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Geschichte

Nishio-Cha-Matsuri: das Teefest in Japans Matcha-Stadt

Wer nach dem Nishio-Cha-Matsuri sucht, meint in aller Regel den Tag des Matcha (Nishio no Matcha no Hi), das feste jährliche Fest der japanischen Stadt Nishio in der Präfektur Aichi. Daneben gibt es die deutlich größere Nishio-Matcha-Expo, die an das landesweit reihum vergebene Nationale Teefest gekoppelt ist und deshalb nur gelegentlich in Nishio selbst stattfindet. Beide Veranstaltungen drehen sich um dieselbe Tatsache: Nishio gilt in Japan als Matcha-Stadt, weil hier nach Angaben der Präfektur Aichi rund 98 Prozent des angebauten Tees zu Tencha wird, dem Rohmaterial für Matcha. Dieser Text ordnet ein, welches Fest wann stattfindet, woher es kommt und was dich dort erwartet.

Warum Nishio als Japans Matcha-Stadt gilt

Nishio liegt am Fluss Yahagi in der Präfektur Aichi und bezeichnet sich selbst als Matcha City. Das milde Klima und der Nebel über dem Fluss gelten nach Angaben der Präfektur Aichi als Grund dafür, dass die Teeblätter dort besonders fein ausfallen. Rund 20 Prozent des japanischen Rohtees, aus dem später Matcha gemahlen wird, stammen laut der offiziellen Tourismusseite der Präfektur aus Nishio. Die Stadt selbst nennt für den fertig gemahlenen Matcha einen noch größeren Anteil an der landesweiten Produktion. Diese Doppelrolle als Rohtee- und Matcha-Standort ist der Grund, warum Nishio in Reiseführern regelmäßig als die Matcha-Hauptstadt Japans auftaucht. Anders als etwa Uji, das für eine breitere Mischung aus Gyokuro und Matcha bekannt ist, hat sich Nishio fast vollständig auf die Tencha-Produktion für Matcha spezialisiert, was der Stadt ihr eigenes wirtschaftliches Profil unter den japanischen Tee-Regionen gibt.

Der Ursprung im 13. Jahrhundert

Der Tee-Anbau in Nishio geht auf das Jahr 1271 zurück, als der buddhistische Mönch Shoichi Kokushi, Gründer des Jissoji-Tempels, dort einen Teestrauch pflanzte. Nachfolgende Generationen von Priestern brachten nach Studienreisen nach China weitere Tee- und Zen-Kultur in die Region. Während der Edo-Zeit förderte Shogun Tokugawa Ieyasu den Tee-Anbau in Nishio gezielt und ließ den dortigen Tee als Tribut-Tee an den Hof liefern. Diese über 750 Jahre alte Geschichte ist der historische Unterbau, auf den sich die heutigen Feste in Nishio berufen.

Der Tag des Matcha: das eigentliche jährliche Fest

Das tatsächlich jedes Jahr wiederkehrende Fest heißt Nishio no Matcha no Hi, der Tag des Matcha. Er wurde 1992 von der Nishio Tea Trade Association ins Leben gerufen, um den 120. Jahrestag des Nishio-Tees zu würdigen. Ursprünglicher Termin war der 6. Februar, ein Datum mit Wortspiel: In der japanischen Aussprache ergeben die Ziffern 2 und 6 zusammengelesen den Klang furo, die Bezeichnung für den tragbaren Kohlenbrenner, mit dem in der Teezeremonie Wasser erhitzt wird. Zum Fest gehören traditionell eine kostenlose Matcha-Verkostung für die ersten Besucher, Workshops zum Mahlen von Matcha mit der Steinmühle sowie Führungen durch die örtlichen Tee-Fabriken.

Warum sich der Termin über die Jahre verschoben hat

Der Tag des Matcha wird nicht immer am ursprünglichen Februar-Datum begangen. In manchen Jahren fand er im November statt, in jüngerer Zeit wurde er mit anderen Stadtfesten zusammengelegt: 2025 richtete der Fremdenverkehrsverband der Stadt Nishio den Tag des Matcha gemeinsam mit dem Nishio-Burgfest an einem Oktoberwochenende aus. Organisiert wird das Fest heute von der Nishio-Tee-Genossenschaft, die aus den früheren Teehändler-Vereinigungen hervorgegangen ist. Wer das Fest besuchen will, prüft das genaue Datum am besten vorab bei der Tourismusseite der Stadt Nishio, weil sich Monat und Wochentag von Jahr zu Jahr unterscheiden können.

Die große Matcha-Expo: nur wenn die nationale Tour nach Aichi kommt

Neben dem Tag des Matcha gibt es die Nishio-Matcha-Expo, offiziell an das Nationale Teefest Japans gekoppelt. Dieses nationale Fest wird von Tee-Herstellern im ganzen Land gemeinsam organisiert und wandert Jahr für Jahr durch unterschiedliche Präfekturen, um Anbautechniken zu fördern und den Tee-Konsum zu steigern. 2019 war die Ausgabe in Aichi die vierte, die dort stattfand, und zugleich die 73. Ausgabe des nationalen Festes insgesamt. Die große Matcha-Expo mit Ständen an Orten wie der Nishio-Burg, einer Grundschul-Turnhalle und der städtischen Kulturhalle kommt deshalb nicht jedes Jahr nach Nishio, sondern nur, wenn die Rotation die Stadt erneut auswählt.

