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Matcha-Kaffee-Kombinationen: was der Markt bietet
Matcha und Kaffee werden selten als fertiger Blend verkauft, dafür umso häufiger im selben Getränk kombiniert. Bekanntestes Beispiel ist Dirty Matcha, bei dem Matcha und Espresso in derselben Tasse landen; daneben gibt es einzelne Anbieter, die ihr Matcha gezielt an Kaffeetrinker richten.
Dirty Matcha: das bekannteste Beispiel
Die US-Kette Coffee Bean & Tea Leaf beschreibt ihr Dirty-Matcha-Rezept so: zwei Esslöffel Matcha-Pulver werden mit rund 240 Millilitern gebrühtem Kaffee vermischt, anschließend kommt heiße, aufgeschäumte Milch dazu. Der Name Dirty bezieht sich in der Getränkeszene allgemein darauf, dass ein sonst eigenständiges Getränk – hier ein Matcha-Latte – um einen Schuss Espresso ergänzt wird. Ihr eigenes Matcha-Latte-Pulver stammt laut Unternehmensangabe aus der Präfektur Shizuoka und wird mit einer hauseigenen Vanillenote kombiniert, verkauft in einer 22-Unzen-Dose für heiße, kalte oder geblendete Zubereitung.
Ein Kaffeeröster mit eigenem Matcha im Sortiment
Der US-Röster Bean & Bean Coffee Roasters führt neben Kaffee auch ein eigenes Matcha namens "Pepperpot Matcha", beschrieben mit Aromanoten von Schlagsahne, Mandel und Blüten, mittlerer Adstringenz und hohem Körper. Empfohlen wird eine Dosierung von einem halben Teelöffel auf 240 Milliliter Wasser bei rund 80 Grad. Das Unternehmen bietet das Matcha in drei Größen zwischen 30 und 453 Gramm an und positioniert es sowohl für die pure Zubereitung als auch für Lattes und zum Backen – ein Beispiel dafür, dass Kaffeeröster Matcha zunehmend als eigenständige zweite Produktlinie neben Kaffee führen, statt beides zu vermischen.
Warum Kaffeeröster überhaupt in Matcha einsteigen
Für einen Kaffeeröster ist Matcha ein naheliegender Nebenzweig: Die Kundschaft ist ohnehin an eine sorgfältige Zubereitung und an feine Geschmacksunterschiede zwischen verschiedenen Qualitätsstufen gewöhnt, wie sie auch beim Kaffee eine Rolle spielen. Wer bereits gelernt hat, zwischen einer günstigen Filterware und einem sortenreinen Spezialitätenkaffee zu unterscheiden, überträgt dieses Verständnis leicht auf Matcha, wo Erntezeitpunkt, Mahlgrad und Herkunft ganz ähnlich über die Qualität entscheiden. Für Cafés bedeutet das zusätzlich, mit vorhandenem Personal und ähnlicher Ausstattung – Waage, Milchaufschäumer, feine Sensorik am Gaumen – ein zweites Heißgetränkesortiment aufzubauen, ohne komplett neue Abläufe einführen zu müssen. Für die Gäste selbst bedeutet dieser Ausbau vor allem mehr Auswahl an einem einzigen Ort: Wer sich nicht zwischen Kaffee und Tee entscheiden will, findet in einem solchen Café beide Optionen auf hohem Niveau, statt für ein gutes Matcha in ein eigenes Teegeschäft wechseln zu müssen.
Warum es kaum fertige Matcha-Kaffee-Blends gibt
Ein echter Blend, bei dem Matcha-Pulver und gemahlener Kaffee in derselben Packung landen, ist auf dem Markt die Ausnahme. Ein Grund dafür liegt in der unterschiedlichen Zubereitung: Kaffee wird meist mit einer Kaffeemaschine gebrüht, während Matcha traditionell mit einem Besen im heißen Wasser aufgeschlagen wird. Beide Verfahren in einem Produkt zu vereinen ist technisch aufwendig, weshalb sich die meisten Anbieter für die Kombination im fertigen Getränk statt in der Packung entscheiden – also für Rezepte wie Dirty Matcha statt für ein gemeinsames Pulver. Hinzu kommt ein praktischer Grund: Ein gemahlener Kaffee-Matcha-Mix würde sich in der Kaffeemaschine anders verhalten als reiner Kaffee, weil Matcha sich anders in Wasser löst als geröstete, gemahlene Kaffeebohnen, was das Ergebnis unvorhersehbar machen würde.
