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Trends

Wenn Matcha ins Beauty-Regal einzieht

Im März 2026 zog eine koreanische Getränkemarke in eine ungewohnte Umgebung ein: das Regal einer großen US-Beautykette. Cloud Cafe, bekannt für koffeinhaltige Getränke mit Kollagen-Zusatz, startete bei Ulta Beauty als nach eigenen Angaben erste Kaffee- und Matcha-Marke innerhalb des Wellness-Bereichs der Kette. Forbes berichtete über den Markteintritt.

Der Start bei Ulta Beauty

Nach Angaben von Forbes war Cloud Cafe ab dem 16. März 2026 zunächst online über die Webseite von Ulta Beauty erhältlich, ab dem 29. März 2026 dann auch in rund vierhundert stationären Filialen. Der Einstieg erfolgte über den Bereich Wellness by Ulta Beauty, in dem die Kette Nahrungsergänzungsmittel und funktionale Getränke neben klassischer Kosmetik anbietet. Für Cloud Cafe war es der erste Schritt in eine große, etablierte Beauty-Handelskette, nachdem die Marke zuvor vor allem über eigene Onlinekanäle und ausgewählte asiatische Marktplätze verkauft wurde.

Was Cloud Cafe anbietet

Zum Sortiment bei Ulta gehören laut Forbes mehrere bereits bekannte Geschmacksrichtungen, darunter ein schwarzer Kaffee, ein Erdbeer-Matcha-Latte, ein klassischer Matcha Latte, eine milchfreie Erdbeervariante, ein Vanille-Latte sowie ein Kakaogetränk. Exklusiv über die Partnerschaft mit Ulta kamen zwei zusätzliche Sorten hinzu, ein Ube-Latte auf Basis der violetten Süßkartoffel sowie ein Pistazien-Matcha. Die Getränke werden als Instant-Pulver in einzelnen Portionsbeuteln verkauft, gedacht zum Anrühren mit Wasser oder Milch.

Zutaten laut Herstellerangaben

Nach Angaben des Unternehmens enthält jeder Portionsbeutel neben den namensgebenden Zutaten wie Kaffee oder Matcha zusätzliche Bestandteile wie Meereskollagen, Hyaluronsäure oder Vitamine. Diese Angaben stammen ausschließlich vom Hersteller und werden hier als solche gekennzeichnet. matchashock.de übernimmt diese Herstellerangaben nicht als eigene Aussage zu einer Wirkung und leitet daraus keine Wirkversprechen ab. Beschrieben wird an dieser Stelle ausschließlich die Zusammensetzung, wie sie vom Unternehmen selbst kommuniziert wird.

Die Gründerin hinter der Marke

Cloud Cafe wurde von Olive Kim gegründet, die zuvor als Mitgründerin und Geschäftsführerin des Unternehmens The Crème Shop bekannt wurde, einer Marke aus dem K-Beauty-Bereich. Nach Angaben von Forbes entstand die Idee zu Cloud Cafe aus ihrem eigenen, dicht getakteten Berufsalltag zwischen den USA und Südkorea, in dem sie viel Kaffee konsumierte und sich fragte, warum die Sorgfalt, die sie auf Hautpflegeprodukte verwendete, nicht auch für Getränke gelten sollte, die sie täglich zu sich nahm.

Warum eine Beautykette auf Matcha setzt

Laura Beres, laut Forbes zuständig für den Wellness-Bereich bei Ulta Beauty, wird mit der Einschätzung zitiert, die Marke passe zum wachsenden Interesse an sogenannter Beauty-from-within, also der Vorstellung, dass Ernährung und äußere Pflege zusammengehören. Für Ulta ist die Aufnahme von Cloud Cafe Teil einer breiteren Strategie, das eigene Sortiment über klassische Kosmetik hinaus um Getränke und Nahrungsergänzung zu erweitern, in einem Marktsegment, das in den vergangenen Jahren gewachsen ist.

Weitere Expansion der Marke

Kurz nach dem Start bei Ulta Beauty erweiterte Cloud Cafe seine Präsenz zusätzlich auf die Handelskette Target. Damit ist die Marke inzwischen sowohl online über den eigenen Shop und Amazon als auch stationär über zwei große US-Handelsketten erhältlich. Für ein noch junges Unternehmen aus dem K-Beauty- und Getränkebereich stellt diese Geschwindigkeit der Expansion eine deutliche Ausweitung der Reichweite dar, verglichen mit dem ursprünglichen Vertrieb über Onlinekanäle.

Matcha als Türöffner in neue Branchen

Das Beispiel Cloud Cafe zeigt, wie Matcha zunehmend als Zutat in Produktkategorien auftaucht, die ursprünglich nichts mit Tee oder Café-Kultur zu tun hatten, hier konkret im Beauty- und Wellness-Einzelhandel. Für Matcha als Zutat bedeutet das eine weitere Vertriebsschiene, losgelöst von klassischen Cafés, Teehändlern oder Supermarktregalen für Lebensmittel, und stattdessen eingebettet in ein Regal für Kosmetik und Nahrungsergänzung.

