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Matcha Classic von KEIKO: Herkunft und Matcha-Anteil erklärt
Matcha Classic von KEIKO ist eine weiße Schokolade mit 6,5 Prozent Matcha aus der japanischen Präfektur Kagoshima. Hergestellt wird sie von der Edelmond-Manufaktur, KEIKO selbst hat seinen Sitz in Diepholz.
Die Marke KEIKO
KEIKO ist eine Marke mit Sitz in Diepholz. Nach eigener Darstellung lässt das Unternehmen seinen Matcha frisch vermahlen und die Schokolade von der Manufaktur Edelmond herstellen. Der Name der Schokolade, 'Matcha Classic', steht für die Grundvariante des Sortiments, daneben gibt es laut Herstellerseite auch eine Genmai-Variante mit geröstetem Reis, der der Schokolade zusätzlich eine leicht nussige, geröstete Note verleiht. Die Kombination aus einer auf Matcha spezialisierten Marke und einer eigenständigen Schokoladenmanufaktur ist im deutschen Markt eine vergleichsweise kleine, spezialisierte Nische neben den großen Schokoladenherstellern. Diese Erzeugnisart, Bean-to-Bar-Schokolade mit hohem Matcha-Anteil aus einer kleinen deutschen Manufaktur, unterscheidet sich damit deutlich von den Limited Editions großer Süßwarenkonzerne, die meist industriell und in weitaus größeren Stückzahlen produziert werden, statt in kleinen Chargen einer einzelnen Manufaktur.
Matcha-Anteil und Herkunft
Laut Produktseite enthält Matcha Classic Grüntee mit einem Anteil von 6,5 Prozent, bestehend aus Matcha und Kabusecha, deutlich mehr als bei vielen anderen Matcha-Schokoladen im Handel, bei denen der Anteil häufig im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegt. Der verwendete Matcha stammt nach Herstellerangabe aus der Präfektur Kagoshima im Süden Japans, einer der bekannten japanischen Anbauregionen für Grüntee. Die Packungsgröße liegt bei 80 Gramm, das Produkt trägt zudem ein Bio-Kennzeichen, wodurch der gesamte Anbau der pflanzlichen Zutaten kontrolliert biologisch erfolgen muss. Zutaten sind laut Hersteller Kakaobutter, Rohrohrzucker, Vollmilchpulver und der genannte Grüntee-Anteil, frei von Lecithin, Gluten, Fremdfetten und künstlichen Aromen. Diese Zusatzangaben sind bei kleineren Manufakturprodukten häufiger zu finden als bei industriell gefertigter Massenware, weil die Rezepturen dort meist bewusst kurzgehalten werden.
Wie die Schokolade hergestellt wird
Nach Angabe des Herstellers arbeitet die Edelmond-Manufaktur mit sorgfältigem und ausgiebigem Melangieren sowie tagelangem Conchieren auf historischen Schokoladenmaschinen. Melangieren und Conchieren sind handwerkliche Verfahrensschritte der Schokoladenherstellung, bei denen die Masse über längere Zeit gewalzt und durchgemischt wird, um Textur und Geschmack zu entwickeln. Diese Beschreibung bezieht sich auf den Herstellungsprozess der Schokolade selbst, nicht auf eine besondere Qualität des Matcha-Anbaus, der laut Herstellerangabe separat aus Kagoshima bezogen wird. Herstellung der Schokolade und Anbau des Tees sind damit zwei getrennte Schritte in der Lieferkette, die bei einer kleinen Manufaktur wie KEIKO dennoch eng aufeinander abgestimmt werden müssen.
Kagoshima als japanische Teeregion
Kagoshima liegt im Süden der japanischen Insel Kyushu und ist neben Regionen wie Uji oder Shizuoka eine der bekannteren Anbaugebiete für japanischen Grüntee, mit einem wärmeren Klima als viele nördlichere Teeregionen. Die Präfektur wird in Zusammenhang mit Matcha und Grüntee regelmäßig genannt und ist nach Anbaufläche eine der größeren Teeregionen Japans, ohne dass daraus eine Rangfolge unter japanischen Anbauregionen abzuleiten wäre: Verschiedene Regionen bringen unterschiedliche klimatische Bedingungen und damit unterschiedliche Geschmacksprofile hervor. Mehr zu japanischen Anbaugebieten allgemein und was die Region für den Geschmack bedeutet, liefert der Wissensartikel „Matcha-Anbaugebiete: wo Tencha wächst und was die Region sagt“.
