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Trends

Der Matcha-Look in der Make-up-Welt von 2026

Neben Getränken und Kosmetikformeln hat Matcha 2026 auch die Make-up-Welt erreicht, allerdings anders als zunächst gedacht. Gemeint ist nicht Matcha als Zutat im Produkt, sondern eine Farb- und Stilrichtung, die sich an der Optik von Matcha orientiert. Der Artikel beschreibt den Look, seine Herkunft und wie er sich schminken lässt, samt der genannten Marken und Produkte aus der Beauty-Presse.

Was mit Matcha-Make-up gemeint ist

Der Begriff Matcha-Make-up bezeichnet also keinen kosmetischen Inhaltsstoff, sondern eine bestimmte Farbpalette: gedämpfte, milchig wirkende Grüntöne, die in dünnen Schichten aufgetragen werden. Der Gesamteindruck soll zurückhaltend und natürlich wirken, nicht auffällig oder plakativ. Beschrieben wird das Ziel meist mit dem Satz, das Make-up solle das Gesicht unterstreichen, nicht verändern. Der Begriff ist damit vor allem eine Bildbeschreibung, keine feste Produktkategorie mit klar abgegrenzten Regeln. Anders als etwa bei einem Foundation-Farbton gibt es für Matcha-Make-up keine einheitliche Referenzfarbe, jede Marke und jede Creatorin interpretiert den Ton leicht unterschiedlich, was den Trend gleichzeitig zugänglich und schwer eindeutig abzugrenzen macht.

Typische Merkmale des Looks

Zum Look gehören ein mattes, fast gewichtsloses Finish sowie eine Kombination aus einer leuchtenden Grundierung, pfirsichfarbenem Rouge und nahezu nackten, aber gepflegten Lippen. Ein grün getöntes Puder wird teils zum Abschluss aufgetragen, um Rötungen auszugleichen und den Gesamteindruck zu vereinheitlichen. Die Augenpartie setzt meist den einzigen farbigen Akzent, während der Rest des Gesichts zurückhaltend bleibt. Wimpern und Augenbrauen werden dabei meist natürlich belassen, um den Fokus auf den grünen Lidschatten zu lenken. Auch bei den Augenbrauen wird meist eine naturnahe, ungestylte Form bevorzugt, die zum insgesamt reduzierten Gesamtbild passt und keinen zusätzlichen Kontrast zum Lidschatten setzt.

Herkunft aus dem Latte-Make-up

Der Matcha-Look ist keine eigenständige Erfindung, sondern eine Weiterentwicklung des sogenannten Latte-Make-ups, das mit monochromen, bräunlichen Tönen arbeitete. Die grüne Variante überträgt dieses Prinzip auf Grüntöne und wird deshalb teils auch Matcha-Latte-Make-up genannt. Beide Stile stehen für eine gedeckte, alltagstaugliche Farbwahl statt kräftiger, kontrastreicher Looks. Der Begriff Latte-Make-up selbst entstand zuerst auf TikTok und wurde von dort aus zu einem wiederkehrenden saisonalen Trend, der jedes Jahr in neuen Farbvarianten aufgegriffen wird. Neben der Matcha-Variante gab es in den vergangenen Jahren bereits ähnliche Ableger in anderen Farbtönen, was zeigt, dass sich das Grundprinzip des Latte-Make-ups leicht auf neue Trendfarben übertragen lässt, sobald diese im Alltag präsent genug sind.

Genannte Produkte und Marken

In verschiedenen Beauty-Medien tauchen im Zusammenhang mit dem Trend unter anderem Produkte von MAC, Kiko, 3INA, Clinique und Huda Beauty auf, etwa grüne Lidschatten, ein olivfarbenes Mascara oder ein grün getöntes Fixierpuder. Diese Nennungen stammen aus redaktionellen Empfehlungen der jeweiligen Medien, nicht aus einer Zusammenarbeit dieser Marken mit MatchaShock. Ein Vertreter von MAC ordnete den Trend öffentlich in eine größere Bewegung hin zu erdigen, leicht getrübten Farbtönen ein, die auch in anderen Ästhetiken wie Swampcore auftauchen, und beschrieb Matcha-Grün als besonders alltagstauglichen Farbton innerhalb dieser Bewegung. Auch Modehändler haben eigene Beauty-Kooperationen mit solchen Farbpaletten beworben, was die Sichtbarkeit des Looks zusätzlich erhöht hat, ohne dass dies eine Aussage über die Qualität der einzelnen Produkte erlaubt.

