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Trends

Matcha-Croissant: woher der Trend kommt und wo es ihn gibt

Das Matcha-Croissant ist ein klassisches Croissant mit grüner Füllung, Glasur oder Puder aus Matcha, das seit einigen Jahren in Bäckereien und Cafés weltweit auftaucht. Wer wirklich verstehen will, warum ausgerechnet dieses klassische französische Gebäck zur Matcha-Bühne wurde, muss zunächst genau wissen, was ein echtes Croissant überhaupt technisch ausmacht.

Was ein Croissant ursprünglich einmal war

Laut ausführlicher Wikipedia-Definition ist ein Croissant ein französisches Gebäck aus leicht gesüßtem, eihaltigem Teig, der mit Fett zu einer blättrigen Struktur geschichtet wird, ähnlich wie Blätterteig. Die beliebten Legenden über seine Herkunft, etwa die Belagerung Wiens 1683 oder Marie-Antoinette, gelten unter Historikern als weitgehend erfunden. Tatsächlich taucht das Croissant erstmals 1853 in der französischen Literatur auf, ein erstes Rezept erschien sogar erst 1906. Ein Historiker fasst es so zusammen: Die Geschichte des Croissants als nationales Symbol Frankreichs ist im Kern eine Geschichte des 20. Jahrhunderts, nicht des 17. oder 18. Diese vergleichsweise junge Geschichte erklärt auch, warum sich das Gebäck so offen für neue Interpretationen wie eine Matcha-Füllung zeigt, ganz anders als etwa bei Backwaren mit jahrhundertealter, streng geregelter Tradition.

Wie ein Croissant technisch überhaupt entsteht

Bei der eigentlichen Herstellung wird ein Grundteig durch wiederholtes, mehrfaches Falten mit Fettschichten versehen, sodass beim Backen viele dünne Lagen entstehen, die im Ofen durch Wasserdampf auseinandergetrieben werden. Der touriert Teig wird laut Wikipedia auf rund 3,5 Millimeter ausgerollt, zu Dreiecken geschnitten, gerollt, zur charakteristischen Sichelform gebogen und bei 210 bis 220 Grad ohne zusätzlichen Dampf gebacken. Genau diese Bauweise erklärt, warum ein Matcha-Croissant fast nie durchgehend grün aussieht: In einem so dünn geschichteten, heiß gebackenen Teig würde reines Matcha-Pulver seine ursprüngliche, kräftige Farbe rasch verlieren und ins stumpfe Bräunliche kippen, lange bevor der Teig überhaupt richtig durchgebacken ist. Wie deutsche Bäckereien das technisch und rechtlich lösen, einschließlich konkreter Grenzwerte und Kennzeichnungsregeln, erklärt der Wissensartikel „Matcha-Croissant: wie das Grün in die Bäckerei kam“ ausführlich und im Detail.

Bright Side Bakeshop: ein sehr konkretes Beispiel aus der Praxis

Dass Matcha-Croissants inzwischen längst über einzelne, kleine Trendcafés hinausgehen, zeigt der Anbieter Bright Side Bakeshop, der ein Matcha White Chocolate Croissant im Angebot führt, das laut eigener Produktseite über eine Vorbestellung erhältlich ist. Genaue Zutaten oder ein Preis werden auf der öffentlich einsehbaren Produktseite nicht ausgewiesen, das Prinzip folgt aber erkennbar dem international verbreiteten Muster: weißer Schokolade als Trägerin der Matcha-Farbe, kombiniert mit dem klassischen Croissant-Teig. Solche Vorbestell-Modelle sind bei aufwendigeren, handwerklich gefertigten Backwaren verbreitet, weil sie Bäckereien erlauben, die Produktion besser an die tatsächliche Nachfrage anzupassen, statt größere Mengen auf Verdacht vorzuproduzieren.

Warum sich Croissant-Varianten von Land zu Land so stark unterscheiden

Croissants werden längst nicht überall gleich interpretiert. Neben klassischen Schokocroissants und Schinken-Käse-Varianten gibt es in Deutschland das Laugencroissant, während Italien mit dem Cornetto eine eigene, oft mit Vanille- oder Pistaziencreme gefüllte Variante pflegt. Das Matcha-Croissant reiht sich in diese lange Tradition regionaler und trendgetriebener Anpassungen ein, bei der der Grundteig weitgehend gleich bleibt, aber Füllung und Glasur je nach Markt, Kultur und aktueller Mode immer wieder neu interpretiert werden. Diese Offenheit für Variation ist einer der Gründe, warum sich ein einmal etablierter Grundteig wie der des Croissants so leicht mit ganz unterschiedlichen Zutaten kombinieren lässt, von herzhaft bis süß.

