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Wie ein beilaeufiges Foto von Lisa eine Matcha-Marke ueberrollte
Im Juli 2025 loeste ein Instagram-Foto der K-Pop-Ikone Lisa einen Ansturm auf die chinesische Teekette HeyTea aus. Fans erkannten in einem Getraenk in ihrem Auto den Triple Supreme Matcha Latte der Marke. Der Fall zeigt beispielhaft, wie ein einzelnes Detail auf einem Promifoto binnen Stunden zu weltweiter Nachfrage nach einem bestimmten Matcha-Getraenk fuehren kann, mit Millionen Aufrufen in mehreren Laendern innerhalb weniger Tage.
Der Ausgangspunkt
Lisa, Mitglied der K-Pop-Gruppe Blackpink, veroeffentlichte im Juli 2025 auf Instagram ein Foto von sich in einem roten Ferrari. Im Bild war ein Getraenkebecher im Blickfeld zu erkennen. Fans identifizierten diesen zuegig als Triple Supreme Matcha Latte der chinesischen Teekette HeyTea, ein Getraenk, das die Marke Anfang 2025 eingefuehrt hatte. Nach Berichten mehrerer Medien wie kr-asia.com wirkte das Foto nicht inszeniert, sondern beilaeufig, was von Kommentatoren als Grund fuer die schnelle Verbreitung genannt wurde. Das Bild enthielt nach Einschaetzung mehrerer Medien keinerlei erkennbaren Hinweis auf eine bezahlte Zusammenarbeit, was den Effekt zusaetzlich verstaerkte, weil er als organisch statt als Werbung wahrgenommen wurde. Genau dieser fehlende Werbecharakter wird in mehreren Artikeln als zentraler Unterschied zu klassischen, vertraglich vereinbarten Markenkooperationen genannt.
Die Reichweite des Moments
Lisa hat auf Instagram mehr als 100 Millionen Follower. Das Foto verbreitete sich von dort auf TikTok, X und auf chinesischen Plattformen wie Weibo, RedNote und Douyin. Nach Angaben mehrerer Medien erreichte der zugehoerige Hashtag auf Weibo mehr als 52 Millionen Aufrufe und stieg dort in die Top 40 der Hot-Search-Liste auf. Ein zweiter Hashtag zum Getraenk selbst kam auf gut 15 Millionen Aufrufe. Fans in mehreren Laendern versuchten daraufhin, die Szene aus dem Foto nachzustellen, teils mit eigenen Fahrzeugen und in aehnlicher Kleidung, was die Verbreitung des Motivs zusaetzlich beschleunigte. Der zeitliche Ablauf, von einem einzelnen Foto bis zu millionenfachen Aufrufen auf mehreren Plattformen gleichzeitig, spielte sich laut Berichterstattung innerhalb weniger Tage ab, ohne dass eine der beteiligten Seiten dafuer eine laengere Vorlaufzeit oder Planung benoetigte.
Reaktion von HeyTea
HeyTea reagierte nach eigenen Angaben schnell auf den Ansturm. Am 25. Juli 2025 startete das Unternehmen eine weltweite Zwei-fuer-eins-Aktion fuer mehrere Matcha-Getraenke, darunter den Triple Supreme Matcha Latte sowie den Cloud Matcha Latte, in mehr als 4.000 Filialen in ueber 330 Staedten, unter anderem in China, den USA, Grossbritannien, Australien, Japan und Suedkorea. Das Unternehmen teilte zudem Lisas Foto auf dem eigenen Instagram-Kanal und benannte ein Getraenk nach ihr. In mehreren Filialen war die Nachfrage laut Berichten so hoch, dass Bestaende schon vor dem offiziellen Beginn der Rabattaktion ausverkauft waren.
Vietnamesischer Bezug
Der urspruenglich in dieser Recherche verwendete Beleg stammt vom vietnamesischen Portal VGT TV, das den Fall unter dem Blickwinkel des vietnamesischen Publikums einordnete. Interessant an dieser Einordnung ist der Hinweis, dass HeyTea zuvor bereits unter dem Namen Heekcaa in Vietnam aktiv war, diese Standorte zwischenzeitlich aber geschlossen hatte. Der virale Moment 2025 fiel damit in eine Phase, in der die Marke international neu positioniert wurde, was die Reaktion auf den Fall in einzelnen asiatischen Maerkten zusaetzlich verstaerkte.