Einordnung

matchashock.de steht in keiner geschäftlichen Verbindung zu Cloud Cafe, Ulta Beauty oder den genannten Personen und berichtet hier ausschließlich über den öffentlich dokumentierten Markteintritt als Beobachtung aus dem Markt. Wer sich für das konkrete Sortiment interessiert, findet die aktuellen Angaben zu Zutaten und Verfügbarkeit direkt bei Cloud Cafe oder Ulta Beauty.

Vom Café-Getränk zum Beauty-Produkt

Der Weg von Matcha als klassischem Café-Getränk hin zu einem Produkt, das in einem Regal für Nahrungsergänzung und Kosmetik steht, zeigt eine Verschiebung in der Vermarktung. Während Matcha in einem Café primär über Geschmack und Zubereitung verkauft wird, steht bei Cloud Cafe die Kombination mit weiteren Zutaten wie Kollagen im Vordergrund der Produktkommunikation. Für den Handel bedeutet das eine Möglichkeit, dasselbe Grundprodukt Matcha in unterschiedlichen Verkaufsumgebungen unterschiedlich zu positionieren, je nachdem, welche Zusatzstoffe und welche Zielgruppe im Mittelpunkt stehen. Cloud Cafe wird von Ulta Beauty ausdrücklich im Rahmen des K-Beauty-Trends eingeordnet, also der wachsenden Nachfrage nach koreanischen Beauty- und Wellness-Konzepten im US-Markt. K-Beauty stand ursprünglich vor allem für Hautpflegeprodukte wie Masken oder mehrstufige Pflegeroutinen, wird inzwischen aber zunehmend auf Getränke und Nahrungsergänzung ausgeweitet. Cloud Cafe positioniert sich in diesem Umfeld als ein Beispiel für sogenannte Ingestibles, also Produkte zum Einnehmen, die mit ähnlichen Versprechen wie klassische Hautpflege beworben werden, hier eben in Form eines Getränks statt einer Creme. Innerhalb des Cloud-Cafe-Sortiments ist Matcha eine von mehreren namensgebenden Zutaten, neben klassischem Kaffee, Milchtee und weiteren Aromen wie Ube oder Pistazie. Für die Marke ist Matcha damit kein alleiniges Kernprodukt, sondern Teil einer breiteren Getränkepalette, die unterschiedliche Geschmacksvorlieben abdecken soll. Diese Aufstellung mit mehreren Basisgetränken unter einer gemeinsamen Marke ist im Getränkehandel verbreitet, weil sie es erlaubt, unterschiedliche Kundengruppen über ein einziges Markenlabel anzusprechen, ohne für jede Geschmacksrichtung eine eigene Untermarke aufzubauen. Für den Absatz von Matcha-Produkten insgesamt bedeutet ein Regalplatz bei einer Beautykette wie Ulta einen Vertriebsweg, der bislang eher untypisch war. Klassischerweise wird Matcha entweder über Teehändler, spezialisierte Onlineshops oder Cafés verkauft. Ein Instant-Pulver im Beauty-Regal einer großen Handelskette erreicht dagegen Kundinnen und Kunden, die möglicherweise ursprünglich wegen Hautpflegeprodukten in den Laden gekommen sind und erst dort auf ein Matcha-Getränk aufmerksam werden, unabhängig davon, ob sie sich zuvor überhaupt für Tee interessiert hätten. Ein wichtiger Unterschied zur traditionellen Zubereitung ist die Form des Produkts. Während klassischer Matcha als reines Pulver verkauft wird, das mit Sieb, Bambusbesen und heißem Wasser von Hand zubereitet wird, handelt es sich bei den Cloud-Cafe-Produkten um Instant-Mischungen, die bereits weitere Zutaten wie Kollagen oder Vitamine enthalten und sich schnell mit Wasser anrühren lassen. Diese Form richtet sich an Konsumentinnen und Konsumenten, denen eine unkomplizierte, schnelle Zubereitung wichtiger ist als die traditionelle, zeitaufwendigere Methode. Für den Handel mit Cloud Cafe sind inzwischen zwei getrennte Vertriebsstränge relevant, der eigene Onlineshop samt Amazon-Präsenz auf der einen und der stationäre Handel über Ulta Beauty und Target auf der anderen Seite. Beide Kanäle erreichen unterschiedliche Kundengruppen, wobei der stationäre Handel eine Zufallsentdeckung durch Laufkundschaft ermöglicht, während der Onlinekanal gezielt von Kundinnen und Kunden angesteuert wird, die die Marke bereits kennen. Diese Kombination aus beiden Wegen ist für junge, wachsende Getränkemarken ein üblicher Zwischenschritt auf dem Weg zu einer breiteren Marktpräsenz.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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