Lifestyle & Mode
Matcha nach dem Workout: warum Studios ihn anbieten
Immer mehr Yoga- und Pilates-Studios bieten neben ihren Kursen auch Matcha an, entweder in einem angeschlossenen Café, als inklusives Getränk bei bestimmten Terminen oder als festen Programmpunkt nach dem Training. Dieser Artikel beschreibt zwei dokumentierte Beispiele aus Deutschland, jeweils direkt von den Studios selbst auf ihrer eigenen Internetseite mitgeteilt, und ordnet ein, welches Geschäftsmodell dahintersteckt. Es geht um eine unternehmerische Entscheidung von Studiobetreibern, nicht um eine Wirkung, die Matcha nach dem Training hätte.
Zwei Studios, zwei Varianten
Das Berliner Studio MyWay verbindet Reformer-Pilates direkt räumlich mit einem eigenen Café. Nach eigenen Angaben auf myway-studio.com beschreibt sich das Studio als Ort, an dem „Pilates, Matcha Café & nachhaltige Mode„ zusammenkommen, mit dem Angebot „von cremigen Matchas über erfrischende Säfte bis hin zu nährstoffreichen Bowls“. Das Reformer-Pilates-Studio Quinta in Winnenden geht einen anderen Weg: Dort ist Matcha kein Dauerangebot, sondern an einzelne Termine gekoppelt. Für die Kombiklasse „Yoga meets Reformer Pilates„ am 20. September 2026 wirbt das Studio nach eigenen Angaben auf quinta-studio.de mit „Gratis Matcha, ein Getränk für jede Teilnehmer:in inklusive“, bei einer Kombination aus 30 Minuten Reformer Pilates und 30 Minuten Yoga für 45 Euro. Beide Studios setzen Matcha damit unterschiedlich ein, das eine als festen Ladenbestandteil, das andere als Bonus für ein einzelnes Event.
Das Café als zweites Standbein
Bei MyWay Studio ist das Café kein Beiwerk, sondern nach eigener Darstellung Teil des Konzepts: Bewegung und Getränk werden als eine Einheit beworben, mit dem Slogan „Movement trifft Ritual“. Für ein Studio bedeutet das ein zweites Standbein neben den Kursgebühren, denn ein Café-Bereich lässt sich unabhängig von der Kursbelegung verkaufen, auch an Menschen, die gar keinen Kurs besuchen. Diese Kombination aus Bewegungsangebot und Getränkeverkauf ist im Fitness- und Wellnessbereich kein neues Prinzip, wird aber zunehmend mit Matcha statt mit klassischem Kaffee umgesetzt, weil sich die grüne Farbe optisch von einem gewöhnlichen Café abhebt. Klassische Kaffeebars in Fitnessstudios sind seit Jahren verbreitet, meist als Getränkeautomat oder kleine Theke am Empfang. Der Unterschied bei MyWay liegt darin, dass Matcha dort nicht als Nebensache neben der eigentlichen Kursleistung steht, sondern bewusst als eigenes Markenelement kommuniziert wird, mit eigener Café-Marke im selben Haus. Für die Außenwahrnehmung eines Studios kann das einen Unterschied machen, weil ein spezifisches Getränk leichter in sozialen Netzwerken geteilt wird als ein anonymer Getränkeautomat am Eingang.
Matcha als Bonus für einzelne Termine
Beim Winnender Studio Quinta ist das Getränk an ein einzelnes, besonders beworbenes Event gebunden, die Kombiklasse aus Yoga und Reformer Pilates. Ein inkludiertes Getränk ist dort ein klassisches Marketinginstrument für Sondertermine: Es hebt eine Veranstaltung von den regulären Kursen ab und rechtfertigt einen höheren Preis pro Termin, ohne dass eine Mitgliedschaft nötig ist. Diese Form ist von Dauerangeboten wie bei MyWay zu unterscheiden, sie betrifft nur die einzelne Klasse, nicht das laufende Kursprogramm des Studios. Das Prinzip taucht auch außerhalb Deutschlands auf: Recherchen zu Studios in Malaysia und Großbritannien zeigen ähnliche Kombinationen aus Reformer-Training und anschließendem Matcha-Termin, allerdings ohne dass sich diese ausländischen Beispiele im Rahmen dieses Artikels mit zwei eigenständig geöffneten Quellen belegen ließen. Für Deutschland lässt sich die Kombination aus den beiden genannten Studios direkt nachvollziehen, weiterführende internationale Aussagen bleiben an dieser Stelle bewusst offen.
