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Trends

Matcha-Grün im Homeoffice: was Innenarchitektinnen an der Farbe schätzen

Matcha-Grün hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der gefragtesten Trendfarben in der Inneneinrichtung entwickelt – ein gedämpfter, warmer Grünton zwischen Salbei und Olive. Ursprünglich vor allem in Küchen eingesetzt, taucht der Ton mittlerweile auch in Einrichtungsvorschlägen für Homeoffice und Arbeitszimmer auf. Dieser Artikel ordnet ein, woher der Trend kommt und was ihn für Arbeitsräume interessant macht.

Was den Farbton ausmacht

Matcha-Grün ist kein einzelner, genormter Farbcode, sondern ein Farbbereich: ein gedämpftes, leicht ins Gelbliche gehendes Grün, das an die Farbe von angerührtem Matcha-Pulver erinnert. Anders als kräftiges Smaragd- oder Waldgrün erscheint der Ton durch seinen hohen Grauanteil zurückhaltender und lässt sich leichter mit neutralen Farben kombinieren. Salbeigrün hat einen stärkeren Grauanteil und erscheint dadurch kühler, während Matcha-Grün etwas mehr ins Gelbliche geht und dadurch wärmer erscheint. Für Käuferinnen und Käufer, die beide Töne im Baumarkt oder Farbenfachhandel nebeneinander sehen, ist dieser Unterschied oft erst im direkten Vergleich an der Wand erkennbar.

Was eine Londoner Innenarchitektin dazu sagt

Die Londoner Innenarchitektin Nicola Harding beschreibt Matcha-Grün gegenüber dem Fachmagazin Livingetc so: „Matcha is a refreshing yet calming green, and it's a great kitchen colour as it gives the space a contemporary edge while still feeling classic." Sie hebt außerdem hervor, dass der Ton drinnen und draußen optisch stärker miteinander verbindet, etwa wenn ein Garten an die Küche angrenzt. Ihre Einschätzung bezieht sich ausdrücklich auf die Küche, wird von Designblogs inzwischen aber sinngemäß auch für andere Wohn- und Arbeitsbereiche aufgegriffen, in denen ein ruhiger, natürlicher Farbeindruck gewünscht ist.

Vom Küchenton zur Bürofarbe

Designblogs, die sich mit Wohntrends 2025 und 2026 befassen, ordnen Matcha-Grün nicht mehr nur der Küche zu, sondern nennen es unter anderem für Ess- und Arbeitszimmer als vielseitig einsetzbare Wandfarbe. Begründet wird das mit derselben Eigenschaft, die schon Harding für die Küche beschreibt: dem ruhigen, zurückhaltenden Charakter der Farbe, der sich gut mit längerem Aufenthalt in einem Raum verträgt, ohne aufdringlich zu wirken. Frühere grüne Trendfarben wie Minzgrün oder Smaragdgrün wurden oft als kräftige Akzentfarbe in einzelnen Möbelstücken eingesetzt, während Matcha-Grün gezielt für größere Flächen wie ganze Wände beworben wird, weil sein gedämpfter Charakter auch großflächig nicht aufdringlich erscheint.

Farbkombinationen, die im Arbeitszimmer funktionieren

Für Homeoffice-Ecken empfehlen Einrichtungsblogs meist eine von zwei Richtungen: entweder die Kombination mit warmen Neutraltönen wie Beige, Creme oder hellem Holz für einen ruhigen, unaufdringlichen Gesamteindruck, oder der bewusste Kontrast zu Schwarz für einen moderneren, kräftigeren Look. Beide Varianten lassen sich mit denselben Möbeln umsetzen, der Unterschied liegt vor allem in Wandfarbe und Accessoires. Neben Küche und Arbeitszimmer nennen Einrichtungsblogs auch Flure, Ankleidezimmer und kleinere Badezimmer als Einsatzorte für Matcha-Grün, meist in Kombination mit hellen Fliesen oder Naturholzelementen. Wer nicht streichen darf oder möchte, erreicht einen ähnlichen Effekt über Textilien wie Vorhänge, Kissen oder einen Teppich in Matcha-Grün, kombiniert mit neutralen Möbeln, sodass sich der Ton auch ohne Wandfarbe im Raum wiederfindet. Kleinere Accessoires wie Vasen, Bilderrahmen oder Bürolampen in Matcha-Grün lassen sich leichter wieder austauschen als eine gestrichene Wand, falls der Farbton nach einiger Zeit doch nicht überzeugt. Für alle, die sich noch unsicher sind, bietet sich deshalb ein schrittweiser Einstieg über Accessoires an, bevor größere Flächen wie Wände oder Möbelfronten verändert werden. Da der Ton selbst an Pflanzenfarben erinnert, erscheint die Kombination mit echtem Grün durch Zimmerpflanzen im Arbeitszimmer besonders stimmig. Designblogs empfehlen dafür meist wenige, aber größere Pflanzen statt vieler kleiner Töpfe, damit der Gesamteindruck ruhig bleibt und nicht überladen erscheint. Wer sich zwischen mehreren Nuancen innerhalb der Matcha-Grün-Palette entscheiden muss, wählt am besten anhand der Fläche: Für ganze Wände empfiehlt sich meist der hellere, zurückhaltendere Ton, während dunklere Varianten sich eher für einzelne Möbelstücke oder Nischen eignen.

