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Grundlagen

Matcha im Frühling: warum März bis Mai die wichtigsten Monate sind

Im Frühling passiert bei Matcha mehr als in jeder anderen Jahreszeit: In Japan wird zwischen April und Mai die erste Ernte gepflückt, aus der die guten Pulver entstehen. Gleichzeitig steht in deiner Küche noch die Winterdose mit Zimt und dicker Basis. Beides gehört umgestellt – hier steht, was sich im Frühjahr an Ernte, Zubereitung und Vorrat ändert.

Warum ist der Frühling die eigentliche Matcha-Saison?

Grüner Tee wird in Japan in mehreren Durchgängen gepflückt: die erste Ernte im April und Mai, die zweite im Juni und Juli, die dritte im August und September. Je früher gepflückt wird, desto höher gilt die Qualität. Für Matcha zählt praktisch nur der erste Durchgang, ichibancha genannt – junge Blätter, die den ganzen Winter über Reserven angelegt haben. Vor dieser Ernte stehen die Sträucher rund vier Wochen unter Schattennetzen. Danach wird das Blattfleisch von Ästchen und Stängeln befreit, das Ergebnis heißt Tencha, und erst daraus wird gemahlen. Das Mahlen ist der langsamste Schritt der ganzen Kette: Eine traditionelle Granitsteinmühle braucht rund eine Stunde für etwa 30 Gramm Pulver, also für eine einzige kleine Dose. Wer im Frühjahr eine Dose öffnet, hat deshalb immer einen Frühling darin, entweder den frischen Jahrgang oder den des Vorjahres. Wie der Erntekalender genau läuft und was am 88. Tag nach Frühlingsanfang dranhängt, steht im Wissensartikel „Matcha-Ernte: warum die erste Pflückung im Mai alles entscheidet“.

Wann kommt die neue Ernte im deutschen Handel an?

Zwischen dem Pflücken und dem Regal liegen Monate, und das erklärt, warum im April selten schon der frische Jahrgang im Laden steht. Nach der Ernte wird das Blatt gedämpft, getrocknet und von Ästchen und Stängeln befreit; was übrig bleibt, heißt Tencha und wird zunächst als ganzes Blatt eingelagert, weil Blatt länger stabil bleibt als Pulver. Gemahlen wird meist erst später und in kleinen Mengen, und das ist der langsamste Schritt der ganzen Kette: rund eine Stunde je 30 Gramm. Danach kommen Abfüllung, Versiegelung, der Transport nach Europa und die Einfuhrabwicklung dazu – Seefracht braucht Wochen, Luftfracht ist schneller und deutlich teurer. Bis eine frisch gemahlene Charge im deutschen Handel liegt, ist es deshalb häufig Sommer oder Spätsommer. Für dich heißt das zweierlei: Eine Dose, die du im Frühjahr kaufst, trägt meist noch den Jahrgang des Vorjahres, und aussagekräftiger als das Erntejahr ist ohnehin das Abfülldatum auf der Dose.

Was ändert sich im Frühjahr an der Zubereitung?

Die Wintervarianten arbeiten mit mehr Pulver, weniger Wasser und kräftigen Gewürzen, weil eine Schale bei Kälte schnell auskühlt und weil Zimt und Vanille zur Jahreszeit passen. Im Frühling fällt beides weg. Zurück geht es zur Grundform: rund 2 Gramm auf 100 Milliliter, Wasser bei 70 bis 80 Grad, gesiebt und schaumig geschlagen. Ohne Gewürze schmeckst du wieder, was das Pulver selbst kann – und merkst sofort, wenn die Dose den Winter nicht gut überstanden hat. Der zweite Wechsel betrifft die Temperatur im Glas: März und April sind die Monate, in denen morgens noch heiß und nachmittags schon kalt getrunken wird. Praktisch brauchst du also beide Zubereitungen parallel, aber nur ein Pulver. Die warmen Winterzubereitungen mit genauen Mengen stehen im Wissensartikel „Matcha im Winter: warme Ideen für kalte Tage“, die Herbstvarianten von Pumpkin Spice bis weißer Trinkschokolade im Artikel Matcha im Herbst – beide kannst du ab März guten Gewissens einmotten.

Welche Matcha-Getränke passen in März und April?

