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Trends

Dry January alkoholfrei gestalten: Matcha als tägliches Ritual

Im Januar lassen jedes Jahr mehr Leute den Alkohol einen Monat lang weg. Was an den Abenden fehlt, ist selten das Getränk selbst, sondern der Griff: das Glas in der Hand, der feste Moment nach dem Essen. Matcha ist alkoholfrei, dauert drei Minuten und hat genug eigene Handgriffe, um diesen Moment zu füllen. Hier stehen Ablauf, Mengen für 31 Tage und die Drinks, die sich damit mixen lassen.

Was ist Dry January eigentlich?

Dry January ist eine Kampagne, die dazu aufruft, ab Neujahr den kompletten Januar über keinen Alkohol zu trinken. Offiziell gestartet ist sie 2014 in England, das Konzept selbst ist ein paar Jahre älter, und einen Vorläufer gab es bereits 1942 in Finnland unter dem Namen Sober January. Zwischen 2010 und 2020 hat sich die Idee über soziale Netzwerke in vielen westlichen Ländern verbreitet: 2020 machten allein rund vier Millionen Britinnen und Briten mit, 2021 kam die Initiative in die Schweiz, 2023 zum ersten Mal nach Deutschland. Sie ist damit ein junger Anlass mit sehr viel Zulauf, und für alle, die Tee trinken, ist daran vor allem eine Sache interessant: Der Januar ist der Monat, in dem viele Leute zum ersten Mal überhaupt darüber nachdenken, was abends im Glas steht. Das ist eine Geschmacksfrage.

Warum fällt der Januar so vielen schwer?

Wer den Monat schon einmal gemacht hat, kennt das Muster: Die ersten Tage sind unproblematisch, schwierig wird es an den Abenden mit Anlass – Freitag, Besuch, Restaurant. Was dann fehlt, ist meistens nicht der Alkohol, sondern die Handlung drumherum: etwas einschenken, ein Glas halten, etwas trinken, das nicht wie ein Getränk vom Nachmittag schmeckt. Genau deshalb funktionieren Wasser und Limonade an diesen Abenden schlecht. Beide haben keinen Ablauf und keine eigene Note, über die man am Tisch reden könnte. Matcha bringt beides mit. Er ist alkoholfrei, und er hat mehr Handgriffe als jedes andere Heißgetränk: Pulver sieben, Wasser auf Temperatur bringen, aufschlagen, warten, bis der Schaum steht. Das dauert drei Minuten und ist sichtbar genug, dass es im Raum als eigener Vorgang wahrgenommen wird. Dazu kommt ein Geschmack, der weder süß noch neutral ist, sondern grasig, leicht herb und umami. Mehr braucht eine Ersatzhandlung nicht: einen festen Ablauf und etwas im Glas, das nicht nach Verzicht aussieht.

Wie sieht das Ritual am Abend konkret aus?

Der Grundablauf ist immer derselbe: 2 Gramm Pulver – ein knapper Teelöffel – durch ein feines Sieb in die Schale, 100 Milliliter Wasser bei 70 bis 80 Grad darüber, dann 15 bis 20 Sekunden in schnellen W-Bewegungen aufschlagen, bis feiner Schaum steht. Kochendes Wasser ist der häufigste Fehler, weil sich damit deutlich mehr Bitterstoffe aus dem Pulver lösen; lass es nach dem Kochen zwei bis drei Minuten offen stehen oder gib einen Schuss kaltes Wasser dazu. Für den Abend gibt es zwei Varianten, die besser passen als die klassische heiße Schale. Erstens kalt: Pulver mit kaltem Wasser im Schraubglas schütteln oder über Nacht als Cold Brew ansetzen – das schmeckt milder, weil ein Teil der Bitterstoffe schlicht ungelöst bleibt. Zweitens im Glas statt in der Schale, mit Eis und einem langen Löffel, damit es aussieht und sich anfühlt wie ein Drink. Wie du kalt ansetzt, steht im Wissensartikel „Matcha kalt zubereiten“; wie spät am Tag die letzte Schale sinnvoll ist, ist eine reine Koffeinfrage und steht im Wissensartikel „Matcha am Abend“.

