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Trends

Wimbledon 2026: der Matcha-Popup von Caffè Nero an der Station

Zum Wimbledon-Turnier 2026 verwandelte die britische Kaffeekette Caffè Nero ihre Filiale an der Wimbledon Station in London zwei Wochen lang in ein Matcha-Popup – mit eigens kreierten Getränken, die es nur dort gab, einer Greifmaschine und einer landesweiten Verlosung. Was dort geboten wurde, welche Zahlen das Unternehmen selbst dazu nennt und warum britische Cafés das Turnier zunehmend für Matcha nutzen, steht hier zusammengefasst.

Ein Popup direkt an der Wimbledon Station

Vom 29. Juni bis zum 12. Juli 2026 baute Caffè Nero seine Filiale an der Wimbledon Station in London zu einer Matcha-Erlebniswelt um, passend zum Turnierstart der Wimbledon Championships. Die Aktion lief unter dem Namen „Serving Summer“ und war äußerlich unübersehbar: Über dem Eingang hing eine überdimensionale Tennisschläger-Installation, dazu kamen Fotomotive, eigene Merchandise-Auslagen und eine grün-rote Dekoration mit frischem Grün und großen Erdbeer-Attrappen, angelehnt an das klassische Wimbledon-Bild aus Erdbeeren und Sahne, das seit Jahrzehnten fest zum Turnier gehört und international bekannt ist. Der Standort wurde bewusst gewählt, weil er direkt auf dem Weg vieler Turnierbesucher zwischen Bahnhof und Turniergelände liegt und damit während der Turnierwochen eine deutlich höhere Laufkundschaft garantiert als an einem gewöhnlichen Wochentag außerhalb der Saison. Die Adresse lautet Caffè Nero Wimbledon Express, Wimbledon Station, London SW19 7NL – ein Standort, der während der beiden Turnierwochen deutlich mehr mediale und öffentliche Aufmerksamkeit bekommt als im übrigen Jahr, in dem er als gewöhnliche Bahnhofsfiliale betrieben wird.

Zwei exklusive Matcha-Getränke nur an diesem Standort

Im Mittelpunkt standen zwei neue Getränke. Der Iced Strawberry & Cream Matcha Latte war während der gesamten Popup-Dauer ausschließlich an der Wimbledon-Filiale erhältlich und griff die britische Kombination aus Erdbeeren und Sahne auf, diesmal mit Matcha statt mit dem klassischen Dessert als Basis. Der zweite, der Iced Blueberry Muffin Matcha Latte, feierte an diesem Standort seine Vorab-Premiere, bevor er ab dem 15. Juli 2026 landesweit in allen Caffè-Nero-Filialen und Express-Standorten in Großbritannien eingeführt wurde. Beide Getränke wurden dabei kalt serviert, was sie klar von den warmen Standardgetränken der Kette unterschied und sie für die sommerliche Turnierzeit passend machte. Wer während der Turnierwochen an der Station vorbeikam, konnte die neue Sorte damit rund zwei Wochen vor allen anderen Kundinnen und Kunden im Land probieren. Zusätzlich gab es an der Filiale eine dessertartige Variante aus frischen Erdbeeren mit Matcha-Sahne, die eher als kleiner Snack denn als klassisches Getränk gedacht war und das Popup-Angebot inhaltlich abrundete. Damit kombinierte die Aktion ein sofort verfügbares Exklusivgetränk mit einer landesweiten Vorschau auf ein künftiges Standardprodukt, was beiden Zielgruppen – Sofortkundschaft vor Ort und langfristig interessierter Kundschaft im ganzen Land – etwas bot.

