Trends
Wie Matcha in spanischen Cafés Fuß fasst
Spanien ist traditionell ein Kaffeeland: Die Cafeteria an der Ecke lebt vom kurzen Café con leche, nicht vom Tee. Trotzdem taucht Matcha inzwischen zunehmend auf Getränkekarten auf, getragen von derselben internationalen Nachfragewelle, die Japans Grüntee-Exporte insgesamt auf Rekordwerte treibt. Länderscharfe Zahlen speziell für Spanien liefert die verfügbare Exportstatistik zwar nicht, das allgemeine Bild lässt sich aber gut einordnen.
Eine Kaffeekultur mit langer Tradition
In Spanien ist die Cafeteria ein fester Bestandteil des Alltags, oft schon zum Frühstück besucht, meist für einen kurzen Espresso oder Café con leche. Diese Kultur ist stark auf Kaffee ausgerichtet, klassischer Tee spielt im Vergleich zu Ländern wie Großbritannien traditionell eine kleinere Rolle im Alltag. Ein neues Getränk muss sich in diesem Umfeld erst einen eigenen Platz erarbeiten, statt automatisch mit der bestehenden Kaffeekultur mitzulaufen. Diese Ausgangslage unterscheidet den spanischen Markt deutlich von Ländern, in denen Tee ohnehin schon einen festen Platz im Alltag hat und Matcha eher als weitere Teevariante wahrgenommen wird statt als komplett neues Getränk. Wer in Spanien aufgewachsen ist, verbindet den Vormittag traditionell mit einem kurzen Kaffee an der Theke, nicht mit einer Tasse Tee, die in Ruhe am Tisch getrunken wird, ein kultureller Unterschied, der sich nicht über Nacht verschiebt, sondern eher über Jahre, wie es bei anderen neuen Getränken vor Matcha ebenfalls der Fall war.
Warum Matcha trotzdem ankommt
International ist die Nachfrage nach Matcha in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Japans Grüntee-Exportwert erreichte 2025 rund 84,7 Milliarden Yen, umgerechnet etwa 491 Millionen Euro, mehr als doppelt so viel wie im Jahr zuvor, wobei laut Exportstatistiken rund 70 Prozent auf Matcha in Pulverform entfielen. Als Absatzmärkte werden neben den USA und China ausdrücklich mehrere EU-Staaten genannt, ohne dass Spanien darin einzeln beziffert wird. Die generelle europäische Nachfrage ist also klar dokumentiert, länderscharfe Zahlen für Spanien liefert die verfügbare Statistik jedoch nicht, was ehrlicherweise auch dazugehört, wenn man über den Markt spricht, statt Zahlen zu erfinden, die es in dieser Form schlicht nicht gibt. Wer wirklich belastbare Aussagen speziell zu Spanien sucht, findet sie eher in einzelnen Marktbeobachtungen von Cafés und lokalen Händlern als in offiziellen Exportstatistiken, die auf Länderebene bislang deutlich gröber gerastert sind und einzelne kleinere Märkte kaum getrennt ausweisen.
Wo Matcha in Spanien auftaucht
Sichtbar wird der Trend vor allem genau dort, wo sich junge, städtische Café-Konzepte stark an internationalen Vorbildern orientieren: in größeren Städten, in spezialisierten Frühstücks- und Brunch-Lokalen und im Sortiment von Bio- und Feinkostläden. Klassische, traditionelle Eckcafeterias führen Matcha bislang eher seltener, spezialisierte Coffeeshops und Ketten mit internationaler Ausrichtung dagegen deutlich häufiger und selbstverständlicher. Das Getränk positioniert sich damit eher als zusätzliche Option neben Kaffee, nicht als Ersatz dafür, ähnlich wie es zuvor schon mit anderen internationalen Getränketrends in spanischen Großstädten geschehen ist. Diese schrittweise, allmähliche Verbreitung über einzelne Stadtviertel und bestimmte Lokaltypen ist ein typisches Muster für neue Getränketrends, die zuerst in urbanen Zentren ankommen, bevor sie sich in der Fläche etablieren. In kleineren Ortschaften abseits der großen Zentren bleibt Matcha bislang eher die Ausnahme, während sich das Bild in Madrid, Barcelona oder Valencia zunehmend verändert.
