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Lipton bringt Barista Matcha: ein Weltkonzern erklärt den Latte zu Hause

Lipton, eine der größten Teemarken der Welt, hat im April 2026 in Frankreich ein neues Produkt namens Barista Matcha auf den Markt gebracht: vordosierte Sticks aus Hafermehl und Matcha, die sich zu Hause oder im Büro zu einem Matcha-Latte zubereiten lassen. Dieser Artikel beschreibt, was in den Sticks steckt, wie sie zubereitet werden und wo sie erhältlich sind, ausschließlich nach den Angaben von Lipton selbst und unabhängiger Fachpresse. Mit Lipton haben wir nichts zu tun und verkaufen dieses Produkt nicht.

Was Barista Matcha ist

Barista Matcha ist eine neue Produktlinie von Lipton, die im April 2026 in französischen Supermärkten im Tee- und Aufgussregal eingeführt wurde. Sie besteht aus vordosierten Sticks, die sich sowohl heiß als auch kalt zubereiten lassen. Lipton bewirbt das Produkt als einfachen Weg, zu Hause oder am Arbeitsplatz einen Matcha-Latte im Stil eines Coffee-Shops zuzubereiten, ohne zusätzliche Geräte wie einen Milchaufschäumer oder einen Bambusbesen.

Zutaten laut Verpackungsangabe

Nach den auf der Verpackung genannten Zutaten besteht Barista Matcha Original zu 93,5 Prozent aus instantanem Hafermehl, zu 6,2 Prozent aus Matcha sowie aus einem Pflanzenextrakt aus Stevia-Blatt, Brombeerblatt und Zitronengras. Die Vanille-Variante enthält zusätzlich ein natürliches Aroma. Beide Varianten kommen laut Lipton ohne Zusatz von Zucker aus, enthalten aber natürlicherweise vorhandenen Zucker aus dem Hafer. Das Produkt richtet sich laut Hersteller sowohl an erfahrene Matcha-Trinker als auch an Menschen, die Matcha zum ersten Mal probieren.

Zwei Rezepturen

Lipton bietet Barista Matcha in zwei Varianten an: Barista Matcha Original für einen milden Einstieg und Barista Matcha Vanille für eine süßere, gourmethaftere Variante. Beide sollen laut Hersteller eine sanfte, weniger bittere Geschmacksnote als klassisch zubereiteter Matcha haben. In der eigenen Ankündigung beschreibt Lipton das Ziel damit, den Zugang zu Matcha zu vereinfachen, ohne dabei den Coffee-Shop-Charakter des Getränks zu verlieren.

Zubereitung

Für die heiße Zubereitung gibt Lipton an, den Inhalt eines Sticks in eine Tasse zu geben und mit 150 Millilitern Wasser bei 90 Grad für einen intensiveren Geschmack oder mit 170 Millilitern für einen milderen Geschmack aufzugießen und gut umzurühren. Für die kalte Variante lässt sich derselbe Stick mit kaltem Wasser oder Milch aufgießen. Ein Milchaufschäumer oder Bambusbesen ist laut Hersteller für keine der beiden Zubereitungsarten nötig, was die Zubereitungszeit gegenüber der klassischen Methode deutlich verkürzt.

Verpackung und Preis

Eine Packung enthält zehn vordosierte Sticks. Nach Angaben der französischen Fachpresse liegt der unverbindliche Verkaufspreis bei rund 5,99 Euro pro Packung, was in Frankreich weniger als einen Euro je zubereiteter Tasse entspricht. Da es sich um ein Fertigprodukt in Stückform handelt, ist ein Kilogramm-Grundpreis nach deutscher Preisangabenverordnung hier nicht vorgesehen und wird von Lipton auch nicht ausgewiesen.

Wo das Produkt zu finden ist

Barista Matcha ist seit dem Frühjahr 2026 im französischen Lebensmitteleinzelhandel gelistet, unter anderem bei Monoprix und in Filialen von Super U, außerdem online etwa bei Amazon Frankreich und bei Großhändlern wie EpiSaveurs, die das Produkt an Gastronomiebetriebe weiterverkaufen. Ob und wann das Produkt auch in Deutschland in den Handel kommt, ist nach den vorliegenden Quellen nicht bekannt.

