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Trends

Wie Matcha Latte ins Bordprogramm von Japan Airlines kam

Japan Airlines hat ab Maerz 2026 sein internationales Bordprogramm ueberarbeitet und dabei einen Matcha Latte fest in die Getraenkeliste der Business Class aufgenommen. Der Schritt ist Teil einer groesseren Erneuerung des Speise- und Getraenkeangebots der Airline, die mehrere Kabinenklassen gleichzeitig betrifft.

Die Ueberarbeitung des Bordprogramms ab Maerz 2026

Japan Airlines hat ab Maerz 2026 in mehreren Schritten sein internationales Bordangebot erneuert. Teil der Erneuerung war die Einbindung von zwei bekannten japanischen Kuechenchefinnen, Natsuko Shoji und Nae Ogawa, die fuer First und Business Class Menues mitgestalten. Parallel dazu wurde die zweite Mahlzeit in der Business Class auf einen Tray-Service umgestellt, waehrend zwischen den Mahlzeiten weiterhin eine A-la-carte-Auswahl bestehen bleibt. Diese Umstellung betrifft nach Angaben der Airline zunaechst vor allem Langstreckenrouten zwischen Japan und Europa, Nordamerika sowie dem Nahen Osten. Kuerzere Regionalstrecken innerhalb Asiens sind von der Umstellung zunaechst nicht in gleichem Umfang betroffen, da dort andere Serviceablaeufe gelten und die Flugzeiten fuer ein mehrgaengiges Menue oft nicht ausreichen.

Der neue Matcha Latte in der Business Class

Als Teil der Getraenkeerneuerung bietet Japan Airlines Business-Class-Passagieren nun einen Matcha Latte an, zusaetzlich zu Uji-Sencha-Tee aus der Maruri-Otani-Teeplantage. In der First Class steht dagegen eine hoeherwertige Sencha-Variante mit Gold-Label im Mittelpunkt, waehrend der Matcha Latte gezielt der Business Class vorbehalten bleibt. Nach Angaben der offiziellen JAL-Getraenkeliste ist der Matcha Latte nicht auf allen Strecken gleichzeitig verfuegbar, der Rollout erfolgte gestaffelt nach Route, beginnend unter anderem ab New York JFK, bevor weitere Strecken folgten. Fuer Passagiere bedeutet das in der Uebergangsphase, dass der Matcha Latte je nach gebuchter Route und Abflugort zunaechst nicht ueberall gleichzeitig bestellbar war, auch wenn er bereits auf der offiziellen Getraenkeliste der Airline stand.

Einbettung in ein groesseres Getraenkeprogramm

Neben dem Matcha Latte gehoert zur Erneuerung auch ein limitierter Burgunder von Maison LEROY in der First Class sowie ein erweitertes Angebot an regionalem Sake in mehreren Kabinenklassen. Die Airline betont, dass sie ueber alle Kabinenklassen hinweg auf hochwertige japanische Tees, Sake und alkoholfreie Getraenke setzt, um das Bordprogramm staerker an einer japanischen Gastfreundschaft auszurichten, statt sich an einem international austauschbaren Standardangebot zu orientieren, wie es bei vielen anderen Langstreckenairlines ueblich ist. Diese Strategie zielt vor allem auf internationale Reisende, die nach Japan fliegen und den Flug selbst bereits als Teil ihrer Reiseerfahrung wahrnehmen sollen, statt ihn nur als reinen Transport zwischen zwei Orten zu betrachten, was sich auch in der wachsenden Zahl an Kooperationen mit japanischen Kuechenchefinnen und Kuechenchefs bei mehreren grossen Fluggesellschaften rund um die Welt zeigt.

Warum Fluggesellschaften auf Matcha setzen

Japan Airlines begruendet die Neuausrichtung mit wachsendem internationalem Interesse an Reisen nach Japan. Nach Angaben der Airline lag die Zahl der Japan-Reisenden 2025 bereits bei ueber 40 Millionen, mit einer erwarteten Steigerung auf rund 60 Millionen bis 2030. Ein Getraenk wie Matcha Latte, das viele internationale Gaeste bereits aus Cafes kennen, dient dabei als vertrauter Einstieg in ein sonst eher unbekanntes Getraenkeangebot mit Sake und speziellen Tee-Sorten, die westlichen Reisenden weniger gelaeufig sind. Fuer die Airline hat das auch einen praktischen Vorteil: Ein Getraenk, das keine lange Erklaerung durch das Kabinenpersonal braucht, laesst sich im engen Zeitrahmen eines Bordservice deutlich schneller anbieten als eine komplett neue, unbekannte Spezialitaet.