Was das Getränk auf der Karte anders macht
Anders als der klassische Kaffee, der in Spanien meist kurz und stark serviert wird, kommt Matcha meist als Latte-Variante mit Milch oder Pflanzendrink auf den Tisch, optisch durch die kräftig grüne Farbe klar von Kaffeegetränken unterscheidbar. Dieser visuelle Unterschied hilft dem Getränk dabei, auf Karten und in sozialen Netzwerken aufzufallen, selbst wenn die Gesamtmenge der servierten Tassen im Vergleich zu Kaffee noch klein ist. Gerade auf Fotos und in kurzen Videos für soziale Netzwerke wirkt das satte, leuchtende Grün oft auffälliger als ein gewöhnlicher brauner Kaffee, was dem Getränk zusätzliche, praktisch kostenlose Sichtbarkeit auf sozialen Plattformen verschafft, ohne dass Cafés dafür eigens aktiv werben müssten. Diese Art der Sichtbarkeit ist gerade für kleinere, unabhängige Lokale wertvoll, die sich kein großes Marketingbudget leisten können.
Was Café-Betreiber dabei beachten müssen
Wer Matcha anbieten will, braucht anderes Werkzeug und andere Zubereitungsschritte als für Kaffee: ein Sieb, einen Chasen oder zumindest einen kräftigen Milchaufschäumer sowie kontrollierte Wassertemperatur statt kochendem Wasser. Wo dieses Wissen fehlt, schmeckt das Ergebnis schnell bitter statt mild, ein Risiko gerade dort, wo Matcha noch neu im Sortiment ist und Personal es nebenbei mitlernt, ohne gezielte Schulung. Fehlerhafte Zubereitung kann einem noch jungen Trend an dieser Stelle sogar schaden, weil ein einziger schlechter erster Eindruck oft darüber entscheidet, ob Gäste das Getränk überhaupt ein zweites Mal bestellen. Betriebe, die neu in das Thema einsteigen, tun deshalb gut daran, ihr Personal gezielt in Dosierung, Wassertemperatur und Aufschlagtechnik zu schulen, statt Matcha einfach nebenbei zum bestehenden Kaffeeangebot hinzuzufügen, ohne jemanden dafür einzuarbeiten.
Was das für dich als Trinkerin oder Trinker bedeutet
Wenn du in Spanien unterwegs bist und Matcha suchst, findest du ihn eher in spezialisierten Cafés als in der klassischen Eckkneipe. Für zuhause macht dich das unabhängig von der lokalen Kartenauswahl: Der MATCHASHOCK Bio-Matcha ist steingemahlen, aus erster Ernte und schmeckt mild statt bitter, unabhängig davon, ob gerade eine Reise oder der eigene Küchentisch ansteht. So bist du nicht darauf angewiesen, dass ein Café in der Nähe Matcha überhaupt im Sortiment führt oder richtig zubereitet, egal ob du gerade in Deutschland oder auf Reisen in Spanien bist. Das nötige Zubehör dafür passt in jede kleine Reisetasche: ein kompakter Chasen, ein Sieb und eine kleine, gut verschließbare Portionsdose reichen für unterwegs meist völlig aus.
Ein Trend, der noch wächst
Ob sich Matcha in der spanischen Cafeteria langfristig neben Kaffee etabliert, hängt stark davon ab, wie gut Zubereitung und Qualität in der Breite ankommen. Wie sich Matcha international insgesamt verteilt, zeigt der Wissensartikel „Matcha weltweit: wohin das grüne Pulver gerade geht“. Woran du in einem Café überhaupt gute Qualität erkennst, unabhängig vom Land, erklärt der Wissensartikel „Matcha-Cafés in Deutschland: so findest und erkennst du gute“. Und was das Getränk geschmacklich von Kaffee unterscheidet, liest du im Wissensartikel „Wie schmeckt Matcha? Das Geschmacksprofil von Umami bis grasig“. Wer beide Getränke einmal nacheinander probiert, merkt schnell, dass es nicht um einen Ersatz für den morgendlichen Kaffee geht, sondern um eine eigenständige Alternative mit ganz anderem Geschmacksbild.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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