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Der Verkostungsbogen: Matcha-Tasting Punkt für Punkt festhalten

Ein Verkostungsbogen macht aus einem netten Abend mit mehreren Matcha-Proben ein Tasting mit belastbarem Ergebnis. Statt hinterher zu streiten, welche Probe wie geschmeckt hat, trägt jeder während der Runde dieselben Punkte in denselben Bogen ein. Hier stehen die Felder, die ein solcher Bogen braucht, wie viele Proben sinnvoll sind, wie viel Pulver dafür nötig ist und wie du die Felder während des Abends ausfüllst.

Warum ein Bogen mehr bringt als der Eindruck aus dem Kopf

Bei drei oder vier Proben hintereinander verwischen Eindrücke schnell, vor allem wenn mehrere Personen am Tisch sitzen und jeder etwas anderes zuerst bemerkt. Ein Bogen mit festen Feldern zwingt dazu, jede Probe auf dieselben Punkte zu prüfen, bevor die nächste kommt. Wie eine Verkostungsrunde mit Blindprobe, Kodierung und Ablauf grundsätzlich organisiert wird, steht im Wissensartikel „Matcha Tasting zuhause: so wird aus drei Dosen ein Abend“ – der Bogen hier ist das Protokoll dazu, das während der Runde von jeder Person separat ausgefüllt wird.

Wie viele Proben und wie viel Pulver für den Bogen

Drei bis vier Proben sind das sinnvolle Maximum, danach ermüdet die Zunge und die Einträge im Bogen werden ungenauer. Gerechnet wird mit halben Portionen: rund 1 Gramm Pulver auf 50 Milliliter Wasser je Person und Probe. Bei vier Gästen und vier Proben sind das insgesamt 16 Gramm Pulver, also rund 4 Gramm je Dose – eine einzelne 30-Gramm-Dose deckt damit mehrere solcher Abende ab. Für jede Probe braucht der Bogen eine eigene Zeile, unabhängig davon, wie viele Personen an der Runde teilnehmen.

Kopf des Bogens: Rahmendaten festhalten

Vor der ersten Probe gehören folgende Angaben auf den Bogen: Datum, Zahl der Teilnehmenden, verwendete Wassertemperatur (idealerweise für alle Proben gleich, 70 bis 80 Grad), Pulvermenge je Probe und die Buchstaben oder Zahlen, unter denen die Proben blind kodiert wurden, getrennt von der Liste, welcher Code zu welcher Dose gehört. Eine Person führt diese Zuordnungsliste separat und gibt sie erst nach Abschluss der Runde bekannt.

Die Prüfpunkte je Probe

Für jede einzelne Probe trägst du sechs Felder ein: erstens die Farbe des trockenen Pulvers vor dem Aufschlagen, zweitens der Duft direkt nach dem Öffnen des Behältnisses, drittens die Feinheit beim Verreiben zwischen den Fingern, viertens die Farbe der fertig aufgeschlagenen Schale, fünftens das Schaumbild – fein und stabil oder grob und schnell zerfallend – und sechstens der erste Geschmackseindruck in ein bis zwei Stichworten. Jedes Feld wird für jede Probe einzeln ausgefüllt, direkt nachdem die Probe zubereitet wurde, nicht erst am Ende der Runde.

Warum alle Proben mit demselben Wasser zubereitet werden

Damit die Unterschiede zwischen den Proben wirklich am Pulver liegen und nicht am Wasser, wird für alle Proben eines Abends dieselbe Kanne mit derselben Temperatur verwendet, idealerweise 70 bis 80 Grad. Wechselt die Temperatur zwischen den Proben, verändert sich der Geschmack unabhängig vom Pulver, und der Bogen würde am Ende einen Temperaturunterschied statt eines Pulverunterschieds festhalten.

