, was sich besonders in einer cremigen Füllung bemerkbar macht, in der jede Bitterkeit sofort auffällt.

Der Unterschied zwischen Keks-Beiwerk und purem Pulver

Ein Matcha-Keks liefert, selbst mit großzügiger Füllung, nur eine kleine Menge Pulver, verteilt auf viel Zucker, Butter und Mehl. Wie „Matcha-Schokolade: die stärkste Kategorie im Regal“ für Tafeln zeigt, gilt für Kekse dasselbe Prinzip: Der Ton des Tees kommt in Süßwaren fast immer gedämpft an. Wer den vollen Geschmack erleben will, braucht dafür keinen Import und keinen Ofen – zwei Gramm Pulver mit heißem Wasser aufgeschäumt zeigen, was hinter der grünen Farbe wirklich steckt, bevor man sich entscheidet, wie viel davon in den nächsten Keksteig soll.

Was ein Blick auf Import-Preise zeigt

Wer sich fragt, warum ein einzelnes Päckchen japanischer Matcha-Oreo-Kekse über einen Import-Onlinehändler oft mehrere Euro mehr kostet als im japanischen Supermarkt, findet die Antwort in der Logistik: Versandkosten, Zollgebühren bei größeren Sendungen und ein Aufschlag für die Beschaffung treiben den Preis eines an sich günstigen Alltagskekses spürbar nach oben. Für ein einzelnes Päckchen mit rund achtzehn Keksen kann sich das schnell auf das Drei- bis Vierfache des ursprünglichen Ladenpreises summieren. Wer stattdessen selbst backt, zahlt für Butter, Mehl, Zucker und eine kleine Menge Matcha deutlich weniger, auch wenn ein Teil des besonderen Reizes verloren geht, der von einem importierten, limitierten Produkt ausgeht. Für alle, die den Vergleich einmal ziehen wollen, lohnt sich eine kleine Rechnung: Eine Portion selbst gebackener Kekse mit denselben Grundzutaten kostet meist einen Bruchteil dessen, was ein einzelnes Importpäckchen inklusive Versand ausmacht, auch wenn Geschmack und Optik nicht exakt identisch ausfallen.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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