Jugendkultur
Serien Marathon Bingewatching: was hinter dem Begriff steckt
Serien Marathon Bingewatching: Gemeint ist das Schauen mehrerer Folgen einer Serie am Stück, oft über einen ganzen Abend oder sogar eine ganze Staffel hinweg. Netflix selbst definiert Bingewatching als das Schauen einer kompletten Staffel innerhalb von sieben Tagen, wie eine Auswertung von Statista zeigt. Dieser Artikel erklärt, wie verbreitet das Verhalten unter jungen Menschen ist, was Studien dazu herausgefunden haben und wie eine Schale Matcha zwischen zwei Folgen ihren Platz auf dem Couchtisch findet.
Serien Marathon Bingewatching: wie verbreitet das Verhalten ist
Laut Netflix haben 90 Prozent der eigenen Nutzerinnen und Nutzer schon einmal mehrere Folgen am Stück geschaut, wie t3n berichtet. Das Statistische Bundesamt beziffert die tägliche Zeit für Fernsehen und Streaming in Deutschland auf durchschnittlich etwas mehr als zwei Stunden, was rund ein Drittel der gesamten Freizeit ausmacht. Auch bei Kindern ist das Verhalten laut der Initiative SCHAU HIN keine Seltenheit: In Haushalten mit Streaming-Angeboten praktizieren acht von zehn Kindern Bingewatching, bereits 2019 nutzten laut JIM-Studie über 73 Prozent der befragten Haushalte solche Dienste. Damit ist ein Serien-Marathon längst kein Ausnahmeverhalten mehr, sondern ein fester Bestandteil vieler Freizeitabende.
Was Studien über junge Zuschauer zeigen
Eine Untersuchung der TH Köln, zitiert von t3n, kommt zu dem Ergebnis, dass vor allem jüngere Menschen mit einem eher unterhaltungsorientierten Lebensstil zum Bingewatching neigen, während der Wunsch, etwas über das Weltgeschehen zu lernen, negativ mit diesem Verhalten zusammenhängt. Studienleiter Christian Zabel vom Schmalenbach Institut ordnet das Verhalten damit stärker dem Wunsch nach Unterhaltung und Zeitvertreib zu als einem gezielten Informationsbedürfnis. SCHAU HIN ergänzt, dass bei Kindern zusätzlich Effekte wie ein verändertes Zeitgefühl oder Gereiztheit auftreten können, wenn Serien über automatisch startende nächste Folgen ohne bewusste Entscheidung weitergeschaut werden. Sieben von zehn Kindern werden laut derselben Quelle durch diese automatische Fortsetzung zum Weiterschauen verleitet.
Wie ein Serienabend heute abläuft
Viele Streaming-Abende beginnen mit einer bewussten Entscheidung für eine bestimmte Serie, verlieren aber durch automatisch startende Folgen schnell den ursprünglichen Zeitrahmen. Netflix selbst rechnet eine komplette Staffel innerhalb von sieben Tagen bereits als Bingewatching, unabhängig davon, ob die Folgen an einem Abend oder über mehrere Tage verteilt geschaut werden. In Wohngemeinschaften oder unter Freunden hat sich daraus vielerorts ein gemeinsames Ritual entwickelt, bei dem der nächste Serienabend fest verabredet wird. Wer den Abend bewusster gestalten will, plant dafür oft feste Pausen ein, statt sich der automatischen Wiedergabe einfach zu überlassen.
Warum Pausen zwischen den Folgen sinnvoll sind
Eine bewusste Pause zwischen zwei Folgen unterbricht die automatische Wiedergabe und gibt Zeit, kurz aufzustehen, sich zu strecken oder etwas zu trinken. Gerade bei längeren Serienabenden bietet ein solcher Einschnitt die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob die nächste Folge wirklich noch laufen soll, statt sich vom automatischen Countdown treiben zu lassen. Für Wohngemeinschaften mit mehreren Zuschauenden kann eine feste Pause auch schlicht praktisch sein, etwa um Nachschub für Snacks zu holen oder kurz das Fenster zu öffnen. So bleibt der Serienabend ein bewusst gewähltes Ritual statt eines Automatismus, der sich von selbst fortsetzt.
Ein Getränk für die Couch
Statt der nächsten Cola-Dose greifen manche zwischen zwei Folgen zu einer Schale Matcha, die sich in der Werbepause oder während des Abspanns schnell anrühren lässt. In „Matcha im WG-Zimmer: die Deko-Idee fürs erste eigene Zimmer“ wird beschrieben, wie sich ein solches Ritual in den Alltag einer Wohngemeinschaft einfügt, in der Serienabende oft gemeinsam stattfinden. Wer den Abend insgesamt ruhiger gestalten will, findet in „Soft Life und Matcha: was der Lifestyle-Begriff bedeutet“ eine passende Einordnung, wie ein solches Getränk zu einem bewussteren Umgang mit Freizeit passt.