Dirty Matcha zuhause zubereiten
Für eine eigene Tasse werden ein bis zwei Gramm Matcha mit wenig heißem Wasser zu einer glatten, klümpchenfreien Paste aufgeschlagen, anschließend mit einem einfachen Espresso und aufgeschäumter Milch nach Wahl aufgegossen. Wie „Matcha mit Espresso: was hinter Dirty Matcha steckt“ genauer beschreibt, lässt sich das Verhältnis zwischen Matcha und Espresso frei anpassen – von einem kleinen Espresso-Schuss im Matcha-Latte bis zu einem kräftigen Matcha-Schuss im Kaffee, je nachdem, welcher Ton stärker hervortreten soll. Wer zuhause keine Espressomaschine besitzt, kann ersatzweise einen sehr stark gebrühten Filterkaffee oder Mokka verwenden – das Ergebnis wird dadurch etwas milder, weil der Kaffee-Anteil weniger konzentriert ausfällt, funktioniert grundsätzlich aber ebenso gut.
Zwei Getränke, zwei getrennte Traditionen
Kaffee und Matcha stammen aus unterschiedlichen Kulturen mit eigenen Zubereitungsregeln, eigener Röst- beziehungsweise Mahltechnik und eigenem Vokabular. Wie „Kaffee oder Matcha: was die Tasse im Monat kostet“ zeigt, unterscheiden sich beide Getränke auch preislich und in der Zubereitungszeit deutlich. Die Kombination beider in einer Tasse ist deshalb weniger ein traditionelles Rezept als ein moderner Trend aus der Café-Szene, der beide Aromen bewusst nebeneinanderstellt, statt eines zu ersetzen. Für Cafés bedeutet das auch eine Chance, zwei unterschiedliche Stammgästekreise anzusprechen: klassische Kaffeetrinkerinnen und -trinker, die neugierig auf Matcha sind, und Matcha-Fans, die probeweise etwas Espresso dazu ausprobieren möchten, ohne gleich vollständig zum Kaffee zu wechseln.
Welches Pulver sich für Dirty Matcha eignet
Weil Matcha hier direkt neben dem kräftigen Aroma von Espresso steht, sollte das Pulver selbst nicht zu mild ausfallen, aber auch nicht bitter, damit beide Aromen nebeneinander erkennbar bleiben. Genau darauf ist der MATCHASHOCK Bio-Matcha ausgelegt – erste Ernte, beschattet, von Hand gepflückt, fein steingemahlen und laborgeprüft auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide, dadurch mild statt bitter. Für eine Tasse reichen ein bis zwei Gramm, abhängig davon, wie stark der Matcha-Ton gegenüber dem Espresso hervortreten soll.
Vom Mix-Getränk zur puren Schale
In einer Tasse Dirty Matcha teilt sich das Pulver den Platz mit Espresso und Milch – für alle, die den Ton des Tees für sich allein erleben wollen, bleibt die klassische Schale die klarste Zubereitung: zwei Gramm Pulver mit 70 bis 80 Grad heißem Wasser aufgeschlagen, ganz ohne Kaffee. So lässt sich am besten beurteilen, ob das eigene Pulver überhaupt kräftig genug ist, um sich später neben einem Espresso zu behaupten, wie auch das eigene Rezept für „Matcha-Einspänner“ auf seine Weise zeigt.
Welches Mischungsverhältnis für den Einstieg sinnvoll ist
Wer Dirty Matcha zum ersten Mal ausprobiert, beginnt am besten mit einem kleinen Espresso-Schuss in einem vollen Matcha-Latte, statt gleich beide Zutaten zu gleichen Teilen zu mischen. So lässt sich herausfinden, ob der eigene Gaumen die Kombination überhaupt mag, bevor der Kaffee-Anteil erhöht wird. Wer den umgekehrten Weg bevorzugt, gibt stattdessen nur einen halben Teelöffel Matcha in einen normalen Milchkaffee und tastet sich von dort aus zu größeren Mengen vor. Beide Herangehensweisen zeigen: Es gibt kein festes Standardverhältnis für Dirty Matcha, sondern einen Spielraum, der sich am besten durch Ausprobieren in kleinen Schritten erschließt, statt sich strikt an ein einziges Rezept zu halten. Wer beide Zutaten separat zubereitet und erst im Glas zusammenführt, statt sie direkt gemeinsam aufzugießen, behält zudem die beste Kontrolle über das Ergebnis, weil sich Espresso und Matcha-Paste in unterschiedlicher Geschwindigkeit auflösen und binden.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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