Der Raum als Teil der Vorbereitung

Ein geruchsneutraler Raum gehört ebenso zur Vorbereitung wie der Bogen selbst: keine Duftkerze, kein offenes Essen auf dem Tisch, kein frisch gebrühter Kaffee in der Nähe. Gerüche aus der Umgebung verfälschen den Geruchseindruck, den jede Person in ihr Feld für die jeweilige Probe einträgt, noch bevor überhaupt gekostet wurde.

Wenn eine Probe deutlich abfällt

Fällt eine Probe im direkten Vergleich klar ab, notiere trotzdem alle sechs Felder vollständig, statt die Zeile leer zu lassen oder nur ein negatives Wort einzutragen. Gerade die schwächste Probe eines Abends liefert oft die aufschlussreichsten Notizen, weil der Kontrast zu den anderen Proben Unterschiede sichtbar macht, die bei einer einzelnen Verkostung ohne Vergleich untergegangen wären.

Abschluss: Rangfolge statt Einzelnote

Am Ende der Runde vergleichst du die ausgefüllten Zeilen und legst eine persönliche Rangfolge der Proben fest, statt jede einzeln mit einer Schulnote zu versehen – eine Rangfolge sagt mehr aus als eine isolierte Zahl, weil Geschmack immer relativ zu den anderen Proben desselben Abends beurteilt wird. Erst nach dieser Rangfolge werden die Codes aufgelöst und jeder erfährt, welche Dose hinter welchem Buchstaben steckte. Wie du ein einzelnes Pulver außerhalb einer Gruppen-Runde für dich allein prüfst, beschreibt der Wissensartikel „Matcha-Test zuhause: die fünf Prüfungen“.

Was der Bogen bewusst nicht misst

Ein Verkostungsbogen dieser Art erfasst den sinnlichen Eindruck – Farbe, Duft, Feinheit, Schaum und Geschmack. Er ersetzt keine Laboranalyse zu Inhaltsstoffen, Pestiziden oder Schwermetallen und trifft keine Aussage darüber, welches Pulver objektiv das bessere ist. Zwei Personen können bei derselben Probe zu unterschiedlichen Eindrücken kommen, ohne dass eine der beiden Einschätzungen falsch wäre – Geschmack bleibt bei einem Tasting bewusst persönlich, der Bogen macht diesen persönlichen Eindruck nur nachvollziehbar und wiederholbar.

Der Bogen für eine einzelne Person

Der Bogen funktioniert auch ohne Gruppe: Wer allein zwei oder drei Dosen vergleichen will, füllt für jede Probe dieselben sechs Felder aus, verzichtet aber auf die Blindkodierung, weil ohnehin nur eine Person urteilt. So bleibt trotzdem eine schriftliche Grundlage bestehen, auf die sich später zurückgreifen lässt, statt sich allein auf die Erinnerung an einen bestimmten Nachmittag zu verlassen. Gerade beim alleinigen Vergleich lohnt es sich, an mehreren Tagen zur gleichen Tageszeit zu verkosten, weil der eigene Geschmackssinn morgens und abends unterschiedlich empfindlich sein kann.

Den Bogen für später aufheben

Ein ausgefüllter Bogen ist auch nach dem Abend nützlich: Wer mehrere Tastings im Lauf des Jahres macht, kann alte Bögen vergleichen und sehen, ob sich der eigene Geschmack oder die Einschätzung bestimmter Sorten über die Zeit verändert hat. Dazu reicht es, Datum und Rangfolge jedes Abends an einem festen Ort zu sammeln, zum Beispiel in derselben Mappe oder demselben Ordner, statt jeden Bogen einzeln wegzulegen.

Der nächste Schritt

Drucke den Bogen mit den genannten Feldern für jede geplante Probe einmal aus, bevor der Abend beginnt. Für ein Tasting mit drei bis vier Proben reicht eine 30-Gramm-Dose je Sorte gut aus – der MATCHASHOCK Bio-Matcha kostet 25,00 Euro je Dose, Grundpreis 833,33 Euro je Kilogramm, und passt damit auch als eine der Proben in eine eigene Tasting-Runde.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.

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