Zum Inhalt springen

Keine Werbe- oder Tracking-Cookies. Mehr erfahren

Geschichte

Von Itameshi zur Matcha-Pasta: eine Küchengeschichte

Itameshi ist der japanische Sammelbegriff für eine eigenständige, seit Jahrzehnten gewachsene Verschmelzung von japanischer und italienischer Küche. Matcha ist dabei erst ein jüngerer Zweig dieser Entwicklung – vor allem in Form von Nudelgerichten, die sich inzwischen auch außerhalb Japans über Rezeptseiten verbreiten.

Was Itameshi bedeutet und woher der Begriff stammt

Der Begriff Itameshi bezeichnet eine japanische Interpretation italienischer Küche, bei der klassische Gerichte wie Pasta mit japanischen Zutaten und Techniken kombiniert werden. Der Ausdruck selbst gilt bereits als älter und wird auf die 1980er-Jahre zurückdatiert – zu einer Zeit, in der sich italienische Restaurants in Japan zunehmend von einer reinen Nachahmung europäischer Vorbilder lösten und begannen, Gerichte gezielt an japanische Zutaten und Geschmäcker anzupassen. Diese Entwicklung ist damit deutlich älter als der aktuelle Matcha-Trend und zeigt, dass die Idee, italienische Grundrezepte japanisch zu interpretieren, in Japan bereits eine eigene, jahrzehntelange Tradition hat. Wer den Begriff heute hört, verbindet ihn deshalb eher mit einer breiten Küchenrichtung als mit einem einzelnen Gericht – ähnlich wie der Begriff "Wafu Pasta", der sich in der Praxis oft synonym für dieselbe Idee verwenden lässt, auch wenn beide Begriffe historisch nicht exakt deckungsgleich entstanden sind.

Das Grundprinzip: Dashi statt Parmesan

Wie stark sich Itameshi-Gerichte vom italienischen Original lösen können, zeigt eine typische Zubereitung aus Kagoshima: Statt auf Parmesan oder Olivenöl allein zu setzen, wird eine Dashi-Sojasauce eingesetzt, die neben Sojasauce auch ein Stück getrockneten, geräucherten Katsuobushi (Bonitoflocken) sowie Mirin enthält. Diese Sauce wird als salzig, rauchig, leicht süß und reich an Umami beschrieben – ein Geschmacksprofil, das mit klassischer italienischer Pasta wenig zu tun hat, aber genau die Aromen liefert, die in der japanischen Küche traditionell geschätzt werden. Kombiniert wird eine solche Sauce häufig mit einfachen Zutaten wie Zwiebeln, Knoblauch, Auberginen, Eringi-Pilzen, Brokkoli und dünn geschnittenem Schweinefleisch, abgerundet mit etwas Butter.

Wo Matcha in dieses Muster passt

Matcha-Nudeln fügen sich in dasselbe Grundprinzip ein, das Itameshi seit Jahrzehnten prägt: eine westliche Grundform – hier Pasta – wird mit einer typisch japanischen Zutat kombiniert, ohne die Zubereitungstechnik grundlegend zu verändern. Anders als bei der Dashi-Sojasauce, bei der die japanische Zutat vor allem über die Sauce ins Spiel kommt, wandert Matcha bei den meisten Rezepten direkt in den Nudelteig selbst und färbt ihn grün, statt nur als Gewürz obenauf zu liegen. Ein einzelnes Ursprungsrestaurant, das als Erfinder der Matcha-Pasta gelten könnte, lässt sich dabei nicht klar benennen – anders als bei vielen anderen Itameshi-Gerichten scheint sich die Matcha-Variante eher über zahlreiche parallel entstandene Rezepte verbreitet zu haben als über ein einzelnes bekanntes Lokal. Das unterscheidet Matcha-Pasta von vielen anderen Itameshi-Klassikern, die sich häufig auf ein bestimmtes Restaurant oder eine bestimmte Köchin oder einen bestimmten Koch als Urheber zurückführen lassen, und macht die Zutat eher zu einem breiten Trend als zu einer einzelnen, klar zuordenbaren Erfindung. Für die Küchengeschichte insgesamt ist das kein untypisches Muster: Nicht jede neue Zutat-Kombination lässt sich auf ein einzelnes Restaurant zurückführen, manche entstehen eher zeitgleich an mehreren Orten, sobald eine Zutat wie Matcha ausreichend verbreitet und bekannt genug ist, dass mehrere Köchinnen und Köche unabhängig voneinander auf dieselbe Idee kommen. Für die eigene Küche macht dieser Unterschied ohnehin kaum einen praktischen Unterschied: Ob ein Rezept auf ein einzelnes Restaurant zurückgeht oder aus vielen parallelen Versuchen entstanden ist, ändert nichts daran, wie der fertige Teller am Ende schmeckt, solange Zutaten und Verhältnisse stimmen und das Pulver frisch genug ist, um seine Farbe zu halten.

Ein Schweizer Beispiel: Matcha-Nudeln mit Limettensauce

Wie eine solche Matcha-Pasta praktisch aussehen kann, zeigt ein Rezept des Schweizer Anbieters Migusto: Für den Teig werden 250 Gramm Mehl mit vier Teelöffeln Matcha, einer Prise Salz, zwei Eiern, einem Esslöffel Olivenöl und vier Esslöffeln Wasser zu einem elastischen Teig verknetet, der anschließend eine Stunde kühl ruht, bevor er mit der Nudelmaschine auf etwa zwei Millimeter Dicke ausgerollt und in rund einen Zentimeter breite Streifen geschnitten wird. Dazu kommt eine einfache Sauce aus Kokosmilch, Frühlingszwiebeln, Limettenschale und -saft. Die Nudeln kochen nur rund zwei Minuten und werden al dente serviert – ein Beispiel dafür, wie unkompliziert sich das Grundprinzip des grün gefärbten Nudelteigs in eine völlig andere, hier südostasiatisch angehauchte Sauce einbetten lässt.

