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Trends

Warum gleich mehrere Taschenmarken eine Farbe Matcha fuehren

Matcha ist laengst nicht mehr nur ein Getraenkename, sondern auch eine Farbbezeichnung im Modehandel. Mehrere Taschenmarken fuehren aktuell eine eigene Farbe namens Matcha, von Rucksaecken bis zu kleinen Umhaengetaschen. Der Artikel zeigt, wo die Farbe auftaucht, welche Produkte es konkret gibt und was hinter der Namenswahl steckt.

Die Matcha-Kollektion von ROKA London und ORI London

ROKA London und die Schwestermarke ORI London fuehren eine eigene 'Matcha Collection'. Beide Haeuser beschreiben die Farbe als ruhiges, erdiges Gruen und bieten sie ueber ein breites Sortiment an, das deutlich ueber ein einzelnes Modell hinausgeht. Dazu zaehlen Rucksaecke wie der Bantry Backpack fuer 54,95 Pfund und der Canfield Roll Top Backpack fuer 64,95 Pfund, Umhaengetaschen wie die Kennington Crossbody Bag fuer 44,95 Pfund und die kleinere Bond Pocket Crossbody Bag fuer 29,95 Pfund. Ergaenzt wird die Kollektion durch die Trafalgar Tote Bag fuer 59,95 Pfund, die Chelsea Pocket Sling Bag fuer 24,95 Pfund und die City Duffel Bag fuer 44,95 Pfund. Auch ein Regenschirm namens Waterloo Umbrella fuer 24,95 Pfund sowie mehrere Socken-Modelle in Herren-, Damen- und Kindergroessen gehoeren zum Sortiment, jeweils zwischen 5,95 und 7,95 Pfund. ORI London bedient mit demselben Farbton den US-amerikanischen Markt und verschickt seine Ware aus Kalifornien, waehrend ROKA London die europaeische und britische Kundschaft bedient.

Material und Positionierung der Kollektion

Beide Marken setzen bei der Matcha-Kollektion ueberwiegend auf recyceltes Nylon und Bio-Baumwolle als Materialbasis. Das passt zur allgemeinen Ausrichtung der Haeuser, die sich seit ihrer Gruendung auf funktionale, leichte Taschen mit einem klaren Nachhaltigkeitsanspruch spezialisiert haben, statt auf klassisches Leder oder schwere Materialien zu setzen. Die Farbe Matcha wird dabei bewusst als ruhiger Kontrast zu kraeftigeren Saisonfarben wie Rot oder Orange positioniert und als ganzjaehrig tragbarer Grundton beworben, aehnlich wie Marineblau oder Schwarz. Das unterscheidet den Farbton von klassischen kurzlebigen Trendfarben, die oft nur eine Saison lang im Sortiment bleiben, bevor sie wieder verschwinden. Fuer die Markenkommunikation bedeutet das auch, dass die Matcha-Kollektion nicht als einmalige Kapsel-Kollektion beworben wird, die nach wenigen Monaten aus dem Katalog verschwindet, sondern als dauerhafter Bestandteil des regulaeren Sortiments gefuehrt wird, aehnlich wie klassische Grundfarben bei anderen Taschenherstellern.

Weitere Marken mit einer Matcha-Farbe

ROKA und ORI sind nicht die einzigen Anbieter mit dieser Farbbezeichnung. Auch der US-Anbieter Portland Leather Goods fuehrt Matcha als eigene Farboption bei mehreren Lederprodukten, unter anderem bei einer mittelgrossen Crossbody-Tasche mit rund 23 Zentimetern Breite und 20 Zentimetern Hoehe. Damit taucht der Name in zwei sehr unterschiedlichen Preissegmenten auf, im eher guenstigen Nylon-Bereich von ROKA und ORI ebenso wie im hoeherpreisigen Leder-Segment von Portland Leather Goods. Das zeigt, dass die Bezeichnung Matcha nicht an eine einzelne Marke oder ein einzelnes Material gebunden ist, sondern sich inzwischen als eigenstaendiger, markenuebergreifender Farbbegriff im Modehandel etabliert hat, vergleichbar mit etablierten Farbnamen wie Camel oder Khaki. Auch kleinere, weniger bekannte Labels greifen die Bezeichnung zunehmend fuer eigene Produkte auf, was darauf hindeutet, dass sich der Begriff inzwischen von einem einzelnen Markennamen geloest hat und im Textilhandel als allgemein verstaendlicher Farbstandard behandelt wird, aehnlich wie es bei Begriffen wie Rosegold oder Petrol bereits laenger der Fall ist.

