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Jugend & Social Media

Matcha im Bullet Journal: die Zeichentrend-Kombination

Matcha im Bullet Journal bezeichnet ein wiederkehrendes Motiv-Thema in der Bullet-Journal-Community: Ganze Wochen- oder Monatsseiten werden rund um Matcha-Tassen, Bambusbesen und grüne Farbtöne gestaltet. Der Trend zeigt sich vor allem auf Pinterest, TikTok und in Bullet-Journal-Blogs, wo Nutzerinnen und Nutzer ihre handgezeichneten Seiten teilen, oft begleitet von kurzen Videos, die den Zeichenprozess in wenigen Sekunden zusammenfassen. Anders als reine Deko-Trends bleibt er eng an die eigentliche Funktion des Journals gebunden: Planung und Tracking bleiben erhalten, nur die optische Gestaltung greift das Matcha-Thema auf, statt das Journal rein zum Deko-Objekt zu machen. Für viele in der Community ist gerade diese Verbindung aus Funktion und Optik der eigentliche Reiz: Das Journal bleibt ein Werkzeug für Termine und Aufgaben, wird aber nebenbei zu einem kleinen, wiederkehrenden Gestaltungsprojekt, ähnlich wie bei der Zimmerdeko im Artikel „Matcha im WG-Zimmer: die Deko-Idee fürs erste eigene Zimmer“.

Was ein Matcha-Spread ist

Als Spread wird im Bullet Journaling eine doppelseitige Ansicht bezeichnet, etwa für eine Woche oder einen Monat. Bei einem Matcha-Spread greifen Kopfzeilen, Rahmen und kleine Illustrationen das Thema auf, während die eigentliche Struktur, also Kalender, Aufgabenliste oder Tracker, unverändert bleibt. Ein Blog von Notebook Therapy beschreibt dazu Elemente wie Teetassen-Doodles, Bubble Tea mit Tapioka-Perlen und kleine Matcha-Rollen als wiederkehrende Motive, die sich mit vergleichsweise wenig Zeichenaufwand in bestehende Seitenlayouts einbauen lassen. Für den Einstieg reicht es oft, nur die Kopfzeile und den Rahmen einer bereits vorhandenen Seite farblich anzupassen, statt jede Woche eine komplett neue Seite von Grund auf zu gestalten. Wer regelmäßig journalt, kann ein einzelnes wiederkehrendes Symbol, etwa eine kleine gezeichnete Schale, als festen Bestandteil jeder Kopfzeile festlegen, sodass das Thema erkennbar bleibt, ohne dass jede Seite neu geplant werden muss.

Farben und Motive

Dominierend sind erdige Grüntöne, oft kombiniert mit einem warmen Grau oder mit Rosa für eine sogenannte Strawberry-Matcha-Kombination. Auf ihrem Blog beschreibt die Journalerin Beth in einem Beitrag vom 6. Juli 2025 ihr eigenes Setup: Sie kombiniere verschiedene Grüntöne mit einem warmen Grau und bezeichne den minimalen Stil als eines ihrer liebsten Themen, das sie mit ihrem Geburtsmonat Juli verbindet. Typische Motive sind neben Matcha-Tassen auch japanische Süßigkeiten wie Mochi und Dango, die häufig zusammen mit dem Grünton abgebildet werden, ebenso einfache geometrische Rahmen, die an Verpackungen oder Teeschalen erinnern. Wer sich an einem festen Farbschema orientieren möchte, kann sich an drei bis vier Stiften festlegen, etwa zwei Grüntönen, einem warmen Grau und einer Akzentfarbe, statt bei jeder Seite neue Stifte auszuprobieren, was das Ergebnis über mehrere Wochen einheitlicher wirken lässt.

Wiederkehrende Elemente auf den Seiten

Neben gezeichneten Motiven kommen auch Papierausschnitte, Sticker und Washi-Tape zum Einsatz, etwa für Titelseiten oder Trenner zwischen einzelnen Wochen. Der Aufbau der Seiten folgt meist klassischen Bullet-Journal-Formaten: Monatsübersicht, Gewohnheitstracker, Stimmungstracker und eine Seite für kurze Notizen. Das Matcha-Thema zieht sich dabei als durchgängiges Design über mehrere Seiten hinweg, statt nur auf einer einzelnen Seite aufzutauchen. Viele beginnen mit einer Titelseite, auf der das Thema am aufwendigsten umgesetzt wird, und reduzieren den Aufwand auf den Folgeseiten auf einzelne kleine Motive, um Zeit zu sparen. Für Trenner zwischen Monaten eignen sich zusätzlich kleine wiederkehrende Symbole wie ein einzelner Bambusbesen oder eine Teeschale am Seitenrand, die auch bei wenig Zeit schnell gezeichnet sind und trotzdem den roten Faden über das gesamte Journal hinweg sichtbar halten.

Warum grüne Sommer-Themen bei Bullet Journalern beliebt sind

In der Bullet-Journal-Community wechseln viele Nutzerinnen und Nutzer ihr Design-Thema mit den Jahreszeiten oder mit persönlichen Anlässen wie dem eigenen Geburtsmonat. Grüne, ruhige Themen wie Matcha passen in diesem Zyklus gut in die wärmeren Monate und lassen sich leicht mit anderen Getränke- oder Café-Themen kombinieren, etwa mit Bubble Tea oder anderen Teesorten, was die Motivvielfalt für einzelne Seiten erhöht. Ein weiterer Grund liegt darin, dass Grüntöne sich gut mit den meisten Stift- und Markersets kombinieren lassen, ohne dass zusätzliche, teure Spezialfarben angeschafft werden müssen. Für Journalerinnen und Journaler, die ihr Thema regelmäßig wechseln, bietet sich Matcha zudem als vergleichsweise einfacher Übergang von wärmeren Frühlingsthemen zu ruhigeren Sommerthemen an, weil die Farbfamilie zu beiden Jahreszeiten passt und keine komplette Neuanschaffung von Material nötig macht.

