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Kulinarik

Wie Matcha 2026 in Londons Wimbledon-Menüs auftauchte

Zum Wimbledon-Turnier 2026 haben gleich mehrere Londoner Hotels und Restaurants eigene Matcha-Kreationen aufgelegt. Von einer Matcha-Sharing-Torte bis zu einem Matcha-Cocktail zeigt sich, wie fest Matcha inzwischen im Londoner Afternoon-Tea-Angebot verankert ist, nicht nur bei einem einzelnen Haus.

Hotel Cafe Royal: Game, Set, Matcha

Das Hotel Cafe Royal servierte vom 22. Juni bis 19. Juli 2026 ein limitiertes Afternoon-Tea-Menü namens 'Game, Set, Matcha' im Cafe Royal Grill. Kreiert wurde es von Chefpatissier Maxence Blondelle. Zentrales Element ist eine Matcha-Court-Sharing-Torte in tennisgrüner Glasur mit Matcha-Mousse, Yuzu-Curd und Matcha-Biskuit, ergänzt um weitere tennisinspirierte Kreationen wie ein Gebäck in Tennisball-Form und ein Erdbeersorbet, das den klassischen Wimbledon-Bezug zu Erdbeeren und Sahne aufgreift. Der zeitliche Rahmen von fast einem Monat, deutlich länger als das eigentliche zweiwöchige Turnier, zeigt, dass das Hotel das Thema bewusst über den reinen Turnierzeitraum hinaus als saisonales Angebot führt, statt es nur an den Spieltagen selbst anzubieten. Das Cafe Royal Grill gehört zu den bekannteren Restaurants im Haus und ist für seine wechselnden saisonalen Themenmenüs bekannt, in die sich das Wimbledon-Konzept nahtlos einfügt.

Park Hyatt London River Thames

Im Nine Elms Bar & Lounge des Park Hyatt London River Thames gehörte zum Wimbledon-Afternoon-Tea unter anderem ein Tennisball, gefüllt mit Erdbeer-Kompott und Ivoire-Schokoladenmousse, dazu ein Matcha-Lemon-Battenberg-Kuchen sowie ein Elderflower-Strawberry-Choux. Begleitet wurden die Speisen von zwei tennisthematischen Cocktails, einem Wimbledon Spritz mit britischem Honiglikör und einem Centre Court Highball mit Sloe Gin, beide ohne direkten Matcha-Bezug, aber als Teil desselben Gesamtmenüs. Die Terrasse des Hauses bietet dabei zusätzlich einen Blick auf die Themse, was den Wimbledon-Afternoon-Tea dort auch zu einem Ort für Gäste macht, die das Turnier selbst gar nicht live besuchen, sondern lediglich die begleitende Atmosphäre in der Stadt geniessen möchten, die während der Turnierwochen ohnehin in vielen Vierteln Londons spürbar ist.

Das japanische Restaurant Aki

Das Londoner Restaurant Aki bot während des gesamten Juli einen Wimbledon Highball an, zubereitet mit Bombay-Sapphire-Gin, Shiso-Sirup, Holunderblütentonic und Matcha-Eis. Der Cocktail wurde von Aki gezielt zu herzhaften Gerichten wie knusprig gebratener Weichschalenkrabbe oder Wagyu-Gyoza mit schwarzem Knoblauch empfohlen, als sommerliche Begleitung für ein Abendessen während der Turnierwochen, statt als klassisches Nachmittagsgetränk zum Tee. Diese Positionierung als Abendcocktail statt als Nachmittagsgetränk unterscheidet das Angebot von Aki deutlich von den beiden Hotel-Afternoon-Teas und zeigt, dass Matcha in London inzwischen über unterschiedliche Tageszeiten und Anlässe hinweg eingesetzt wird, vom klassischen Nachmittagstee bis zum abendlichen Cocktail in einem japanischen Restaurant.

Warum Wimbledon so viele Matcha-Kreationen anzieht

Wimbledon ist traditionell mit der Farbe Grün verbunden, durch den Rasen der Courts und die klassische britische Tenniskleidung. Matcha passt farblich und thematisch gut in dieses Bild, was Restaurants und Hotels dazu nutzen, um saisonale Menüs rund um das Turnier zu gestalten. Anders als bei klassischen britischen Wimbledon-Symbolen wie Erdbeeren und Sahne bringt Matcha zusätzlich einen modernen, internationalen Akzent in die Menüs, der gezielt ein jüngeres, städtisches Publikum ansprechen soll, das Matcha bereits aus dem eigenen Alltag in Cafes kennt und daher offen für eine solche Kombination ist.

