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Cheese Tea mit Matcha: wie Käseschaum auf Tee kam
Cheese Tea ist ein Getränketrend, bei dem eine Schicht leicht gesalzener, geschlagener Käsecreme auf kaltem Tee oder Matcha schwimmt. Der Trend kommt ursprünglich von Straßenständen in Taiwan, wurde in China zum Massenphänomen und erreichte über die Kaffeehauskultur schließlich auch die USA. Bei der Matcha-Variante trifft der herbe, umamireiche Ton des Pulvers auf eine cremig-salzige Schaumschicht – eine Kombination, die auf den ersten Blick ungewöhnlich klingt, aber auf einem einfachen Prinzip beruht.
Was Cheese Tea überhaupt ist
Cheese Tea bezeichnet ein kaltes Getränk aus Tee oder Milchtee, das statt mit Sahne oder Milchschaum mit einer dünnen Schicht geschlagener Käsecreme abgeschlossen wird. Die Creme besteht meist aus Frischkäse oder Cheddar, aufgeschlagen mit etwas Sahne und einer Prise Salz, bis eine feste, leicht luftige Konsistenz entsteht, die sich wie ein Deckel über das Getränk legt. Getrunken wird meist ohne Strohhalm, sodass Käseschaum und Tee gemeinsam ins Glas ankommen – ein bewusster Kontrast zwischen der salzigen Cremeschicht oben und dem herberen Tee darunter. Anders als Milchschaum, der vor allem Süße und Weichheit bringt, sorgt der Käseanteil für eine deutlich salzigere, dichtere Textur, die den Geschmack des Tees darunter nicht überdeckt, sondern gegen ihn absetzt.
Vom Straßenstand in Taiwan zum Welttrend
Die ersten Versionen von Cheese Tea entstanden Berichten zufolge um das Jahr 2010 an Straßenständen in Taiwan, wo Verkäufer Käsecreme auf einfachen Milchtee gaben. Von dort verbreitete sich das Prinzip nach Festlandchina, wo es innerhalb weniger Jahre zu einem landesweiten Getränketrend wurde, mit eigenen Ketten, die ausschließlich auf diese Käse-Tee-Kombination setzten. Über soziale Netzwerke und die wachsende Reisebewegung zwischen Asien und den USA sprang der Trend Mitte der 2010er-Jahre auch auf die amerikanische Westküste über, wo er zunächst in asiatisch geprägten Vierteln auftauchte, bevor er sich in der breiteren Café-Szene etablierte.
Little Fluffy Head Cafe, Los Angeles: wie der Trend in die USA kam
Eine der bekanntesten Adressen für den Trend in den USA ist das Little Fluffy Head Cafe im Stadtteil Downtown von Los Angeles. Gegründet wurde es von Jenny Zheng, die zuvor an der University of California, Los Angeles einen Masterabschluss in Bioengineering anstrebte und währenddessen in einem Teeladen arbeitete. Diese Zeit weckte ihr Interesse an Tee so stark, dass sie ihren technischen Werdegang zugunsten eines eigenen Cafés aufgab, das sie im Sommer 2017 eröffnete. Im Little Fluffy Head Cafe wird die Käsecreme nach eigener Darstellung täglich frisch in kleinen Mengen von Hand geschlagen, mit Sorten von klassischem Frischkäse über weißen Cheddar bis zu wechselnden Saisonvarianten wie Crème brûlée.
Chedd-cha Matcha: wie die Matcha-Version funktioniert
Die Matcha-Variante des Hauses trägt den Namen 'Chedd-cha' und kombiniert einen Matcha-Latte mit einem Schaum aus weißem Cheddar. Nach eigener Einordnung soll die cremige Käseschicht die bitteren Noten des Tees abmildern, ohne sie vollständig zu verdecken – ein Prinzip, das sich auch auf andere Käse-Matcha-Kombinationen wie einen Matcha-Tartine mit Frischkäse und Räucherlachs übertragen lässt, bei dem der Fisch durch den Kontrast mit dem Pulver zusätzlich hervortritt. Entscheidend ist dabei immer dieselbe Balance: genug Salz und Fett im Käseanteil, um die Schärfe des Tees zu dämpfen, aber nicht so viel, dass vom eigentlichen Matcha am Ende nur noch die Farbe übrigbleibt.
