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Thé Matcha 26: das Le-Labo-Parfum mit Matcha-Note im Porträt
Kann ein Parfum tatsächlich nach Matcha riechen? Die New Yorker Nischenmarke Le Labo hat mit Thé Matcha 26 einen Duft im Programm, der genau das verspricht. Was in der Flasche steckt, wie die Fachpresse den Duft einordnet – und warum die Meinungen dazu weit auseinandergehen.
Seit wann es den Duft gibt
Thé Matcha 26 ist kein neuer Duft: Nach Angaben der Datenbanken Fragrantica und Parfumo brachte Le Labo den Duft bereits 2021 heraus. Er gehört zur nummerierten Duftreihe der Marke, bei der jede Kreation eine Zahl trägt – in diesem Fall die 26.
Woraus der Duft besteht
Laut Markenbeschreibung, wiedergegeben von Fragrantica und Parfumo, vereint der Duft eine Matcha-Tee-Note mit cremiger Feige, gestützt von weichem Vetiver und texturgebendem Zedernholz, dazu ein Hauch Bitterorange als Kopfnote. Le Labo beschreibt die Idee dahinter selbst mit dem Vergleich zur japanischen Teezeremonie: So wie Matcha-Tee in der japanischen Kultur weit mehr ist als nur ein Getränk, soll auch dieser Duft mehr sein als ein reiner Duftstoff – ein Moment der Innenschau, wie es in der Markenbeschreibung heißt.
Wie Fachdatenbanken den Duft einordnen
Fragrantica beschreibt den Duft als introvertiert und tief angelegt – ein Hautduft, der vor allem für die Person selbst und ihr nahes Umfeld wahrnehmbar bleibt. Parfumo ordnet ihn in die Kategorie „grün-holzig" ein. Beide Einordnungen stammen von unabhängigen Fachplattformen, nicht von Le Labo selbst, und stimmen in der Grundrichtung überein: ein zurückhaltender, erdig-grüner Duft statt einer lauten Duftwolke.
Positive Stimmen aus Nutzerrezensionen
Mehrere Rezensionen auf Fragrantica und Basenotes beschreiben den Duft als ausgewogen und warm: Die Feige bringe eine cremige, leicht süße Note in den herben Matcha-Ton, während Vetiver und Zedernholz einen erdigen, gründenden Unterbau liefern. Eine Rezension fasst den Gesamteindruck als sauber, minimalistisch und leise luxuriös zusammen – ein Duft für einen ruhigen Moment im Alltag.
Kritische Stimmen zum selben Duft
Andere Rezensionen auf Basenotes und Fragrantica sehen das deutlich anders: Ein Basenotes-Nutzer bemängelt, dass die erwartete Matcha- oder Teenote im fertigen Duft kaum wahrnehmbar sei – eher schwache holzige Noten mit etwas Feige und leichter fruchtiger Süße. Eine Fragrantica-Rezension geht weiter und beschreibt einen anfangs angenehmen, süßlich-grünen ersten Eindruck, der nach einiger Zeit in eine unangenehme, an Schimmel erinnernde Note kippe. Ein Parfumo-Nutzer schreibt, er rieche gar keinen Tee, sondern vor allem eine Kombination, die er als unangenehm süß empfinde. Da sich die Quellen hier widersprechen, lässt sich nicht sagen, welcher Eindruck „richtig" ist – beide Wahrnehmungen sind in unabhängigen Rezensionen dokumentiert.
Der Vergleich zum bekanntesten Le-Labo-Duft
In mehreren Rezensionen wird Thé Matcha 26 mit Le Labos bekanntestem Duft Santal 33 verglichen. Rezensentinnen berichten übereinstimmend, dass beide Düfte für sich genommen unterschiedlich riechen, ihr Umfeld sie aber häufig verwechselt und annimmt, es handle sich um Santal 33 – ein Hinweis darauf, dass Le Labo mit mehreren seiner Düfte eine ähnliche Grundstimmung anspricht, ohne dass die Duftformeln identisch wären.
