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Dubai Matcha – der Trend aus Pistazie, Engelshaar und Grüntee
Grüner Schaum, goldene Knusperfäden, Pistaziencreme am Glasrand: Dubai Matcha ist eines der auffälligsten Trendgetränke des Jahres. Er verbindet den Hype um die Dubai-Schokolade mit dem Dauerboom von Matcha. Hier liest du, woher der Trend kommt, wie er aufgebaut ist und wie du ihn dir zu Hause selbst mischst.
Woher der Dubai-Hype kommt
Am Anfang stand keine Teeschale, sondern eine Schokoladentafel. Die Manufaktur Fix Dessert Chocolatier aus Dubai brachte 2022 eine gefüllte Tafel auf den Markt: Pistaziencreme und geröstetes Kadayif, hauchfeine Teigfäden, die auch Engelshaar genannt werden und sonst in Gebäck wie Baklava stecken. Erfunden hat die Kreation Gründerin Sarah Hamouda. Richtig groß wurde die Sache erst durch TikTok: Ein Video der Food-Influencerin Maria Vehera, in dem sie die dicke Tafel aufbricht, sammelte mehr als 98 Millionen Klicks. Danach ging es schnell – in Düsseldorf, Berlin, Frankfurt und Hamburg standen Menschen stundenlang an, um eine der 150-Gramm-Tafeln zu bekommen. Aus dem Hype wurde eine feste Geschmacksrichtung: Pistazie plus Knusperfäden plus Schokolade taucht inzwischen in Eis, Gebäck und eben auch in Getränken auf. Genau an diesem Punkt kommt Matcha ins Spiel, denn die Kombination aus nussiger Creme und leicht herbem Grüntee funktioniert erstaunlich gut.
Was Dubai Matcha genau ist
Dubai Matcha ist kein festes Rezept, sondern ein Bauprinzip: ein Matcha Latte, der die Füllung der Dubai-Schokolade ins Glas holt. Unten kommt Pistaziencreme ins Glas, oft leicht erwärmt, damit sie sich an der Wand verstreichen lässt. Darauf folgen Milch oder eine Milchalternative und zum Schluss frisch aufgeschlagener Matcha. Das Topping macht den Unterschied: in der Pfanne goldbraun geröstetes Kadayif, das beim Trinken knuspert, dazu je nach Café gehackte Pistazien oder etwas geschmolzene Schokolade. Der Reiz ist derselbe wie bei der Tafel – cremig, knusprig und leicht herb in einem Schluck, dazu der Kontrast aus sattem Grün und goldenem Knusper, der auf Fotos sofort erkennbar ist. Manche Varianten arbeiten zusätzlich mit Tahin, also Sesampaste, die eine feine Röstnote beisteuert. Getrunken wird das Ganze heiß oder auf Eis; die kalte Version dominiert auf Social Media, weil die Schichten dort am klarsten zu sehen sind.
Warum Pistazie und Matcha so gut zusammenpassen
Dass ausgerechnet diese Kombination trägt, ist kein Zufall. Guter Matcha aus beschatteten Blättern bringt viel Umami und eine feine, leicht herbe Grünnote mit – beides verlangt nach einem süßen, fetthaltigen Gegenspieler. Pistaziencreme liefert genau das: Röstaroma, Süße und Fett, das sich um die herb schmeckenden Catechine legt, ähnlich wie Milch es im klassischen Latte tut, nur mit deutlich mehr Eigengeschmack. Aktuelle Gastronomie-Marktdaten zeigen, wie stark dieser Rahmen gerade zulegt: Matcha-Positionen auf Speisekarten stiegen binnen eines Jahres um gut 30 Prozent, die Nennungen in sozialen Medien um rund 107 Prozent. Unter den am schnellsten steigenden Geschmacksrichtungen rund um Matcha nennt die Auswertung ausdrücklich Schokolade, süße Cremes und nussige Kombinationen – also genau die Bausteine, aus denen Dubai Matcha besteht. Der Trend sitzt damit nicht auf einer wackligen Einzelidee, sondern auf zwei Strömungen gleichzeitig: dem Matcha-Boom und der Pistazien-Welle. Nach demselben Muster funktioniert die fruchtige Variante mit Erdbeere, deren Herkunft der Wissensartikel „Strawberry Matcha: woher der Trend kommt und was ihn trägt“ nachzeichnet.
