Zubereitung
Matcha Swiss Roll: der Biskuit fürs Rollen
Für einen Matcha-Rollkuchen backst du eine dünne Biskuitplatte mit Matcha, rollst sie noch warm mit Backpapier ein und füllst sie nach dem Auskühlen mit Sahne. Der Trick gegen Risse liegt im Rollen, solange der Boden noch warm und biegsam ist – kalt gebacken bricht die gleiche Platte fast immer.
Was einen Biskuitteig fürs Rollen geeignet macht
Biskuitmasse ist laut Fachbeschreibung eine lockere Masse aus geschlagenem Ei, Zucker und wenig Mehl, die für feines Gebäck und Torten verwendet wird. Genau das wenige Mehl macht die Platte dünn und biegsam genug zum Rollen. Fachliteratur zum Biskuitteig beschreibt ausdrücklich, dass sich ein noch warmer Biskuitboden mithilfe von Backpapier oder einem Küchenhandtuch rollen lässt – kühlt er vorher aus, verliert er diese Biegsamkeit und reißt beim Aufrollen.
Zutaten für ein Blech
4 Eier, 100 Gramm Zucker, 80 Gramm Mehl, 3 Gramm Matcha und eine Prise Salz für den Biskuit. Für die Füllung 200 Gramm Sahne, 20 Gramm Zucker und optional 1 Gramm Matcha für einen durchgehenden Ton. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, das an den kurzen Seiten übersteht, damit sich die spätere Rolle sauber anheben lässt.
Zubereitung Schritt für Schritt
Eier und Zucker mehrere Minuten dick-schaumig aufschlagen. Mehl und Matcha darüber sieben und vorsichtig unterheben. Die Masse dünn und gleichmäßig aufs Blech streichen und bei 200 bis 230 Grad 15 bis 20 Minuten backen, je nach Blechgröße auch etwas länger. Direkt nach dem Backen den Boden mitsamt Backpapier von einer kurzen Seite her aufrollen und vollständig auskühlen lassen. Danach vorsichtig aufrollen, mit geschlagener Sahne bestreichen und wieder aufrollen.
Woran du den richtigen Backpunkt erkennst
Bleibt der Teig bei der Stäbchenprobe nicht kleben, ist die Masse ausreichend gebacken. Ein zu trocken gebackener Boden reißt selbst warm beim Rollen; deshalb lieber knapp an der unteren Backzeit orientieren und lieber einmal zu früh als zu spät aus dem Ofen holen. Bricht die Rolle trotzdem an der Oberfläche, ist das meist nur optisch, der Geschmack bleibt unverändert – kleine Risse lassen sich mit zusätzlicher Sahne oder Puderzucker kaschieren. Wer beim ersten Aufrollen unsicher ist, ob der Boden schon fest genug zum direkten Füllen ist, rollt ihn probeweise mit dem Backpapier zusammen, wickelt ihn in ein feuchtes Küchenhandtuch und lässt ihn darin vollständig auskühlen – dieses vorsichtige Vorrollen sorgt dafür, dass sich der Biskuit später an die Rollform gewöhnt hat und beim endgültigen Füllen weniger leicht reißt. Wer mehrere Rollen für einen größeren Anlass vorbereitet, kann diesen Zwischenschritt gut am Vortag erledigen und erst am Folgetag füllen und servieren, was die Vorbereitung deutlich entzerrt. Ein sauberer, gerader Anschnitt am Ende der Rolle sieht zudem ordentlicher aus als ein schräg geschnittenes Stück, besonders wenn die Rolle für Gäste angerichtet wird und jedes Stück gleich groß sein soll. Mit etwas Übung gelingt die Rolle beim zweiten oder dritten Versuch meist deutlich zuverlässiger als beim ersten Mal, da sich ein Gefühl für die richtige Backzeit und den passenden Moment zum Rollen entwickelt.
