Trends
Wie Starbucks Japan Matcha zur Bühne macht
Starbucks setzt in Japan seit Jahren gezielt auf zeitlich begrenzte Matcha-Sonderaktionen, um sich vom übrigen Filialnetz abzuheben. Drei aktuelle Beispiele – eine Jubiläums-Latte, ein eigenes Matcha-Konzepthaus in Ginza und eine Serie rund um die erste Ernte des Jahres – zeigen, wie weit dieser Ansatz inzwischen reicht.
Die Kyoto Matcha Latte zum 20. Jubiläum
Zum 2. September 2025 brachte Starbucks Japan die Kyoto Matcha Latte zurück, eine Wiederveröffentlichung eines ursprünglich 2008 erschienenen Getränks. Der Anlass war das 20-jährige Bestehen der sogenannten Chilled-Cup-Reihe, die Starbucks Japan seit September 2005 zusammen mit dem Hersteller Suntory führt. Die neue Version enthält nach Angaben des Unternehmens eine erhöhte Matcha-Menge für einen kräftigeren, tieferen Geschmack, bei gleichzeitig mildem Milchanteil. Die Verpackung greift mit Pagoden- und Gartenmotiven sowie dunkleren Grüntönen und goldenen Akzenten die Bildsprache Kyotos auf. Begleitend lief ein Gewinnspiel über Instagram und den früher als Twitter bekannten Dienst, bei dem eine Reise nach Seattle für zwei Personen verlost wurde.
Starbucks Ginza House: ein eigenes Matcha-Haus
Am 17. Februar 2025 eröffnete in Ginza die 2000. Filiale von Starbucks Japan – gleichzeitig ein dreistöckiger Komplex namens Starbucks Ginza House, der sich der japanischen Teekultur widmet. Kernstück sind sichtbare Steinmühlen, an denen Gästen beim frischen Mahlen von Matcha zugeschaut werden kann. Exklusiv für dieses eine Haus wurden mehrere Getränke entwickelt, darunter ein Matcha-Tee-Latte mit Uji-Matcha und Wasanbon, einem fein raffinierten japanischen Zucker, ein entsprechender Frappuccino sowie eine geschichtete Kreation aus Erdbeersauce, Sahne, weißer Schokolade und frisch gemahlenem Matcha. Dazu kommt ein Gebäckstück mit Matcha-Cremefüllung. Ein solches Konzepthaus, das ausschließlich an einem einzigen Standort erhältliche Produkte führt, ist innerhalb des sonst stark standardisierten Filialnetzes ungewöhnlich. Dass Starbucks ausgerechnet die 2000. japanische Filiale für ein derart aufwendiges Konzept nutzte, zeigt zusätzlich, welchen Stellenwert der japanische Markt innerhalb des weltweiten Filialnetzes des Unternehmens einnimmt – ein rundes Jubiläum wurde bewusst mit einem auf Tee statt auf Kaffee ausgerichteten Standort verbunden. Die Wahl von Ginza als Standort ist dabei kein Zufall: Das Viertel gilt in Tokio traditionell als Adresse für gehobene Geschäfte und Traditionshäuser, was zu einem Konzept passt, das bewusst auf sichtbares Handwerk wie das Mahlen an der Steinmühle setzt, statt auf reine Schnelligkeit.
Hatsutsumi: die erste Ernte des Jahres
Im Mai 2024 brachte Starbucks Japan unter dem Namen Hatsutsumi eine dreiteilige Getränkeserie heraus, die auf der allerersten Pflückung des Jahres aus der Region Kagoshima im Süden Japans basiert – jener Ernte, die unter Kennern als besonders aromatisch gilt. Zur Serie gehörten ein Frappuccino und ein Latte, beide mit Wasanbon-Zucker verfeinert, sowie eine Kombination aus Matcha und zerstoßenen Pistazien in einem Milchtee-Latte. Die Serie war zeitlich begrenzt und ausschließlich in vierzehn speziell als "Tea & Café" ausgezeichneten Filialen erhältlich, darunter vier in Tokio. Damit setzte Starbucks bewusst auf Verknappung nicht nur beim Produkt selbst, sondern auch bei den Standorten, an denen es überhaupt erhältlich war. Für Kundinnen und Kunden außerhalb der vierzehn ausgewählten Filialen blieb die Serie damit praktisch unerreichbar, was den Effekt einer limitierten Aktion zusätzlich verstärkte, verglichen mit einer Aktion, die einfach landesweit in jeder Filiale verfügbar gewesen wäre.
Warum gerade Japan so viele Matcha-Sonderaktionen bekommt
Dass ausgerechnet der japanische Markt derart viele exklusive Matcha-Aktionen bekommt, hängt eng mit der Rolle zusammen, die Tee dort ohnehin im Alltag spielt. Für ein internationales Unternehmen wie Starbucks ist Matcha in Japan kein importierter Trend, sondern eine Zutat mit langer eigener Geschichte, die sich als Differenzierungsmerkmal gegenüber dem eigenen, weltweit nahezu identischen Filialkonzept eignet. Zeitlich und örtlich begrenzte Aktionen wie die Serie aus Ginza oder Hatsutsumi erzeugen zusätzlich Anreize für Kundinnen und Kunden, gezielt bestimmte Filialen aufzusuchen, statt eine beliebige Filiale in der Nähe zu wählen. In Japan selbst lässt sich dieses Muster besonders gut beobachten, weil Starbucks dort seit Jahren regelmäßig neue Sonderaktionen rund um Tee auflegt, während viele andere Länder des Filialnetzes deutlich seltener eigene, lokal begrenzte Editionen bekommen.