Warum ein Konzern wie Lipton auf Matcha setzt

Lipton positioniert Barista Matcha ausdrücklich als Versuch, den Zugang zu Matcha zu vereinfachen: weg vom traditionellen Anrühren mit Bambusbesen und Sieb, hin zu einem Stick, der sich in Sekunden auflöst. Das zeigt, wie stark inzwischen auch klassische Teekonzerne auf den gestiegenen Absatz von Matcha-Getränken reagieren und eigene, vereinfachte Formate dafür entwickeln, statt Matcha nur als Aufgussbeutel-Tee anzubieten.

Der Konzern hinter Lipton

Die Marke Lipton geht auf den schottischen Kaufmann Thomas Lipton zurück, der 1871 in Glasgow sein erstes Lebensmittelgeschäft eröffnete und Tee direkt von den Anbaugebieten an Verbraucher verkaufte. Das heutige Unternehmen hinter der Marke heißt Lipton Teas and Infusions und ist eigenen Angaben zufolge das größte Teeunternehmen der Welt. Es entstand 2021, als der Konsumgüterkonzern Unilever sein globales Teegeschäft unter dem Namen ekaterra für 4,5 Milliarden Euro an die Beteiligungsgesellschaft CVC Capital Partners verkaufte; der Verkauf wurde im Juli 2022 abgeschlossen. Zum Zeitpunkt des Verkaufs erwirtschaftete das Teegeschäft nach Unilever-Angaben einen Jahresumsatz von rund 2 Milliarden Euro und umfasste 34 Marken. Anfang 2023 benannte sich ekaterra in Lipton Teas and Infusions um. Zum Portfolio des mit Sitz in Amsterdam ansässigen Unternehmens gehören neben Lipton auch Marken wie PG Tips, Pukka, T2 und Tazo, nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen weltweit rund 17.000 Menschen.

Lipton als Marke bei Unilever

Nicht zum Verkauf an CVC Capital Partners gehörte nach Angaben von Unilever das gemeinsame Unternehmen für Ready-to-drink-Tee, das Unilever weiterhin mit dem Getränkekonzern PepsiCo unter dem Namen Pepsi Lipton betreibt, ebenso wie das Teegeschäft in Indien, Nepal und Indonesien, das bei Unilever verblieb. Der Markenname Lipton wird damit heute von mehreren rechtlich getrennten Unternehmen für unterschiedliche Produktkategorien genutzt: Lipton Teas and Infusions verantwortet das Geschäft mit losem Tee und Beuteltee wie Barista Matcha, während gekühlte Flaschengetränke unter dem Namen Lipton Ice Tea über die Pepsi-Lipton-Partnerschaft vertrieben werden.

Unterschied zur klassischen Zubereitung

Bei der traditionellen Zubereitung wird reiner Matcha ohne weitere Zutaten mit heißem Wasser aufgeschlagen, wahlweise ergänzt um eine Milch der Wahl für einen Latte. Barista Matcha kehrt dieses Verhältnis um: Hafermehl bildet mit 93,5 Prozent die Basis, Matcha ist mit gut sechs Prozent nur ein Bestandteil unter mehreren, zu denen auch Pflanzenextrakte für den Geschmack gehören. Für Lipton ist das nach eigener Darstellung ein bewusster Kompromiss, um eine mildere, für Einsteiger zugänglichere Variante anzubieten, die ohne separates Aufschäumen der Milch auskommt und sich schneller zubereiten lässt als ein von Grund auf selbst angerührter Matcha-Latte.

Einordnung

Barista Matcha ist ein Fertigprodukt mit Hafermehl als Hauptbestandteil und einem Matcha-Anteil von gut sechs Prozent - kein reiner Matcha, sondern ein auf Geschwindigkeit und Milde optimierter Stick zum Aufgießen. Dass ausgerechnet ein Weltkonzern wie Lipton, dessen Kerngeschäft seit mehr als 150 Jahren im klassischen Schwarz- und Beuteltee liegt, ein solches Produkt entwickelt, zeigt, wie stark der Matcha-Trend inzwischen auch etablierte Teemarken zu neuen Formaten drängt. Wer stattdessen mit reinem Matcha-Pulver arbeiten und die Menge, Süße und Milch selbst bestimmen möchte, kann das mit unserer eigenen Bio-Matcha-Dose ebenso zu Hause tun. Diese Angaben gelten nach Stand vom 2. September 2026 für den französischen Markt, Sortimente und Rezepturen können sich ändern.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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