Ein US-Beispiel: Matcha-Pasta mit Walnuss-Parmesan-Sauce

Einen anderen, näher an der klassischen italienischen Küche orientierten Weg zeigt ein Rezept des US-Anbieters Jade Leaf Matcha: Der Teig besteht aus einem Esslöffel Matcha, vier Eiern, zweieinhalb Tassen Hartweizengrieß, etwas Olivenöl und Salz, von Hand oder mit der Küchenmaschine geknetet und vor dem Ausrollen mindestens 30 Minuten ruhen gelassen. Serviert wird die Pasta mit einer Sauce aus geriebenem Parmesan, gehackten Walnüssen, Olivenöl, Butter und Sahne. Anders als die Kokos-Limetten-Variante bleibt dieses Rezept näher an einer klassischen Sahnesauce und zeigt damit, dass sich Matcha-Pasta sowohl in eine fernöstlich inspirierte als auch in eine ganz klassisch italienische Richtung weiterentwickeln lässt.

Warum diese Offenheit typisch für Itameshi ist

Dass sich Matcha-Pasta sowohl mit Kokos-Limette als auch mit Walnuss-Parmesan verträgt, passt zum Charakter von Itameshi insgesamt: Statt eines festen Regelwerks, wie ein bestimmtes Gericht auszusehen hat, steht die Grundidee im Vordergrund, eine bekannte westliche Form mit japanischen oder allgemein asiatischen Aromen neu zu denken. Wie „Matcha herzhaft: warum das grüne Pulver auch salzig funktioniert“ für den herzhaften Bereich insgesamt beschreibt, ist diese Offenheit einer der Gründe, warum sich Matcha in den vergangenen Jahren über die klassische Süßspeise hinaus in so viele unterschiedliche Küchen ausgebreitet hat, von der Sauce bis eben zur Pasta.

Matcha-Pasta selbst herstellen

Wer die beiden vorgestellten Rezepte als Ausgangspunkt für eigene Versuche nutzen will, braucht vor allem ein fein vermahlenes Pulver, das sich ohne Klümpchen im Mehl verteilt. Genau darauf ist der MATCHASHOCK Bio-Matcha ausgelegt: erste Ernte, beschattet, von Hand gepflückt und fein steingemahlen, dazu laborgeprüft auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide. Für einen Teig aus 250 Gramm Mehl reichen, je nach gewünschter Farbintensität, zwei bis vier Teelöffel Pulver, vor dem Kneten trocken mit dem Mehl vermischt und gesiebt. Wer die Grundtechnik erst einmal im herzhaften japanischen Original kennenlernen will, bevor er sie auf Pasta überträgt, findet im eigenen Bestand mit „Chasoba – Matcha-Soba mit Sesamdressing“ eine direkte Alternative aus derselben Ideenwelt – ebenfalls eine Nudel, ebenfalls mit Matcha gefärbt, nur eben ganz ohne den italienischen Umweg über Semmelgrieß und Parmesan.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

Geöffnete MATCHASHOCK Dose mit Deckel
Laborgeprüft · Bio
MATCHASHOCK Matcha-Pulver aus der Nähe
Erste Ernte
Doppelt versiegelte Innenfolie der Dose
Doppelt versiegelt

Genug gelesen? Schmeck den Unterschied selbst.

Bio aus erster Ernte.
Laborgeprüft, doppelt versiegelt.

Fein vermahlen und mild statt bitter — deshalb schmeckt er auch pur.

  • Bio-zertifiziert, DE-ÖKO-006
  • Im Labor geprüft
  • Erste Ernte, feinste Vermahlung
  • Doppelt luftdicht versiegelt
  • Versand kostenlos in Deutschland
  • 30 g, reicht für 10–15 Tassen
5,0 von 5 · 3 Bewertungen
„Das ist der beste Matcha, den ich seit Jahren gekauft habe! Ich trinke schon lange Matcha und nutze ihn auch gerne zum Backen meiner Lieblingscookies. Die Qualität ist top! Intensiver Geschmack, sehr fein gemahlen […]. Den werde ich definitiv wieder bestellen!!“
Sabrina · Amazon, verifizierter Kauf

30 g für 25,00 € (833,33 €/kg, inkl. MwSt.)

Jetzt probieren

MATCHASHOCK Bio-Matcha, 30 g: 25,00 € (833,33 €/kg), inkl. MwSt. Versand innerhalb Deutschlands kostenlos. Bio: Kontrollstelle des Herstellers CN-BIO-141, unsere eigene DE-ÖKO-006 (ABCert) · Nicht-EU-Landwirtschaft. Diese Bewertungen stammen von unserer Amazon-Produktseite und tragen dort alle den Amazon-Vermerk „Verifizierter Kauf“ — Amazon setzt ihn nur, wenn der Artikel über das Konto der Verfasserin oder des Verfassers gekauft wurde. Wir schreiben keine Bewertungen selbst und übernehmen keine aus anderen Quellen. Mit […] gekennzeichnete Stellen haben wir weggelassen, weil sie Aussagen zur Wirkung enthalten, die wir noch nicht mit Unterlagen belegen können; nichts wurde umformuliert. Der vollständige Wortlaut steht auf unserer Amazon-Produktseite.

Weitere Wissensartikel