Die Bedeutung der Kuechenchefinnen fuer das Konzept

Chef Natsuko Shoji, Inhaberin des Tokioter Restaurants ete, uebernimmt nach Unternehmensangaben die zweite Mahlzeit in First und Business Class auf Routen von Tokio nach Europa, in die Amerikas und nach Doha. Diese Einbindung namhafter Kuechen aus Japan selbst ist Teil einer Strategie, die Bordverpflegung staerker an die japanische Gastronomieszene anzubinden, statt ausschliesslich auf klassische Catering-Partner aus der Luftfahrtbranche zu setzen, was dem Matcha Latte als vertrautem Element eine zusaetzliche kulinarische Umgebung verschafft. Chef Nae Ogawa uebernimmt nach denselben Angaben einen Teil der uebrigen Streckenmenues, sodass sich die beiden Kuechenchefinnen die Verantwortung fuer unterschiedliche Zielregionen teilen, statt ein einzelnes Standardmenue fuer alle Strecken vorzugeben.

Rollout nicht ganz reibungslos

In Reiseforen wie FlyerTalk berichteten Passagiere von Unterschieden zwischen einzelnen Strecken, wo der Matcha Latte zunaechst auf der Speisekarte auftauchte, aber noch nicht ueberall bestellbar war. Eine Klarstellung der Fluggesellschaft bestaetigte, dass der Rollout planmaessig ab Maerz 2026 zunaechst auf einzelnen Strecken begann und danach schrittweise ausgeweitet wurde, was die anfaenglichen Unterschiede erklaert und in Reiseforen fuer einige Nachfragen von Vielfliegerinnen und Vielfliegern gesorgt hat. Solche Uebergangsphasen sind bei grossen Bordprogramm-Umstellungen international ueblich, weil Catering-Partner an unterschiedlichen Flughaefen die neuen Zutaten und Rezepturen nicht alle zum selben Stichtag vollstaendig umsetzen koennen, insbesondere wenn frische Zutaten wie Matcha-Pulver in gleichbleibender Qualitaet an mehreren Standorten gleichzeitig verfuegbar sein muessen.

Matcha im Vergleich zu klassischem Bordtee

Ein Matcha Latte unterscheidet sich fuer die Bordkueche technisch deutlich von klassischem aufgegossenem Tee, weil das Pulver kurz vor dem Servieren angeruehrt und aufgeschaeumt werden muss, statt lediglich mit heissem Wasser uebergossen zu werden. Das stellt an Bord hoehere Anforderungen an Zubereitung und Ausstattung als ein einfacher Teebeutel, was erklaert, warum das Getraenk zunaechst nur in der Business Class und nicht in der Economy Class eingefuehrt wurde, wo die Zubereitungszeit pro Passagier begrenzter ist. In der Business Class steht dem Kabinenpersonal dagegen mehr Zeit pro Gast zur Verfuegung, was eine handwerklichere Zubereitung wie beim Matcha Latte ueberhaupt erst praktikabel macht, ohne den gesamten Serviceablauf spuerbar zu verlangsamen.

Rueckmeldungen aus der Reisebranche

Fachmedien aus dem Reisebereich wie die IFSA und Luxury Travel Advisor ordnen die Erneuerung als Teil eines groesseren Trends bei asiatischen Airlines ein, das Bordprogramm staerker um regionale, kulturell verankerte Getraenke und Speisen herum aufzubauen, statt auf ein international standardisiertes Angebot zu setzen. Der Matcha Latte wird dabei regelmaessig als ein Beispiel genannt, das internationale Passagiere ohne grosse Erklaerung sofort einordnen koennen, waehrend andere neue Angebote wie bestimmte Sake-Sorten fuer viele Gaeste zunaechst erklaerungsbeduerftiger bleiben. Diese Einordnung deckt sich mit Beobachtungen aus anderen Bereichen des Matcha-Trends, in denen die Zutat regelmaessig als niedrigschwelliger Einstiegspunkt in eine sonst unbekannte Kueche oder Getraenkewelt dient, ohne dass Gaeste dafuer eigene Vorkenntnisse mitbringen muessen.

Einordnung fuer Matcha-Interessierte

Der Fall zeigt, dass Matcha inzwischen auch im Premium-Reisesegment als etabliertes Getraenk gilt, nicht nur in Cafes oder im Einzelhandel. Fuer eine Fluggesellschaft, die traditionell auf japanischen Gruentee setzt, ist die Aufnahme eines Matcha Latte ein vergleichsweise kleiner Schritt, der aber zeigt, wie selbstverstaendlich das Getraenk inzwischen auch in einem eher konservativen Bereich wie dem Bordservice der Business Class angekommen ist, weit entfernt von seinem urspruenglichen Kontext als traditionelles Teezeremonie-Getraenk in Japan, das ueber Jahrhunderte einem festen, ruhigen Ritual folgte.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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