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Trends

Suntory und Matcha: vom Kanade-Likör bis zum neuen Ochanokosaisai

Suntory, einer der größten Getränkekonzerne Japans, führt Matcha gleich in zwei eigenen Produktlinien: dem Matcha-Likör Kanade, den es seit 2019 gibt, und dem neuen alkoholhaltigen Mixgetränk Ochanokosaisai, das ab dem 19. Mai 2026 zunächst in der Region Tohoku eingeführt wurde. Beide Getränke enthalten Alkohol. Dieser Artikel beschreibt, was Suntory nach eigenen Angaben in beiden Produkten verarbeitet, wie sie hergestellt werden und wo sie erhältlich sind. Mit Suntory haben wir nichts zu tun, wir verkaufen keines der genannten Erzeugnisse und diese Übersicht ist keine Kaufempfehlung.

Kanade Matcha: der Likör aus Kyoto

Kanade Matcha gehört zu einer Reihe japanischer Craft-Liköre, die Suntory nach Angaben der Fachpresse seit 2019 unter dem Namen Kanade anbietet. Die Kollektion umfasst inzwischen vier Geschmacksrichtungen: Yuzu-Zitrus, Matcha, japanische Kirschblüte und weißen Pfirsich. Nach Angaben des Herstellers wird der Matcha-Likör aus Matcha- und Gyokuro-Teeblättern aus der Region Uji bei Kyoto hergestellt. Die Blätter werden nach Firmenangaben über einen längeren Zeitraum in Alkohol eingelegt, bevor destilliert wird. Der Alkoholgehalt liegt bei 25 Volumenprozent, die Flasche fasst 700 Milliliter.

Herstellung in der Yamazaki-Destillerie

Hergestellt wird der Likör laut Suntory in der über 100 Jahre alten Osaka Spirits & Liqueurs Craft Distillery des Konzerns, zu der auch die bekannte Yamazaki-Destillerie gehört. Nach Firmenangaben werden für die gesamte Kanade-Reihe ausschließlich Zutaten aus japanischem Anbau verwendet, und jede Sorte durchläuft ein eigenes Mazerations- und Destillationsverfahren, das die jeweilige Geschmacksrichtung herausarbeiten soll. Die Yamazaki-Destillerie selbst wurde 1923 von Firmengründer Shinjiro Torii nahe Kyoto errichtet und gilt als älteste Whisky-Destillerie Japans; sie steht bis heute für den handwerklichen Anspruch, den Suntory auch bei seinen Likören betont.

Geschmack und Aufmachung nach Herstellerangaben

Suntory beschreibt den Geschmack des Matcha-Likörs als ausbalanciertes Zusammenspiel aus der Bitterkeit des Matcha-Stängels und einer milden Süße, mit einem klar erkennbaren Matcha-Aroma. Die Flasche trägt ein Shippo-Muster aus überlappenden Kreisen, ein traditionelles japanisches Ornament, das laut Hersteller zwei Bedeutungen trägt: die sieben Schätze des Buddhismus und eine Anspielung auf die Cloisonné-Technik der Metallverzierung. Das Etikett besteht aus Washi-Papier. Der Likör lässt sich laut Hersteller pur, auf Eis, als Zutat für Cocktails mit gereiften Spirituosen wie Rum oder Whisky, oder als Longdrink etwa mit Milch zubereiten.

Anerkennung in der Fachwelt

Nach Angaben der Fachpresse wurden die Sorten Kirschblüte und Matcha aus der Kanade-Reihe bei der International Wine & Spirit Competition mit einer Goldmedaille in der Kategorie Outstanding ausgezeichnet, was einer Bewertung von 98 bis 100 Punkten entspricht. Die Sorten Yuzu und weißer Pfirsich erhielten demnach Silber. Die gleiche Fachjury kürte Suntorys Osaka Spirits & Liqueurs Craft Distillery zusätzlich zum Likör-Hersteller des Jahres 2025.

Wo Kanade Matcha erhältlich ist

Nach den eigenen Angaben von Suntorys US-Seite ist der Matcha-Likör derzeit ausschließlich in Japan im regulären Handel gelistet, eine Einführung in den USA war zum Zeitpunkt der Recherche für die Zukunft angekündigt. Internationale Fachhändler wie spezialisierte Spirituosenshops in Europa und Asien führen die Flasche zusätzlich im eigenen Sortiment und versenden sie in andere Länder. Ein Preis für den deutschen Markt lässt sich daraus nicht verlässlich ableiten, weil die Angebote je nach Händler stark variieren.

Ochanokosaisai: das neue Tee-Mixgetränk

Ab dem 19. Mai 2026 hat Suntory unter dem Namen Ochanokosaisai eine neue Reihe von Ready-to-drink-Getränken auf Basis von Tee und Alkohol eingeführt. Die Linie umfasst nach Firmenangaben eine Grüntee-Mix- und eine Schwarztee-Mix-Variante und wurde zunächst zeitlich begrenzt in den sechs Präfekturen der Tohoku-Region verkauft: Aomori, Iwate, Miyagi, Akita, Yamagata und Fukushima. Beide Varianten sind laut Hersteller nicht kohlensäurehaltig und ohne zugesetzten Zucker, was sie von vielen anderen alkoholhaltigen Mixgetränken im japanischen Handel unterscheidet.