Fertige Produkte für das Thema

Neben selbst gestalteten Seiten gibt es inzwischen auch fertige Journale mit Matcha-Thema im Handel, etwa von Notebook Therapy, deren Sortiment ein Journal mit mattgrünem Leineneinband und silbernem Latte-Art-Herz als Prägung führt, zusätzlich zu einem kleineren, asiatisch inspirierten Format mit Golddetails. Zwischen MATCHASHOCK und Notebook Therapy besteht keine geschäftliche Verbindung, die Nennung dient allein der Einordnung des Trends. Fertige Journale eignen sich vor allem für alle, die das Thema nutzen möchten, ohne selbst zeichnen zu wollen, während selbst gestaltete Seiten mehr Spielraum für eigene Ideen lassen. Eine Mischform ist ebenfalls verbreitet: ein fertiges Journal als Grundlage nutzen und einzelne Seiten darin trotzdem mit eigenen kleinen Zeichnungen oder Stickern ergänzen, statt sich strikt für eine der beiden Varianten zu entscheiden.

Eine eigene Matcha-Seite planen

Für eine eigene Seite reicht ein einfacher Ablauf: zuerst die Grundstruktur der Woche oder des Monats mit Bleistift vorzeichnen, danach Rahmen und Kopfzeile in Grün gestalten, zum Schluss ein bis zwei kleine Motive wie eine Tasse oder einen Bambusbesen ergänzen. Wer nicht frei zeichnen möchte, kann auf Sticker oder ausgedruckte Motive zurückgreifen und diese einkleben, was den gleichen optischen Effekt erzielt, ohne Zeichenerfahrung vorauszusetzen. Für mehr Abwechslung lassen sich einzelne Wochen mit unterschiedlichen Motiven variieren, etwa eine Tasse in der einen Woche und ein Bambusbesen in der nächsten, während die Grundfarbe gleich bleibt. Wer mag, kann zusätzlich eine kleine Vorlagen-Sammlung anlegen, etwa auf einer separaten Seite am Ende des Journals, auf der immer wiederkehrende Motive einmal in Ruhe geübt werden, bevor sie auf die eigentliche Wochenseite übertragen werden. So lässt sich vermeiden, dass ein misslungenes erstes Motiv gleich auf der eigentlichen Planungsseite landet, was besonders am Anfang die Frustration beim Üben neuer Motive deutlich verringert.

Was du dafür brauchst

Für den Einstieg reichen ein Journal mit dickerem Papier, feine Fineliner in Grün- und Grautönen sowie wahlweise Washi-Tape und Sticker. Wer die eigene Tasse als Vorlage nutzen möchte, kann sich am tatsächlichen Zubereitungsritual orientieren, das sich auch im Artikel „Matcha und Journaling: die ruhige Kombination auf TikTok“ wiederfindet, wo Matcha-Zubereitung und schriftliche Notiz ebenfalls kombiniert werden. Wasserfeste Fineliner lohnen sich besonders dann, wenn zusätzlich mit Aquarellfarben oder Wassermarkern gearbeitet wird, damit die Linien nicht verlaufen.

Kleine Fehler, die den Look stören

Ein häufiger Stolperstein ist, zu viele unterschiedliche Grüntöne auf einer Seite zu mischen, was das ruhige Erscheinungsbild schnell zerstört, das den Trend eigentlich ausmacht. Ebenso wirken Seiten oft unruhig, wenn zu viele verschiedene Motive gleichzeitig verwendet werden, statt sich auf zwei oder drei wiederkehrende Elemente zu beschränken. Wer unsicher ist, beginnt am besten mit einer einzelnen einfachen Seite, etwa nur der Titelseite, bevor das Thema auf den gesamten Monat ausgeweitet wird. Auch ein zu starker Kontrast zwischen sehr hellen und sehr dunklen Grüntönen auf derselben Seite kann den ruhigen Eindruck stören, weshalb sich benachbarte Farbtöne aus derselben Farbfamilie meist besser eignen als weit auseinanderliegende Grünnuancen. Auch beim Papier lohnt sich ein zweiter Blick: Dünneres Papier lässt Fineliner und Marker leichter durchdrücken, was besonders bei größeren, flächig ausgemalten Motiven auf der folgenden Seite störend sichtbar bleibt. Ein Testblatt aus demselben Papier vorab zeigt schnell, ob die verwendeten Stifte für das jeweilige Journal geeignet sind, bevor eine ganze Seite hineingezeichnet wird, was Enttäuschungen über verlaufene Linien am Ende erspart.

Vom Blatt zur eigenen Tasse

Ob als gezeichnetes Motiv im Journal oder als tatsächliches Getränk daneben, das Thema Matcha lässt sich unabhängig vom Trend in den eigenen Alltag einbauen. Für die Zubereitung reicht eine kleine Menge Pulver: Eine 30-Gramm-Dose Bio-Matcha kostet bei uns 25,00 Euro, das entspricht 833,33 Euro je Kilogramm, und reicht bei 2 Gramm je Schale für etwa 10 bis 15 Tassen.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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