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Wie ein Kyoto-Teehaus Curry mit Matcha zum Mitbringsel machte
Das Teehaus Itohkyuemon aus Kyoto verkauft ein cremiges, weißes Curry, das mit steingemahlenem Uji-Matcha verfeinert wird – als praktisches Fertigprodukt im Beutel, gedacht als Souvenir für die Heimreise. Das Uji Matcha Curry zeigt, wie ein traditionelles Teegeschäft eine ganz andere Gerichtsform nutzt, um seine Zutat einem größeren Publikum zu zeigen, ohne dabei den Anspruch einer Teezeremonie zu haben.
Ein Teehaus, das Curry statt nur Tee verkauft
Itohkyuemon wurde 1832 in Kyoto gegründet und zählt zu den alteingesessenen Teehändlern der Stadt. Neben klassischem losem Tee und Matcha-Süßspeisen führt das Unternehmen auch das Uji Matcha Curry als Retortenprodukt im Beutel, das sich einfach in heißem Wasser erwärmen und über Reis servieren lässt. Diese Erweiterung vom reinen Teeverkauf hin zu einem fertigen Gericht ist typisch für den japanischen Souvenir-Markt: Ein traditioneller Betrieb bringt seine bekannteste Zutat in eine Form, die Reisende leicht mitnehmen und zuhause ohne besonderes Vorwissen zubereiten können, statt nur loses Teepulver zu verkaufen, das eine eigene Zubereitungstechnik voraussetzt.
Cremiges Curry statt klassisch brauner Basis
Anders als das in Deutschland bekannte braune Curry setzt das Uji Matcha Curry auf eine sahnig-cremige, weiße Grundlage, gewürzt mit einer Mischung typischer Curry-Gewürze und angereichert mit Matcha. Diese helle Basis eignet sich besser als eine dunkle Currysauce, um die grüne Matcha-Farbe sichtbar durchscheinen zu lassen, statt sie in Braun untergehen zu lassen. Geschmacklich verbindet sich die milde Cremigkeit mit der leichten Bitterkeit des Matcha zu einem Curry, das deutlich sanfter schmeckt als scharfe Currysorten und dadurch auch für Menschen geeignet ist, die mit stark gewürzten Currys sonst wenig anfangen können.
Warum Matcha in Fertigprodukten oft enttäuscht
Eine unabhängige Geschmacksprobe des Uji Matcha Currys ordnete das Produkt in einen größeren Kontext ein: Frühere Erfahrungen mit anderen Matcha-Fertigprodukten wie einem Matcha-Instant-Ramen hätten zwar geschmacklich funktioniert, aber kaum tatsächlich nach Matcha geschmeckt. Das verweist auf ein bekanntes Problem bei industriell hergestellten Matcha-Produkten: Die Zutat wird oft eher als Marketing-Element genutzt als in einer Menge, die den Geschmack wirklich prägt. Ob das Curry diesen Anspruch erfüllt, lässt sich ohne eigene Kostprobe nicht abschließend beurteilen – die Einordnung als Souvenir-Produkt bleibt aber unabhängig vom Geschmacksergebnis bestehen.
Souvenir-Kultur: warum Curry-Beutel so gut funktionieren
Retorten-Curry im Beutel ist in Japan generell eine beliebte Souvenir-Form, weil es leicht, lange haltbar und ohne Kühlung transportierbar ist – anders als frische Backwaren oder Kuchen, die auf langen Reisen verderben können. Regionale Spezialitäten wie Uji-Matcha lassen sich so mit einem Alltagsgericht kombinieren, das auch außerhalb Japans bekannt ist, statt ein völlig neues Gerichtskonzept erklären zu müssen. Dieses Prinzip – bekannte Gerichtsform plus regionale Spezialzutat – erklärt, warum viele japanische Teehäuser inzwischen ähnliche Convenience-Produkte anbieten, von Currybeuteln bis zu Fertigsaucen, statt sich ausschließlich auf den klassischen Teeverkauf zu beschränken.
Ein cremiges Matcha-Curry zuhause nachkochen
Für eine eigene Version reicht eine helle Currybasis aus angeschwitzten Zwiebeln, etwas Mehl zum Binden, heller Brühe, Sahne und milden Currygewürzen wie Kurkuma und Koriander, ganz ohne scharfe Chili-Anteile. Nach dem Köcheln und vor dem Servieren wird die Sauce vom Herd genommen und mit einem knappen Teelöffel Matcha pro Portion verquirlt, damit die Hitze das Pulver nicht zu stark angreift. Serviert wird das Curry klassisch über weißem Reis, wahlweise mit gebratenem Gemüse oder Tofu. Wichtig ist, die Sauce vor dem Matcha-Zusatz nicht zu stark reduzieren zu lassen, damit sie am Ende nicht zu dickflüssig für die feine grüne Farbe wird.