Zutaten der Matcha-Variante

Die grüne Variante von Ochanokosaisai wird nach Angaben von Suntory mit inländischem Matcha und einer Spirituose hergestellt, die mit Matcha und Gyokuro versetzt ist. Das Unternehmen beschreibt den Geschmack als volles, rundes Aroma, wie es für hochwertigen japanischen grünen Tee typisch ist. Die Verpackung greift mit Teeblatt-Motiven und einer gezeichneten Glasillustration das Thema Tee grafisch auf, dazu gehört eine wiederkehrende Figur, die Suntory als eine Art Tee-Butler beschreibt.

Teil einer längeren Firmengeschichte mit Matcha und Alkohol

Ochanokosaisai ist bei Suntory kein Einzelfall. Schon 2015 brachte der Konzern mit Matcha Kaoru Osake und 2016 mit Matchapresso frühere alkoholhaltige Matcha-Getränke auf den Markt, die ebenfalls Matcha und Gyokuro aus der Region Uji verbanden. Die neue Reihe knüpft an dieses Muster an und erweitert das bestehende Sortiment an Tee-basierten Ready-to-drink-Getränken um weitere Geschmacksrichtungen, zunächst in einem regional begrenzten Testmarkt.

Suntory als Konzern

Suntory wurde 1899 in Osaka als Familienunternehmen gegründet und ist bis heute mehrheitlich im Besitz der Gründerfamilien Torii und Saji. Nach eigenen Unternehmensangaben beschäftigt der Konzern weltweit rund 38.000 Menschen und erzielte im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von umgerechnet rund 3,4 Billionen Yen. Zum Portfolio gehören neben den Kanade-Likören und Ochanokosaisai bekannte Marken wie die Whiskys Yamazaki und Hibiki, das Bier The Premium Malt's, der Kaffee Boss sowie die Teemarke Iyemon. Seit der Übernahme von Beam Inc. im Jahr 2014 zählt Suntory zu den größten Spirituosenkonzernen der Welt. Vor diesem Hintergrund sind die beiden hier beschriebenen Matcha-Produkte nur ein kleiner Ausschnitt aus einem sehr breiten Getränkeportfolio.

Matcha neben klassischem Tee im Konzern

Neben den beiden hier beschriebenen alkoholhaltigen Produkten führt Suntory mit Iyemon bereits seit Jahren eine der bekanntesten alkoholfreien Grüntee-Marken Japans, die in Flaschen und Dosen im gesamten Land erhältlich ist. Kanade Matcha und Ochanokosaisai zeigen damit, dass der Konzern Matcha in zwei getrennten Geschäftsbereichen einsetzt: als alkoholfreies Alltagsgetränk unter der Marke Iyemon und als Zutat für Spirituosen und alkoholhaltige Mixgetränke unter den Marken Kanade und Ochanokosaisai. Beide Bereiche greifen nach Angaben des Unternehmens auf japanische Tee-Lieferketten zurück, arbeiten im Handel aber unabhängig voneinander.

Hinweis zu Alkohol

Beide hier beschriebenen Suntory-Getränke enthalten Alkohol. Dieser Artikel ist keine Aufforderung, sie zu trinken. Schwangere sollten grundsätzlich auf Alkohol verzichten. Der Verkauf und die Abgabe alkoholhaltiger Getränke an Personen unter 18 Jahren sind in Deutschland gesetzlich nicht erlaubt.

Einordnung

Kanade Matcha und Ochanokosaisai verfolgen bei genauerem Hinsehen zwei unterschiedliche Ansätze: Der Likör aus der über 100 Jahre alten Osaka-Destillerie richtet sich mit seinem hohen Alkoholgehalt von 25 Prozent an Cocktail-Liebhaber und wird bislang fast ausschließlich in Japan verkauft, während Ochanokosaisai als milderes, zuckerfreies Mixgetränk zunächst nur regional in Tohoku getestet wird. Dass ein Konzern von der Größe Suntorys gleich zwei so unterschiedliche alkoholhaltige Matcha-Produkte im Portfolio führt und regelmäßig neue Varianten testet, zeigt, wie fest Matcha inzwischen im japanischen Getränkemarkt verankert ist - weit über die klassische Teezeremonie hinaus. Für alkoholfreien Matcha ohne Zusätze bleibt die klassische Zubereitung mit reinem Matcha-Pulver, wie wir es in unserer eigenen Bio-Dose anbieten, ein einfacher Ausgangspunkt für die eigene Küche. Diese Angaben gelten nach Stand vom 2. September 2026, Sortimente und Verfügbarkeit können sich jederzeit ändern.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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