Die Greifmaschine und die App-Verlosung

Zum Popup gehörte ein spielerisches Element, das über das reine Getränkeangebot hinausging: Wer an der Wimbledon-Filiale ein Matcha-Getränk kaufte, erhielt einen Token für eine Greifmaschine vor Ort, mit der sich unter anderem der Hauptpreis „Matcha für ein Jahr“ sowie exklusives Caffè-Nero-Merchandise gewinnen ließ. Landesweit, also unabhängig vom Standort, nahm zusätzlich jeder über die App gekaufte Matcha-Drink im gesamten Aktionszeitraum automatisch an einer täglichen Verlosung um ein Jahr kostenloses Matcha teil. Damit verband die Kette den lokalen, physischen Popup-Charakter an einer einzigen Filiale mit einer bundesweiten digitalen Kampagne über die eigene App, sodass auch Kundinnen und Kunden außerhalb Londons an der Aktion teilnehmen konnten, ohne persönlich vor Ort sein zu müssen. Dieses zweistufige Modell – ein physisches Erlebnis an einem einzigen Standort kombiniert mit einer digitalen Teilnahmemöglichkeit für das ganze Land – ist ein Muster, das bei ähnlichen Popup-Aktionen größerer Ketten immer wieder auftaucht.

Warum ausgerechnet Matcha zum Turnier passt

Wimbledon steht traditionell für Erdbeeren mit Sahne auf den Tribünen und für Champagner in den Logen – beides feste Bestandteile des britischen Bildes vom Turnier, die weit über den Sport selbst hinausreichen und international mit dem Turnier assoziiert werden. Einordnen lässt sich die Caffè-Nero-Aktion als eine moderne, jüngere Variante dieses Bildes: Statt der klassischen Nachspeise oder des Sekts rückte hier ein grünes Getränk mit Erdbeergeschmack in den Mittelpunkt der Werbung, ohne dass die klassischen Symbole vollständig verdrängt würden – die Erdbeer-Dekoration und der Bezug auf Sahne blieben schließlich Teil des Popups, nur eben in einer neuen Kombination. Das ist eine Beobachtung über die Vermarktung durch ein einzelnes Unternehmen an einem bestimmten Ort und in einem bestimmten Zeitraum, keine Aussage darüber, was Zuschauerinnen und Zuschauer im Turnier insgesamt mehrheitlich trinken oder wie stark klassische Wimbledon-Traditionen dadurch tatsächlich verändert werden. Für eine solche weitergehende Aussage müsste deutlich mehr als eine einzelne Kampagne eines einzelnen Cafés vorliegen.

Zahlen, die das Unternehmen selbst nennt

Caffè Nero begründete die Aktion auch mit eigenen Geschäftszahlen: Laut Unternehmensangabe habe die fortlaufende Weiterentwicklung des Matcha-Sortiments im Vorjahr zu einem Anstieg der Eisgetränke-Verkäufe um 52 Prozent beigetragen, wobei Strawberry Matcha zu den beliebtesten Sorten der gesamten Kette gezählt habe. Diese Angaben stammen direkt vom Unternehmen selbst und werden hier ausdrücklich als solche gekennzeichnet – eine unabhängige, externe Prüfung dieser konkreten Zahl liegt nicht vor, und es handelt sich erkennbar um eine Eigenangabe im Rahmen einer Marketingkampagne, die im Umfeld der eigenen Popup-Ankündigung veröffentlicht wurde. Die Geschäftsführung äußerte sich in diesem Zusammenhang zudem zuversichtlich, dass die Kategorie Matcha zu den prägenden Getränketrends des Sommers 2026 in Großbritannien zählen werde. Wie belastbar diese Einschätzung langfristig ist, lässt sich anhand einer einzelnen Werbeaktion naturgemäß nicht abschließend beurteilen, weshalb dieser Artikel die Zahl bewusst als Unternehmensaussage und nicht als geprüfte Marktstatistik wiedergibt. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet eine solche Eigenangabe vor allem, dass sie als Teil der Kommunikationsstrategie rund um das Popup zu lesen ist und nicht mit einer unabhängig erhobenen Marktkennzahl verwechselt werden sollte, auch wenn beide Zahlenarten auf den ersten Blick ähnlich klingen können.