Was ein inklusives Getränk für den Preis bedeutet
Bei der Quinta-Kombiklasse ist der Getränkepreis rechnerisch bereits im Ticketpreis von 45 Euro enthalten, ein Aufpreis wird nicht gesondert ausgewiesen. Für Studios ist das eine bewusste Kalkulationsentscheidung: Ein inkludiertes Getränk erscheint großzügiger als ein Rabatt auf den Kursbeitrag, kostet das Studio aber real nur den Einkaufspreis für Pulver und Zubereitung. Für Teilnehmende lohnt sich ein solcher Termin vor allem dann, wenn ohnehin ein Café-Besuch nach dem Training geplant gewesen wäre, dann fällt dieser zusätzliche Ausgabeposten schlicht weg. Wichtig ist dabei, den regulären Kurspreis des Studios ohne Getränk zum Vergleich heranzuziehen, um einzuschätzen, wie groß der tatsächliche Mehrwert des inkludierten Getränks in Euro ausfällt, statt sich allein vom Wort „gratis“ leiten zu lassen.
Der Unterschied zwischen Café-Anbau und Sonderevent
MyWay Studio und Quinta Studio stehen für zwei grundsätzlich verschiedene Geschäftsmodelle rund um dasselbe Getränk. Das Berliner Modell integriert das Café dauerhaft in den Betrieb, mit eigener Karte, eigenem Personal und einem Angebot, das unabhängig von den Kurszeiten besteht. Das Winnender Modell bindet das Getränk dagegen an ein einzelnes, terminiertes Event und funktioniert eher wie eine Zugabe zu einer besonderen Kursstunde als wie ein eigenständiges Geschäft. Für angehende Studiobetreiber ist das ein relevanter Unterschied: Ein dauerhaftes Café bedeutet zusätzliche Fixkosten und Personal, ein Einzelevent dagegen ein überschaubares, zeitlich begrenztes Risiko.
Warum das Bild zum Training passt
Ein Getränk direkt im Anschluss an eine Kurseinheit anzubieten, spart Zeit, die Teilnehmenden müssen dafür nicht extra ein Café aufsuchen. Zusätzlich passt die ruhige Zubereitung von Matcha, das Anrühren mit Schale oder Shaker, zum entschleunigten Bild, das Yoga- und Pilates-Studios ohnehin vermitteln wollen. Ob das Getränk davor oder danach getrunken wird, ist dabei zweitrangig, entscheidend ist die räumliche und zeitliche Nähe zum Training, die beide beschriebenen Studios herstellen.
Was ein Studio dafür an Ausstattung braucht
Wer selbst ein kleines Studio betreibt und über ein ähnliches Angebot nachdenkt, kommt mit überschaubarer Ausstattung aus: einer Waage für die Portionierung, einem Sieb gegen Klümpchen und einem Shaker oder Milchaufschäumer für größere Mengen. Für die Zubereitung im größeren Rahmen, etwa bei einem Sondertermin mit vielen Teilnehmenden, lohnt sich ein Blick in „Matcha für Gäste: Mengen, Reihenfolge und Timing für die Runde“, auch wenn dieser Artikel ursprünglich für private Gastgeber geschrieben wurde, das Prinzip überträgt sich auf kleine Gruppen im Kursraum.
Fragen, die sich Interessierte vor dem Besuch stellen sollten
Wer einen Kurs mit Matcha-Angebot bucht, kann sich vorab bei den Studios direkt erkundigen, ob das Getränk fest im Programm verankert ist oder nur für einzelne Termine gilt, wie es bei der Quinta-Kombiklasse der Fall ist. Ebenso lohnt sich die Frage, ob eine Auswahl an Milch- oder Pflanzendrink-Alternativen besteht und ob das Getränk im Kurspreis enthalten ist oder separat berechnet wird. Diese Angaben können sich je nach Kurstermin und Auslastung ändern, weshalb ein kurzer Blick auf die aktuelle Kursbeschreibung des jeweiligen Studios vor der Buchung sinnvoll ist. Auch die Öffnungszeiten eines angeschlossenen Cafés wie bei MyWay lohnen einen zweiten Blick, denn ein Café-Bereich kann eigene Zeiten haben, die von den Kurszeiten abweichen, sodass sich ein Getränk nicht automatisch direkt vor oder nach jedem Kurs mitnehmen lässt.
Was du beim eigenen Matcha nach dem Training beachtest
Wer das Prinzip zuhause übernehmen möchte, braucht kein Studio dafür. Wichtig ist vor allem die Zubereitung: Wer direkt nach dem Training kalt trinken möchte, findet die Grundlagen in „Matcha kalt zubereiten: Cold Matcha, Shaker und Cold Brew„, wer lieber vor dem Sport eine Schale trinkt, findet Hinweise zu Menge und Timing in „Matcha vor dem Training: Menge, Timing und Magen“. Für unterwegs zwischen Studio und Alltag lohnt sich außerdem ein Blick in „Matcha to go: So nimmst du deinen Matcha mit ins Büro“. Eine praktische Variante für zuhause ist eine vorbereitete Trinkflasche mit Pulver und Wasser, die direkt nach dem letzten Kursblock nur noch geschüttelt werden muss, ganz ohne Wartezeit an einer Theke.
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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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