Bewusster Konsum statt Automatismus
Der Trend, Freizeitverhalten bewusster zu gestalten, zeigt sich nicht nur beim Streaming, sondern auch bei anderen Alltagsgewohnheiten wie der eigenen Getränkeauswahl. In „Matcha und die Clean-Girl-Routine: was hinter dem Begriff steckt“ wird beschrieben, wie kleine, bewusst gewählte Rituale zu einem entspannteren Tagesablauf beitragen können, ohne dass dafür ein kompletter Umbau des Alltags nötig wäre. Übertragen auf einen Serienabend bedeutet das: Eine bewusst gesetzte Pause mit einem Getränk kann helfen, den Abend selbst zu strukturieren, statt sich komplett der automatischen Serienfolge zu überlassen.
Wie Streaming-Dienste automatisches Weiterschauen gestalten
Ein zentrales Element vieler Streaming-Plattformen ist die automatische Wiedergabe der nächsten Folge nach einem kurzen Countdown, der sich ohne aktives Zutun der Zuschauenden startet. SCHAU HIN beschreibt, dass gerade Kinder durch dieses automatische Fortsetzen zum Weiterschauen verleitet werden, weil ein bewusster Stopp ein aktives Eingreifen erfordert, während das Weiterschauen von selbst passiert. Einige Plattformen bieten inzwischen die Möglichkeit, diese automatische Fortsetzung in den Einstellungen zu deaktivieren, was einen Serienabend wieder stärker zu einer Reihe bewusster Entscheidungen macht. Wer diese Einstellung nutzt, muss nach jeder Folge aktiv bestätigen, dass die nächste Folge laufen soll, was laut mehreren Ratgebern eine einfache Möglichkeit ist, den eigenen Konsum bewusster zu steuern. Für Familien mit jüngeren Kindern empfiehlt SCHAU HIN zusätzlich klare Absprachen darüber, wie viele Folgen an einem Abend geschaut werden dürfen.
Serienabende in der Wohngemeinschaft organisieren
In Wohngemeinschaften wird ein Serienabend häufig zu einem festen sozialen Termin, bei dem sich mehrere Personen im Wohnzimmer versammeln, statt jeder für sich allein zu schauen. Damit ein solcher Abend für alle Beteiligten angenehm bleibt, legen viele Gruppen vorab fest, wer die Serie auswählt und wie viele Folgen an einem Abend eingeplant sind, um Enttäuschungen bei unterschiedlichen Vorlieben zu vermeiden. Auch die Verpflegung wird in solchen Runden oft reihum organisiert, sodass nicht immer dieselbe Person für Snacks und Getränke zuständig ist. Wer neu in eine bestehende Wohngemeinschaft einzieht, findet über solche gemeinsamen Abende oft schneller Anschluss, weil ein fester Termin mit klarem Ablauf den ersten Schritt aufeinander zu erleichtert. Auch über die eigene Wohnung hinaus verabreden sich Freundeskreise häufig zu einem gemeinsamen Serienabend, etwa wenn eine neue Staffel gleichzeitig für mehrere Personen interessant ist. In solchen Fällen sorgt eine kurze Absprache im Vorfeld dafür, dass alle Beteiligten wissen, an welchem Punkt der Staffel die anderen stehen, damit niemand versehentlich zu viel über die Handlung erfährt, bevor er selbst nachgesehen hat.
Matcha kalt für einen ganzen Serienabend vorbereiten
Für einen längeren Serienabend lässt sich Matcha im Voraus als kalte Variante in einer größeren Kanne vorbereiten, sodass während der Folgen kein weiterer Weg in die Küche nötig ist. Das Pulver wird dafür mit kaltem Wasser verrührt oder geschüttelt und lässt sich anschließend mit Eiswürfeln in einem Glas servieren, das sich griffbereit neben die Couch stellen lässt. Wer lieber eine wärmere Variante bevorzugt, kann stattdessen eine Thermoskanne mit warmem, angerührtem Matcha nutzen, die über mehrere Stunden eine gleichbleibende Temperatur hält. Beide Varianten lassen sich bereits vor der ersten Folge vorbereiten, sodass die Pause zwischen zwei Folgen ausschließlich für Nachschub oder einen kurzen Gang zur Toilette genutzt werden muss, statt für eine neue Zubereitung. Für eine ganze Wohngemeinschaft lohnt sich dabei eine etwas größere Menge, die reihum aus derselben Kanne genutzt wird, statt dass jede Person einzeln eine eigene Schale anrührt.
Von der Couch zur eigenen Dose
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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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