Welches Pulver hältst du 31 Tage lang durch?

Der Januar ist lang, und nichts beendet ein tägliches Ritual schneller als ein Pulver, das herb schmeckt. Wer 31 Tage durchziehen will, braucht kein besonderes Zubehör, aber Pulver, das pur trinkbar ist. Der Unterschied entsteht vor der Ernte: Wird die Teepflanze rund vier Wochen beschattet, bildet sie weniger Catechine – die Stoffgruppe hinter der herben Note – und behält mehr L-Theanin, das den runden, umami-artigen Geschmack ausmacht. Späte Erntegänge ohne Beschattung liefern dagegen das günstige Pulver aus dem Supermarktregal, das zum Backen gedacht ist und pur unangenehm schmeckt. Für ein tägliches Ritual lohnt sich deshalb erste Ernte, beschattet, von Hand gepflückt, steingemahlen und laborgeprüft auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide – wie der MATCHASHOCK Bio-Matcha, der auf mild statt bitter ausgelegt ist. Praktisch heißt das: Du kannst die Schale pur trinken, ohne sie zu süßen. Ein Pulver, das erst durch Sirup trinkbar wird, ist für ein tägliches Ritual schlicht die falsche Wahl.

Wie viel Pulver brauchst du für den ganzen Monat?

Rechne einfach: 2 Gramm pro Schale, 31 Tage, macht rund 62 Gramm für einen Monat, wenn du täglich eine trinkst. Bei zwei Schalen am Tag sind es gut 120 Gramm. Kauf das trotzdem nicht als ein großes Gebinde. Matcha oxidiert an der Luft und verliert dabei Farbe und Aroma; nach dem Öffnen bleibt eine Dose rund vier bis sechs Wochen wirklich frisch. Zwei kleine Dosen nacheinander sind deshalb besser als eine große, die im März am Boden braun wird. Eine 30-Gramm-Dose reicht für rund 15 Schalen, bei einer Schale am Tag also für gut zwei Wochen. Lager sie luftdicht, dunkel und kühl und lass sie nicht offen neben dem Wasserkocher stehen, weil Dampf das Pulver verklumpen lässt. Wenn du in der zweiten Januarwoche merkst, dass daraus eine feste Gewohnheit wird, ist das der Moment, den Nachkauf zu planen, statt am 25. mit leerer Dose dazustehen. Mehr zu Fristen und Anzeichen für altes Pulver steht im Wissensartikel „Matcha-Haltbarkeit“.

Welche alkoholfreien Drinks kannst du daraus mixen?

Ab der zweiten Woche wird jede Schale gleich, und genau da steigen die meisten aus. Dagegen hilft, dass sich Matcha mixen lässt wie kaum ein anderer Tee. Mit Tonic und viel Eis wird daraus ein klarer, bitterer Longdrink, mit Sprudelwasser und Zitrone eine Limonade, die ihre Frische aus Säure statt aus Zucker zieht, mit Kokoswasser oder Hafermilch etwas Cremiges. Genaue Mengen für Matcha Tonic, Matcha Soda mit Zitrone und Matcha-Limonade stehen in unserer Rezeptsammlung. Welche Drinks alkoholfrei bleiben und trotzdem nicht nach Kindergeburtstag schmecken, steht im Wissensartikel „Matcha Mocktail“; wie dieselben Aromen in der Bar mit Alkohol gebaut werden, steht im Wissensartikel „Matcha Cocktails“. Ein Tipp aus der Praxis für Wochentage: Setz am Sonntag ein Konzentrat an – etwa 10 Gramm Pulver in 200 Millilitern Wasser aufgeschlagen – und füll daraus unter der Woche in zwanzig Sekunden ein Glas mit Wasser, Milch oder Tonic auf. Vor jedem Eingießen kurz schwenken, sonst setzt sich das Pulver am Boden ab.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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