Die Übergangszeit verlangt keine neuen Rezepte, sondern eine andere Reihenfolge. Morgens die klassische Schale heiß, weil es draußen noch kühl ist. Nachmittags der erste kalt geschüttelte Matcha des Jahres: 2 Gramm mit 200 Millilitern kaltem Wasser und ein paar Eiswürfeln ins Schraubglas, zwanzig Sekunden schütteln, fertig. Dazu passen im Frühjahr die klaren, sauren Begleiter statt der süßen Gewürze – ein Spritzer Zitrone hebt die grüne Note und macht das Glas heller, Minze und Gurke funktionieren aus demselben Grund. Wer Milch möchte, wechselt von der schweren gewürzten Winterversion zur leichten: weniger Sirup, kühlere Milch, mehr Wasseranteil in der Basis. Und wenn das Wetter noch einmal einbricht, bleibt die dicke Basis eben stehen. Die drei kalten Grundmethoden mit Zeiten stehen im Wissensartikel „Matcha kalt zubereiten: Cold Matcha, Shaker und Cold Brew“, die Kombination mit Säure im Artikel Matcha und Zitrone.

Woran erkenne ich frisches Pulver – und wann muss die Winterdose weg?

Frisches Pulver ist sattgrün und leuchtet; ein stumpfes Gelbgrün oder ein Braunstich zeigt späte Ernte, Sauerstoff oder Wärme an. Der zweite Hinweis ist der Geruch: frisch riecht nach Wiese und Meer, alt nach Heu und Staub. Der dritte steht auf dem Etikett: Fehlen Erntegang und Abfülldatum, fehlt genau die Angabe, um die es im Frühjahr geht. Ein Pulver, das den Frühling verdient, stammt aus der ersten Ernte, ist mehrere Wochen beschattet gewachsen, von Hand gepflückt, steingemahlen und laborgeprüft auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide – so wie der MATCHASHOCK Bio-Matcha, doppelt luftdicht versiegelt. Der Erntekalender oben beschreibt den japanischen Anbau; unser Pulver wächst in China, wo der Pulvertee erfunden wurde und wo Beschattung und Handernte genauso zum Handwerk gehören. Die Prüfschritte für zu Hause stehen im Wissensartikel Matcha-Test zu Hause. Für den Vorrat gilt: gut verschlossen, kühl und trocken lagern und rasch verzehren. Eine geöffnete 30-Gramm-Dose ist bei täglicher Schale in vier bis sechs Wochen leer, und genau darauf ist die Größe ausgelegt. Wer im Winter unregelmäßig getrunken hat, steht im März oft vor einer halbvollen Dose, die seit November offen ist – keine Frühjahrsdose mehr. Prüfe sie so: Farbe bei Tageslicht, Geruch an der offenen Dose, dann eine kleine Schale pur. Ist die Farbe stumpf und der Geschmack strohig, wandert der Rest in den Backteig oder ins Salzglas statt in die Schale – wegwerfen musst du ihn nicht. Was mit altem Pulver noch möglich ist, steht im Wissensartikel „Alten Matcha verwenden: 9 Ideen statt Mülltonne“; warum Matcha überhaupt braun wird, erklärt der Artikel Matcha wird braun.

Was hat die Ernte im Mai mit meiner Dose zu tun?

Der Zusammenhang ist direkter, als er klingt. Der Erntegang entscheidet, wie herb oder mild dein Pulver ist, lange bevor du Wasser aufsetzt: junge, beschattete Blätter der ersten Pflückung bringen weniger von den herben Catechinen mit als die späteren Durchgänge, aus denen üblicherweise Café- und Backqualität gemacht wird. Der Frühling ist deshalb der Punkt im Jahr, an dem eine Kaufentscheidung am meisten bringt – nicht wegen eines Datums im Kalender, sondern weil die Blätter, die jetzt unter den Netzen stehen, das Pulver des kommenden Jahres sind. Wer den ganz frischen Jahrgang sucht, stößt dabei auf Shincha, den ersten Tee des Jahres aus jungen Blättern; was ihn ausmacht und warum er nicht dasselbe ist wie Matcha, steht im Wissensartikel Shincha. Der nächste Saisonwechsel kommt dann von allein: Ab Mai wandert Matcha ins Glas mit Eis.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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