Warum Grüntöne in Arbeitsräumen ohnehin verbreitet sind

Grün gehört seit Jahrzehnten zu den Farben, die in Büros auftauchen, von grünen Schreibtischlampen über Aktenordner bis zu Wandtafeln in Schulen und Universitäten. Matcha-Grün reiht sich in diese lange Tradition ein, unterscheidet sich davon aber durch seinen gedämpften, warmen Unterton, der weniger an klassische Bürogrüntöne erinnert als an Naturfarben aus der Küche. Matte Wandfarben zeigen den gedämpften Charakter von Matcha-Grün deutlicher als glänzende Lacke, die den Ton durch Lichtreflexionen heller und kühler wirken lassen. Für Möbel und Accessoires eignen sich natürliche Materialien wie Holz, Leinen oder Keramik besonders gut, weil sie den erdigen Unterton der Farbe aufgreifen.

Wie du den Ton vorab testest

Bevor eine ganze Wand im Arbeitszimmer gestrichen wird, lohnt sich ein Test mit Farbmustern oder kleineren Flächen, etwa an einer Fensterlaibung oder hinter einem Regal. Matcha-Grün verändert seinen Eindruck je nach Lichteinfall spürbar: Bei Tageslicht erscheint der Ton oft heller und frischer, bei künstlichem Licht am Abend eher wärmer und gedämpfter – ein Effekt, der sich vor dem Streichen der ganzen Wand leicht überprüfen lässt. Wer viel in Videokonferenzen sitzt, sollte bedenken, dass Ringlichter und kaltweiße LED-Lampen, die für eine gute Kamerabeleuchtung sorgen, den warmen Unterton von Matcha-Grün etwas neutralisieren können. Eine zusätzliche warmweiße Lichtquelle im Hintergrund gleicht diesen Effekt meist aus. Kleine Musterkarten aus dem Baumarkt geben oft nur einen groben Eindruck vom tatsächlichen Farbton, weil sie meist unter neutralem Kunstlicht im Geschäft betrachtet werden. Ein größeres Testfeld direkt an der Wand, das über mehrere Tage bei unterschiedlichem Licht betrachtet wird, liefert ein verlässlicheres Bild als ein einzelnes kleines Muster. Wer sich zwischen zwei ähnlichen Tönen nicht entscheiden kann, hängt beide Muster nebeneinander an dieselbe Wand und vergleicht sie über mehrere Tage hinweg, statt sich allein auf den ersten Eindruck im Geschäft zu verlassen.

Wo der Farbton sonst auftaucht

Neben Wänden und Möbeln findet sich Matcha-Grün mittlerweile auch auf Verpackungen, in der Mode und bei Küchengeräten – ein Zeichen dafür, dass der Trend über die reine Raumgestaltung hinausgewachsen ist und mittlerweile als eigenständiger Farbname neben klassischen Bezeichnungen wie Salbeigrün oder Olivgrün verwendet wird. Einige Einrichtungshäuser haben Matcha-Grün mittlerweile als eigene Bezeichnung für Polstermöbel, Küchenfronten und Textilien in ihr Sortiment aufgenommen, statt es unter allgemeineren Bezeichnungen wie Salbei- oder Olivgrün zu führen – ein Zeichen dafür, dass der Farbname selbst zum Verkaufsargument geworden ist. Über Plattformen wie Pinterest und Instagram verbreitete sich die Bezeichnung Matcha-Grün für Wohnideen parallel zum allgemeinen Interesse an Matcha als Getränk, wobei beide Trends unabhängig voneinander entstanden sind und erst nachträglich aufeinandertrafen. Auch Textilhersteller und Keramikmarken haben den Ton mittlerweile in ihr Sortiment aufgenommen, was zeigt, dass sich Matcha-Grün nicht auf Wandfarbe beschränkt, sondern als durchgängiges Gestaltungselement über mehrere Materialien hinweg verwendet wird.

Grenzen des Trends

Wie jede Trendfarbe bleibt die Wirkung von Matcha-Grün eine Frage des persönlichen Geschmacks und der Lichtverhältnisse im jeweiligen Raum. Belastbare Aussagen darüber, wie eine Wandfarbe die Arbeit am Schreibtisch verändert, gibt es nicht – die Empfehlungen der Designblogs beziehen sich ausschließlich auf die optische und gestalterische Wirkung des Farbtons, nicht auf einen Effekt auf die Menschen, die in dem Raum arbeiten. Designtrends bei Wandfarben halten sich erfahrungsgemäß selten länger als einige Jahre, bevor ein neuer Ton die Aufmerksamkeit übernimmt. Ob Matcha-Grün über 2026 hinaus als eigener Farbname bestehen bleibt oder wieder unter allgemeineren Bezeichnungen wie Salbeigrün aufgeht, lässt sich aus den bisherigen Quellen nicht ableiten. Wer sich unabhängig vom Trend für eine langlebige Wahl entscheiden möchte, greift am ehesten zu gedeckten, gedämpften Grüntönen wie diesem, da sie erfahrungsgemäß seltener aus der Mode kommen als sehr kräftige, gesättigte Farben.

Das Original hinter dem Farbnamen

Der Name der Farbe verweist auf das Original: fein gemahlenes, grünes Matcha-Pulver. MATCHASHOCK verkauft genau dieses Pulver aus biologischem Anbau in der 30-Gramm-Dose – als Getränk für die Pause im frisch gestrichenen Homeoffice. Wer sich unsicher ist, ob Matcha-Grün zum Rest der eigenen Einrichtung passt, findet in den beschriebenen Kombinationen mit Holz, Beige und Schwarz einen guten Ausgangspunkt für eigene Experimente.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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