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Trends

Diese ungewöhnlichen Matcha-Produkte gibt es wirklich

Von der Schokolade bis zur Seife: Matcha ist längst nicht mehr nur ein Getränk, sondern taucht in ungewöhnlichen Produktkategorien auf der ganzen Welt auf. Dieser Artikel bleibt bei Beispielen, die sich tatsächlich belegen lassen.

Matcha-KitKat: vom Nischenprodukt zum Exportschlager

Das mit Abstand bekannteste Beispiel für ein kurioses Matcha-Produkt weltweit ist der Matcha-KitKat. In Japan gibt es laut Herstellerangaben mehr als 350 verschiedene KitKat-Sorten, die Grüntee-Matcha-Variante zählt dabei zu den beliebtesten. Seit Februar 2019 wird die Sorte international angeboten, in Deutschland kam sie im März 2019 auf den Markt. Für den europäischen Markt wird der Riegel in einer Nestlé-Fabrik in Hamburg hergestellt, mit Matcha-Grüntee aus Japan und China sowie UTZ-zertifizierten Kakaobohnen. Damit ist der Matcha-KitKat kein Gerücht, sondern ein dokumentiertes Produkt mit nachvollziehbarem Produktionsweg – vom japanischen Nischenriegel zum international verkauften Standardprodukt. Andere Süßwaren mit Matcha-Anteil sind längst ebenfalls Alltag im Handel, wie der Wissensartikel „Matcha-Schokolade: die stärkste Kategorie im Regal“ zeigt.

Immer intensivere Matcha-Varianten in Japan

In Japan selbst entwickelte sich aus dem einfachen Matcha-KitKat über die Jahre eine ganze Produktfamilie mit unterschiedlicher Stärke: Varianten wie Otona no Amasa Deep Matcha enthalten deutlich mehr Matcha-Anteil als die Standardsorte und richten sich gezielt an Erwachsene, die einen kräftigeren, weniger süßen Geschmack bevorzugen. Auch regionale Sonderausgaben mit Bezug zur Herkunftsregion Uji wurden dort angeboten, ebenso wie Kombinationen mit geröstetem Hojicha-Tee statt Matcha. Diese Entwicklung zeigt, wie aus einem einzelnen kuriosen Produkt über die Zeit eine ganze Reihe unterschiedlich abgestufter Varianten entstehen kann, sobald sich die erste Sorte am Markt bewährt hat. Wie stark sich Zutatenlisten zwischen einzelnen Fertigprodukten unterscheiden können, erklärt der Wissensartikel „Matcha-Sticks und Latte-Mixes: der Blick auf die Zutatenliste“.

Matcha in Seife und Kosmetik

Neben Süßwaren taucht Matcha auch in Kosmetikprodukten auf: Japanische Manufakturen stellen handgefertigte Seifenstücke mit Matcha-Zusatz her, teils kombiniert mit Reiskleie-Extrakt, Vulkanasche oder anderen pflanzlichen und mineralischen Zutaten aus derselben Region. Manche dieser Seifen werden seit Jahrzehnten von familiengeführten Betrieben in traditioneller Handarbeit hergestellt, andere stammen von neueren, gezielt auf japanische Ästhetik ausgerichteten Kleinmarken. Auch außerhalb Japans, etwa bei kleinen Manufakturen in Europa und den USA, finden sich handgemachte Matcha-Seifen im Sortiment, häufig beworben mit demselben Verweis auf die Farbe und die pflanzliche Herkunft des Pulvers. Die grüne Farbe des Pulvers dient dabei vor allem als natürlicher Farbstoff und als Aufhänger für ein japanisch inspiriertes Produktversprechen – ein Beispiel dafür, wie eine Zutat aus der Küche den Weg ins Badezimmer findet, ohne dass dafür ein einziges Gramm davon tatsächlich getrunken wird.

Warum Küchen-Matcha nicht gleich Kosmetik-Matcha ist

Wichtig für alle, die kuriose Matcha-Produkte selbst ausprobieren wollen: Matcha für Seife oder Kosmetik ist nicht automatisch für den Verzehr gedacht und umgekehrt, selbst wenn beide Produkte auf der Verpackung ganz ähnlich beworben werden. Wer Matcha tatsächlich trinken oder backen möchte, sollte auf lebensmitteltaugliche, laborgeprüfte Ware setzen. Fein steingemahlener Matcha aus erster Ernte eignet sich dafür deutlich besser als ein Nebenprodukt aus der Kosmetikherstellung, wie der MATCHASHOCK Bio-Matcha, der laborgeprüft auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide sowie ohne Zusätze ist. So bleibt klar getrennt, welches Pulver in die Tasse und welches ins Badezimmer gehört.