Wo der internationale Trend seinen eigentlichen, ganz wahren Ursprung hat

Anders als viele klassische Croissant-Varianten, die über Generationen aus lokalen Handwerkstraditionen entstanden sind, geht das Matcha-Croissant vor allem auf die internationale Café- und Social-Media-Kultur zurück, in der optisch auffällige Gebäckstücke besonders häufig geteilt werden. Von dort aus verbreitete sich die Idee zunächst über spezialisierte Bäckereien in großen Metropolen und breitete sich anschließend bis in kleinere Städte aus, wo sie mittlerweile auch in Deutschland ganz regulär und ohne größeres Aufsehen ankommt. Dieser Text ist redaktionell. Das genannte Produkt stammt von Bright Side Bakeshop, wir verkaufen es nicht und stehen mit dem Unternehmen in keiner Verbindung.

Lieber selbst zuhause backen statt nur probieren

Wer nicht auf eine Bäckerei mit Matcha-Croissant im Sortiment angewiesen sein will, kann den Teig auch selbst laminieren, auch wenn das handwerklich anspruchsvoller ist als ein einfacher Hefeteig. Eine genaue Anleitung mit Mengen und Faltschritten liefert das Rezept „Matcha-Croissants“. Der Vorteil gegenüber dem Kauf: Die Matcha-Menge in Füllung oder Glasur lässt sich vollständig frei bestimmen, statt sich auf die feste Rezeptur einer einzelnen Bäckerei zu verlassen, die möglicherweise ganz andere Vorstellungen von Süße und Farbe hat als man selbst.

Was ein echtes Croissant von einem ganz einfachen Plunderteiggebäck unterscheidet

Nicht jedes laminierte, geschichtete Gebäck ist automatisch schon ein klassisches Croissant im engeren Sinn. Beim Blätterteig entsteht die Schichtung ganz ohne Hefe, allein durch das wiederholte Falten von Teig und Fett, weshalb das Ergebnis eher knusprig-brüchig als luftig-hefig ausfällt. Ein Plunderteig, wie er auch für Croissants verwendet wird, kombiniert diese Falttechnik zusätzlich mit einer Hefegärung, wodurch die charakteristische, leicht schwammige Krume entsteht. Diese Kombination aus Gärung und Fettschichtung ist einer der Hauptgründe, warum ein Matcha-Croissant technisch deutlich anspruchsvoller herzustellen ist als etwa ein einfaches Matcha-Gebäck aus Rührteig, bei dem Matcha viel unkomplizierter direkt untergerührt werden kann, ganz ohne Falttechnik oder Gehzeiten.

Warum sich der Trend über soziale Netzwerke so ungewöhnlich schnell verbreitet hat

Optisch auffällige Backwaren wie ein grün gefülltes Croissant eignen sich besonders gut für Fotos und kurze Videos, weil der Kontrast zwischen goldbraunem Teig und grüner Füllung sofort ins Auge fällt. Bäckereien und Cafés, die auf solche Effekte setzen, profitieren von kostenloser Reichweite, sobald Kundinnen und Kunden ihre eigenen Aufnahmen teilen. Dieser Mechanismus erklärt, warum sich das Matcha-Croissant binnen weniger Jahre von einzelnen Trendcafés in größeren Städten bis in kleinere Bäckereien verbreitet hat, ganz ohne klassische Werbekampagne dahinter.

Wenn der Matcha-Ton am Ende ganz pur überzeugen soll

In einem Croissant sitzt Matcha eigentlich immer nur in einer Füllung, Glasur oder einem hauchdünnen Puder, umgeben von reichlich Butterteig und Zucker. Wer den reinen Geschmack des Tees kennenlernen möchte, bevor er ihn im Gebäck wiedererkennt, braucht dafür nur zwei Gramm feines Pulver und heißes Wasser. Ein mild statt bitter abgestimmter, steingemahlener Matcha aus erster Ernte zeigt in der eigenen Schale genau das Aroma, das ein Croissant unter Butter und Röstnoten oft nur andeuten kann, ganz ohne Umweg über Teig und Backofen.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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