Warum Käseschaum ausgerechnet zu Matcha passt
Wie „Umami im Matcha: woher der herzhafte Ton im Tee kommt“ erklärt, bringt fein vermahlener Matcha von Natur aus eine herzhafte, an Umami erinnernde Note mit, die sich mit salzigen und milchigen Zutaten besonders gut verträgt. Käse liefert genau diese Kombination aus Salz, Fett und einer eigenen milden Umami-Note, wodurch beide Zutaten sich eher ergänzen als konkurrieren. Wie „Matcha zu bitter? Woher die Bitterkeit kommt und was hilft“ beschreibt, lässt sich ein bitterer Grundton durch Fett und Süße spürbar abrunden, ohne dass am Pulver selbst etwas verändert werden muss. Cheese Tea nutzt damit im Grunde denselben Trick wie ein Schuss Sahne im klassischen Matcha Latte, nur mit einer festeren, salzigeren Textur obendrauf.
Cheese Tea in Deutschland: noch ein Nischenphänomen
In Deutschland ist Cheese Tea bislang kaum verbreitet, anders als etwa Bubble Tea, das hierzulande längst zum festen Straßenbild gehört. Vereinzelte Cafés experimentieren mit Käseschaum-Getränken, meist als zeitlich begrenzte Sonderaktion statt als festes Angebot. Das liegt vermutlich auch daran, dass die Kombination aus Tee und Käse hierzulande ungewohnter wirkt als in Ostasien, wo Milchprodukte traditionell seltener in der Alltagsküche vorkommen und der Kontrast entsprechend stärker auffällt. Wer den Trend trotzdem ausprobieren möchte, muss dafür meist selbst zum Schneebesen greifen, statt ein fertiges Getränk im Café zu bestellen. Genau das macht Cheese Tea aber auch zu einem dankbaren Experiment für die eigene Küche: Die Käsecreme lässt sich in wenigen Minuten mit einem Handrührgerät herstellen, und wer die Matcha-Basis selbst aufschlägt, hat volle Kontrolle über Menge und Stärke des Tees – ganz ohne auf ein bestimmtes Café angewiesen zu sein.
Welches Pulver sich für einen Matcha-Cheese-Tea eignet
Weil der Käseschaum den Geschmack des Tees eher rahmt als überdeckt, fällt ein grob vermahlenes oder bereits bitteres Pulver hier besonders auf. Für eine Basis, die auch unter einer Käseschicht noch nach Matcha und nicht nur nach Grün schmeckt, zählt deshalb dieselbe Sorgfalt wie bei einer klassischen Schale: erste Ernte, beschattet, von Hand gepflückt und fein steingemahlen. Genau danach ist der MATCHASHOCK Bio-Matcha ausgerichtet – laborgeprüft auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide, doppelt luftdicht versiegelt und dadurch mild statt bitter im Abgang. Für einen Latte als Basis reichen zwei Gramm Pulver auf rund 60 bis 80 Milliliter heißes Wasser, aufgeschlagen und anschließend mit kalter Milch aufgegossen, bevor der Käseschaum obenauf kommt.
Der Blick in die eigene Schale statt in den Käseschaum
Wer Cheese Tea einmal probiert hat, hat vor allem den Käseschaum geschmeckt und den Tee darunter nur als Grundton wahrgenommen. Wie „Wie schmeckt Matcha? Das Geschmacksprofil von Umami bis grasig“ zeigt, lohnt sich danach auch der umgekehrte Weg: zwei Gramm Pulver mit 70 bis 80 Grad heißem Wasser aufgeschlagen, ganz ohne Käse, Milch oder Zucker davor. So zeigt sich, wie viel von der herzhaften Umami-Note tatsächlich aus dem Pulver selbst kommt und wie viel vorher vom Käseschaum kaschiert wurde. Stand der Angaben: August 2026. Angebote, Zeiten und Karten ändern sich – prüfe vor dem Besuch die Seite des Hauses.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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