Wie sich der Look schminken lässt

Beauty-Ratgeber empfehlen, grünen Lidschatten nicht pur, sondern mit einem braunen Ton im Lidfalz zu kombinieren, damit der Übergang weicher wirkt. Für den Alltag wird ein zurückhaltender Farbauftrag vorgeschlagen, bei dem Grün nur auf dem beweglichen Lid liegt und der Rest des Auges mit Lidstrich und Wimperntusche auskommt. Für einen intensiveren Auftritt am Abend raten manche Guides zu einem satteren Grünton bis in den Lidfalz, kombiniert mit einem dunkleren Lidstrich. Solche Empfehlungen sind Stilvorschläge aus Beauty-Redaktionen und keine allgemeingültige Regel. Für die Lippen wird meist zu einem nahezu farblosen, leicht glänzenden Balsam geraten, damit der grüne Akzent an den Augen nicht durch eine zweite kräftige Farbe im Gesicht überlagert wird.

Wo der Trend entstanden ist

Der Look wurde zunächst von Beauty-Creatorinnen auf TikTok und Instagram geprägt und verbreitete sich über Tutorials und kurze Videoformate. Kooperationen einzelner Plattformen mit Kosmetikmarken, etwa im Rahmen von Beauty-Partnerschaften großer Modehändler, haben den Look zusätzlich sichtbar gemacht. Für 2026 wird er in mehreren Beauty-Medien als einer der prägenden Make-up-Trends des Jahres eingeordnet, parallel zu anderen Grünton-Trends in Mode und Inneneinrichtung, was Beauty-Redaktionen als Hinweis auf eine breitere, saisonübergreifende Vorliebe für gedeckte Grüntöne werten. Kurze Videoformate eignen sich für einen solchen Look besonders gut, weil sich der Farbauftrag innerhalb weniger Sekunden zeigen lässt, ohne dass eine lange Erklärung nötig ist.

Abgrenzung zu anderen grünen Looks

Grüner Lidschatten ist an sich kein neues Phänomen und taucht seit Jahren in unterschiedlichen Varianten auf, von kräftigem Smaragdgrün bis zu schimmernden Metallic-Tönen. Was den Matcha-Look davon unterscheidet, ist die bewusst matte, leicht bräunlich gebrochene Farbnuance, die eher an aufgeschäumten Tee als an ein klassisches Lidschatten-Grün erinnert. Diese Abgrenzung wird in mehreren Beauty-Artikeln explizit hervorgehoben, um den Trend von älteren Grünton-Wellen zu unterscheiden. Während frühere Grün-Trends oft auf einen einzelnen kräftigen Farbakzent setzten, betont der Matcha-Look ausdrücklich das Zusammenspiel mehrerer gedeckter Töne im gesamten Gesicht, nicht nur am Auge.

Was der Trend über Beauty-Trends allgemein zeigt

Matcha-Make-up ist ein Beispiel dafür, wie ein Getränketrend über die Farbwelt in eine ganz andere Produktkategorie überspringen kann, ohne dass die eigentliche Zutat beteiligt ist. Ähnliche Übertragungen gab es bereits bei anderen Trendfarben, die zuerst über Lebensmittel oder Getränke bekannt wurden und danach in Mode oder Make-up auftauchten. Für die Beauty-Branche sind solche Übertragungen attraktiv, weil die Zielgruppe die Farbassoziation bereits kennt und der neue Look dadurch schneller erklärbar ist. Für Marken ist ein solcher Name zudem einfacher zu vermarkten als ein rein technischer Farbcode, weil er sofort ein Bild im Kopf der Zielgruppe auslöst.

Einordnung für Leserinnen

Wer selbst mit dem Look experimentieren möchte, braucht dafür kein bestimmtes Matcha-Produkt, sondern lediglich grüne Lidschatten- oder Puderfarben nach eigenem Geschmack. Der Name Matcha-Make-up bezieht sich auf die Farbassoziation, nicht auf eine tatsächliche Verwendung von Matcha in den Produkten. Für alle, die Matcha als Getränk schätzen, ist der Trend vor allem ein Beispiel dafür, wie weit die Farbe und das Bild von Matcha inzwischen in andere Lebensbereiche hineinreichen. Wer eigene Produkte im Schminkkoffer bereits besitzt, kann den Look meist ohne Neukauf ausprobieren, indem er vorhandene grüne oder olivfarbene Töne testweise kombiniert. Für Matcha-Fans in Deutschland ist der Look zudem ein einfacher Weg, die eigene Vorliebe für die Zutat sichtbar zu machen, ganz ohne den Kauf eines neuen Matcha-Produkts.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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