Varianten und Aufbewahrung
Statt Sahne funktioniert auch eine leichte Frischkäse-Füllung mit etwas Zucker und Zitronenschale. Für einen kräftigeren grünen Ton lässt sich das Matcha im Teig auf 4 Gramm erhöhen, sollte aber nicht darüber liegen, weil der dünne Boden sonst schnell bitter wird. Fertig gefüllt hält sich die Rolle im Kühlschrank ein bis zwei Tage, eingewickelt in Frischhaltefolie, damit sie keine Feuchtigkeit verliert. Für eine fruchtige Variante lässt sich zwischen Biskuit und Sahne eine dünne Schicht Fruchtkompott oder Marmelade streichen, was der Rolle zusätzlichen Geschmack und Feuchtigkeit gibt. Wer die Rolle einfrieren möchte, wickelt sie ungefüllt und fest in Folie ein; die reine Biskuitplatte lässt sich so mehrere Wochen aufbewahren und erst nach dem Auftauen mit frischer Sahne füllen.
Selbst backen oder Rezeptkarte nutzen
Eine feste Mengenangabe mit Bildern zum Nachbacken bietet das Rezept „Matcha-Roulade (Swiss Roll)“ auf der Seite. Für die Farbe der Platte zählt die Feinheit des Pulvers: fein steingemahlener MATCHASHOCK Bio-Matcha aus erster Ernte löst sich rückstandsfrei im Ei-Zucker-Schaum auf und bleibt beim kurzen Backen mild statt bitter. Wie stark ein Pulver überhaupt zieht, hängt stark von der Erntezeit ab, was der Wissensartikel „Matcha-Ernte: warum die erste Pflückung im Mai alles entscheidet“ erklärt.
Von der Rolle zur reinen Schale
In der dünnen Biskuitplatte trägt Matcha nur einen kleinen Teil des Geschmacks neben Sahne und Zucker. Wer den vollen Ton erleben will, braucht zwei Gramm Pulver auf 60 bis 80 Milliliter Wasser mit rund 75 Grad, ganz ohne Ei und Sahne dazwischen. So lässt sich am ehrlichsten prüfen, ob ein Pulver mild bleibt. Die Qualität der Ernte entscheidet über beides.
Häufige Fehler beim Rollen
Reißt die Rolle beim ersten Aufrollen quer über die ganze Breite, war der Biskuit entweder schon zu weit ausgekühlt oder zu trocken gebacken – deshalb direkt aus dem Ofen und noch warm rollen, nicht erst nach dem vollständigen Auskühlen. Wird die Sahnefüllung beim zweiten Aufrollen seitlich herausgedrückt, war entweder zu viel Sahne aufgetragen oder die Schicht bis zum äußersten Rand gezogen; ein bis zwei Zentimeter Rand ohne Füllung lassen beim Rollen genug Platz. Bricht die Rolle nur oberflächlich, lässt sie sich problemlos mit zusätzlicher Sahne oder einem Sieb Puderzucker kaschieren, ohne dass der Geschmack darunter leidet. Wird die Rolle beim Aufrollen zu fest angezogen, quillt die Füllung an den Enden heraus; ein lockereres, gleichmäßiges Aufrollen ohne Druck lässt der Sahne genug Raum, ohne dass sie herausgepresst wird.
Menge anpassen und Vorbereitung
Die angegebene Menge ergibt eine Rolle für sechs bis acht Stücke; für ein größeres Blech lässt sich die Biskuitmasse um die Hälfte erhöhen, wobei die Backzeit dann eher am oberen Ende der 15 bis 20 Minuten liegt. Die gefüllte Rolle lässt sich gut einen halben Tag im Voraus vorbereiten und bis zum Servieren im Kühlschrank liegen, in Folie eingewickelt, damit die Oberfläche nicht austrocknet. Zum Anschneiden hilft ein scharfes, glattes Messer, das vor jedem Schnitt kurz unter heißem Wasser abgespült und trockengewischt wird, damit die Sahnefüllung nicht am Messer kleben bleibt und die Ränder sauber bleiben. Wer die Rolle für einen besonderen Anlass verzieren will, bestäubt sie nach dem Anschneiden mit Puderzucker oder zeichnet mit geschmolzener weißer Kuvertüre feine Linien über die Oberfläche. Übrig gebliebene Rolle hält sich im Kühlschrank gut verpackt noch einen weiteren Tag, verliert danach aber zunehmend an Feuchtigkeit im Biskuit und schmeckt nicht mehr ganz so frisch wie am ersten Tag.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar.



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