Was dich beim Fest erwartet

Unabhängig davon, ob du den kleineren Tag des Matcha oder die größere Expo erwischst, ähneln sich die Angebote: kostenlose Matcha-Proben für die ersten Besucher, Gelegenheit, selbst mit einer Steinmühle Matcha zu mahlen, Einblicke in die Produktionsanlagen der örtlichen Tee-Betriebe und ein Programm aus Ständen mit Tee und regionalen Spezialitäten. Wer in traditioneller Kleidung Tee pflücken möchte, findet dieses Angebot ganzjährig bei Betrieben wie Saijoen Aiya oder Aoiseicha, unabhängig vom Festtermin. Shuttlebusse zwischen dem Bahnhof Nishio und dem Rathaus erleichtern an Festtagen die Anreise. Bei der größeren Ausgabe kommen zusätzlich Stände mit anderen Nishio-Spezialitäten hinzu, von gegrilltem Aal über Krabbenchips bis zu lokalem Sake, sodass sich das Fest nicht ausschließlich um Tee dreht, sondern die gesamte Stadt vorstellt.

Warum das Fest jedes Jahr wiederkehrt, unabhängig vom Kalenderjahr

Der eigentliche Kern des Nishio-Cha-Matsuri ist keine einzelne Ausgabe, sondern die jährliche Bestätigung, dass die Stadt ihre Identität als Matcha-Zentrum pflegt. Das Datum kann wechseln, die Ausrichter können sich umbenennen, doch die Grundidee bleibt: Tee-Erzeuger, Handel und Stadtverwaltung zeigen einmal im Jahr gemeinsam, was Nishio seit dem 13. Jahrhundert produziert. Das macht das Fest zu einem verlässlichen Termin für alle, die sich für die Herkunft von Matcha interessieren, auch wenn der genaue Tag im Kalender jedes Jahr neu nachgeschlagen werden muss. Für Reisende bedeutet das in der Praxis: Wer die Stadt gezielt wegen eines Fests besucht, plant am besten flexibel und sieht das eigentliche Fest als Bonus zu einem Besuch, der sich auch ohne Festtermin lohnt, etwa durch die ganzjährig geöffneten Tee-Erlebnisse und Fabrikbesichtigungen.

Matcha-Erlebnisse das ganze Jahr über

Unabhängig vom Festkalender lässt sich Matcha in Nishio ganzjährig erleben. Geerntet wird der Tee vor allem zwischen April und Mai, doch Betriebe wie Saijoen Aiya, Shokakuen und Aoiseicha bieten laut der offiziellen Tourismusseite der Präfektur Aichi ganzjährig eigene Matcha-Erlebnisse an. Dazu zählen das Anlegen traditioneller Kleidung zum Pflücken von Teeblättern in der Erntesaison, ein Besuch im Matcha-Museum, bei dem sich die Herstellung Schritt für Schritt verfolgen lässt, sowie das eigenhändige Mahlen von Blättern mit der Steinmühle, gefolgt von der Zubereitung der eigenen Schale in einem traditionellen Teeraum. Wer im November anreist, kann laut Reiseberichten sogar bei kühlem Flusswind heißen Matcha in der ehemaligen Residenz Konoe genießen, weit abseits jedes offiziellen Festtermins.

Warum der Name Cha Matsuri nicht nur zu Nishio gehört

Cha Matsuri ist im Japanischen schlicht die allgemeine Bezeichnung für Teefest und wird landesweit für ganz unterschiedliche Veranstaltungen verwendet, nicht nur für die in Nishio. Auch die Stadt Uji bei Kyoto, ein weiteres bekanntes Tee-Anbaugebiet, feiert unter demselben Oberbegriff ihr eigenes, unabhängiges Fest mit eigener Geschichte und eigenem Termin. Wer online nach Cha Matsuri sucht, sollte deshalb immer den Ortsnamen mit angeben, um nicht versehentlich beim falschen Fest zu landen. Für Nishio bedeutet das konkret: Der Name steht in erster Linie für den Tag des Matcha, gelegentlich ergänzt um die größere, an das nationale Fest gekoppelte Matcha-Expo.

Von Nishio zur eigenen Schale zuhause

Nicht jeder kann für ein Wochenende nach Nishio reisen, um dort probiertem Matcha nachzuspüren. Zuhause fängt die eigene Schale mit gutem Pulver an. Unser Matcha kommt als 30-Gramm-Dose, reicht für rund 10 bis 15 Schalen bei 2 Gramm je Portion, ist bio-zertifiziert (Kontrollstelle DE-ÖKO-006, Kennzeichnung CN-BIO-141) und im Labor auf Rückstände geprüft. Eine Dose kostet 25,00 € (833,33 €/kg), 2 Dosen 46,00 € (766,67 €/kg), 3 Dosen 63,00 € (700,00 €/kg), 6 Dosen 108,00 € (600,00 €/kg). Versand nach Deutschland ist kostenlos und dauert ein bis zwei Werktage.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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