Rezepte
Iced Matcha mit Hibiskus: das rot-grüne Farbenspiel
Wer nach „iced matcha hibiskus rezept“ sucht, will meistens zwei Dinge gleichzeitig: den vertrauten Matcha-Geschmack und das auffällige Farbenspiel aus sattem Rot und leuchtendem Grün, das entsteht, wenn Hibiskus-Tee und Matcha in einem Glas aufeinandertreffen. Die Kombination ist keine Erfindung eines einzelnen Cafés, sondern taucht in ähnlicher Form bei mehreren Matcha-Anbietern als Rezeptidee auf, jeweils mit leicht unterschiedlicher Zubereitung – manche arbeiten mit einer einfachen Zwei-Schichten-Optik, andere mit einer zusätzlichen dritten Schicht aus Minze oder Zitrone. Das folgende Rezept orientiert sich an diesen gängigen Grundprinzipien und lässt sich mit wenigen Zutaten zuhause nachmachen – ganz ohne Barista-Ausrüstung. Wer schon einmal versucht hat, ein Café-Getränk mit sauber getrennten Schichten zu Hause nachzubauen, und dabei nur ein verlaufenes, einfarbiges Glas herausbekommen hat, findet im Abschnitt zur Schichtung weiter unten die konkreten Gründe dafür – und wie sich das mit wenigen Handgriffen vermeiden lässt.
Zutaten für ein großes Glas
Für ein großes Glas (etwa 400 Milliliter) brauchst du: 2 Gramm Matcha-Pulver, das entspricht einem gestrichenen Teelöffel. 60 Milliliter heißes Wasser mit rund 75 Grad zum Anrühren des Matcha. Einen getrockneten Hibiskusblütentee-Beutel oder ersatzweise 2 Teelöffel getrocknete Hibiskusblüten. 150 Milliliter Wasser für den Hibiskus-Aufguss. 1 bis 2 Teelöffel Zucker oder Agavendicksaft, je nach gewünschter Süße. 100 bis 150 Milliliter Milch oder Pflanzendrink nach Wahl, zum Beispiel Hafer- oder Mandeldrink. Reichlich Eiswürfel. Optional für eine intensivere Farbe: ein Spritzer frischer Zitronensaft, der den Hibiskus-Ton zusätzlich aufhellt. Wer mag, bereitet zusätzlich eine kleine Menge Minzsirup vor – dafür ein paar frische Minzblätter mit etwas Wasser und Zucker kurz aufkochen, abseihen und als dritte, untere Schicht verwenden.
Zubereitung Schritt für Schritt
Vor dem Start lohnt sich ein kurzer Blick auf den Zeitplan: Der Hibiskus-Aufguss braucht inklusive Abkühlzeit am meisten Vorlauf, während Matcha und Milch erst kurz vor dem Servieren zusammenkommen. Wer die Reihenfolge einhält, hat am Ende ein Getränk, bei dem alle drei Bestandteile die richtige Temperatur haben, statt an einer Stelle improvisieren zu müssen, weil eine Zutat noch zu warm ist. 1. Hibiskus-Aufguss vorbereiten: Die getrockneten Hibiskusblüten oder den Teebeutel mit 150 Milliliter kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen, dann den Zucker einrühren, bis er sich auflöst. Anschließend abseihen und vollständig abkühlen lassen, am besten im Kühlschrank. 2. Matcha anrühren: Das Matcha-Pulver in eine Schale sieben, damit keine Klümpchen entstehen. Mit 60 Milliliter heißem Wasser übergießen und mit einem Bambusbesen oder einem kleinen Schneebesen zügig in Z-Bewegungen verquirlen, bis eine leicht schaumige Mischung ohne trockene Klümpchen entsteht. 3. Glas befüllen: Das Glas bis zum Rand mit Eiswürfeln füllen. 4. Milch zugeben: Milch oder Pflanzendrink langsam über die Eiswürfel gießen, sodass sie die untere Hälfte des Glases füllt. 5. Hibiskus zugeben: Den abgekühlten Hibiskus-Aufguss vorsichtig über einen Löffel auf die Milch gießen, damit er sich möglichst nicht sofort vermischt. 6. Matcha aufgießen: Zum Schluss die Matcha-Mischung ebenfalls langsam über einen Löffel oben aufgießen. 7. Servieren: Mit einem langen Löffel oder Strohhalm servieren und vor dem Trinken einmal vorsichtig umrühren, falls die Schichten vermischt werden sollen.
Die Schichtung: wie das Rot-Grün-Bild gelingt
Das charakteristische Farbenspiel aus Rot und Grün entsteht, weil sich Flüssigkeiten mit unterschiedlicher Dichte beim langsamen Eingießen über Eis nicht sofort vermischen. Wichtig dafür: Alle Zutaten sollten kalt sein, das Eis sollte fest gefroren und nicht angetaut sein, und jede Schicht wird langsam über die Rückseite eines Löffels gegossen, statt direkt hineingeschüttet zu werden. Wer die Schichtung besonders sauber halten will, sollte den Hibiskus-Aufguss vor dem Servieren mindestens eine Stunde im Kühlschrank kühlen, damit der Temperaturunterschied zum Matcha möglichst groß bleibt. Auch die Reihenfolge spielt eine Rolle: Da Hibiskus-Aufguss meist etwas dichter ist als reines Wasser mit gelöstem Zucker, setzt er sich unter der Matcha-Schicht besser ab, wenn er zuerst über die Milch gegeben wird und die Matcha-Mischung erst danach folgt.