Gemeinsamkeiten der drei Angebote

Alle drei Betriebe kombinieren Matcha mit klassischen britischen Elementen wie Erdbeeren, Sahne oder Gin, statt Matcha isoliert zu servieren. Das zeigt ein wiederkehrendes Muster bei Londoner Saisonmenüs rund um Wimbledon, bei dem Matcha als ergänzende, nicht als alleinstehende Zutat eingesetzt wird. Diese Kombination aus vertrauten britischen Aromen und einer international geprägten Zutat wie Matcha erlaubt es den Gastgebern, ein neues Element einzuführen, ohne die grundlegende Erwartung der Gäste an einen klassischen englischen Afternoon Tea zu enttäuschen. Für alle drei Anbieter bleibt damit ein deutlich erkennbarer britischer Kern erhalten, in den Matcha lediglich als zusätzliche, moderne Facette eingewoben wird, statt das gesamte Menü komplett neu auszurichten, was den Zugang für eher konservative Gäste erleichtert, die einer kompletten Neuausrichtung des Menüs skeptischer gegenüberstehen würden.

Preisliche Einordnung

Weder das Hotel Cafe Royal noch der Park Hyatt London River Thames haben ihre genauen Preise für das Wimbledon-Menü in den ausgewerteten Medienberichten öffentlich genannt. Afternoon-Tea-Menüs bei vergleichbaren Fünf-Sterne-Häusern in London liegen erfahrungsgemäß deutlich oberhalb eines klassischen Cafebesuchs und werden meist als besonderes Anlassessen gebucht, nicht als spontaner Zwischenstopp. Für eine verbindliche Zahl lohnt sich vor einem Besuch ein Blick auf die aktuelle Website des jeweiligen Hauses. Üblich ist bei solchen Menüs zudem ein Aufpreis für eine Erweiterung um Champagner oder andere Getränke, ähnlich wie es auch bei anderen saisonalen Hotel-Afternoon-Teas in London der Fall ist.

Zeitliche Begrenzung als bewusstes Prinzip

Alle drei genannten Angebote sind zeitlich eng an den Turnierzeitraum von Wimbledon gebunden und verschwinden nach dessen Ende wieder von der Karte. Diese bewusste Begrenzung erzeugt eine gewisse Dringlichkeit bei potenziellen Gästen, die das Menü nur innerhalb weniger Wochen probieren können, und ist ein in der Londoner Gastronomie weit verbreitetes Mittel, um saisonale Anlässe kulinarisch aufzuladen, ohne das reguläre Jahresmenü dauerhaft zu verändern. Für Gäste bedeutet das gleichzeitig, dass eine spontane Nachfrage ausserhalb des angegebenen Zeitraums meist erfolglos bleibt, weil die betroffenen Gerichte danach vollständig von der Karte genommen werden, bis eine ähnliche Aktion im Folgejahr möglicherweise neu aufgelegt wird, oft mit leicht veränderten Kreationen statt einer identischen Wiederholung, je nachdem, welche Ideen die jeweilige Küchenleitung für die nächste Saison entwickelt.

Einordnung im Vergleich zu anderen Sportanlässen

Ähnlich wie beim US Open in New York oder bei Disneyland Resort in Kalifornien zeigt sich auch bei Wimbledon, dass grosse, wiederkehrende Anlässe regelmäßig genutzt werden, um Matcha in ein neues kulinarisches Umfeld zu bringen. Der Unterschied liegt im britischen Kontext darin, dass Matcha hier bewusst mit traditionellen englischen Zutaten kombiniert wird, statt als eigenständiges, klar abgegrenztes Produkt aufzutreten, wie es bei einer einzelnen Matcha-Bar der Fall ist. Diese kulturelle Einbettung macht Matcha in London weniger zu einer isolierten Neuheit und mehr zu einem Baustein, der sich in bereits bestehende Traditionen wie den englischen Afternoon Tea einfügt, ohne diese grundlegend zu verdrängen.

Einordnung für Matcha-Interessierte

Die drei Beispiele zeigen unterschiedliche Einsatzformen von Matcha in der gehobenen Londoner Gastronomie, von der Sharing-Torte über den Kuchen bis zum Cocktail. Wer diese Kombinationen zu Hause nachstellen möchte, braucht dafür in erster Linie gutes Matcha-Pulver als Basis, unabhängig davon, ob es am Ende in einem Gebäck oder einem Getränk landet, und unabhängig davon, ob dazu britische Zutaten wie Erdbeeren oder Gin kombiniert werden. Wer die Sharing-Torte oder den Battenberg-Kuchen zu Hause nachbacken möchte, sollte auf ein feines, gut lösliches Matcha-Pulver achten, damit die Backwaren eine gleichmäßige Farbe und keine Klumpen bekommen, was sich am einfachsten durch vorheriges Sieben des Pulvers erreichen lässt.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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