Warum gerade K-Pop-Stars solche Effekte ausloesen
K-Pop-Kuenstlerinnen wie Lisa verfuegen ueber eine besonders aktive und international vernetzte Fangemeinschaft, die eigene Inhalte rund um jedes oeffentliche Detail eines Idols produziert und teilt. Dieses Verhalten unterscheidet sich von klassischer Prominenten-Werbung dadurch, dass die Verbreitung nicht von der Marke selbst gesteuert wird, sondern von der Fangemeinschaft ausgeht. Genau dieser Mechanismus wird in mehreren der hier ausgewerteten Berichte als Hauptgrund dafuer genannt, warum ein einzelnes Foto ohne begleitende Kampagne innerhalb weniger Tage zu einem weltweiten Nachfrageschub fuehren konnte.
Die Zahlen im Ueberblick
Zusammengefasst zeigen die ausgewerteten Quellen folgende Groessenordnung: mehr als 100 Millionen Instagram-Follower bei Lisa, ueber 52 Millionen Aufrufe fuer den Haupt-Hashtag auf Weibo mit Platz 40 der dortigen Hot-Search-Liste, rund 15 Millionen Aufrufe fuer den Hashtag zum konkreten Getraenk sowie eine weltweite Rabattaktion in mehr als 4.000 Filialen in ueber 330 Staedten binnen weniger Tage nach dem urspruenglichen Foto. Diese Kennzahlen stammen aus der Berichterstattung mehrerer voneinander unabhaengiger Medien und zeigen, in welcher Groessenordnung sich ein einzelner viraler Moment bei einer international vernetzten Fangemeinschaft bewegen kann.
Wie HeyTea auf den Nachfrageschub reagierte
Neben der weltweiten Zwei-fuer-eins-Aktion benannte HeyTea nach eigenen Angaben ein Getraenk mit dem Namen LISA nach der Saengerin, als direkte Reaktion auf den Ansturm. Diese Form der schnellen, unaufgeforderten Wuerdigung eines viralen Moments durch die betroffene Marke selbst ist in der Getraenkebranche ein wiederkehrendes Muster: Statt eine eigene, lange geplante Werbekampagne zu starten, greift das Unternehmen den bereits laufenden viralen Moment auf und verstaerkt ihn zusaetzlich, was in mehreren Berichten als Hauptgrund fuer die anhaltend hohe Nachfrage auch nach den ersten Tagen genannt wird.
Bedeutung fuer Matcha-Kaeufer in Deutschland
HeyTea betreibt in Deutschland aktuell keine eigenen Filialen, der beschriebene Ansturm fand ausschliesslich in Maerkten wie China, den USA, Grossbritannien, Australien, Japan und Suedkorea statt. Fuer deutsche Matcha-Kaeuferinnen und -Kaeufer bleibt der Fall deshalb vor allem ein Beispiel dafuer, wie schnell sich Nachfrage nach einem bestimmten Matcha-Getraenk international verschieben kann, wenn eine reichweitenstarke Person unabsichtlich damit in Verbindung gebracht wird. Wer aehnliche virale Matcha-Momente aus Suedostasien oder den USA in eigenen sozialen Netzwerken sieht, sollte im Hinterkopf behalten, dass solche Ereignisse haeufig auf ein einzelnes Foto oder Video zurueckgehen, nicht auf eine laengerfristige, im Vorfeld geplante Kampagne der jeweiligen Marke oder der jeweils beteiligten Person.
Einordnung fuer Matcha allgemein
Der Fall reiht sich in eine laengere Kette aehnlicher Ereignisse ein. Kurz zuvor hatte Lisa bereits mit einem anderen Produkt, dem Spielzeug Labubu, einen aehnlichen viralen Effekt ausgeloest. Fuer die Wahrnehmung von Matcha zeigt der HeyTea-Moment, dass ein einzelnes, unkommentiertes Detail auf einem Foto ausreichen kann, um kurzfristig ganze Filialketten unter Nachfragedruck zu setzen. Eine Verbindung zu MatchaShock oder eine Empfehlung Lisas fuer ein bestimmtes Produkt besteht nicht, dieser Artikel beschreibt ausschliesslich das oeffentlich dokumentierte Medienereignis, ohne den zugrunde liegenden Trend selbst zu bewerten. Fuer die Getraenkebranche insgesamt bleibt der Fall ein Beispiel dafuer, wie unberechenbar solche viralen Effekte sind, weder HeyTea noch Lisa selbst hatten den Moment im Vorfeld geplant oder angekuendigt, und keine der beiden Seiten haette den Umfang der Reaktion im Voraus zuverlaessig vorhersagen koennen, was den Fall von klassisch geplanten Werbekampagnen grundlegend unterscheidet.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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