Wie gemischt die Bewertungen insgesamt ausfallen
Auf Basenotes verteilten sich die ausgewerteten Nutzerbewertungen zum Zeitpunkt der Recherche auf etwa die Hälfte positive, ein Viertel neutrale und ein Viertel negative Stimmen – ein Bild, das zu einem Duft passt, der von Rezensentinnen selbst als Geschmackssache mit klarer Polarisierung beschrieben wird. Das ist ein wichtiger Unterschied zu einem Getränk: Bei einem Duft entscheidet die eigene Haut- und Geruchschemie stark mit, wie eine Duftmischung tatsächlich wahrgenommen wird.
Warum ein Duft überhaupt nach einem Getränk benannt wird
Le Labo ist für seine ungewöhnlichen, oft an Naturstoffe angelehnten Duftnamen bekannt – die nummerierte Reihe der Marke umfasst neben Thé Matcha 26 auch Düfte, die nach Sandelholz, Rosen oder Basilikum benannt sind. Ein Getränkename wie Matcha funktioniert dabei ähnlich wie bei Sneakern oder Möbelfarben: Er gibt Kundinnen und Kunden vor dem ersten Riechen bereits ein konkretes Bild – grün, herb, ritualisiert – mit, unabhängig davon, wie stark diese Assoziation im fertigen Duft tatsächlich wiederzufinden ist.
Wie sich der Duft in der Kollektion einordnet
Innerhalb von Le Labos Kernkollektion zählt Thé Matcha 26 nicht zu den meistverkauften Düften der Marke – dieser Platz gehört nach übereinstimmenden Berichten der Fachpresse weiterhin Santal 33. Rezensionen beschreiben Thé Matcha 26 eher als Duft für Menschen, die die generelle Le-Labo-Ästhetik mögen, aber eine grünere, weniger holzig-süße Variante suchen. Diese Einordnung als Nischenprodukt innerhalb einer bereits nischigen Marke erklärt auch, warum online deutlich weniger Rezensionen zu diesem Duft existieren als zu den bekannteren Le-Labo-Kreationen.
Wie Duftnamen und tatsächlicher Geruch generell auseinanderfallen können
Der Streit um die Matcha-Note bei Thé Matcha 26 ist kein Einzelfall in der Parfumwelt. Duftbeschreibungen basieren auf sogenannten Duftnoten, die einen Eindruck erzeugen sollen, ohne dass die genannte Zutat zwingend im wörtlichen Sinn in der Formel enthalten sein muss – ein „Matcha"-Akkord wird in der Parfümerie häufig aus einer Kombination anderer, chemisch verwandter Riechstoffe nachgebildet, die grasig-grün wirken, ohne dass tatsächliches Matcha-Pulver in der Rezeptur steckt. Das erklärt, warum Rezensentinnen und Rezensenten je nach eigener Geruchswahrnehmung zu so unterschiedlichen Eindrücken kommen, ob die „Matcha-Note" tatsächlich hervortritt.
Warum Duftbewertungen grundsätzlich subjektiver sind als Geschmacksbewertungen
Anders als bei einem Getränk, das über die Zunge und mit einer vergleichsweise einheitlichen Rezeptur wahrgenommen wird, verändert sich ein Parfum auf der Haut jeder Person durch individuelle Hautchemie, Körpertemperatur und sogar Ernährung. Das ist einer der Gründe, warum sich Parfum-Rezensionen zum selben Produkt oft widersprechen, ohne dass eine der beiden Seiten „falsch" liegen muss – ein Umstand, den auch die zitierten Fachdatenbanken selbst als Grundprinzip der Duftbewertung nennen.
Was Interessierte vor dem Kauf eines Nischenparfums bedenken können
Bei einem polarisierenden Duft wie diesem empfehlen Fachhändler in der Regel, vor dem Kauf einer vollen Flasche zunächst eine Probe oder ein Dekant zu testen und den Duft über mehrere Stunden auf der eigenen Haut zu beobachten, statt sich allein auf den ersten Eindruck im Laden oder auf Testkarten zu verlassen. Diese allgemeine Empfehlung gilt unabhängig vom Hersteller für jedes Nischenparfum mit ungewöhnlicher Notenkombination.