Welches Pulver für eine cremige Currysauce zählt
In einer sahnigen Sauce zählt vor allem, dass das Pulver sich rückstandslos auflöst, statt körnige Reste zu hinterlassen. Der MATCHASHOCK Bio-Matcha ist dafür geeignet: bio nach EU-Öko-Verordnung, aus erster Ernte, beschattet und fein steingemahlen, dazu laborgeprüft auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide und mild statt bitter. Für eine Sauce mit rund 200 Milliliter Sahne reicht ein Teelöffel Pulver, am besten vorher mit einem Löffel warmer Sauce zu einer glatten Paste verrührt und erst danach unter die restliche Sauce gehoben, damit keine Klümpchen entstehen. Wer die Sauce vorbereitet und erst später servieren will, sollte das Matcha trotzdem erst kurz vor dem Servieren zugeben, statt die fertige Sauce mit Matcha im Kühlschrank aufzubewahren – auch ohne Hitze verliert das Pulver über mehrere Stunden an Farbe und Frische, wenn es bereits in einer feuchten Sauce gelöst ist. Am besten bereitet man die Basis der Sauce komplett vor und kühlt sie ab, erwärmt sie kurz vor dem Servieren erneut und rührt das Matcha erst in diesem letzten Schritt ein – so bleibt der Aufwand am eigentlichen Kochtag gering, ohne dass Farbe oder Geschmack darunter leiden. Wer für mehrere Gäste kocht, kann die Basis sogar am Vortag zubereiten und im Kühlschrank aufbewahren, solange das Matcha erst unmittelbar vor dem Servieren dazukommt.
Warum Reis die perfekte Bühne für eine Currysauce ist
Reis ist in der japanischen Küche die neutrale Grundlage, auf der stark gewürzte Saucen wie Curry ihre volle Wirkung entfalten können, ohne mit einer eigenen Würzung zu konkurrieren. Genau diese Eigenschaft macht Reis auch für ein Matcha-Curry zur passenden Basis: Der milde, leicht klebrige Reis nimmt die cremige Sauce auf, ohne den herzhaften Matcha-Ton zu überdecken oder zu verändern. Wie „Kuriose Matcha-Produkte weltweit im Überblick“ an mehreren Beispielen zeigt, taucht Matcha immer wieder in Kombination mit ansonsten neutralen Grundlagen auf – Reis, Nudeln, Teig –, die selbst wenig Eigengeschmack mitbringen und dem Matcha dadurch Raum lassen, sich zu entfalten. Wer selbst experimentiert, sollte deshalb bei der Beilage eher auf Zurückhaltung setzen, statt Reis zusätzlich stark zu würzen, weil sich sonst mehrere kräftige Aromen gegenseitig blockieren, statt sich zu ergänzen. Auch bei der Menge des servierten Reises lohnt sich Zurückhaltung: Eine großzügige Portion neutraler Reis neben einer kleineren Menge kräftiger Sauce sorgt für ein ausgewogeneres Verhältnis, als wenn beide Komponenten gleich groß ausfallen und sich die Sauce dadurch über den ganzen Teller verdünnt, ohne noch klar erkennbar zu bleiben.
Vom Souvenir zur eigenen Schale
Ein Curry-Beutel bringt Matcha nur in kleiner, stark verdünnter Form nach Hause – die eigentliche Stärke des Pulvers zeigt sich erst, wenn nichts anderes davon ablenkt. Wie „Matcha in Japan erleben: Uji, Nishio und die Teefelder“ zeigt, steckt hinter Uji als Anbauregion eine lange Geschichte, die weit über einzelne Fertigprodukte hinausgeht. Wer statt eines Souvenir-Currys den reinen Geschmack testen will, braucht dafür kein Reisemitbringsel: zwei Gramm Pulver, aufgeschlagen mit siebzig bis achtzig Grad heißem Wasser, zeigen den Ton, den ein Curry-Beutel nur andeuten kann. Stand der Angaben: August 2026. Angebote, Zeiten und Karten ändern sich – prüfe vor dem Besuch die Seite des Hauses.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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