Weiße Schokolade als Trägerfett
Wie bei den meisten Matcha-Schokoladen im Handel bildet weiße statt dunkle Schokolade die Basis, weil sie kaum Eigengeschmack mitbringt und die grüne Farbe des Pulvers optisch sichtbar bleibt. Der süße Grundton der weißen Schokolade gleicht dabei die von Natur aus vorhandene Bitterkeit des Matcha-Pulvers spürbar aus. Ein Überblick über diese Produktkategorie insgesamt und warum sie sich zuletzt im Handel so stark entwickelt hat, findet sich im Wissensartikel „Matcha-Schokolade: die stärkste Kategorie im Regal“.
Schokolade mit hohem Anteil gegen reines Pulver
Mit 6,5 Prozent Grüntee-Anteil gehört Matcha Classic zu den Schokoladen mit vergleichsweise viel Matcha, bleibt aber weiterhin ein Mischprodukt aus Kakaobutter, Milchpulver, Zucker und Matcha. Wer den vollen, unverdünnten Geschmack des Tees erleben will, kommt an reinem Pulver nicht vorbei. Zwei Gramm fein steingemahlener Matcha, etwa der MATCHASHOCK Bio-Matcha aus erster Ernte, ergeben mit 60 bis 80 Millilitern heißem Wasser eine Schale, in der ausschließlich der Tee selbst den Ton angibt, ohne Kakaobutter oder Milchpulver im Hintergrund.
Worauf beim Kauf zu achten ist und wie sich der Anteil auf den Geschmack auswirkt
Der Matcha-Anteil in Prozent ist die aussagekräftigste Einzelangabe auf einer Matcha-Schokolade, weil er direkt zeigt, wie stark das Verhältnis zwischen Grüntee und der übrigen Rezeptur ausfällt. Werte unter einem Prozent, wie sie bei vielen großen Marken vorkommen, ergeben eine milde, eher farblich grüne Schokolade, während Werte wie die 6,5 Prozent bei KEIKO einen deutlich wahrnehmbaren, leicht herben Grünton mitbringen. Zusätzlich lohnt sich der Blick auf die Herkunftsangabe des Matcha, sofern vorhanden, sowie auf die Kakaobutterangabe, weil ein höherer Kakaobutteranteil für ein saubereres Schmelzverhalten sorgt als Rezepturen mit zusätzlichem Pflanzenfett. Mit steigendem Matcha-Anteil verschiebt sich der Geschmack einer weißen Schokolade schrittweise von reiner Süße hin zu einer herberen, teeartigen Note, die an eine klassisch zubereitete Schale erinnert. Bei sehr niedrigen Anteilen dominiert fast ausschließlich die Süße der Kuvertüre, bei höheren Anteilen wie bei Matcha Classic tritt die charakteristische Grasnote des Tees deutlicher hervor und kann bei empfindlichen Gaumen als bitter wahrgenommen werden. Dieser Zusammenhang gilt unabhängig vom Hersteller: Der Prozentanteil auf der Zutatenliste ist ein verlässlicherer Hinweis auf die Geschmacksintensität als die Beschreibung auf der Verpackung.
Matcha-Schokolade zuhause mit ähnlichem Anteil nachbauen
Wer einen ähnlich hohen Matcha-Anteil wie bei Matcha Classic zuhause erreichen will, kann sich an der Prozentangabe orientieren: Auf 100 Gramm geschmolzene weiße Kuvertüre kommen dann etwa 6 bis 7 Gramm Matchapulver, durch ein feines Sieb eingerührt, um Klümpchen zu vermeiden. Diese Menge liegt deutlich über dem, was viele einfache Rezepte im Internet vorschlagen, ergibt dafür aber ein Ergebnis, das dem Geschmack einer hochprozentigen Manufaktur-Schokolade näherkommt als eine dünn dosierte Variante. Wichtig bleibt dabei, die Kuvertüre vor dem Einrühren ausreichend abkühlen zu lassen, damit die Farbe kräftig grün bleibt statt bräunlich zu werden.
Zwei Wege zum grünen Geschmack
Ob Schokoladentafel oder Teeschale, beide Wege zu Matcha haben ihre eigene Berechtigung, je nachdem, ob ein süßer Snack oder ein klassisches Teegetränk gesucht wird. Wer beide Formen kennt, erkennt auch leichter, wie stark sich der Geschmack je nach Trägermaterial und Anteil verändert. Dieser Text ist redaktionell. Das genannte Erzeugnis stammt von einem anderen Hersteller, wir verkaufen es nicht und stehen mit ihm in keiner Verbindung.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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