Ein Sommertrend mit Ablaufdatum

Der Popup an der Wimbledon Station war fest an die Turnierwochen gebunden und endete am 12. Juli 2026 mit dem Ende des Turniers – die Installation, die Greifmaschine und die exklusiven Getränke waren damit wieder verschwunden, und die Filiale kehrte zu ihrem gewöhnlichen Erscheinungsbild zurück. Eine Wiederholung wäre frühestens zum nächsten Wimbledon-Turnier im Sommer 2027 zu erwarten, angekündigt ist dazu bislang nichts. Für alle, die die Aktion verpasst haben oder nicht in London waren, bleibt der landesweite Sortimentsstart des Blueberry-Muffin-Matcha-Lattes ab dem 15. Juli 2026 die dauerhaftere und für ganz Großbritannien zugängliche Spur dieser Kampagne, während der Strawberry-Erdbeer-Matcha exklusiv an das Popup und damit an den Ort und die Turnierwochen gebunden blieb und seither nicht mehr regulär angeboten wird. Das zeigt, wie aus einer zeitlich begrenzten Aktion trotzdem ein dauerhaftes Produkt im übrigen Filialnetz entstehen kann.

Warum der Name „Serving Summer“ passt

Der Name der Kampagne spielt bewusst mit einem Begriff, der im Tennis und im Café gleichermaßen vorkommt: Ein „Serve“ ist im Tennis der Aufschlag, mit dem jeder Ballwechsel beginnt, während „to serve“ im Englischen ganz allgemein auch das Servieren eines Getränks bedeutet. „Serving Summer“ lässt sich damit doppelt lesen – als sportlicher Aufschlag in die neue Sommersaison und als das Servieren neuer Sommergetränke an der Theke. Solche zweideutigen Namen sind im Marketing rund um Sportereignisse ein gängiges Stilmittel, weil sie sich leicht merken lassen und gleichzeitig den Bezug zum jeweiligen Sportereignis herstellen, ohne dass dafür die Vereinsnamen oder geschützte Turnierbegriffe direkt verwendet werden müssten.

Wie sich das Popup ins britische Café-Jahr einordnet

Popup-Aktionen rund um große Sportereignisse sind in britischen Innenstädten kein neues Phänomen: Cafés und Restaurants richten ihr saisonales Angebot regelmäßig an Ereignissen wie Wimbledon, dem Wettrennen zwischen Oxford und Cambridge oder großen Fußballturnieren aus, weil diese Termine feststehen und über Jahre hinweg zuverlässig für erhöhte Aufmerksamkeit in den betroffenen Stadtteilen sorgen. Einordnen lässt sich die Caffè-Nero-Aktion deshalb auch als ein Beispiel für ein wiederkehrendes Marketing-Muster im britischen Gastronomiemarkt, bei dem saisonale Getränke gezielt an ein bereits bestehendes, planbares Publikumsereignis gekoppelt werden, statt ein komplett neues Ereignis eigens dafür zu schaffen. Der Unterschied zu einer rein internen Produkteinführung liegt darin, dass die Aufmerksamkeit des Turniers selbst genutzt wird, ohne dass Caffè Nero in irgendeiner offiziellen Verbindung zum Turnierveranstalter steht.

Erdbeere und Matcha auch ohne Turnierkarte

Die Kombination aus Erdbeere und Matcha lässt sich ohne Weiteres selbst nachbauen, ganz ohne Anfahrt nach London oder Eintrittskarte fürs Turnier: Matcha-Pulver mit kaltem Wasser glattrühren, mit etwas Erdbeerpüree oder -sirup und Milch nach Wahl auffüllen und über Eis servieren. Wer es der Dessert-Variante nachempfinden möchte, kann frische Erdbeeren zusätzlich mit einem Klecks Sahne und einer Prise Matcha-Pulver kombinieren, ganz ohne aufwendige Zutatenliste. Unsere 46-Gramm-Dose kostet 46,00 Euro, das entspricht einem Grundpreis von 766,67 Euro je Kilogramm, und liefert genug Pulver für mehrere Wochen an eigenen Versuchen mit unterschiedlichen Mengenverhältnissen von Erdbeere, Sahne und Matcha. Damit lässt sich das sommerliche Bild aus Grün und Rosa auch zuhause auf den Tisch bringen, unabhängig davon, ob gerade Turnierzeit ist oder nicht und ob in der Nähe überhaupt ein Café mit einer entsprechenden Aktion existiert. Wer mag, kann die Menge an Erdbeere und Matcha über mehrere Versuche hinweg anpassen, bis das eigene Wunschverhältnis zwischen Süße und der erdigen Matcha-Note gefunden ist.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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