Varianten
Für eine vegane Variante eignen sich Hafer- oder Mandeldrink besonders gut, weil sie sich mit der Säure des Hibiskus meist ohne Ausflocken vertragen – bei Kokosmilch kann es je nach Marke eher zu einer leichten Trennung kommen, besonders wenn sie nicht als Barista-Variante ausgewiesen ist. Wer es weniger süß mag, lässt den Zucker im Hibiskus-Aufguss weg oder ersetzt ihn durch einen Spritzer Zitronensaft, der gleichzeitig die rote Farbe intensiviert. Für eine fruchtigere Note lässt sich der Hibiskus-Aufguss auch mit etwas Ingwer oder einer dünnen Orangenscheibe aufkochen. Für eine cremigere Variante lässt sich außerdem ein Teil der Milch durch aufgeschäumten Kokos-Cold-Foam ersetzen, der sich getrennt zubereiten und vor dem Servieren obenauf setzen lässt.
Aufbewahrung und Vorbereitung
Der Hibiskus-Aufguss lässt sich gut vorbereiten: abgekühlt und im Kühlschrank aufbewahrt, hält er sich mehrere Tage und kann bei Bedarf direkt aus dem Kühlschrank verwendet werden. Das Matcha-Pulver sollte dagegen erst kurz vor dem Trinken angerührt werden, da die grüne Farbe und der Geschmack nach dem Anrühren mit der Zeit nachlassen. Für mehrere Gläser hintereinander lohnt es sich daher, den Hibiskus-Aufguss in größerer Menge vorzubereiten und das Matcha jeweils frisch zuzugeben. Für eine Gartenparty oder mehrere Gäste lässt sich der Hibiskus-Aufguss problemlos auf die vierfache Menge hochrechnen, während das Matcha portionsweise direkt vor dem Servieren angerührt wird.
Häufige Fehler
Die zwei häufigsten Fehler bei diesem Rezept: zu warmes Wasser beim Anrühren des Matcha, wodurch das Pulver bitterer schmeckt und Klümpchen bildet, und ein zu schnelles Eingießen der Schichten, wodurch sich die Farben sofort vermischen statt sauber übereinanderzuliegen. Beides lässt sich einfach vermeiden, indem man auf handwarmes bis leicht heißes Wasser für den Matcha achtet und beim Eingießen bewusst langsam über einen Löffel arbeitet, statt die Flüssigkeit direkt ins Glas zu schütten. Ein dritter, weniger offensichtlicher Fehler ist zu wenig Eis: Schmilzt es während der Zubereitung zu schnell, verwässert das Getränk und die Schichten verlaufen ineinander, bevor sie überhaupt richtig serviert werden.
Serviervorschläge
Für die Optik lohnt sich ein hohes, gerades Glas ohne starke Wölbung, weil sich darin die Schichten am längsten sauber halten. Ein langer Löffel oder ein wiederverwendbarer Glas-Strohhalm erleichtert außerdem das Umrühren direkt am Tisch, ohne dass man dafür in die Küche zurückmuss. Als kleine Dekoration eignen sich ein paar getrocknete Hibiskusblüten oder ein dünner Zitronenscheibe am Glasrand; beides verändert den Geschmack kaum, macht das Getränk aber auf Fotos deutlich erkennbarer. Wer das Rezept für mehrere Personen gleichzeitig zubereitet, stellt am besten den Hibiskus-Aufguss und die Milch bereits vorbereitet in Karaffen bereit und rührt nur das Matcha für jedes Glas einzeln frisch an, damit niemand lange auf sein Getränk warten muss.
Was für dieses Rezept bei uns passt
Für dieses Rezept eignet sich unser Bio-Matcha-Pulver aus der 30-Gramm-Dose, mit Kontrollstelle DE-ÖKO-006 und Kennzeichnung CN-BIO-141, im Labor auf Rückstände geprüft. Eine Dose reicht je nach Dosierung für rund 10 bis 15 Gläser dieses Rezepts. Weitere Ideen für kalte Matcha-Getränke findest du in „Strawberry Matcha: woher der Trend kommt und was ihn trägt“ und in „Iced Matcha Latte erklärt: Trend, Zutaten, Café oder selber“. Wer statt der Milchvariante eine reine Wasserbasis bevorzugt, findet dazu eine passende Grundlage in „Matcha ohne Milch: die besten Drinks auf Wasserbasis“, deren Prinzip sich auf dieses Rezept übertragen lässt, indem die Milch einfach durch stilles oder spritziges Wasser ersetzt wird. Wer den Sirup und den Hibiskus-Aufguss in größeren Mengen vorbereitet, kann das Rezept auch spontan für Gäste umsetzen: Sobald beide Grundzutaten kalt im Kühlschrank stehen, dauert die eigentliche Zubereitung eines einzelnen Glases kaum länger als das Anrühren des Matcha selbst, also wenige Minuten pro Portion. Für ein Sommerfest oder eine Feier lässt sich das Rezept außerdem gut in einer großen Glaskanne vorbereiten: Dafür wird der Hibiskus-Aufguss auf dem Boden der Kanne verteilt, vorsichtig mit Eiswürfeln und Milch aufgefüllt, und erst kurz vor dem Servieren mit mehreren Portionen frisch angerührtem Matcha übergossen, sodass die Schichtung auch beim Anschneiden mit dem Schöpflöffel möglichst lange sichtbar bleibt.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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