Wie Le Labo als Marke insgesamt positioniert ist
Le Labo wurde 2006 in New York gegründet und positioniert sich im Nischenparfum-Segment mit dem Markenversprechen individuell in der Boutique gemischter und beschrifteter Flaschen. Dieses Konzept einer bewusst unauffälligen, minimalistischen Verpackung ohne auffällige Werbegrafik gehört zur Grundidentität der Marke und erklärt, warum auch Thé Matcha 26 ohne aufwendige Bildkampagne auskommt, sondern in erster Linie über Rezensionen, Empfehlungen und Duftbeschreibungen bekannt wird.
Was ein Blick auf ähnliche Nischendüfte mit Teenoten zeigt
Thé Matcha 26 ist nicht der einzige Nischenduft mit grüner Teenote am Markt; mehrere kleinere Parfumhäuser haben in den vergangenen Jahren ähnliche Kompositionen herausgebracht, die grüne, teeartige Noten mit Holz oder Milchigkeit kombinieren. Das bestätigt die in diesem Text beschriebene Beobachtung, dass Matcha als Duftreferenz inzwischen ein wiederkehrendes, branchenweit genutztes Konzept ist, nicht nur eine Einzelidee eines Hauses – ähnlich wie bei den zuvor beschriebenen Beispielen aus Mode und Sneaker-Design.
Wie ein Duft überhaupt seinen Weg in die Fachdatenbanken findet
Plattformen wie Fragrantica, Parfumo und Basenotes sammeln Nutzerbewertungen, offizielle Notenlisten der Hersteller und teils eigene Redaktionstexte in einem gemeinsamen Eintrag pro Duft. Diese Datenbanken sind keine amtlichen Prüfstellen, sondern von Communitys getragene Nachschlagewerke, deren Wert vor allem aus der großen Zahl unabhängiger Einzelbewertungen entsteht. Für einen Duft mit vergleichsweise wenigen Rezensionen wie Thé Matcha 26 bedeutet das: Jede einzelne Bewertung fällt stärker ins Gewicht als bei einem Massenprodukt mit tausenden Rezensionen, was auch die teils starken Ausschläge zwischen positiven und negativen Einzelmeinungen erklärt, die in diesem Text bewusst unverändert nebeneinander stehen bleiben, statt sie zugunsten einer einzigen, vermeintlich objektiven Gesamtbewertung künstlich zu glätten.
Was diese Recherche ausdrücklich nicht leistet
Dieser Text ist keine Kaufempfehlung für Thé Matcha 26 und keine abschließende Bewertung des Duftes. Er fasst zusammen, was Fachdatenbanken und Nutzerrezensionen öffentlich dazu berichten, und macht die Widersprüche zwischen einzelnen Rezensionen sichtbar, statt sie zugunsten einer einheitlichen Bewertung zu glätten. Wer selbst entscheiden möchte, welcher Eindruck zutrifft, kommt um eine eigene Riechprobe letztlich nicht herum – Duftbeschreibungen Dritter, so ausführlich und sorgfältig sie auch verfasst sein mögen, ersetzen am Ende die eigene Nase nicht, gerade bei einem so unterschiedlich wahrgenommenen und offensichtlich stark hautabhängigen Duft wie diesem.
Was das mit unserem Matcha zu tun hat – und was nicht
Mit Le Labo besteht keinerlei geschäftliche Verbindung, und wir stellen keine Parfums her. Interessant ist der Fall trotzdem, weil er zeigt, wie weit sich der Name „Matcha" inzwischen von der Teeschale entfernt hat – bis in die Parfumerie. Wie sich derselbe Bezug in der Kosmetik konkret niederschlägt, beschreibt der Wissensartikel über Matcha in der Kosmetik. Unser eigenes Matcha bleibt ein Getränkepulver zum Trinken: erste Ernte, laborgeprüft, Bio nach DE-ÖKO-006, eine Dose für 25,00 Euro, das entspricht 833,33 Euro je Kilogramm.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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