Warum Modemarken ueberhaupt Lebensmittelfarben nutzen

Farbnamen aus der Kueche sind im Modehandel keine Seltenheit. Namen wie Karamell, Espresso oder Olive sind seit Jahren gaengig, weil sie ein klares Bild im Kopf erzeugen, ohne dass eine Marke lange erklaeren muss, wie der Ton genau aussieht. Matcha eignet sich dafuer besonders gut, weil die Farbe des Pulvers ein sehr klar umrissenes, kraeftiges Gruen ist, das sich von Oliv oder Khaki deutlich unterscheidet und in Produktfotos gut wiedererkennbar bleibt, selbst bei kleinen Vorschaubildern in einem Online-Shop. Der Name transportiert damit gleichzeitig eine praezise Farbinformation und eine Assoziation zu Ruhe, Frische und Naturnaehe, die viele Marken bewusst fuer ihre Kollektionen nutzen wollen, ohne selbst etwas mit dem Getraenk zu tun zu haben.

Matcha als Farbtrend jenseits von Essen und Trinken

Der Auftritt in der Modewelt ist ein Beleg dafuer, dass sich Matcha als kulturelles Thema von der reinen Kueche geloest hat. Waehrend Cafes und Getraenkehersteller die Zutat tatsaechlich verarbeiten, greifen Modemarken lediglich den Farbeindruck auf, ohne dass ein inhaltlicher Bezug zum Pulver besteht. Diese Trennung ist wichtig fuer das Verstaendnis des Trends: Eine Tasche in der Farbe Matcha hat keinen inhaltlichen Zusammenhang zum Getraenk oder zur Zutat, sie leiht sich lediglich dessen visuelle Wiedererkennbarkeit und die damit verbundenen positiven Assoziationen, ohne dass ein Gramm Matcha in die Produktion einfliesst.

Was das fuer die Wahrnehmung von Matcha bedeutet

Fuer ein Lebensmittel ist es ein ungewoehnlicher Schritt, wenn sein Name zur eigenstaendigen Farbbezeichnung in einer komplett anderen Branche wird. Es zeigt, wie weit sich die Zutat in den vergangenen Jahren im Alltagsbild verankert hat, weit ueber Cafes und Kuechen hinaus bis in Modekataloge und Online-Shops fuer Taschen und Accessoires. Gleichzeitig bleibt die Farbnutzung ein reines Marketinginstrument der jeweiligen Taschenmarken, unabhaengig davon, welche Matcha-Marke jemand tatsaechlich zu Hause im Schrank stehen hat oder woher deren Pulver stammt.

Einordnung fuer Matcha-Interessierte

Wer sich fuer Matcha als Zutat interessiert, muss die Modefarbe nicht weiter beachten. Sie sagt nichts ueber Qualitaet, Herkunft oder Zubereitung eines Matcha-Pulvers aus, sie ist ein reiner Farbcode im Textilhandel, entstanden aus einem Marketinggedanken der jeweiligen Taschenmarken. Interessant bleibt der Trend trotzdem als Randnotiz, weil er zeigt, wie selbstverstaendlich der Begriff inzwischen ausserhalb der Kueche verwendet wird, ohne dass ein Hersteller von echtem Matcha selbst an der Namensgebung beteiligt sein muss oder davon profitiert.

Ein Blick auf aehnliche Faelle in anderen Branchen

Matcha ist nicht die erste Lebensmittelzutat, deren Name in fremde Branchen wandert. Begriffe wie Mokka oder Pistazie tauchen seit Langem als Farbnamen in Mode und Innenausstattung auf, ohne dass die jeweilige Branche noch einen inhaltlichen Bezug zur Zutat pflegt. Der Unterschied bei Matcha liegt im Tempo: Wo sich Farbnamen wie Mokka ueber Jahrzehnte in der Alltagssprache eingeschliffen haben, hat sich Matcha innerhalb weniger Jahre parallel als Getraenk, als Backzutat und jetzt auch als Farbbezeichnung etabliert. Das zeigt, wie schnell sich ein zunaechst schmales Nischenprodukt zu einem breit verstandenen kulturellen Referenzpunkt entwickeln kann, sobald es visuell klar genug ist, um ohne lange Erklaerung verstanden zu werden.

Wie Kaeuferinnen und Kaeufer die Farbe im Alltag wahrnehmen

In Produktbewertungen und Kommentaren zu den jeweiligen Kollektionen beschreiben Kaeuferinnen und Kaeufer den Farbton Matcha meist als vielseitig kombinierbar, gerade weil er weder besonders kraeftig noch besonders blass ausfaellt. Dieser mittlere Sattigungsgrad erklaert einen Teil der Beliebtheit, denn eine Tasche in dieser Farbe laesst sich sowohl zu neutralen als auch zu farbigen Outfits tragen, ohne zu dominant zu wirken. Fuer Marken ist das ein praktischer Vorteil gegenueber sehr kraeftigen Trendfarben, die oft nur mit einer begrenzten Zahl an Kombinationsmoeglichkeiten funktionieren und dadurch schneller aus dem Sortiment verschwinden, sobald die naechste Saison beginnt.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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