Die Heimversion ohne Barista-Ausstattung
Für zu Hause brauchst du keine Spezialgeräte. Die grobe Formel: 2 g Matcha mit etwa 100 ml Wasser bei 70 bis 80 Grad schaumig schlagen, ein Glas innen mit ein bis zwei Teelöffeln Pistaziencreme auskleiden, mit warmer oder kalter Milch auffüllen und den Matcha obenauf gießen. Kadayif gibt es im türkischen oder arabischen Lebensmittelgeschäft; ein paar Fäden ohne Fett in der Pfanne goldbraun rösten und erst kurz vor dem Trinken aufstreuen, damit sie knusprig bleiben. Wichtiger als jedes Topping ist die Basis: Ein blasses, herbes Pulver kommt gegen die süße Creme nicht an, das Getränk schmeckt dann nur noch nach Pistazie. Ein Pulver aus erster, beschatteter Ernte, von Hand gepflückt, steingemahlen und laborgeprüft auf Pestizide, Schwermetalle und Radionuklide – wie der MATCHASHOCK Bio-Matcha – bleibt dagegen auch unter Creme und Knusper als klare Grünteenote erkennbar, mild statt bitter.
Bleibt Dubai Matcha – oder verschwindet er wieder?
Virale Food-Trends folgen meist demselben Bogen: steiler Anstieg, Höhepunkt, dann entweder Verschwinden oder Einbürgerung. Die Dubai-Richtung hat den zweiten Weg genommen – aus der schwer erhältlichen Tafel ist eine breite Produktkategorie geworden, vom Supermarktregal bis zur Getränkekarte. Dubai Matcha profitiert davon, dass er auf zwei stabilen Säulen steht: Pistazie hat sich als Geschmacksrichtung unabhängig vom ursprünglichen Video etabliert, und Matcha legt als Kategorie seit Jahren zu. Wahrscheinlich ist deshalb weniger ein Verschwinden als ein Abschleifen zu erwarten: weniger Inszenierung, einfachere Varianten, Kadayif optional. Wer den Trend im Café probieren will, findet ihn dort meist als Iced-Variante; die Heimversion bleibt ohnehin. Sie lässt sich in der Süße exakt steuern und zeigt nebenbei, wie gut Pistazie und Grüntee auch ganz ohne goldene Fäden funktionieren – zum Beispiel als schlichter Latte mit einem halben Löffel Creme im Glas.
Drei Varianten zum Ausprobieren
Wenn dir das Grundprinzip gefällt, lässt es sich in drei Richtungen abwandeln. Erstens die Dessertvariante: weniger Milch, mehr Creme, dazu ein Klecks geschlagene Sahne und großzügig Kadayif – eher Nachtisch im Glas als Getränk, gut geeignet, wenn Gäste kommen. Zweitens die schlanke Alltagsversion: normale Matcha-Latte-Basis, nur ein halber Teelöffel Pistaziencreme direkt in die warme Milch gerührt statt an den Glasrand gestrichen – die Pistazie wird zur Hintergrundnote, der Grüntee bleibt vorn, und das Ganze ist in drei Minuten fertig. Drittens die Frühstücksvariante ohne Glasrand-Deko: Pistaziencreme und Matcha zusammen über Joghurt oder Porridge, mit ein paar gerösteten Fäden als Topping. Alle drei Wege nutzen dieselben Zutaten, unterscheiden sich aber deutlich in Süße und Aufwand. Sinnvoll ist es, mit der Alltagsversion zu starten und die Crememenge schrittweise anzupassen – so findest du dein eigenes Verhältnis zwischen Pistazie und Grüntee, bevor du die volle Schauversion mit Schichten und Knusperrand baust.
Was der Aufbau kostet und wie du ihn günstiger bekommst
Dubai Matcha ist im Café einer der teureren Posten auf der Karte, weil drei Zutaten zusammenkommen, die einzeln schon nicht billig sind: Pulver, Pistaziencreme und Knusperfäden. Zu Hause lässt sich das deutlich günstiger nachbauen, wenn man an den richtigen Stellen spart. Beim Pulver lohnt es sich nicht zu sparen – aber es lohnt sich auch nicht, die teuerste Qualität zu nehmen, weil Pistazie und Süße ohnehin einen großen Teil der feinen Noten überdecken. Eine mittlere Qualität ist hier die vernünftige Wahl. Bei der Pistaziencreme trennt sich Preis und Ergebnis am deutlichsten: Fertige Aufstriche enthalten oft überwiegend Zucker und Palmöl, während sich eine Creme aus gemahlenen Pistazien, etwas Öl und wenig Süße in fünf Minuten im Mixer selbst herstellen lässt. Die Knusperfäden sind der einzige Posten, der wirklich schwer zu ersetzen ist; wer sie nicht bekommt, nimmt grob gehackte, geröstete Pistazien und hat optisch weniger, geschmacklich aber kaum einen Verlust. Gerechnet auf das Glas landet man damit bei einem Bruchteil des Cafépreises. Was ein Matcha im Café generell kostet und wie sich der Preis zusammensetzt, rechnet der Wissensartikel „Matcha Latte im Café: der Preis und die Rechnung dahinter“ vor.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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