Der Hintergrund: steigende Nachfrage nach Matcha in Japan
Diese Strategie fällt in eine Zeit, in der die Nachfrage nach japanischem Matcha insgesamt deutlich gestiegen ist. Bei einer Auktion im Uji-Teezentrum von JA Zen-Noh Kyoto erzielte maschinell geernteter Tencha 2026 im Schnitt 13.972 Yen je Kilogramm – umgerechnet rund 81 Euro und etwa das 1,7-Fache des Vorjahreswerts. Über die gesamte erste Ernte des Jahres lag der Durchschnitt bei 14.144 Yen je Kilogramm, gegenüber 5.402 Yen im Jahr zuvor. Als Gründe werden unter anderem eine über soziale Netzwerke wie TikTok und Instagram gewachsene weltweite Nachfrage sowie ein anhaltender Tourismusboom in Kyoto genannt. Vor diesem Hintergrund wirken die Starbucks-Sonderaktionen auch wie ein Versuch, dieselbe Aufmerksamkeit, die Matcha ohnehin gerade bekommt, gezielt in das eigene Filialnetz zu lenken.
Was das für Kundinnen und Kunden außerhalb Japans bedeutet
Für alle, die nicht selbst nach Japan reisen können, bleiben solche Aktionen meist unerreichbar – Starbucks Japan verkauft die beschriebenen Produkte nicht international, und ein Import ist bei Frischgetränken ohnehin nicht sinnvoll. Wer die Grundidee trotzdem nachvollziehen will, findet in „Matcha im Café bestellen: Karte, Milch und Zucker verstehen“ eine allgemeine Einordnung, wie sich Matcha-Getränke unabhängig vom jeweiligen Land grob unterscheiden lassen. Wer stattdessen einmal selbst nach Japan reisen möchte, um solche Aktionen live zu erleben, findet in „Matcha in Japan erleben: Uji, Nishio und die Teefelder“ eine Einordnung der Regionen, aus denen ein Großteil des dort verwendeten Matcha stammt.
Die eigene Alternative ohne Filialsuche
Wer keine bestimmte Filiale ansteuern will, um an frisch gemahlenes Matcha zu kommen, kann sich mit einem guten Grundpulver auch zu Hause weiterhelfen. Genau darauf ist der MATCHASHOCK Bio-Matcha ausgelegt: erste Ernte, beschattet, von Hand gepflückt, fein steingemahlen und laborgeprüft auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide, dazu doppelt luftdicht versiegelt, damit die Farbe hält. Für eine Tasse, die dem Grundprinzip einer Uji-Matcha-Latte nahekommt, reichen zwei Gramm Pulver auf 60 bis 80 Milliliter heißes Wasser bei 70 bis 80 Grad, anschließend mit warmer Milch aufgefüllt – ganz ohne Wartezeit vor einer einzelnen Filiale und ohne Reise nach Japan. Wer die Wasanbon-Note der Ginza-Getränke nachstellen möchte, ersetzt gewöhnlichen weißen Zucker einfach durch etwas mehr braunen Zucker oder Ahornsirup, was der milden, karamelligen Süße des japanischen Originals nahekommt. Stand der Angaben: August 2026. Angebote, Zeiten und Karten ändern sich – prüfe vor dem Besuch die Seite des jeweiligen Hauses.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



Genug gelesen? Schmeck den Unterschied selbst.
Bio aus erster Ernte.
Laborgeprüft, doppelt versiegelt.
Fein vermahlen und mild statt bitter — deshalb schmeckt er auch pur.
- Bio-zertifiziert, DE-ÖKO-006
- Im Labor geprüft
- Erste Ernte, feinste Vermahlung
- Doppelt luftdicht versiegelt
- Versand kostenlos in Deutschland
- 30 g, reicht für 10–15 Tassen
„Das ist der beste Matcha, den ich seit Jahren gekauft habe! Ich trinke schon lange Matcha und nutze ihn auch gerne zum Backen meiner Lieblingscookies. Die Qualität ist top! Intensiver Geschmack, sehr fein gemahlen […]. Den werde ich definitiv wieder bestellen!!“
30 g für 25,00 € (833,33 €/kg, inkl. MwSt.)
Jetzt probierenMATCHASHOCK Bio-Matcha, 30 g: 25,00 € (833,33 €/kg), inkl. MwSt. Versand innerhalb Deutschlands kostenlos. Bio: Kontrollstelle des Herstellers CN-BIO-141, unsere eigene DE-ÖKO-006 (ABCert) · Nicht-EU-Landwirtschaft. Diese Bewertungen stammen von unserer Amazon-Produktseite und tragen dort alle den Amazon-Vermerk „Verifizierter Kauf“ — Amazon setzt ihn nur, wenn der Artikel über das Konto der Verfasserin oder des Verfassers gekauft wurde. Wir schreiben keine Bewertungen selbst und übernehmen keine aus anderen Quellen. Mit […] gekennzeichnete Stellen haben wir weggelassen, weil sie Aussagen zur Wirkung enthalten, die wir noch nicht mit Unterlagen belegen können; nichts wurde umformuliert. Der vollständige Wortlaut steht auf unserer Amazon-Produktseite.