Matcha als Cocktail- und Bar-Zutat

In experimentierfreudigen Bars, vor allem in Japan, hat sich Matcha auch als Zutat für ungewöhnliche Mixgetränke etabliert: Neben einfachen Tee-Cocktails auf Basis von Ryokucha oder Oolong servieren manche Bars gezielt Matcha-Bier oder Matcha-Mojito-Varianten als Neuheit auf der Karte. Solche Getränke bleiben eher Nischenprodukt einzelner Bars als ein breiter Markttrend, zeigen aber, wie flexibel sich Matcha mit ganz unterschiedlichen Zutaten kombinieren lässt, sobald man über klassische Latte- oder Smoothie-Rezepte hinausgeht. Wie sich Matcha allgemein mit anderen Zutaten in der Küche verträgt, beschreibt der Wissensartikel „Matcha Food Pairing: was zu Matcha passt – und was nicht“.

Warum gerade Süßwarenhersteller so oft zu Matcha greifen

Süßwarenkonzerne bringen regelmäßig neue Geschmacksrichtungen auf den Markt, um in einem übersättigten Regal aufzufallen, und Matcha eignet sich dafür aus mehreren Gründen besonders gut: Die Farbe ist sofort erkennbar und lässt sich klar von klassischer Milch- oder Zartbitterschokolade abgrenzen, der leicht herbe Geschmack bildet einen Kontrast zur reinen Süße, und die Verbindung zu Japan liefert gleichzeitig eine Geschichte, die sich auf der Verpackung erzählen lässt. Diese Kombination aus optischem Wiedererkennungswert, geschmacklichem Kontrast und erzählbarer Herkunft erklärt, warum Matcha in den vergangenen Jahren bei so vielen unterschiedlichen Süßwarenherstellern gleichzeitig aufgetaucht ist, nicht nur bei einem einzelnen Produkt.

Woran man seriöse von reiner Effekthascherei unterscheidet

Nicht jedes angeblich kuriose Matcha-Produkt im Netz ist tatsächlich im Handel erhältlich oder so verbreitet, wie einzelne Beiträge suggerieren. Ein verlässliches Zeichen ist eine nachvollziehbare Herstellerangabe mit Produktionsort, Zutatenliste und Vertriebszeitraum – so wie beim Matcha-KitKat, dessen Weg von Japan nach Europa sich lückenlos dokumentieren lässt. Fehlen solche Angaben und bleibt es bei vagen Gerüchten ohne Beleg, lohnt sich Skepsis, bevor man eine Behauptung weiterträgt. Ein einfacher Praxistest hilft dabei fast immer weiter: Lässt sich das Produkt über die offizielle Seite des genannten Herstellers oder über eine seriöse Nachrichtenquelle bestätigen, oder taucht es nur in einem einzelnen, nicht mehr auffindbaren Social-Media-Beitrag auf?

Was diese Vielfalt an Produkten insgesamt zeigt

Betrachtet man Süßware, Kosmetik und Bar-Getränke gemeinsam und über mehrere Länder und Jahrzehnte hinweg, ergibt sich ein klares, wiederkehrendes Muster: Matcha wird dort ganz besonders erfolgreich eingesetzt, wo entweder die Farbe, der leicht herbe Geschmack oder die Verbindung zu Japan einen erzählbaren Mehrwert bietet, den ein austauschbares Standardprodukt nicht hätte. Hersteller aus ganz unterschiedlichen Branchen greifen unabhängig voneinander auf dieselben drei Eigenschaften zurück, was erklärt, warum Matcha inzwischen in so vielen unterschiedlichen Regalen auftaucht, von der Süßwarenabteilung bis zum Badezimmerregal, ohne dass eine einzelne Firma oder Kampagne dafür verantwortlich wäre.

Fazit: Matcha zwischen Süßware und Nischenprodukt

Von der weltweit verkauften Schokolade bis zur handgemachten Seife einzelner Manufakturen: Matcha hat sich als Zutat in ungewöhnlich vielen Produktkategorien etabliert. Am besten dokumentiert bleibt dabei der Matcha-KitKat, der von einer japanischen Spezialität zu einem international erhältlichen Produkt wurde – ein Beleg dafür, wie weit sich ein einzelner Geschmack über Jahre verbreiten kann, wenn er beim Publikum ankommt. Wer selbst auf die Suche nach weiteren kuriosen Produkten geht, sollte dieselbe Prüfroutine anwenden wie in diesem Artikel: erst die Herstellerangabe suchen, dann erst die Behauptung glauben.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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